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Eurolines: Der schnelle Abstieg des einstigen Fernbus-Marktführers

Der Fernbusanbieter Eurolines, der in den 1980er Jahren als europäischer Marktführer gestartet war, ist in den letzten Jahren ins Hintertreffen geraten. Mehrere Unternehmen, darunter Blaguss Reisen, Volanbusz und Deutsche Touring, sind aus dem Verbund ausgetreten und haben zu Flixbus gewechselt.  Es ist noch gar nicht so lange her da waren Fahrten mit Fernbussen innerhalb Europas nicht sonderlich populär und zum Teil sogar als „Gastarbeiter-Shuttle“ im Verruf. Unabhängig davon unterhielt der Unternehmerverbund Eurolines ein umfangreiches Streckennetz. Auf vielen Routen hielt man über Jahre hinweg ein Monopol.  Die Liberalisierung in Deutschland führte zu einem Fernbusboom, der von der Bundesrepublik aus nach Frankreich und anschließend quer über den Kontinent schwappte. Der einstige Platzhirsch Eurolines hatte davon nicht viel, denn neue Konkurrenten wie Flixbus fuhren regelrecht um die Ohren. Der einstige Marktführer reagierte nicht schnell genug auf neue Trends in den Bereichen Ticketing, denn vielerorts setzte man immer noch stark auf den stationären Vertrieb. Dazu kam, dass nach und nach wichtige Busunternehmen ausgetreten sind und sich Flixbus angeschlossen haben. Dies gilt sowohl für eigene Linien, deren Konzessionen die Firmen halten und die Vermarktung nun über Flixbus erfolgt als auch Strecken, bei denen der Quasi-Monopolist Konzessionär ist und man in dessen Auftrag fährt. Die Folge daraus: Eurolines ist enorm stark geschrumpft und nur noch ein Schatten seiner selbst.  Langjährige Mitglieder reihenweise ausgetreten  Die Gründe für den Ausstieg der Unternehmen aus dem Eurolines-Verbund sind vielfältig. Ein wichtiger Faktor ist der Preisdruck von Flixbus. Der deutsche Konkurrent bietet seine Tickets zu deutlich günstigeren Preisen an als Eurolines.

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Ukraine International Airlines ist pleite

Gegen die Fluggesellschaft Ukraine International Airlines wurde seitens der staatlichen Ukreximbank ein Konkursantrag gestellt. Bereits zuvor wurde bekannt, dass Betriebsgüter des Unternehmens unter den Hammer gekommen sind. Die Finanzlage des Carriers war bereits vor dem kriegerischen Angriff Russlands gegen die Ukraine angespannt.  Ukraine International Airlines ist kein staatliches Unternehmen, sondern eine private Fluggesellschaft. Fälschlicherweise wird das Unternehmen immer wieder als Staatscarrier titutliert, jedoch ist man das nicht. Über einige Jahre hinweg waren auch Swissair und Austrian Airlines an UIA beteiligt. Die AUA hat die Beteiligung kurz nachdem man selbst von Lufthansa übernommen wurde aufgelöst. Geblieben ist aber eine Codeshare-Kooperation, die kriegsbedingt nicht mehr von Bedeutung ist, weil ohnehin der Luftraum der Ukraine gesperrt ist.  Noch vor der Corona-Pandemie ist Ukraine International Airlines in Schieflage geraten. Hintergrund ist, dass man zunehmenden Konkurrenzdruck durch Billigfluggesellschaften aus dem In- und Ausland bekommen hat. Auch sind nach der Annexion der Krim durch die Russische Föderation einst ertragreiche Russland-Strecken weggefallen. Doch UIA schaffte es in der Luft zu bleiben. Auch die Coronakrise hat man überstanden.  Die Regierung der Ukraine plante vor und während der Pandemie eine neue staatliche Fluggesellschaft in die Luft zu bringen. Diese sollte, nach Möglichkeit, mit in der Ukraine gefertigtem Fluggerät fliegen. Es war vorgesehen, dass das neue Unternehmen die einstige Rolle von UIA übernehmen sollte. Ob dieses Vorhaben gelungen wäre, hätte sich zeigen müssen. Diese Frage stellt sich derzeit aber nicht, denn die Pläne für die neue nationale Fluggesellschaft liegen kriegsbedingt auf Eis und Ukraine International Airlines wurde auf Antrag der

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Genehmigung verweigert: Isla Air muss Testflüge mit Wasserflugzeugen absagen

Mit de Havilland DHC-6 „Twin Otter“ will das auf Mallorca ansässige Unternehmen Isla Air Express die Balearen besser miteinander verknüpfen. In einer zweiten Ausbauphase will man mit den Wasserflugzeugen auch Kurs auf Alicante und Valencia nehmen. Doch: Es gibt erheblichen Widerstands seitens der lokalen Behörden.  Am 9. und 10. November 2023 hätten erste Testflüge zwischen Palma de Mallorca und Ibiza-Stadt durchgeführt werden sollen. Diese mussten abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden, weil die zuständige Hafenbehörde die notwendigen Genehmigungen nicht erteilt hat. Laut einem Bericht der Zeitung „Periódico de Ibiza y Formentera“ soll eine der Ursachen sein, dass signifikant wichtige Lizenzen fehlen. Ein Behördensprecher wollte keine Angaben dazu machen, ob und wann es doch noch grünes Licht geben wird.  Sonderlich begeistert scheinen die politisch verantwortlichen von den geplanten Flügen mit Wasserflugzeugen nicht zu sein. Bereits vor fünf Jahren stellte Isla Air Express den Antrag auf die Erteilung der entsprechenden Genehmigungen. Bis dato hat man diese nicht erhalten, jedoch machen weder die Ämter noch das Unternehmen genaue Angaben zu den Gründen. Jedenfalls erklärt Isla Air Express, dass man bislang rund acht Millionen Euro investiert habe.  Die Initiatoren beabsichtigen zunächst von Mallorca aus nach Ibzia, Menorca und Formentera zu fliegen. Die Strecken sollen zwischen vier und sieben Mal pro Tag mit 18-sitzigen Twin Otters bedient werden. In der zweiten Phase soll es ab Ibiza und Formentera auch nach Alicante und Valencia gehen.  Isla Air Express ist entgegen der eigenen Darstellung keine echte Fluggesellschaft. Man verfügt über kein AOC und keine Betriebsgenehmigung. Geplant

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Für Hellofly: Nyx Air stationiert ATR42-500 auf Lampedusa

Hellofly, eine virtuelle Fluggesellschaft mit Sitz auf Malta, beabsichtigt im Sommerflugplan 2024 Nonstopflüge ab Luqa nach Lampedusa und Comiso zu vermarkten. Diese sollen mit ATR42-500, betrieben von Nyx Air, durchgeführt werden. Und ab Lampedusa hat man noch viel mehr vor.  Die Lampedusa-Route will man ab 24. Juni 2024 an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedienen. Das günstigste Oneway-Ticket ist ab 64 Euro zu haben. Nach Comiso geht es ab selbigem Termin an den gleichen Verkehrstagen. Auch der Einstiegspreis ist ident.  Es handelt sich nicht um die einzigen Neuaufnahmen, die für den Sommer 2024 geplant sind, denn bereits vor einigen Tagen hat Hellofly angekündigt, dass man im kommenden Jahr Nonstopflüge ab Bari, Perugia, Comiso und Trapani nach Lampedusa vermerkten wird. Da man selbst weder über AOC noch Betriebsgenehmigung verfügt, handelt es sich formell um Charterflüge. Diese sollen mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR42-500 von der estnischen Nyx Air durchgeführt werden.  Der Tourismusverband von Lampedusa sowie vor Ort tätige Incoming-Agenturen haben erklärt, dass man Hellofly bei der Vermarktung unterstützen wird. Besonders will man die Inselflüge Reiseveranstaltern schmackhaft machen. Ziel ist es, dass mehr Touristen auf die italienische Insel gebracht werden können. In den letzten Jahren geriet Lampedusa immer wieder aufgrund der Ankunft zahlreicher Flüchtlinge in die Schlagzeilen.   Nach Angaben des Flughafens Lampedusa soll die von Nyx Air betriebene ATR42-500 ab Juni 2024 für den Sommer 2024 vor Ort stationiert werden. Hellofly ist keine Neugründung, sondern bereits seit einigen Jahren als Vermarkter tätig. Das angebotene Streckennetz ist stets stark auf Italien fokussiert gewesen,

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Russische Luftfahrtindustrie präsentiert sich groß auf der Dubai Air Show

In den Vereinigten Arabischen Emiraten findet derzeit die Dubai Air Show statt. Diese unterscheidet sich von anderen Luftfahrtmessen dieser Zeit durch die Präsenz russischer Hersteller. Bedingt durch die westlichen Sanktionen, an denen sich die VAE nicht beteiligen, musste die russische Industrie beispielsweise der Paris Air Show fernbleiben.  In Dubai will sich insbesondere der Rostec-Konzern besonders umfangreich präsentieren und stellt zahlreiche Produkte aus seinem Portfolio aus. Man hofft darauf, dass man Bestellungen aus Staaten, die sich nicht an den Sanktionen beteiligen oder als Unterstützer Russlands gelten an Land ziehen kann.  Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen durchaus auch in der Kritik, denn über unter anderem in diesem Staat angesiedelte Zwischenhändler ist es russischen Airlines bislang immer wieder gelungen an Ersatzteile, die aufgrund der Sanktionen nicht direkt in die Russische Föderation geliefert werden dürfen, zu kommen.  „Die Dubai Airshow ist eine der wichtigsten internationalen Messen für Rostec, auf der wir traditionell die Leistungen der heimischen Luftfahrtindustrie präsentieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung bietet uns eine wertvolle Gelegenheit, direkt mit potenziellen Partnern und Kunden aus dem Nahen Osten in Kontakt zu treten“, so Vladimir Artyakov, stellvertretender Generaldirektor des staatlichen Rostec-Konzerns.  Präsentiert wird so ziemlich alles aus dem aktuellen Produktportfolio der Firmengruppe. Laut Rostec soll in diesem Jahr der Schwerpunkt auf militärischem Fluggerät liegen. Beispielsweise stellt man die Ilyushin Il-76MD-90A und zahlreiche Helikopter aus. Dazu Artyakov: “ In diesem Jahr werden wir auf der Veranstaltung eine Reihe neuer Produkte vorstellen, von denen eines wirklich groß angelegt sein wird. Die Rede ist vom schweren Transportflugzeug Il-76MD-90A(E),

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Neue Mexicana geht mit Wetlease-Embraer-145 von TAR an den Start

Die geplante Neuauflage der Fluggesellschaft Mexicana de Aviación, die unter der Führung des Militärs stehen soll, erfolgt zumindest zu Anfang nicht mit den angekündigten Boeing 737-800. Viel mehr will man im kommenden Monat mit einem betagten Embraer 145, der von TAR Transportes Aéreos Regionales betrieben wird, loslegen.  Der betroffene Regionaljet trägt die Registrierung XA-VGQ und ist derzeit 22,6 Jahre alt. Eigentümer der Maschine ist die Leasinggesellschaft Regional One. Operator des 50-Sitzers ist TAR. Derzeit wird in einem Hangar die Livery von Mexicana angebracht. Der Umstand, dass man auf eine Wetlease-Maschine zurückgreift ist verwunderlich, denn die Neuauflage ist ein staatliches Unternehmen, das dem Militär angegliedert ist.  Allerdings scheint vieles nicht nach Plan zu verlaufen. Der Betriebsstart ist für den 1. Dezember 2023 angekündigt, jedoch hat die neue Mexicana bislang kein ziviles AOC erhalten und auch die notwendige Betriebsgenehmigung liegt noch nicht vor. Ursprünglich hieß es, dass man zu diesem Termin mit vorerst zehn Boeing 737-800 loslegen wird, jedoch ist von keiner einzigen Maschine bekannt, dass diese bereits übergeben wurden.  Erklärt wurde, dass die Mittelstreckenjets in den Monaten September und Oktober 2023 übernommen und auf den Mexicana-Betrieb vorbereitet werden. Laut lokalen Medien ist dieser Schritt aber noch nicht erfolgt. Nun scheint es als wolle die Staatsführung mit einer Wetlease-Lösung, die sofern zum Zeitpunkt des Erstfluges noch kein AOC vorhanden sein sollte, formell ein Charter wäre, zumindest den Anschein zu wahren zu wollen, dass alles im Zeitplan ist. 

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Für 200.000 Euro pro Monat: Consulting-Firma von Ex-Etihad-Chef Hogan berät Air Malta

Die Fluggesellschaft Air Malta lässt seit Mitte 2022 das in Abu Dhabi ansässige Beratungsunternehmen Knighthood Capital zum Preis von 200.000 Euro pro Monat für sich arbeiten. Dies sorgt im maltesischen Parlament für Kritik, denn der Carrier wird mit Ende März 2024 den Betrieb einstellen.  Die Opposition brachte eine parlamentarische Anfrage ein. In dieser wurde die Tätigkeit des Unternehmens, das vom früheren Etihad-Airways-Chef James Hogan gegründet wurde, kritisch hinterfragt. Immerhin hat Air Malta keine Zukunft, denn die Regierung will den Carrier als KM Malta Airlines plc neu aufsetzen. Nach dem Vorbild der vielen Alitalia-Neugründungen soll es quasi nahtlos weitergehen, wenngleich einige Routen im Streckennetz des Nachfolgers nicht mehr enthalten sein werden.  Maltas Finanzminister Clyde Caruana musste die Anfrage der Opposition aus gesetzlichen Gründen beantworten. Demnach soll das Hogan-Unternehmen Unterstützung bei den Gesprächen mit der EU-Kommission, bei der Ausarbeitung eines Flotten- und Netzplans, der Ausarbeitung eines Geschäftsplans für die nächsten fünf Jahre, der Entwicklung eines Kommunikationsplans sowie bei der Anpassung der Abläufe auf den allgemeinen Branchenstandard leisten. Weiters soll ein Buchhaltungssystem konfiguriert worden sein.  Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass aus der Beantwortung des Finanzministers hervorgeht, dass das Beratungsunternehmen auch damit beauftragt wurde entsprechende Unterstützung dabei zu leisten, dass eine wirtschaftliche Diskontinuität zwischen der heutigen Air Malta und KM Malta Airlines plc, die unter dem Markennamen Air Malta fliegen wird, sichergestellt wird. Die Rechte am Brand liegen beim Staat, so dass die „old company“ diesbezüglich gar nicht gefragt werden muss.  Der erste Beratungsvertrag wurde Mitte 2022 von James Hogen, der damals als

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Sanktionen: BOC Aviation einigt sich mit Aeroflot

Eigentlich sollte kein einziges Leasingflugzeug, das an russische Airlines verleast ist, mehr fliegen. Die Sanktionen sahen ursprünglich vor, dass alle Geschäfte beendet werden müssen. Zu Rückgaben ist es aber nur in Ausnahmefällen gekommen, denn die russische Regierung hat Gesetze erlassen, die es Lessoren kompliziert machen an ihr Eigentum zu kommen.   Auch wurden enorm viele Maschinen ohne Zustimmung der Leasinggesellschaften ins Luftfahrtregister der Russischen Föderation überführt. Dieser Schritt gilt als enorm umstritten, denn zu formellen Abmeldungen in Irland auf den Bermuda-Inseln ist es nicht gekommen. Wohlaber haben die Behörden die Registrierungen suspendiert. Einige Staaten, die sich an den Sanktionen nicht beteiligen, verweigern Fluggerät, das aus ihrer Sicht „doppelt“ registriert ist, die Nutzung des Luftraums.  Wegen der Sanktionen, die den Zahlungsverkehr mit Russland betreffen, können einige Carrier die Leasingraten nicht mehr bezahlen. Auch daran hat die russische Regierung gedacht, um zumindest den Anschein zu wahren. Die Gelder landen auf so genannten C-Konten, die von den Lessoren – zumindest in der Theorie – jederzeit abgerufen werden können. In der Praxis funktioniert das aber nicht, weil es ein Verstoß gegen die Sanktionen wäre und obendrein das Geld nicht aus Russland herausgebracht werden kann. Mit Russischen Rubeln können westliche Leasinggeber wenig bis überhaupt nichts anfangen.  Die EU-Sanktionen sehen vor, dass die Möglichkeit besteht, dass der defacto-Diebstahl der Flugzeuge legalisiert werden kann. Konkret bedeutet das, dass eine finanzielle Ablöse für die Maschinen vereinbart werden kann. Einige Leasinggeber setzen auf Klagen, die sich mitunter auch gegen die Versicherungen setzen, andere auf Verhandlungen und wieder andere auf

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Turkish Airlines least 21 weitere Flugzeuge

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines setzt den Expansionskurs weiter fort, denn man hat Leasingverträge für 21 weitere Maschinen unterschrieben. Die genaue Zusammenstellung hat der türkische Carrier aber noch nicht kommuniziert. Laut Investorenmitteilung handelt es sich um einen Großraumjet, der im zweiten Quartal des kommenden Jahres ausgeliefert werden soll, sowie um 20 Narrowbodies, die Turkish Airlines zwischen dem vierten Quartal 2024 und Q1/2025 einflotten wird. Die Vereinbarungen wurden wie folgt abgeschlossen: Vier Mittelstreckenjets least man von Jackson Square, zehn von DAE Capital und sechs von CDB Aviation. Von zuletzt genannter Gesellschaft stammt auch das einzelne Langstreckenflugzeug. Erst kürzlich hat Turkish Airlines kommuniziert, dass man binnen zehn Jahren die Flotte auf etwa 800 Maschinen verdoppeln will. Ob man die für das Vorhaben benötigten Maschinen direkt bei den Herstellern kaufen wird oder über Lessoren beziehen wird, ist noch offen. Immer wieder gab es Gerüchte, dass eine Großbestellung von etwa 600 Flugzeugen unmittelbar bevor stehen würde, jedoch bestätigte mittlerweile Turkish Airlines selbst, dass man mit den Entscheidungen keine Eile hat. Der Konzern wird sich in naher Zukunft neu organisieren, denn bislang werden die Aktivitäten in den Bereichen Cargo und Billigflüge einheitlich unter dem Turkish-Airlines-AOC durchgeführt. Sowohl Fracht als auch Lowcost werden in Tochtergesellschaften, die über eigene Zertifikate verfügen ausgegründet. Läuft alles nach Plan, sollen diese im kommenden Jahr dann eigenständig in der Luft sein.

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Dänemark will mit neuer Ticketsteuer die Dekarbonisierung der Luftfahrt fördern

Seit dem Beginn der 2000er-Jahre haben die Regierungen mehrerer europäischer Staaten damit begonnen Flugtickets zu besteuern. Unter verschiedenen Bezeichnungen will man Airlines zur Kasse bitten, um die Staatskasse aufzubessern.  Je nach Anbieter werden diese auf den Flugpreis aufgeschlagen oder aber von der Fluggesellschaft, die formell Abgabenschuldner ist, getragen. Letzteres ist dann der Fall, wenn der bezahlte Ticketpreis niedriger ist als die vom Staat erhobene Steuer. Innerhalb jener EU-Staaten, die sich ein Körberlgeld verdienen, gibt es viele unterschiedliche Ansätze. Zum Beispiel besteuert Österreich Kurzstreckenflüge absurd hoch, während Langstreckenverbindungen vergleichsweise billig sind. Umsteiger sind überhaupt weitgehend ausgenommen.  Dass Airlines komplett gegen derartige Steuern sind, ist schon lange bekannt. Doch mittlerweile wurde die Taktik geändert, denn nur noch wenige Anbieter fordern die generelle Abschaffung von Ticketsteuern. Viel mehr will man erreichen, dass die Einnahmen zweckgebunden für die Weiterentwicklung der Luftfahrt verwendet werden. Beispielsweise wollen einige Branchenakteure, dass damit Subventionen für Elektroflugzeuge und/oder die Erforschung alternativer Antriebe vergeben werden.  In Staaten wie Deutschland oder Österreich ist man von diesem Wunschgedanken sehr weit entfernt, denn offenbar führt der Einfluss der Grünen dazu, dass mittlerweile kein Hehl mehr daraus gemacht wird, dass mit den Einnahmen aus den Ticketsteuern die Bahnverkehre quersubventioniert werden sollen. Die Fahrgäste hatten davon bislang noch nichts, denn die Fahrscheinpreise sind bis dato nicht gesunken, sondern wurden von Deutscher Bahn und Österreichischen Bundesbahnen sukzessive erhöht. Auch die in Deutschland gehypte Mehrwertsteuersenkung auf Zugfahrkarten ist – wie zu erwarten war – nach anfänglichen minimalen Preissenkungen mittlerweile vollständig verpufft. Generell ist übrigens nur sehr wenig

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