Jan Gruber

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Jan Gruber

Flughafen Salzburg: Erholungskurs nach der Krise und umfangreiche Zukunftsinvestitionen

Der Salzburger Flughafen hat im Geschäftsjahr 2024 einen bedeutenden Meilenstein erreicht und die Schwelle von 1,7 Millionen Passagieren überschritten. Mit insgesamt 1.787.169 Fluggästen, was einem Zuwachs von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, befindet sich der Flughafen auf einem klaren Erholungskurs. Das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2018, das als Bemessungsjahr dient, wurde mit nur noch 3,2 Prozent weniger Passagieren – umgerechnet 57.000 Gäste – nahezu erreicht. Diese positive Entwicklung unterstreicht die Robustheit des Luftverkehrs in der Region und die Bedeutung des Salzburger Flughafens als zentrales Drehkreuz für Tourismus und Wirtschaft. Trotz einiger Herausforderungen, wie dem Wegfall von Wizz Air-Verbindungen, blickt die Flughafengeschäftsführung optimistisch in die Zukunft und plant umfangreiche Investitionen in die Modernisierung der Terminallandschaft. Erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 und erste Quartalsergebnisse 2025 Das Geschäftsjahr 2024 schloß der Salzburg Airport positiv ab, was die Fähigkeit des Flughafens unterstreicht, sich von den Auswirkungen der globalen Krise zu erholen. Die Steigerung der Passagierzahlen um 10,7 Prozent auf annähernd 1,8 Millionen Passagiere ist ein deutliches Zeichen für die wiedererstarkte Reiselust. Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung: „2024 war ein sehr erfreuliches Jahr. Auch wenn die Anzahl der Flüge nicht an das Vorkrisenniveau heranreicht, das Destinationsportfolio paßt und wir können mit der Passagierentwicklung mehr als zufrieden sein.“ Allerdings war der Start in die Wintersaison 2024/2025, trotz anfänglicher guter Prognosen, von einigen Unwägbarkeiten geprägt. Die Auslastung der Flugzeuge war aufgrund der Schnee- und Buchungslage nicht so wie erwartet. Hinzu kam der unerwartete Wegfall der Wizz Air-Flugverbindungen. Die im Jahre 2024 neu eingeführten Strecken nach

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ÖAMTC warnt vor rigiden Abschleppungen beim Donauinselfest

Der ÖAMTC warnt Besucher des diesjährigen Donauinselfestes (20. bis 22. Juni 2025) eindringlich vor rigorosen Abschleppungen falsch abgestellter Fahrzeuge. Um die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge zur Donauinsel jederzeit freizuhalten, werden Zuwiderhandlungen konsequent geahndet. Autofahrer riskieren dabei Kosten von weit über 400 Euro, welche sich aus Abschleppgebühren, Verwahrungsgebühren und einer möglichen Anzeige zusammensetzen können, zuzüglich etwaiger Taxikosten für die Heimreise. Der Automobilclub empfiehlt Besuchern der Großveranstaltung, auf Park & Ride Anlagen auszuweichen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Für alle Verkehrsteilnehmer, die nicht zum Donauinselfest fahren, rät der ÖAMTC, die Verbindungen über die Praterbrücke (A23) oder die Nordbrücke zu nutzen, welche jedoch vignettenpflichtig sind. Auf den Brücken der Donauinsel – der Floridsdorfer-, Brigittenauer- und Reichsbrücke – ist indes mit starken Verkehrsbehinderungen durch den hohen Besucherzustrom zu rechnen. Zusätzlich weisen die Experten des ÖAMTC auf die geltende Kurzparkzonenregelung im Wiener Stadtgebiet hin. Diese ist am Freitag, dem ersten Festivaltag, nahezu flächendeckend von 9:00 bis 22:00 Uhr in Kraft. Dies bedeutet, daß unzulässig abgestellte Fahrzeuge nicht nur abgeschleppt werden können, sondern auch mit Strafen belegt werden, wenn sie ohne gültigen Parkschein oder außerhalb der erlaubten Zeiten parken. Eine genaue Beachtung der Parkvorschriften ist somit unerläßlich, um hohe Kosten und Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

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„Wachauer Sommersonnenwende“ am 21. Juni 2025 mit erweiterten Verkehrsangeboten

Am 21. Juni 2025 findet in Spitz an der Donau wieder die „Wachauer Sommersonnenwende“ statt, eine der stimmungsvollsten Sonnwendfeiern Niederösterreichs. Bei diesem traditionellen Ereignis werden die Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von Spitz durch zauberhafte Lichteffekte in Szene gesetzt. Ein großes Feuerwerk wird zudem die Donau und die umliegenden Weinberge zum Erstrahlen bringen. Die Feierlichkeiten beginnen um 17 Uhr und bieten Wachauer Köstlichkeiten, edle Weine sowie musikalische Unterhaltung. Mit Einbruch der Dämmerung startet der Lichter- und Feuerzauber: Markante Punkte wie die Teufelsmauer, die Ruine Hinterhaus, das Rote Tor, der Singerriedel und der Tausendeimerberg werden von unzähligen Fackeln und Lichtern erhellt, bevor ein großes Feuerwerk den Höhepunkt des Abends bildet. NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer betonte, die Sonnwendfeier sei „gelebtes Brauchtum und ein Highlight im niederösterreichischen Veranstaltungskalender“. Für eine bequeme und sichere An- und Abreise wird das Angebot der Wachaubahn erweitert. Wie die NÖVOG Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl mitteilten, werden abends drei zusätzliche Zugpaare zwischen Krems und Spitz bereitgestellt. Dies ermöglicht es Besuchern, die Feierlichkeiten bis in die späten Nachtstunden zu genießen. Neben der Wachaubahn stehen auch die Wachaubusse der Linien 715, 718 und 719 für die öffentliche Anreise zur Verfügung. Die „Wachauer Sommersonnenwende“ zieht jährlich zahlreiche Besucher an und ist ein bedeutendes Ereignis für die Region.

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Easyjet verstärkt Winterangebot am Flughafen Wien mit fünf neuen Verbindungen

Die europäische Fluggesellschaft Easyjet baut ihr Angebot am Flughafen Wien für den Winterflugplan 2025/2026 erheblich aus. Nachdem Easyjet kürzlich mit der Strecke Wien-Mailand Linate an den Wiener Flughafen zurückgekehrt ist, kündigt das Unternehmen nun fünf neue Nonstopverbindungen von und nach Wien für die kommende Wintersaison an. Diese neuen Routen – nach Bristol, Liverpool, London Gatwick, Bordeaux und Basel – werden ausschließlich im Winter bedient und sollen Easyjet ermöglichen, das Angebot an attraktiven Winterreisezielen für Kunden in ganz Europa weiter auszubauen. Zusammen mit den bestehenden Strecken ab Innsbruck und Salzburg sowie einer neuen Direktverbindung zwischen Innsbruck und Edinburgh bietet Easyjet damit insgesamt 17 Direktverbindungen von und nach Österreich an, was die Konnektivität für den Wintertourismus in Österreich deutlich erweitern wird. Die neuen Flüge sind bereits buchbar und sollen ab dem 13. November 2025 die Anziehungskraft der Destination Wien zur Weihnachtszeit steigern. Rückkehr und Expansion: Easyjets Strategie für Österreich Die Ankündigung von fünf neuen Strecken am Flughafen Wien markiert einen weiteren Schritt in der verstärkten Präsenz von Easyjet in Österreich. Nach einer gewissen Zurückhaltung hatte Easyjet kürzlich die direkte Verbindung zwischen Wien und Mailand Linate wieder aufgenommen, was bereits als Zeichen einer Neuausrichtung gewertet wurde. Die nun folgenden fünf zusätzlichen Routen für den Winterflugplan 2025/2026 bestätigen diese Expansionsstrategie eindrucksvoll. Die Auswahl der neuen Destinationen ist strategisch gewählt: Bristol, Liverpool, London Gatwick, Bordeaux und Basel. Diese Städte repräsentieren wichtige Märkte sowohl für den Städte- als auch für den Wintertourismus und ergänzen das bestehende Angebot von Easyjet. Die Tatsache, daß diese Verbindungen ausschließlich im

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Donaubühne Tulln eröffnet Sommersaison mit Alex Kristan und zahlreichen Stars

Die Donaubühne Tulln hat ihre diesjährige Open-Air-Saison erfolgreich eröffnet. Alex Kristan begeisterte zum Auftakt bei lauem Abendwetter eine ausverkaufte Zuschauermenge von fast 3.000 Fans. Der Künstler zeigte sich begeistert von der Atmosphäre und versprach, gerne wiederzukommen, während er nach der Vorstellung noch lange Autogramme gab und für Fotos zur Verfügung stand. Die Saison steht unter dem Motto „Alle Stars an Bord“ und verspricht ein vielfältiges Programm. Das Programm der Donaubühne umfaßt eine breite Palette an Künstlern aus Österreich und dem internationalen Raum. Zu den österreichischen Publikumslieblingen zählen unter anderem Klaus Eckel, Alex Kristan, Manuel Rubey und Simon Schwarz, Omar Sarsam sowie Viktor Gernot und Thomas Stipsits. Aus Deutschland werden Martina Schwarzmann, Annet Louisan und die Band Culcha Candela erwartet. Internationale Größen wie der britische Musiker Jamie Cullum mit seiner Band und Weltstar Anastacia aus Übersee werden ebenfalls in Tulln gastieren. Klassische Musikliebhaber dürfen sich auf die drei gefeierten Tenöre Joseph Calleja, Arturo Chacón-Cruz und Bogdan Volkov freuen. Ein Orchester mit Solisten bringt zudem Klänge von Hans Zimmer und die Musik von „Herr der Ringe“ auf die Bühne. Ein besonderes Highlight der Saison ist das große Geburtstagskonzert am 1. August für den österreichischen Fußballer Herbert Prohaska, der wenige Tage später seinen 70. Geburtstag feiert. Zahlreiche Gratulanten wie Christopher Seiler, Thomas Stipsits, Lukas Resetarits, Birgit Denk, Etta Scollo, Sandra Pires, Reinhold Bilgeri, Pete Art und Natalia Ushakova werden live auftreten und von der Donaubühne-Jubiläumskombo begleitet. Leider mußte das Konzert von Beth Hart aus gesundheitlichen Gründen der Künstlerin auf den 4. Juli 2026

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Ryanair prangert europäische Flugsicherung an: „Desaströses Mißmanagement“ verursacht massive Flugverspätungen

Ryanair hat am Montag, den 16. Juni 2025,  erneut die Europäische Kommission scharf kritisiert und zu einem energischen Eingreifen gegenüber den Flugsicherungsdiensten in Frankreich, Spanien, Deutschland, Griechenland und Großbritannien aufgefordert. Michael O’Leary, der Chef von Ryanair, bezeichnete die Leistungen dieser Dienste als „desaströs geführt“ und forderte eine angemessene Personalbesetzung der Kontrollzentren, um vermeidbare Verspätungen zu verhindern. Die von Eurocontrol gelieferten Zahlen für das Jahr 2024 belegen, daß diese fünf Länder für den Großteil der durch Flugsicherungsengpässe und Streiks verursachten Verspätungen bei Ryanair-Flügen verantwortlich waren. Ryanair bemängelt seit langem den mangelnden Fortschritt bei der Reform der europäischen Flugsicherung, trotz erheblicher Investitionen in das gescheiterte „Single European Sky“-Projekt (SESAR). Die Problematik der Flugverspätungen: Ein Vergleich der ATC-Leistungen Ryanair legt in seiner Mitteilung detaillierte Zahlen vor, die die eklatanten Unterschiede in der Leistungsfähigkeit europäischer Flugsicherungsdienste (Air Traffic Control, ATC) aufzeigen. Die Daten für das Jahr 2024, basierend auf Eurocontrol-Angaben zu Ryanair-Flügen, die aufgrund von ATC-Kapazitätsbeschränkungen und Streiks verspätet waren, zeichnen ein klares Bild: Schlechteste Flugsicherungsdienste 2024 (Auswahl Ryanair-Flüge): Demgegenüber stellt Ryanair die Leistungen anderer Flugsicherungsdienste als vorbildlich dar: Beste Flugsicherungsdienste 2024 (Auswahl Ryanair-Flüge): Diese Zahlen verdeutlichen nach Ansicht von Ryanair, daß die Probleme in bestimmten Ländern nicht systembedingt für ganz Europa sind, sondern auf nationaler Ebene gelöst werden müssen. Michael O’Leary kritisiert scharf: „Wenn die Dänen, Belgier, Niederländer, Iren und Slowaken ihre Flugsicherungsdienste ordentlich mit Personal besetzen und ‚ATC-Kapazitäts‘-Verspätungen eliminieren können, warum können wir dann nicht auch von den französischen, deutschen, griechischen und britischen Flugsicherungsanbietern, die allesamt gut von den Fluggesellschaften finanziert werden,

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Streik am Flughafen Helsinki an: Finnair streicht 143 Flüge

Die finnische Luftfahrtgewerkschaft IAU hat Arbeitskampfmaßnahmen am Heimatflughafen Helsinki, dem Drehkreuz von Finnair, angekündigt. Diese Aktionen werden am Dienstag, dem 17. Juni 2025, zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen. Die auf vier Stunden angesetzten Arbeitskampfmaßnahmen betreffen verschiedene Arbeitsschichten und beeinträchtigen wesentliche Funktionen für Finnairs Flüge, darunter Bodenabfertigung und Catering-Service. Aufgrund dieser Streikmaßnahmen muß Finnair am Dienstag, dem 17. Juni, rund 143 Flüge streichen. Von den Flugausfällen werden voraussichtlich etwa 6.500 Finnair-Kunden betroffen sein. Finnair wird diesen Kunden Alternativflüge anbieten. Kunden, deren Flug gestrichen wurde, erhalten umgehend eine Information und ein neues Flugangebot, das auch im Buchungsservice und in der mobilen App von Finnair einsehbar ist. Die angebotene Route kann je nach Flugverfügbarkeit im Buchungsservice oder über den Kundenservice geändert werden. Alternativ können Kunden ihre Reservierung stornieren und eine Rückerstattung für das ungenutzte Ticket beantragen. Die Flugausfälle haben den Kundenservice von Finnair überlastet, was zu längeren Wartezeiten führt. Finnair hatte bereits zuvor Kunden, die an Streiktagen reisen wollten, die Möglichkeit gegeben, ihre Flüge umzubuchen, um Störungen zu vermeiden. Tausende Kunden haben diese Option bereits genutzt. Trotz der Bemühungen von Finnair könnten am Dienstag Störungen bei der Gepäckabfertigung am Flughafen Helsinki auftreten. Fluggästen wird daher empfohlen, im Voraus einzuchecken, pünktlich am Flughafen einzutreffen und wichtige Dinge wie Medikamente im Handgepäck mitzunehmen. Die IAU hat zudem ähnliche Arbeitskampfmaßnahmen für Donnerstag, den 19. Juni, angekündigt, deren genaue Auswirkungen Finnair derzeit noch prüft. Es wird jedoch auch an diesem Tag mit Störungen gerechnet; mögliche Flugausfälle für den Donnerstag werden am Dienstag, dem 17. Juni, bekannt gegeben.

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Paris Air Show: Globaler Luftfahrtsektor steht vor massivem Personalbedarf

Der weltweite Luftverkehr steht vor einem beispiellosen Personalbedarf: Bis zum Jahre 2034 werden voraussichtlich 1,5 Millionen neue Fachkräfte im zivilen Luftfahrtbereich benötigt. Dies geht aus dem alle zwei Jahre erscheinenden „Aviation Talent Forecast“ von CAE hervor, der heute auf der Paris International Air Show vorgestellt wurde. Die umfassende Ausgabe 2025 der Prognose analysiert detailliert den Bedarf an Piloten, Flugzeugwartungstechnikern, Kabinenpersonal und erstmals auch an Fluglotsen. Allein in den nächsten zehn Jahren werden demnach 71.000 Fluglotsen weltweit benötigt. Der massive Bedarf wird durch eine rekordhohe Nachfrage nach Flugreisen und eine gleichzeitig erwartete Pensionswelle in allen Berufskategorien angetrieben. Die Branche ist aufgefordert, proaktive und kreative Strategien zu entwickeln, um Personal anzuziehen, auszubilden und langfristig zu binden. Umfassende Analyse des Personalbedarfs: Eine detaillierte Aufschlüsselung CAE, ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Training und Simulation für die Luftfahrt, veröffentlichte seinen „Aviation Talent Forecast“ als strategisches Instrument für alle Akteure im Luftfahrtökosystem. Die Ausgabe 2025 der Prognose ist besonders umfassend und deckt erstmals vier Schlüsselberufe ab, die für den reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs von entscheidender Bedeutung sind: Zusätzlich zu diesen Zahlen für die kommerzielle Luftfahrt identifiziert der Bericht auch einen erheblichen Bedarf im Bereich der Geschäftsluftfahrt. Hier werden weltweit in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich 102.000 Fachkräfte benötigt, darunter 33.000 Piloten und 69.000 Flugzeugwartungstechniker. Die Region Asien-Pazifik wird voraussichtlich den größten prozentualen Anteil des benötigten Personals stellen. Dies ist direkt auf das rapide Wachstum der Luftverkehrsnachfrage in dieser Region zurückzuführen, die in den kommenden Jahren voraussichtlich einen der größten Beiträge zum globalen Wachstum leisten

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Air France-KLM verteidigt A380-Ausmusterung: Keine Reue trotz Wiederaufschwungs im Luftverkehr

Die Fluggesellschaft Air France-KLM bereut die vorzeitige Ausmusterung ihrer Airbus A380-Flotte nicht. Dies erklärte Benjamin Smith, der Vorstandsvorsitzende der Airline-Gruppe, am 13. Juni 2025 während des Paris Air Forum, wie das Luftfahrtportal FlightGlobal berichtet. Air France hatte ihre zehn A380 im Juni 2020 nach elfjährigem Betrieb ausgemustert, als die globale COVID-19-Pandemie den internationalen Flugverkehr zum Erliegen brachte. Trotz des seither wieder erstarkten Reisebedarfs und der Tatsache, daß andere Fluggesellschaften ihre Superjumbos wieder in Dienst gestellt haben, betont Smith, daß der A380 für Air France außerhalb der sommerlichen Hochsaison keine Gewinne abgeworfen habe. Stattdessen setze die Airline erfolgreich auf ihre modernen Airbus A350-Flotte. Die ökonomische Realität des Superjumbos bei Air France Der Airbus A380, einst als zukunftsweisendes Passagierflugzeug gefeiert und bei seiner Einführung als „Superjumbo“ bekannt, sollte die Luftfahrt revolutionieren. Große Fluggesellschaften wie Air France gehörten zu den ersten Bestellern des Doppeldeckers, nachdem Airbus das Programm angekündigt hatte. Auf der Paris Air Show im Jahre 2001 bestellte die französische Fluggesellschaft insgesamt zehn A380-Maschinen. Die ersten A380 im Air France-Design nahmen im Jahre 2009 den Flugbetrieb auf, zwei Jahre nachdem der Vierstrahler seinen kommerziellen Dienst bei Singapore Airlines aufgenommen hatte. Doch trotz der anfänglichen Begeisterung und der unbestreitbaren Attraktivität für die Passagiere, die den Komfort und das Raumgefühl des A380 schätzten, erwies sich der Betrieb des größten Passagierflugzeugs der Welt für Air France als wirtschaftlich herausfordernd. Benjamin Smith von Air France-KLM bestätigte am Paris Air Forum, daß der A380 außerhalb der Sommerhochsaison keine Gewinne einbrachte. Dies stand im Gegensatz zum erfolgreichen Passagiererlebnis

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Deutsche Bahn setzt auf Preisaktionen und KI zur Kundengewinnung

Die Deutsche Bahn (DB) intensiviert in diesem Sommer ihre Bemühungen zur Kundengewinnung im Fernverkehr durch gezielte Preisaktionen und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Sonderpreise für ausgewählte Strecken und Zielgruppen stehen dabei im Mittelpunkt, um die Auslastung zu steigern und neue Fahrgäste anzuziehen. Stefanie Berk, Marketing- und Vertriebschefin der DB, betonte, die Angebote richteten sich gezielt an unterschiedliche Kundengruppen wie junge Menschen, Senioren und Pendler. Viele der neuen Tarife werden testweise eingeführt und sind oft an bestimmte Tageszeiten oder Reisetage gebunden. Ziel ist es, herauszufinden, welche Aktionen tatsächlich neue Fahrgäste anziehen. Ein besonderer Fokus liegt auf Kurzstrecken, wo beispielsweise zwischen Lübeck und Hamburg der Preis ab dem 15. Juni mit Bahncard auf rund fünf Euro sinken kann, was ein ICE-Ticket günstiger machen könnte als das Parken in der Stadt. Eine weitere Neuerung betrifft den Flexpreis, der nun differenziert wird: Wer früh bucht, zahlt weniger – ein Prinzip, das die Bahn von der Luftfahrtbranche übernimmt. Die Sparpreise sind zudem nun ein Jahr im Voraus buchbar, statt wie bisher nur sechs Monate. Hinter der Preisgestaltung steht ein automatisiertes System, das auf Algorithmen und künstlicher Intelligenz basiert. Dieses System berücksichtigt historische Daten, Auslastung, Wochentage, Uhrzeiten und Feiertage. Berk erklärte, ohne Automatisierung wäre die Verarbeitung von Milliarden von Preisvarianten, die aufgrund der vielen Zwischenhalte von Zügen notwendig sind, nicht mehr zu bewältigen. Erste Erfolge zeigen sich bereits: Eine März-Kampagne mit dem Super Sparpreis Young für unter 27-Jährige führte zu einer Umsatzsteigerung und etwa 50 Prozent mehr Ticketverkäufen in dieser Zielgruppe. Auch Aktionen mit rabattierten Bahncards steigerten

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