Amely Mizzi

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Amely Mizzi

August 2022: Karlsruhe/Baden-Baden übertrifft Vorkrisen-Aufkommen

Der deutsche Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden konnte von der hohen Nachfrage im Sommer 2022 stark profitieren. Zuletzt konnte man das Aufkommen von August 2019 gar übertreffen. Im August 2022 hatte der Airport 160.163 Passagiere und damit um 1.430 Reisende mehr als im Vergleichsmonat des Jahres 2019. Bereits seit April 2022 zeichnet sich in Karlsruhe/Baden-Baden eine deutliche Erholung der Fluggastzahlen ab. „Durch die Anstrengungen und die gute Arbeit unserer Mitarbeiter und Partner konnten alle Aufgaben mit hohem Servicegrad erfüllt werden. Dies ist besonders bemerkenswert, da einige Flüge auf Grund der bekannten Probleme an anderen Flughäfen und im Luftraum nicht immer pünktlich am FKB landeten“, so Uwe Kotzan, Geschäftsführer Baden-Airpark. Am 10. August 2022 konnte der Airport ein besonderes Jubiläum feiern. Man begrüßte den 20-millionsten Fluggast. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist seit dem Jahr 1997 ein ziviler Verkehrsflughafen. Zuvor wurde das Areal jahrzehntelang militärisch genutzt.

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Lufthansa: VC zieht Streikaufruf zurück

Der für Mittwoch und Donnerstag angekündigte Streik der Lufthansa-Piloten wurde abgesagt. Die „Last-Minute-Verhandlungen“ sollen zu einem Durchbruch geführt haben. Beide Seiten hüllen sich über das Ergebnis noch in Schweigen. Es ist anzunehmen, dass Details noch verhandelt werden. Die Vereinigung Cockpit setzte bereits frühzeitig ein Signal an die Arbeitgeberseite und nahm den Streikaufruf für Lufthansa und Lufthansa Cargo zurück. Im Passagiergeschäft hätte die Arbeit ab morgen für zwei Tage niedergelegt werden sollen und bei Lufthansa Cargo sogar für drei Tage. Im Zuge des Streikaufrufs erhob die VC schwere Vorwürfe und behauptete unter anderem, dass man kein nachgebessertes Angebot erhalten habe. Der Kranich konterte verschnupft, dass man darüber verärgert ist, dass noch vor einer Verhandlungsrunde zum Streik aufgerufen wurde. Letztlich scheint man sich in den „Last-Minute-Verhandlungen“ soweit angenähert zu haben, dass die VC den Streikaufruf zurückgezogen hat. Nähere Einzelheiten zu einem möglichen Kompromiss sollen in den nächsten Stunden bzw. Tagen kommuniziert werden. „Wir freuen uns, dass ein Ergebnis am Verhandlungstisch erzielt werden konnte und dadurch weitere Nachteile für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen vermieden werden können“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik, „heute wurden wichtige erste Schritte in Richtung einer nachhaltigen Zusammenarbeit erzielt“

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Malta: Busverkehr ab 1. Oktober 2022 mit Tallinja-Card kostenfrei

Ab 1. Oktober 2022 wird der öffentliche Personennahverkehr in der Republik Malta weitgehend kostenlos sein. Nach Luxemburg ist man der zweite EU-Staat der sich zu einem solchen Schritt entschlossen hat. Die Maßnahme wurde bereits vor über einem Jahr und damit vor den jüngsten Teuerungen beschlossen. Allerdings werden nicht alle Nutzer der Öffis vom Entfall der Fahrkarten profitieren, denn Touristen sollen auch weiterhin die regulären Tarife bezahlen müssen. Personen mit Wohnsitz auf Malta sowie Inhaber der personalisierten Tallinja-Cards sollen ab 1. Oktober 2022 nichts mehr für die Nutzung der Busse bezahlen müssen. Transport Malta erklärte unter anderem, dass die personalisierte Tallinja-Karte die Grundlage für die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist. Diese muss weiterhin beim Einsteigen in den Bus gescannt werden. Allerdings wird künftig kein Guthaben mehr abgebucht. Wer eine solche Karte nicht hat oder aber oder andere Ausnahmen fällt, muss weiterhin bezahlen. Touristen, die sich keine personalisierte Tallinja-Card organisieren, müssen auch nach dem 1. Oktober 2022 die regulären Tarife bezahlen. Im Sommer fallen pro Busfahrt zwei Euro und im Winter 1,50 Euro an. Es wird auch weiterhin spezielle Touristenkarten, jedoch kostenpflichtig geben. Die personalisierten Tallinja-Cards sind nicht an einen Wohnsitz auf Malta geknüpft und können von jeder Person gegen eine Bearbeitungsgebühr bezogen werden. Auch die Onlinebestellung samt Versand ins Ausland ist möglich. Bis zum 30. September 2022 kostet eine Busfahrt mit der Standard-Karte (Adult) 75 Cent statt zwei Euro. Ab 1. Oktober 2022 bezahlt man damit überhaupt nichts mehr.

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Griechenland: Randalierender Trunkenbold nach Easyjet-Flug in Haft

Am Freitag, den 2. September 2022 musste Easyjet-Flug U28935, durchgeführt mit dem Airbus A320neo mit der Registrierung G-UZHV außerplanmäßig in Thessaloniki zwischenlanden. An Bord soll ein 22-jähriger Brite mit mehreren Passagieren und Besatzungsmitgliedern in einen Streit geraten sein. Der Man soll betrunken gewesen sein und musste sich in Griechenland vor einem Untersuchungsrichter verantworten. Dieses hat die Untersuchungshaft angeordnet. Dem Unruly PAX wird vorgeworfen, dass er die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung gefährdet haben soll. Die weitere Vorgehensweise der strafrechtlichen Verfolgung ist noch unklar, jedoch ist mit einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft zu rechnen. Flug U28935 befand sich auf dem Weg von London-Gatwick nach Paphos. Der Mann dürfte eine größere Menge Alkohol konsumiert haben, denn rund um seinen Sitz wurden zahlreiche leere Flaschen gefunden. Er geriet mit der Besatzung und anderen Passagieren in einen heftigen Streit. Der Kapitän entschied sich dann für eine außerplanmäßige Landung, um den Störenfried entfernen zu lassen. Daraus resultiert auch eine mehrstündige Verspätung des Fluges von Paphos nach Gatwick. Easyjet erklärte dazu unter anderem: „Die Kabinenbesatzung von easyJet ist darin geschult, alle Situationen einzuschätzen und schnell und angemessen zu handeln, um sicherzustellen, dass die Sicherheit des Fluges und der anderen Passagiere zu keiner Zeit gefährdet ist. Auch wenn solche Vorfälle selten sind, nehmen wir sie sehr ernst und tolerieren kein missbräuchliches oder bedrohliches Verhalten gegenüber unserem Personal. Die Sicherheit und das Wohlergehen von Fluggästen und Besatzung haben für uns immer höchste Priorität“.

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Niceair nimmt Kurs auf Berlin und Edinburgh

Niceair beabsichtigt noch dieses Jahr temporäre Nonstopflüge ab Akureyri (Island) nach Edinburgh und Berlin aufzulegen. Diese sollen mit Airbus A319 von Hifly Malta durchgeführt werden. Vorerst handelt es sich formell um einzelne Charterflüge. In die deutsche Bundeshauptstadt sind vorerst zwei Charterflüge geplant. Diese sollen am 10. November 2022 und am 1. Dezember 2022 jeweils unter der Flugnummer HFM241 durchgeführt werden. Die Rückflüge sind für den 13. November 2022 und den 4. Dezember 2022 als HFM242 angekündigt. Nach Edinburgh soll es am 20. Oktober 2022 und am 17. November 2022 als HFM231 gehen. Die Rückflüge sind als HFM232 jeweils am 23. Oktober 2022 und am 20. November 2022 geplant. Es handelt sich – analog zu Berlin – vorerst um einzelne Charterflüge. Niceair ist eine so genannte virtuelle Fluggesellschaft, die über keine eigenen Zertifikate verfügt. Als Vertriebsgesellschaft hat man Hi Fly Malta mit der operativen Durchführung der Flüge beauftragt. Die UK-Flüge erwiesen sich als Flop, denn die Verantwortlichen hatten nicht berücksichtigt, dass es aufgrund des Austritts des Vereinigten Königreich aus der EU zu tiefgehenden Änderungen im Bereich der Verkehrsrechte gekommen ist.

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České dráhy und Regiojet vor scharfem Wettbewerb zwischen Brno und Flughafen Wien

Erst vor wenigen Wochen hat der private Eisenbahnbetreiber Zugverbindungen ohne Umstieg zwischen Flughafen Wien und Brno aufgenommen. Diese wurden am 1. September 2022 vorläufig eingestellt. Als Ersatz bietet man Zubringer der Österreichischen Bundesbahnen sowie Fernbusse an. Regiojet bot seit Juni 2022 täglich mehrere Züge zwischen dem tschechischen Brno und dem Flughafen Wien-Schwechat an. Die Besonderheit war, dass man nicht umsteigen musste. Bereits zuvor hatte man Fernbusse, jedoch liegt der Fokus in Sachen der Anbindung von Brünn an den Flughafen Wien durchaus auf der Schiene. Bereits im Zuge der Aufnahme der Direktzüge ist Regiojet auch eine Kooperation mit den ÖBB eingegangen. Diese ermöglicht die kombinierte Nutzung von Zügen beider Eisenbahngesellschaften. Für Regiojet-Kunden bedeutet das konkret, dass zwischen Wien Hauptbahnhof und Flughafen Wien-Schwechat vice versa auf bestimmten Verbindungen auf die Railjet-Züge der Staatsbahn umgestiegen werden kann. Diese Kooperation wird fortgeführt, jedoch werden die Garnituren des tschechischen Anbieters vorläufig nicht mehr bis zum Airport geführt. Seitens Regiojet ist von einem „Probebetrieb“ zum Wiener Flughafen die Rede. Der Fahrplan war aufgrund der Trassenzuweisung zum Teil konfus. Die Zusammenarbeit mit den ÖBB sollte mehr Möglichkeiten eröffnen, jedoch ist bei Buchung dieser Verbindungen dann ein Umstieg am Wiener Hauptbahnhof notwendig. Genau diesen sollten die Direktzüge aber ausmerzen. Regiojet bietet weiterhin Fernbusverbindungen ab dem Wiener Flughafen ins tschechische Brno an. Vom Tisch sind die Regiojet-Züge zum Flughafen Wien-Schwechat aber nicht. Mit dem großen Fahrplanwechsel, der europaweit im Dezember 2022 über die Bühne gehen wird, will man wieder Bahnverbindungen ohne Umstieg zwischen Brünn und Flughafen Wien vice versa

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Oman verweigert Israels Fluggesellschaften auch weiterhin Überflüge

Das Vorhaben Israels die Flugrouten unter anderem nach Asien mittels Überflug über die arabische Halbinsel zu verkürzen stößt auf Widerstand des Omans. Im Gegensatz zu Bahrain, Saudi-Arabien und anderen Staaten verweigert man auch weiterhin Überflüge. Über Jahrzehnte hinweg haben nahezu alle arabischen Länder israelischen Airlines die Nutzung ihrer Lufträume verweigert. Nach und nach ist deutliche Entspannung eingekehrt, denn beispielsweise die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Saudi-Arabien gestatten mittlerweile Überflüge. Der Oman allerdings nicht. In israelischen Medien wird spekuliert, dass der mit Israel verfeindete Iran massiven Druck auf das Sultanat ausgeübt haben könnte. Dieser soll sich dem Druck gebeugt haben und damit die Normalisierung der diplomatischen Beziehungen vorerst verhindert haben. Damit ist vorerst die Möglichkeit die Flugrouten möglichst geradlinig zu gestalten auf Eis. Konkret wird sich das auf die (geplanten) El-Al-Flüge nach Indien, Thailand, Australien und einige asiatische Staaten aus. Diese müssen auch weiterhin Umwege nehmen. Bislang wurde damit gerechnet, dass das Luftfahrtabkommen mit dem Oman nur noch reine Formsache ist, denn mit Saudi-Arabien konnte man sich einigen. Dabei bleibt es jedoch nicht.

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Globista: Funke Mediengruppe bringt Online-Reisebüro nach Österreich

In Österreich tritt mit Globista ein neuer Player im Bereich Online-Vermittlung von Pauschalreisen ein. Hinter der Marke steht die deutsche Funke Mediengruppe, die seit 2018 mit der Funke One GmbH in Deutschland in diesem Segment aktiv ist. Als Kooperationspartner in Österreich fungiert die Tageszeitung Kurier, an der man beteiligt ist. Die ersten Reisetermine beginnen im September 2022. Zunächst handelt es sich um einen Markteintritt auf Probe, denn man will die Resonanz in Österreich zu einem späteren Zeitpunkt evaluieren und dann entscheiden, ob man weiter ausbauen wird. Dass eigentlich branchenfremde Firmen in die Web-Vermittlung von Pauschalreisen einsteigen oder aber zumindest ihren Namen dafür nutzen lassen, ist keine Neuigkeit. Beispielsweise bietet Rewe schon seit vielen Jahren unter den Marken Billa Reisen und Penny Reisen ein solches Angebot an. Die Konkurrenten Lidl und Hofer haben vergleichbare Produkte auf dem Markt. Auch kooperieren immer wieder Tageszeitungen mit Reiseveranstaltern.

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Düsseldorf: Schauinsland-Reisen legt Luxor-Charter auf

Der Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen bietet im Winterflugplan 2022/23 Charterflüge nach Luxor an. Diese werden ab Düsseldorf angeboten und von der deutschen Ferienfluggesellschaft Tuifly Deutschland durchgeführt. Hintergrund ist auch, dass ab 3. November 2022 Kreuzfahrten mit der Nile Excellence ab Luxor angeboten werden. Schauinsland-Reisen bietet in diesem Zusammenhang Pauschalreise mit Schiffssegmenten an. Man nimmt das genannte Schiff in der Wintersaison 2022/23 exklusiv unter Vertrag. Die Charterflüge sollen jeweils an Donnerstagen durchgeführt werden. An diesen Tagen legt auch jeweils das Kreuzfahrtschiff in Luxor ab. Der Tour Operator bietet verschiedene Pakete an. Der Rückflug ist auch ab anderen Airports, beispielsweise Marsa Alam möglich.

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Ab 31. März 2023: Israel bannt vierstrahlige Flugzeuge

Aus Umweltschutzgründen will Israels Flughafenbehörde ab 31. März 2023 den Betrieb von vierstrahligen Verkehrsflugzeugen nicht mehr gestatten. Der Bann soll für sämtliche Flüge von/nach Israel gelten, wobei Überflüge nicht betroffen sein sollen. Das Amt begründet den Schritt in erster Linie mit Umwelt- und Lärmschutzüberlegungen. Gänzlich ausgeschlossen wird der Betrieb von Vierstrahlern aber nicht sein, denn Operators können Sondergenehmigungen beantragen. Auch sollen Notlandungen generell vom Bann ausgenommen sein. Die Israel Airports Authority machte keine näheren Angaben zu den Kriterien nach denen Ausnahmebewilligungen erteilt werden. Es ist aber anzunehmen, dass Regierungsmaschinen sowie dringende Frachtflüge diese erhalten können. Im Passagierbereich gibt es derzeit keine Verbindungen, die mit Vierstrahlern bedient werden. In der Vergangenheit verfügte El Al über Boeing 747. Die letzte Einheit hat die Flotte kurz vor dem Beginn der Corona-Pandemie verlassen. Ausländische Carrier setzten momentan nur Fluggerät mit zwei Triebwerken ein. „Der Anstieg des Passagier- und Flugzeugverkehrs am Ben-Gurion-Flughafen ist eine ökologische Herausforderung. Ich habe die Absicht, die Flughafenbehörde und den Ben-Gurion-Flughafen nicht nur im Bereich der Digitalisierung, sondern auch in Bezug auf Umwelt und Nachhaltigkeit in der Welt der Luftfahrt anzuführen. Der Stopp der Landung von viermotorigen Flugzeugen am Ben-Gurion-Flughafen ist ein Schritt und der erste Schritt eines umfassenderen Plans, der derzeit ausgearbeitet wird“, so Hagai Topolansky, Generaldirektor der IAA.

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