Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Rückerstattungen: Kärntner gewinnt nach zwei Jahren Gerichtsprozess gegen Reisebüro

Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie haben sich Fluggesellschaften, Hotels, Reiseveranstalter und viele andere Akteure besonders viel Zeit bei der Rückerstattung von Kundengeldern gelassen. Manche Anbieter haben es auch auf Gerichtsprozesse ankommen lassen. Ein Kärntner musste mit Hilfe der Arbeiterkammer fast zwei Jahre lang vor Gericht streiten. Die Problematik hat sich dadurch ergeben, dass der Reisende, der seinen Urlaub wegen der Pandemie nicht antreten konnte, der Annahme war, dass ihm im Reisebüro, in dem er eigenen Angaben nach seit 20 Jahren Kunde ist, eine Pauschalreise gebucht habe. Die Agentur sah das aber gänzlich anders und vertrat die Ansicht, dass man lediglich einzelne Bausteine vermittelt habe und für die Rückerstattungen nicht zuständig ist. Der Konsument buchte bei einem Reisebüro bereits im Sommer 2018 die nächste Reise auf die Azoren für das Jahr 2020 im Glauben, es sei eine Pauschalreise. Aufgrund von Corona-Maßnahmen kam es im Sommer 2020 dazu, dass die Reise nicht angetreten werden konnte. Um sich die Flugkosten rückvergüten zu lassen, wandte sich der Kärntner an das Reisebüro. Dieses zog sich jedoch aus der Verantwortung und verwies darauf, dass keine Pauschalreise gebucht worden sei und sie als Vermittler nicht dafür verantwortlich sind, die Reisekosten zu erstatten. Aus diesem Grund wandte sich der Betroffene an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. Es wurde Klage eingebracht, welche in erster Instanz zu keinem Erfolg führte. In Folge eines Berufungsverfahrens wurde dem Kläger aufgrund von mangelnder Informationspflicht seitens des Reiseunternehmens Recht gegeben. „Das Reisebüro hat eindeutig zu wenig Aufklärung hinsichtlich der Reisebedingungen geleistet“, so Herwig Höfferer, AK-Konsumentenschützer

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Israir will sich einen EU-Ableger kaufen

Die Israir Group will sich zum Preis von 20 bis 30 Millionen Euro einen Ableger in der Europäischen Union zulegen. Laut Börsenmitteilung befindet man sich in der finalen Phase und könnte gegebenenfalls im Verkaufsverfahren als Bestbieter ausgewählt werden. Man will keine Angaben zur Fluggesellschaft, die man übernehmen will, machen. Es handle sich um ein Luftfahrtunternehmen mit EU-AOC, mit dem man einen verbesserten Marktzugang in der Europäischen Union haben möchte. Die Israir Group soll im Verkaufsverfahren einer der letzten verbliebenen Bieter sein. Sollte man den Zuschlag bekommen, will man den Zukauf gänzlich neu ausrichten. Es ist anzunehmen, dass man auch Kostenvorteile im Verkehr zwischen der EU und Israel nutzen will. Vor einigen Monaten stand eine Fusion von Arkia, El Al und Israir im Raum. Diese scheint nun in weite Ferne gerückt zu sein.

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Treibstoffkrise in Nigeria spitzt sich weiter zu

In Nigeria erweist sich der Umstand, dass an den meisten Airports des afrikanischen Landes akute Treibstoffknappheit herrscht, zunehmend als ernsthaftes Problem. Viele Carrier mussten ihre Flugpläne drastisch kürzen. Der Branchenverband Airline Operators of Nigeria warnt ausdrücklich, dass die derzeitigen Zustände noch nicht die Spitze des Eisbergs sind, denn an vielen Airports ist die Versorgung mit Jet-A1 ganz und gar nicht mehr sichergestellt. Dies könnte zu massiven Störungen im Flugverkehr führen und stellt die Operators dann auch vor unlösbare Herausforderungen. „Aus diesem Grund wird es auf allen Flughäfen des Landes zu erheblichen Störungen des planmäßigen Flugbetriebs kommen, einschließlich Annullierungen und unnötigen Verspätungen. Dies ist eine vorhersehbare, aber unbeabsichtigte Folge der Flugbenzin-Knappheit im Land. Wir bitten daher die Reisenden um Verständnis für unsere Mitglieder, da derzeit Anstrengungen unternommen werden, um die Entwicklung zu bewältigen und den normalen Flugbetrieb wiederherzustellen“, so AON-Sprecher und Vorsitzender von United Nigeria Airlines, Obiora Okonkwo. Erst kürzlich musste die älteste Fluggesellschaft des Landes, Aero Contractors, den Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen. Derzeit ist völlig unklar ob der Carrier jemals wieder abheben kann. Das Unternehmen soll auch nicht unerhebliche Zahlungsrückstände bei Leasinggesellschaften haben.

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Indien: Jet Airways sucht Piloten und Flugbegleiter

Die sich im Comeback befindliche Fluggesellschaft Jet Airways befindet sich derzeit auf der Suche nach Piloten und Flugbegleitern für die Muster Airbus A320, Boeing 737NG und 737-Max. Man strebt an, dass man sich im September 2022 wieder in die Luft erhebt. Einst war Jet Airways eine Beteiligung von Etihad Airways und eine durchaus große indische Fluggesellschaft. Allerdings ging irgendwann das Geld aus und der Carrier musste Insolvenz anmelden. Es fanden sich zwar Käufer, jedoch zieht sich der avisierte Neustart schon lange hin. Vor wenigen Wochen wurden erste Testflüge, die zum Wiedererlangen der Zulassungen beitragen sollen, durchgeführt. Am 26. Juli 2022 wandte sich Jet Airways unter anderem über Soziale Medien an die Öffentlichkeit und gab bekannt, dass man Piloten mit Typerating für A320, B737NG und B737Max einstellen wird. Weiters ist man auf der Suche nach Kabinenpersonal. Eigenen Angaben nach hat man binnen fünf Stunden stolze 700 Bewerbungen bekommen. Die Fluggesellschaft, die seit April 2019 nicht mehr geflogen ist, wird unter der Leitung des Konsortiums Jalan-Kalrock wiederbelebt. Anfang dieses Jahres wurde ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis von der Flugsicherheitsbehörde DGCA erneut bestätigt.

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Einreise: Namibia führt die 3G-Regel ein

Der afrikanische Staat Namibia lockert die Einreisebestimmungen für Touristen. Man praktiziert ab sofort die 3G-Regel, wobei bei Tests nur PCR-Befunde anerkannt werden. Bislang mussten alle Reisenden einen negativen PCR-Testbericht vorlegen. Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind, können künftig als Alternative zum PCR-Befund die entsprechenden Nachweise vorlegen. Allerdings dürfen die bei Genesung nicht älter als drei Monate sein und müssen von offiziellen Stellen des Wohnsitzlandes ausgestellt sein. Beispielsweise die die EU-Zertifikate werden anerkannt. Bei PCR-Tests gilt die Regelung, dass diese zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 72 Stunden sein dürfen und von offiziell zugelassenen Laboren des Herkunftslandes ausgestellt sein müssen. Zusätzlich werden die EU-Testzertifikate akzeptiert.

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Tufan Erginbilgic wird neuer Rolls-Royce-Chef

Der Flugzeugbauer Rolls-Royce bekommt mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2023 einen neuen Chef. Der ehemalige BP-Manager Tufan Erginbilgic wird mit Jahreswechsel an die Spitze des Konzerns treten. Er folgt auf Warren East, der das Unternehmen verlassen wird. Erginbilgic war rund 20 Jahre lang für den Mineralölkonzern BP tätig und arbeitet derzeit als Managing Partner für Global Infrastructure Partners. Die Corona-Pandemie hat auch Rolls-Royce zunächst hart getroffen. Da viele Fluggesellschaften die Übernahme von bestellten Flugzeugen und Triebwerken zeitlich nach hinten verschoben haben, schrieb man im Jahr 2020 einen Rekordverlust. Im Vorjahr konnte das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Im Vergleich mit Konkurrenten traf die Pandemie Rolls-Royce wesentlich stärker.

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SAF-Treibstoff: Austrian Airlines belohnt Passagiere mit Biennale-Eintrittskarten

Mit kostenlosen Eintrittskarten und Fahrkarten für den City Airport Train versucht Austrian Airlines Passagiere zur Auswahl von so genannten SAF-Flügen zu bewegen. Diese werden auf der Strecke Wien-Venedig im September und Oktober 2022 angeboten. Die Luftfahrtbranche setzt große Hoffnungen auf so genannte Sustainable Aviation Fuels. Diese werden nicht aus Erdöl, sondern aus alternativen Quellen hergestellt. Allerdings wird dabei zumeist verschwiegen, dass bei der Verbrennung in den Triebwerken dennoch Kohlenstoffdioxid entsteht und daher emissionsfreie Flüge mit der heutigen Technik schlichtweg aus physikalischen und chemischen Gründen nicht möglich sind. Die Idee hinter SAF ist nicht, dass bei der Verbrennung kein Kohlenstoffdioxid mehr entsteht, sondern dass die Materialien, aus denen der alternative Treibstoff gewonnen wird, nach Möglichkeit in ihrem Entstehungsprozess mehr Kohlenstoffdioxid gebunden haben als bei der Verbrennung entsteht. Ein anderer Ansatz ist, dass durch die Verwendung vermeintlicher „Abfallprodukte“ kein Erdöl angetastet werden muss. Seit März dieses Jahres tankt Austrian Airlines die ersten 1.500 Tonnen regional aus österreichischem Altspeiseöl hergestelltes SAF. Den Anteil will man in den nächsten Jahren steigern. „Umweltbewusste und kunstaffine Passagiere können diesen Herbst die Biennale Arte 2022 bequem und nachhaltig genießen!“ Jeder Fluggast von Wien nach Venedig, der sich bei Buchung für den Zukauf von 100% SAF entscheidet, erhält ein kostenfreie Hin- und Retourticket vom Wiener Stadtzentrum zum Flughafen Wien mit dem City Airport Train (CAT) und kostenlosen Eintritt zur Biennale Arte 2022. „Nachhaltiger Flugkraftstoff ist einer der wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung der Luftfahrt, jedoch noch nicht in großen Mengen verfügbar. Für einen großflächigen Einsatz brauchen wir das Engagement

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Mexiko-City: Loch in der Runway verursachte Verspätungen und Ausfälle

Der Flughafen Mexiko-City Benito Juárez hatte am vergangenen Wochenende ein erhebliches Problem mit der Runway 05R/23L. Starke Regenfälle haben dazu geführt, dass sich ein Loch mitten in der Start- und Landebahn gebildet hat. Dieses wurde am Sonntag gegen 18 Uhr 00 Lokalzeit erkannt. Die betroffene Piste wurde umgehend gesperrt. Kurzfristig waren 41 Flüge betroffen. Reparaturarbeiten wurden umgehend eingeleitet. Die zuständige Aufsichtsbehörde stufte das Problem als besonders sicherheitsrelevant ein, da sich die Beschädigung im Bereich der Aufsetzzone befand. In einem offiziellen Statement erklärt das Amt unter anderem: „Die starken Regenfälle in dieser Jahreszeit und die ständigen Landungen von Flugzeugen haben dazu geführt, dass sich in dem Bereich, in dem die Flugzeuge auf der Start- und Landebahn aufsetzen, Schotter ablöst. Da es sich um einen kritischen Bereich handelt, ist eine sofortige Reparatur erforderlich, für die die Landebahn aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss“. Die Folge daraus war, dass die betroffene Runway bis etwa Montag 4 Uhr 00 geschlossen bleiben musste. Die Witterung erschwerte aber die Reparaturarbeiten. In dieser Zeit wurden alle Flüge über 05L/23R geführt bzw. teilweise auch auf andere Flughäfen umgeleitet. Dadurch sind zahlreiche Verspätungen und Ausfälle entstanden.

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Stuttgart: Bodenmitarbeiter bekommen ab 1. August 2022 mehr Lohn

Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber der am Flughafen Stuttgart tätigen Bodenverkehrsdienstleister konnten in Tarifverhandlungen eine Einigung erzielen. Für rund 300 Beschäftigte gibt es bereits ab 1. August 2022 mehr Lohn. Die Landesorganisation Baden-Württemberg der Verdi teilte mit, dass Warnstreiks nun endgültig vom Tisch sind, da man sich mit den Arbeitgebern geeinigt hat. Die Beschäftigten in den Bereichen Check-in und Gepäckabfertigung werden in zwei Stufen rund 18 Prozent mehr Lohn bekommen. Der neue Tarifvertrag gilt ab 1. August 2022 und läuft bis Ende Juni 2023. Positiv hervorgehoben haben die Arbeitnehmervertreter, dass das Verhandlungsklima in Stuttgart von Anfang an konstruktiv gewesen sein soll und die Arbeitgeber stets die Bereitschaft für höhere Löhne signalisiert hatten. „Lohnsteigerungen, die die Inflation echt und vollständig ausgleichen und sogar zusätzlich die Berufe ein Stück weit aufwerten. Nur so gibt es eine Chance, offene Stellen wieder zu besetzen“, so Verhandlungsführer Jan Bleckert, der auch hofft, dass Stuttgart zur Blaupause in anderen Tarifverhandlungen werden könnte.

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Callsign: Eurowings Europe Ltd. wird als „Black Pearl“ funken

Der Aufbau der maltesischen Fluggesellschaft Eurowings Europe Ltd. nimmt weitere Formen an. Das Unternehmen hat den IACO-Code EWL zugewiesen bekommen. Einen IATA-Two-Letter-Code hat man noch nicht. Die neue Eurowings Europe Ltd. soll im Herbst 2022 an den Start gehen und schrittweise die österreichische Eurowings Europe GmbH ablösen. Das Ummelden der Flugzeuge vom OE- ins 9H-Register wird sich dem aktuellen Informationsstand nach über die gesamte Winterflugplanperiode 2022/23 vollzogen. Anschließend wird Eurowings Europe GmbH nicht mehr als Fluggesellschaft aktiv sein. Der „Umzug“ nach Malta ist vom Grundprinzip her mit jenem, den die Ryanair Group bei Laudamotion GmbH bzw. der Nachfolge-Airline Lauda Europe Ltd. vor einiger Zeit vollzogen hat, vergleichbar. Auch das Rufzeichen des Malta-Ablegers von Eurowings steht bereits fest: „Black Pearl“. Jenes der deutschen Eurowings lautet „Eurowings“. Die noch aktive Österreich-Tochter nutzt „Europwings“ im Funkverkehr. Die künftige maltesische Fluggesellschaft hat derzeit weder AOC noch Betriebsgenehmigung. Laut Zivilluftfahrtbehörde befindet man sich mitten im Erteilungsverfahren. Das Amt geht davon aus, dass es in den nächsten Wochen soweit sein könnte, dass die Zertifikate überreicht werden können. Nähere Einzelheiten nannte man nicht. Es wäre Sache der Airline dies zu kommunizieren. Wizz Air und SkyUp ziehen ebenfalls Malta-Töchter hoch Eine weitere Neugründung, die sich derzeit im AOC- und OL-Erteilungsprozess befindet, ist der EU-Ableger der ukrainischen Fluggesellschaft SkyUp. Unter dem Projektnamen SkyUp Europe will man eine maltesische Airline ins Leben rufen. Zunächst will man mit zwei Boeing 737 ACMI- und Charteraufträge erfüllen, ehe man dann im Sommer 2023 ein Liniennetz mit 19 Maschinen bedienen will. Im Gegensatz zu

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