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Triebwerksprobleme verhageln Wizz Air Group die Finanzzahlen

Die Wizz Air Group ist stark von den Problemen rund um die Pratt & Whitney-Triebwerke, die man bei den Maschinen der Typen Airbus A320neo und A321neo einsetzt, betroffen. Der Umstand, dass man wegen notwendiger Inspektionen einige Maschinen nicht nutzen kann, hat auch finanzielle Auswirkungen.  Der Konzern musste die Gewinnprognose deutlich absenken. Ging man zunächst davon aus, dass man im laufenden Geschäftsjahr einen Überschuss zwischen 350 und 450 Millionen Euro haben wird, spricht man nun von 350 bis 400 Millionen Euro. Gleichzeitig hofft man auf Entschädigungszahlen von Pratt & Whitney-Konzernmutter RTX.  Das Wizz-Air-Geschäftsjahr endet am 31. März 2024. Die Probleme rund um die Triebwerke sind aber nicht der einzige Faktor, der Konzernchef Jozsef Varadi Sorgen bereitet. Zum Beispiel wären die Betriebsbedingungen in den Bereichen Sicherheit und Infrastruktur momentan schwierig. Generell wäre das „makroökonomische Umfeld“ derzeit kompliziert. Vor dem Angriff der Armee der Russischen Föderation war die Wizz Air Group stark in der Ukraine vertreten. Zeitweise hatte man gar einen Ableger mit eigenem AOC. Sämtliche Strecken können aus Sicherheitsgründen nicht bedient werden.   Dazu kommt, dass die Verbindungen nach Eilat und Tel Aviv bis auf weiteres eingestellt sind. Es ist anzunehmen, dass es nach Beendigung des Krieges einige Zeit dauern wird bis die Nachfrage wieder das Niveau, das vor dem Hamas-Angriff vorhanden war, erreicht wird. Zusätzlich ist auch kompliziert, dass lukrative Flüge in Nachbarstaaten von Israel kaum mehr nachgefragt sind. Diese galten auch aufgrund teilweise gewährter Subventionen als durchaus interessant für Billigflieger.  In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist es

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Turkish Airlines vor Großbestellung bei Airbus

Die Fluggesellschaft Turkish Airlines soll laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vor einer Großbestellung beim europäischen Hersteller Airbus stehen. Die Order soll 355 Maschinen umfassen.  In der 90-jährigen Firmengeschichte des türkischen Luftfahrtunternehmens wäre es die bislang größte Einzelbestellung. Dem Bericht nach soll die Order auch 85 Airbus A350-900 und 15 A350-1000 umfassen. Auch könnten fünf Frachter des Typs A350F enthalten sein. Weiters ist die Rede davon, dass um die 25 A321neo beschafft werden könnten.  Mit der Angelegenheit vertraute Personen haben gegenüber staatlichen türkischen Medien bestätigt, dass die Fluggesellschaft bereits Gespräche mit Rolls-Royce über die Bedingungen für die Lieferung von A350-Ersatztriebwerken und die Triebwerksinstandhaltung geführt hat. Sofern man sich mit Airbus einig ist, könnte eine Verkündung bereits im Rahmen der Dubai Air Show erfolgen. 

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Haftstrafe: Chinesin wollte Beamte am Flughafen Singapur mit 48 Euro bestechen

In manchen Staaten ist die Bestechung von Beamten alltäglich und ohne Schmiergeld geht so ziemlich nichts voran. Allerdings kann es, wenn man als Tourist versucht mit Bargeld Polizei-, Zoll- und/oder Grenzbeamte zu bestechen, auch nach hinten los gehen und den Knast zur Folge haben. Am 17. Oktober 2023 wollte eine chinesische Touristin von Koh Samui über Singapur nach Amsterdam-Schiphol fliegen. Der Weiterflug nach Europa war bei KLM gebucht und zumindest bis zum asiatischen Stadtstaat ist soweit auch alles ohne Probleme verlaufen. Doch das Bodenpersonal in Singapur warf einen Blick in die Reisepässe der Touristin und ihres Begleiters. Dabei stellte man fest, dass kein Visum, das zur Einreise in die Niederlande berechtigt eingeklebt ist. Nun wurde Rücksprache mit der Polizei gehalten und dann die Entscheidung getroffen, dass die beiden Chinesen nicht befördert werden können. Hintergrund: Fluggesellschaften, die Reisende einfliegen, die aus formellen Gründen, beispielsweise mangels gültigem Ausweis oder Visum, bei der Schengen-Einreisekontrolle abgewiesen werden, müssen auf Kosten der Airline wieder außer Landes geschaffen werden. Zunächst muss die Fluggesellschaft für sämtliche Kosten die entstehen aufkommen, jedoch kommt es häufig vor, dass die Airlines dann den Verursacher, also den Passagier in Regress nehmen. Ungeachtet des Umstands, dass die niederländische Grenzpolizei die beiden chinesischen Staatsbürger mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abgewiesen hätte, wollte die Dame die Beförderungsverweigerung nicht akzeptieren. Sie randalierte nicht, sondern packte Bargeld aus und wollte die Beamten, die die Entscheidung getroffen hatten, umstimmen. Die Frau bot dem Beamten 70 Singapur-Dollar (rund 48 Euro) an und bat ihn, dass er doch bitte nochmals

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UFO fordert mehr Geld für Lufthansa-Flugbegleiter

Unmissverständlich fordert die deutsche Flugbegleitergewerkschaft Ufo mehr Geld für die Kabinenmitarbeiter bei Lufthansa. Man hat dazu ein Forderungspaket vorgelegt, das nebst einer Einmalzahlung von 3.000 Euro auch Lohnerhöhungen von bis zu 15 Prozent beinhaltet. „Nach der außergewöhnlich erfolgreichen Rückkehr der Luftfahrt insbesondere im Passagiergeschäft sowie den jüngst gemeldeten Rekordumsätzen der Lufthansa, sehen wir es als absolut angemessen an, diese Vergütungserhöhung für unsere Kollegen zu fordern. Nun wird es Zeit, dass auch die Kabine, die einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet hat und die die Last einer katastrophalen Personalplanung trägt, finanziell beteiligt wird“, so Joachim Vázquez Bürger, Tarifvorstand bei UFO Weitere Punkte des Forderungspakets sind u.a. die Erhöhung eines Urlaubsgeldzuschlages und der sog. Fremdsprachenzulagen, beides seit Jahrzehnten nicht angehoben, ferner ein Bildungszuschuss in Höhe von 500 Euro für UFO-Mitglieder. Die Gewerkschaft vertritt die Ansicht, dass „notwendige Weiterbildungsmaßnahmen nun im Rahmen ihrer Arbeitszeit – und nicht mehr wie bisher in der Freizeit“ durchgeführt werden sollten. „Seit 2019 haben wir trotz einer Vergütungserhöhung im vergangenen Jahr in weit überwiegender Mehrheit Reallohnverluste hinnehmen müssen. Nicht zuletzt aufgrund immenser Einsparungen, die im Zuge der Corona-Pandemie zur Unternehmensrettung erbracht wurden und die in Teilen bis heute nachwirken. Bei anhaltend hoher Inflation”, so Harry Jaeger, UFO-Verhandlungsführer und Tarifexperte bei UFO. „Wir haben unter großer Kraftanstrengung gemeinsam die Krise gemeistert und nun ist es an der Zeit, gemeinsam durch Reallohnsteigerungen am immensen Erfolg zu partizipieren. Wir hoffen, dass auch Lufthansa das versteht, denn etwas anderes werden unsere Kollegen zu Recht nicht akzeptieren“, so Jaeger abschließend. Den aktuellen

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Eurowings steigt ins Kompensationsgeschäft ein

Die Billigfluggesellschaft Eurowings, die sich neuerdings selbst als Ferienflieger bezeichnet, steigt im großen Stil in das Geschäft rund um die Kompensation von Kohlenstoffdioxid-Emissionen ein. Generell gelten diese freiwilligen Spenden als umstritten und werden von Kritikern als „Ablasshandel“ diffamiert. Seit einigen Jahren versuchen viele Fluggesellschaften ihren Kunden während dem Buchungsvorgang Spenden für Umweltprojekte und/oder Kohlenstoffdioxid-Kompensation schmackhaft zu machen. Später wurde das Portfolio bei vielen Anbietern um Spenden für den Ankauf von SAF-Kraftstoffen ergänzt. Beispielsweise die Lufthansa Group bietet auf vielen Strecken eigene Tarife, in denen solche Dinge bereits inkludiert sein sollen, an. Allerdings müssen Manager von Airlines immer wieder einräumen, dass nur äußerst wenige Passagiere tatsächlich die vermeintlich „grünen Tarife“ buchen oder aber für Kompensation und/oder SAF spenden. Würde man dies wirtschaftlich betrachten, so müsste man es mangels Nachfrage eigentlich einstellen. Auch lassen sich offensichtlich die meisten Passagiere nicht von propagandartigen TV-Berichten, die in Richtung vermeintlicher Flugscham, die definitiv nicht existent ist, verleiten. Besonders große Medien und Politiker richten sich eben häufig nach dem Wind und wenn eine sehr kleine Gruppe lauten Wirbel macht, vermutet man, dass man genau jetzt politisches Kleingeld sammeln kann, weils jetzt „das Thema“ ist. Die Absatzzahlen bezüglich „grüner Tarife“ und Klimaspenden in der Luftfahrt sprechen genau so eine andere Sprache wie die Passagierzahlen, die eindeutig belegen, dass „Flugscham“ lediglich eine Erfindung deutscher Medien ist. Der Billigflieger Eurowings will offenbar jene Personen, die sich dennoch beeinflussen lassen ansprechen, denn nun bietet man mit „PlanetBlu“ Pakete, die Kompensationen und/oder SAF-Kraftstoffe beinhalten an. Zu den SAF-Treibstoffen ist anzumerken, dass

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Sommer 2023: Deutsche und Griechen machten den meisten Umsatz in Griechenland

Im Sommer 2023 haben sich Deutschland und das Vereinigte Königreich als wichtigste Quellmärkte für den griechischen Tourismus erwiesen. Die Einwohner dieser beiden Staaten sollen besonders ausgabefreudig gewesen sein, denn laut der Forschungseinrichtung des Tourismusverbandes Sete sollen 44 Prozent der Gesamtausgaben auf diese entfallen sein. Aus der Statistik geh weiters hervor, dass Griechenland allein aus diesen beiden Staaten sechs Millionen Ankünfte hatten. Diese sorgten für 62,1 Millionen Übernachtungen und einem Umsatz von 8,11 Milliarden Euro. Laut der jüngsten Insete-Studie entfielen im vergangenen Jahr το 47 Prozent aller Ankünfte, 43 Prozent der Übernachtungen und 50 Prozent der Ausgaben auf das All-Inclusive-Segment für Meer und Sonne. Insgesamt entfielen auf das Segment 7 Millionen Ankünfte (von 15,01 Millionen), 61,2 Millionen Übernachtungen (von 142,29 Millionen) und 9,2 Milliarden Euro (von 18,5 Milliarden Euro) im Jahr 2022. Reisende aus Deutschland erwirtschafteten 2,56 Milliarden Euro oder 28 Prozent des Gesamtwertes mit 1,76 Millionen Ankünften und 14,8 Millionen Übernachtungen oder 24 Prozent des Gesamtwertes. Was die Aufenthaltsdauer betrifft, so gaben britische Touristen im Segment Meer & Sonne im Durchschnitt 117 Euro pro Nacht aus, während deutsche Reisende im Durchschnitt 144 Euro und 173 Euro für All-inclusive-Produkte ausgaben. Laut Insete liegen die durchschnittlichen Ausgaben pro Übernachtung für die meisten Märkte bei 130 Euro. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von britischen Staatsbürgern soll bei 10,1 Nächten gelegen haben. Deutsche sind mit 10,3 Übernachtungen minimal länger geblieben.

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Genf: Easyjet startet Tür-zu-Tür-Gepäckservice

In Kooperation mit Airpotr bietet die Billigfluggesellschaft Easyjet ab sofort die Abholung und Zustellung von Gepäckstücken an. Reisende, die das kostenpflichtige Service in Anspruch nehmen, müssen dann ihre Koffer nicht mehr selbst am Schalter aufgeben bzw. am Band entnehmen. In der Einführungsphase steht der aufpreispflichtige Dienst auf ausgewählten Routen von/nach London-Gatwick und Genf zur Verfügung. Easyjet begründet die Einführung des neuen Kooperationsservices damit, dass Evaluierungen ergeben hätten, dass sich zumindest 40 Prozent der Passagiere für die Inanspruchnahme interessieren könnten. Zunächst können nachstehende Services gebucht werden: Passagiere, die den so genannten Flexi-Tarif zwischen Genf und London-Gatwick (und umgekehrt) buchen, haben das neue Service bereits inkludiert. Alle anderen Passagiere können es gegen Aufpreis dazu buchen. Derzeit ist noch völlig offen, ob Easyjet die Kooperation mit Airportr auf das gesamte Streckennetz ausdehnen wird oder nicht. „Die heutige Ankündigung, dass wir Airportr an zwei der wichtigsten Flughäfen von easyJet einführen, ist ein weiterer bedeutender Schritt nach vorne für das Gepäckmanagement außerhalb des Flughafens. Reisende legen nach wie vor Wert auf Schnelligkeit und Bequemlichkeit und wenden sich zunehmend an Prozesse außerhalb des Flughafens, um dies zu erreichen. Als Fluggesellschaft ist easyJet bestrebt, ihre Kunden schneller durch den Flughafen zu bringen und ihnen gleichzeitig das beste Erlebnis beim Reisen mit Gepäck zu bieten. Wir freuen uns, dass Airportr easyJet bei dieser Aufgabe unterstützen kann, da nun eine gepäckfreie Reise zu, über und von Flughäfen möglich ist“, so Sophie Dekkers, Chief Commercial Officer bei Easyjet.

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Zürich will Dock A und Tower neu errichten

Der Flughafen Zürich-Kloten beabsichtigt das Dock A sowie den Tower neu zu errichten. Beide Neubauten sollen den Bestand, der zum Teil weit über 30 Jahre alt ist, ersetzen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat nun das Plangenehmigungsverfahren eingeleitet. Das heutige Dock A wurde als zusammenhängender Gebäudetrakt mit dem Kontrollturm – in der Fachsprache „Tower“ genannt – 1985 in Betrieb genommen. Nach mehr als 35 Betriebsjahren haben sie das Ende der Lebensdauer erreicht, da sie die heutigen Anforderungen an die Funktionalität und Nachhaltigkeit von Flughafengebäuden nur unzureichend erfüllen. Eine umfangreiche Standortevaluation kommt zum Schluss, dass ein neues Dock nördlich des heutigen Docks A gebaut werden soll. Der Bau kann während des laufenden Flughafenbetriebs erfolgen. Zur Koordination der Baumaßnahmen wurde das Programm „Entwicklung Flughafenkopf“ geschaffen. Es umfasst das Hauptprojekt Dock A, den Neubau des Towers sowie mehrere Teilprojekte. Nach Abschluss der Bauarbeiten des Docks A wird der Tower in das Terminal eingebettet sein und östlich vom heutigen Standort zu stehen kommen. Interessierte Bürger können im Zeitraum von 16. November bis 15. Dezember 2023 Einsicht in die Planungsunterlagen nehmen. Auch besteht die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben. Sowohl der Neubau des Docks A mit den notwendigen Anpassungen des Vorfelds als auch der neue Tower haben keinen Einfluss auf den Flugbetrieb in der Luft. Eine Änderung des Betriebsreglements ist deshalb nicht nötig, betont das Bazl.

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Wegen zu hoher Bäume: Flugplatz Höfen nur „oneway“ freigegeben

Nach einem Unfall mit Todesfolge eines Segenflugzeuges, der sich im August 2023 am Flugplatz Höfen ereignet hat, wurde dieser behördlich gesperrt. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft Reutte den Platz wieder freigegeben, jedoch mit erheblichen Einschränkungen. Im August 2023 ist ein Deutscher Segenflugpilot abgestützt. Die Unfalluntersuchung hat ergeben, dass ein Fehler des Flugzeugführers vorgelegen hat. Die Bezirkshauptmannschaft Reutte hat dennoch entschieden, dass der Platz vorläufig gesperrt wird. Dies stieß damals nicht nur bei den privaten Betreibern auf Unverständnis, sondern auch Flugzeugbesitzer bzw. deren Maschinen waren bis auf weiteres gestrandet, denn diese durften Höfen auf dem Luftweg nicht mehr verlassen. Die Behörde hatte unter anderem angeordnet, dass alles neu vermessen werden muss. Die Daten bzw. Gutachten mussten der Bezirkshauptmannschaft Reutte vorgelegt werden. Diese wollte die Gefahrensituation neu evaluiert haben. Für die Kosten hatten übrigens die Betreiber selbst aufzukommen. Nun verfügte das Amt, dass der Flugplatz wieder teilweise in Betrieb genommen werden darf. Teilweise bedeutet, dass die Runways bis auf weiteres nur in eine Richtung genutzt werden darf. Und das wird voraussichtlich auch noch einige Zeit so bleiben, denn in jener Richtung, in der vorerst nicht gestartet bzw. gelandet werden darf, sollen die Bäume minimal zu hoch gewachsen darf. Derzeit ist Höfern nur für Starts/Landungen in/aus Richtung Lechtal freigegeben. Aus/Nach Reutte darf nicht gestartet oder gelandet werden. Die Bäume, die zu hoch gewachsen sind, müssen gestutzt werden. Das ist aber gar nicht so einfach möglich, denn hierfür müssen die Betreiber eine Rodungsbewilligung einholen. Also ist wieder die Bezirkshauptmannschaft Reutte am Zug, denn diese muss

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Sundair schließt Basis: In Kassel-Calden wird es noch ruhiger

Im Sommerflugplan 2024 wird die Ferienfluggesellschaft Sundair kein Flugzeug mehr auf dem Airport Kassel-Calden stationiert haben. Dies hat auch zur Folge, dass das Angebot ab diesem Flughafen zurückgefahren wird. Bereits vor der Errichtung des heutigen Airports Kassel-Calden galt das Projekt als umstritten. Direkt neben dem damaligen Verkehrslandeplatz baute man einen neuen Verkehrsflughafen. Die Politik argumentierte das Projekt mit diversen Studien, die Bedarf und Wirtschaftlichkeit attestieren sollten. Allerdings sind alle Prognosen nicht eingetreten und der Regio-Airport schreibt Jahr für Jahr hohe Verluste, die von den Gesellschaftern, also der öffentlichen Hand, ausgeglichen werden müssen. Über dauerhaften, ganzjährigen klassischen Linienverkehr verfügt Kassel-Calden nicht. Zum Beispiel die Bozen-Verbindung von Skyalps ist saisonal und wird im Winter 2023/24 gar nicht angeboten. Vollständig nachvollziehbar ist dies nicht, da Südtirol ein beliebter Ort für Winterurlaube ist. Auch im Charterverkehr konnte sich Kassel-Calden noch nicht so richtig etablieren. Lediglich Sundair ist seit einigen Jahren einigermaßen erfolgreich und hat bis zuletzt eine Maschine vor Ort stationiert. Sonderlich viel Konkurrenz hat die deutsche Ferienfluggesellschaft nicht, da sich kaum andere Carrier für Kassel-Calden begeistern lassen. Punktuell gibt es nur wenig Angebot, das sich nur in ganz seltenen Fällen mit den Sundair-Routen überschneidet. Künftig wird es nochmals ruhiger, denn Sundair zieht den vor Ort stationierten Airbus im Sommer 2024 ab. Der Carrier hat bekanntgegeben, dass man in Lübeck eine neue Basis errichtet und dort ein Flugzeug stationiert. Der Abzug in Kassel-Calden bedeutet nicht, dass Sundair das Angebot ab diesem Flughafen vollständig einstellt. Laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks sollen zwei von sechs

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