
Druck im Maschinenraum: Österreichs Hotellerie zwischen Rekordnächtigungen und drohender Investitionsbremse
Die österreichische Hotellerie steht trotz anhaltend hoher Übernachtungszahlen und eines erwarteten leichten Anstiegs der Nächtigungen vor einer wirtschaftlich hochgradig angespannten Wintersaison 2025/2026. Wie aus der jüngsten Mitgliederbefragung der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervorgeht, klafft die Schere zwischen steigenden Betriebskosten und der Zurückhaltung der Gäste bei den Ausgaben immer weiter auseinander. Dieses Ungleichgewicht droht, die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes zu schwächen und führt bei vielen Betrieben bereits zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung. Die Branche, die für Österreichs Wirtschaft von fundamentaler Bedeutung ist, fordert angesichts dieser Entwicklung von der Politik rasche und tiefgreifende Maßnahmen zur Entlastung von Steuern, Abgaben und Bürokratie, um eine „toxische Melange“ aus Preisdruck und Investitionsstopp abzuwenden. Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Betriebswirklichkeit Die Stimmung in den Hotels selbst ist gespalten: Während der Gast im besten Fall nichts von den finanziellen Nöten des Gastgebers spüren soll, wie ÖHV-Präsident Walter Veit betont, dominieren hinter den Kulissen die Sorgen um die marginale Entwicklung der Erträge. Die Gäste, so die Beobachtung, buchten zwar weiterhin, aber oft kürzer oder in einer günstigeren Kategorie, was auf eine erhöhte Preissensibilität hindeutet. Die Analyse der ÖHV-Mitgliederbefragung, an der 254 Leitbetriebe aus ganz Österreich teilnahmen, belegt diese Entwicklung mit klaren Zahlen: Für die Wintersaison 2025/2026 wird zwar ein leichtes Nächtigungsplus von durchschnittlich 0,6 Prozent erwartet, doch die Umsätze sollen nur um 2,2 Prozent steigen. Dieser Zuwachs reicht bei weitem nicht aus, um die erwarteten Kostensteigerungen aufzufangen. Zwei Drittel der befragten Hoteliers rechnen mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben, primär getrieben durch höhere Kosten für Personal und Wareneinkauf. Die Folge dieser








