Jan Gruber

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Jan Gruber

Graz rechnet mit bis zu 80 Prozent weniger Umsatz

Die Coronakrise verursacht in den Finanzen des Grazer Flughafens tiefe Spuren. Der Airport verzeichnet momentan einen Umsatzrückgang von 75 Prozent. Geschäftsführer Gerhard Widmann hofft, dass das laufende Geschäftsjahr mit einem Minus von 75 bis 80 Prozent abgeschlossen werden kann. Mit Besserung rechnet der Manager erst im kommenden Jahr. Das Jahr 2019 lief für den Grazer Flughafen besonders gut, denn man konnte die magische Eine-Million-Passagiere-Marke knacken. Davon ist man heuer äußerst weit entfernt und rechnet mit allenfalls etwa 300.000 Reisenden, erklärt Geschäftsführer Gerhard Widmann gegenüber dem Österreichischen Rundfunk. Der Airport hat aber auch ein anderes Problem, sprichwörtlich am Hals. Die Wirtschaft ist auch unabhängig von der Corona-Pandemie auf Verbindungen im doppelten Tagesrand angewiesen. Diese sind ab Graz derzeit nur sehr spärlich vorhanden. Daran arbeitet man allerdings intensiv, wie Wolfgang Malik, CEO der Graz Holding, gegenüber dem ORF erklärt: „Es ist so, dass wir schauen müssen, dass wir die Verbindungen, welche die Industriellenvereinigung, die Wirtschaftskammer und die einzelnen Unternehmen von uns fordern, dass wir die wieder in entsprechendem Ausmaß – und Tagesrandverbindungen sind das entsprechende Ausmaß – wieder zur Verfügung stellen können.“

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Tui baut die Konzernführung um

Der Reisekonzern Tui baut mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2021 die Konzernführung um. Der Aufsichtsrat segnete die Veränderungen am Dienstag ab. Den Finanzbereich wird künftig Sebastian Ebel leiten, der momentan auch dem Kontrollgremium der Fluggesellschaft Tuifly angehört. Die derzeitige Finanzchefin, Birgit Conix, wird das Unternehmen mit Jahresende verlassen. Die Belgierin erklärte im Sommer gegenüber dem Aufsichtsrat, dass sie ihren auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Eine geordnete Übergabe an ihren Nachfolger ist jedoch laut Tui-Mitteilung sichergestellt. „Ich danke Birgit Conix für ihren Einsatz in schwieriger Zeit. Sie hat viel für die Tui erreicht und in der Krise Finanzierungen und Liquidität auf ein sicheres Fundament gestellt. Sebastian Ebel ist ein sehr erfahrener Finanzmanager, der auch große operative Gesellschaften erfolgreich geführt hat. Zusammen haben wir viele gemeinsame Herausforderungen gestemmt. Ich freue mich, ihn künftig als CFO an meiner Seite zu haben. Im Vorstandsressort von Peter Krüger bündeln wir die Verantwortung für unsere kapitalintensiven Assets sowie den Bereich Strategie und M&A und schaffen damit die Basis, um in den nächsten Jahren unsere Investmentstrategie den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Im erweiterten Bereich von Erik Friemuth wollen wir zukünftig besonders in Vertrieb und Kundenbetreuung Synergien erzielen und dabei das Kundenerlebnis mit innovativen Lösungen und herausragenden Produkten stärken. Erlebnisse und Aktivitäten waren schon vor der Pandemie ein schnell wachsendes Marktsegment mit erheblichem Potential für die Tui. Mit David Schelp ist der Bereich zukünftig im Group Executive Committee vertreten. Der gesamte Tourismussektor befindet sich weiter in einer ungekannten Krise – nach der Pandemie wird sich vieles verändert haben. Mit

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Basel: Easyjet Switzerland verkleinert die Basis und baut 70 Jobs ab

Bei Easyjet Switzerland soll aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen geringen Nachfrage der Personalstand um 70 Mitarbeiter reduziert werde. Der Carrier unterhält in Basel und Genf Bases. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in der Schweiz rund 1.020 Personen. Davon sind etwa 450 in Basel stationiert und 570 in Genf. Insgesamt verfügen die beiden Bases in der Eidgenossenschaft über 27 Airbus-Jets, die wie folgt verteilt sind: 12 in Basel und 15 in Genf. Der Carrier kündigte nun an, dass am Euro-Airport der Personalstand um 70 Mitarbeiter reduziert werden soll. Auch wird man zwei Maschinen abziehen. Mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften wurde nun ein so genannten Konsultationsverfahren eingeleitet. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es auch in Genf zum Personalabbau kommen könnte. Easyjet Switzerland erklärt in einer Medienaussendung, dass man versucht interne Lösungen zu finden und so gut es geht auf Kündigungen verzichten will. „Wir verpflichten uns zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Arbeitnehmervertretern in der Schweiz mit dem Ziel, Arbeitsplatzverluste so weit wie möglich zu vermeiden und Versetzungsmöglichkeiten innerhalb unserer lokalen Basen zu ermöglichen“, so Jean-Marc Thevenaz, Geschäftsführer von Easyjet Switzerland.

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Easyjet Europe: Winterschlaf für Bases Neapel und Venedig

Die österreichische Fluggesellschaft Easyjet Europe wird während der Winterflugplanperiode 2020/21 zwei italienische Bases temporär schließen. Dabei handelt es sich um Neapel und Venedig. Die Präsenz in Mailand-Malpensa, der größten italienischen Basis, ist davon nicht betroffen. Das Airways Magazine berichtet unter Berufung auf ein internes Mitarbeiteranschreiben, dass der Flugbetrieb ab Neapel von 28. Oktober 2020 bis vorerst 17. Dezember 2020 eingestellt werden soll. Ab Venedig soll dieser während der gesamten Winterflugplanperiode ruhen. Begründet wurde die Entscheidung mit der deutlich reduzierten Nachfrage. Gänzlich aus dem Streckennetz werden die beiden italienischen Flughäfen allerdings nicht verschwinden, denn von anderen Airports heraus sollen diese weiterhin angeflogen werden. Lediglich das bislang von den beiden italienischen Bases aus durchgeführte Flugangebot soll ruhen.

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Airbus bringt den A220-100 als Businessjet heraus

Gerüchte, dass Airbus den A220 auf die Langstrecke bringen will, gibt es schon lange. Nun stellte der Flugzeugbauer ein entsprechendes Modell vor, doch es handelt sich um keine für die Linie bestimmte Version, sondern einen Businessjet. Der „ACJ Two Twenty“ soll über eine Reichweite von 10.500 Kilometern verfügen. Das ermöglicht beispielsweise Transatlantikflüge von Europa in die USA. Das Hauptverkaufsargument dürfte aber die gegenüber kleineren Businessjets deutlich geräumigere Kabine sein. Das Geschäftsreiseflugzeug basiert auf dem Airbus A220-100, ist 35 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von 35,1 Metern. Airbus Canada konnte bereits sechs Einheiten des „Two Twenty“ verkaufen, die ab 2023 ausgeliefert werden sollen.

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Air France: Sieben Wien-Flüge pro Woche im Winter

Air France wird im Zeitraum von 26. Oktober 2020 bis vorerst 17. Jänner 2021 sieben wöchentliche Rotationen auf der Route von Paris-Charles de Gaulle nach Wien anbieten. Der Carrier wird ab der französischen Hauptstadt die Langstrecken in Richtung Karibik aufstocken. Angeboten werden zusätzliche Frequenzen nach Fort-de-France und Pointe-à-Pitre von Paris-Charles de Gaulle angeboten, nach Saint-Denis de La Réunion bei Abflug von Paris-Orly. Ein weiterer Ausbau ist – soweit es die Reisebeschränkungen zulassen – während der Winterflugplanperiode vorgesehen. Diese würde man auch im Frachtgeschäft benötigen, so der Carrier in einer Medienerklärung.

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KLM reduziert die Wien-Präsenz

Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird im Zeitraum von 25. Oktober bis vorerst 22. November 2020 maximal zweimal täglich zwischen Amsterdam und Wien fliegen. Derzeit werden bis zu drei Rotationen pro Tag angeboten. Ab Graz wird am 25. Oktober 2020 die Nonstop-Verbindung in die niederländische Hauptstadt mit fünf wöchentlichen Umläufen wiederaufgenommen. KLM erklärt, dass man im August 2020 fast alle Ziele im europäischen Netz angeflogen hat. Eine der wenigen Ausnahmen war Graz. Die angebotene Kapazität lag bei etwa 60 Prozent des Werte, den man vor der Coronakrise hatte. Mit Posen wird der Carrier am 25. Oktober 2020 eine gänzliche neue Destination aufnehmen. Auf der Langstrecke bot das niederländische Luftfahrtunternehmen eigenen Angaben nach rund 80 Prozent der Destinationen mit einer Sitzplatzkapazität von etwa 60 Prozent an. Auf einem Drittel der angebotenen Routen wird jedoch ausschließlich Fracht transportiert. Anfang September hat KLM den zweimal wöchentlichen Flug in die chinesische Stadt Hangzhou über Seoul Incheon in Südkorea wiederaufgenommen. KLM wird auch zweimal wöchentlich einen Flug nach Kairo anbieten. Riad wird auch als neues Ziel in das KLM-Netzwerk aufgenommen (ursprünglicher Start war der 26. September, ist aber jetzt für den 7. Dezember geplant). Am 29. Oktober startet KLM außerdem einen Dreiecksflug, um Edmonton wieder in das kanadische Netzwerk aufzunehmen. Der Flug startet in Calgary, führt dann nach Edmonton und fliegt zurück nach Amsterdam. Als neues Ziel in Afrika wird Sansibar ab den 10. Dezember zweimal wöchentlich angeflogen.

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Deutschland beharrt auf komplizierte Quarantäne-Regeln

Deutschland plant künftig sämtliche Rückkehrer aus vom Robert-Koch-Institut definierten „Risikogebieten“ beim Vorliegen eines negativen PCR-Tests fünf Tage in Quarantäne zu stecken. Kann dieser nicht vorgewiesen werden, sollen es sogar zehn Tage werden. Das Bundesinnenministerium arbeitet derzeit an einer so genannten „Musterquarantäneverordnung“. Auf deren Grundlage sollen die einzelnen Bundesländer dann ihre Bestimmungen erlassen, die sich unterscheiden können. Mittlerweile geht in Deutschland der Trend sogar in die Richtung, dass Personen, die sich im Inland in einem RKI-Risikogebiet aufgehalten haben, in Quarantäne gehen sollen. Dadurch wird ein nahezu undurchblickbarer Flickenteppich geschaffen. Uni-Professor der Charité Berlin kritisiert 50er-Marke des RKI Die Problematik in Deutschland ist leicht erklärt: Das Robert-Koch-Institut legte zu Beginn der Pandemie willkürlich fest, dass ein Risikogebiet eine Region ist, in der es mehr als 50 positiv Getestete pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt. Wie viele PCR-Untersuchungen eigentlich durchgeführt werden, spielt keine Rolle. In den letzten Tagen sorgten die Meldungen der Türkei, die systematisch nur positiv Getestete mit Symptomen gemeldet haben. Asymptomatische Fälle wurden aus der Statistik kaschiert, so dass die Zahlen niedriger wirkten. Das hatte zur Folge, dass das RKI einige Regionen nicht mehr als Risikogebiet einstufte. Selbstredend handelte es sich dabei um typische Urlauberziele. Die Definition, die in Deutschland angewandt wird, ist auch in der Ärzteschaft massiv umstritten, da diese auf keinerlei wissenschaftlichen Kriterien beruht, sondern willkürlich festgelegt wurde. Dem schließt sich auch Stefan Willich, Universitätsprofessor und Direktor des Instituts für Epidemiologie an der Charité Berlin, an. Er verweist in diversen Medienstatements, dass die „50er-Marke“ vor fünf Monaten festgelegt

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Air Malta senkt Gebühr für Namensänderung auf 5 Euro

Die staatliche Fluggesellschaft Air Malta verzichtet bei allen Buchungen, die bis 31. Dezember 2020 durchgeführt werden, auf die Erhebung der sonst üblichen Umbuchungsgebühr. Auch verlangt man bis dahin für die Änderung des Passagiernamens eine vergleichsweise niedrige Bearbeitungsgebühr in der Höhe von fünf Euro. Der Reisezeitraum kann sich bis 31. Dezember 2021 erstrecken. „Derzeit glauben wir, dass Flexibilität unerlässlich ist, und hoffen, mit diesen Änderungen das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Flugverkehr weiter zu stärken und unseren Kunden den Flugwechsel bei Bedarf zu erleichtern“, so Air-Malta-Finanzchef Paul Sies.

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Rumänien setzt Österreich auf die „rote Liste“

Österreich ist nun auch in Rumänien auf der „roten Liste“ gelandet. Das hat zur Folge, dass Passagiere, die aus der Alpenrepublik kommend einreisen, ab Mittwoch 14 Tage in Quarantäne müssen. Frühestens am achten Tag kann ein PCR-Test durchgeführt werden und wenn dieser negativ ausfällt, kann die Isolation am zehnten Tag beendet werden. Rumänien gewährt – wohl auch aus touristischen Aspekten und aufgrund von Heimatbesuchen – eine Ausnahme für Kurzreisende: Hält man sich nicht länger als drei Tage auf, so ist die Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, ausreichend. Österreich betrachtet umgekehrt Rumänien bereits seit dem Sommer als Risikogebiet.

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