
Schwerwiegende Vorwürfe gegen Swiss und PBE-Hersteller nach Flugzwischenfällen
Die Schweizer Flugunfalluntersuchungsstelle (Sust) hat in einem Abschlußbericht zum Flug LX18 der Swiss vom 11. Juli 2023, der wegen ungewöhnlicher Geruchsentwicklung nach Paris umkehren mußte, gravierende Mängel bei der Handhabung von Rauchschutzhauben (Personal Breathing Equipment, PBE) festgestellt. Die Ermittler kritisieren nicht nur das Design eines problematischen PBE-Modells, sondern auch das Zulassungsverfahren sowie die Trainingsmethoden der Fluggesellschaft Swiss. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem tragischen Todesfall eines Flugbegleiters nach einer A220-Notlandung am 23. Dezember 2024 in Graz, bei der dasselbe PBE-Modell mutmaßlich zum Einsatz kam. Die Schweiz hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall, Flug LX1885, inzwischen von Österreich übernommen, um einen möglichen Zusammenhang mit der Verwendung der kritisierten Rauchschutzhauben zu prüfen. Der Vorfall auf Flug LX18 und die Tücken der Rauchschutzhauben Am 11. Juli 2023 sollte der Swiss-Flug LX18 mit einem Airbus A330-300 von Zürich nach Newark fliegen. Über dem Luftraum des Ärmelkanals kam es jedoch zu einer „ungewöhnlichen Geruchsentwicklung“ an Bord, die den Piloten zur Umkehr nach Zürich zwang. Aufgrund der Wetterlage landete das Flugzeug schließlich in Paris-Charles de Gaulle. Der nun vorliegende Abschlußbericht der Schweizer Flugunfallbehörde Sust, über dessen Veröffentlichung zuerst das Portal „aeroTelegraph“ berichtete, analysiert den Zwischenfall detailliert und beleuchtet die Rolle der verwendeten Rauchschutzhauben. Die Ermittler konzentrierten sich insbesondere auf die Modelle der sogenannten Personal Breathing Equipment (PBE), die für Notfälle zur Verfügung stehen, um die Atemwege des Kabinenpersonals vor Rauch und giftigen Dämpfen zu schützen. Die Handhabung des betreffenden PBE-Modells bereitete mehreren Flugbegleitern „erhebliche Schwierigkeiten“, wie die Sust feststellte. Diese Probleme manifestierten sich bereits beim „Auspacken,






