
Aer Lingus: Der irische Hybrid-Carrier
„Geheimer“ Service, gratis Freigepäck und ein strategischer Vorteil – im Aer Lingus A320 von Dublin nach Berlin Es ist noch mitten in der Nacht, als ich die Haustür knallen höre. Lachen und laute Stimmen hallen durch den Korridor, dazu laufen im Hintergrund die Klänge von „I´m Shipping Up to Boston“ aus dem Lautsprecher eines Smartphones. Es ist DIE irische Woche, in welcher der vermutlich weltweit bekannteste Feiertag Irlands gefeiert wird: der „St. Patricks Day“. Als ich am Nachmittag an der wilden Küste in einen irischen Pub einkehre, zapft die Inhaberin, eine Mitfünfzigerin, gerade mehrere Biere. „Woher bist du, Kumpel?“, fragt sie mit diesem charmanten irischen Akzent, nachdem ich einen Coffee-to-Go bestellt habe. Noch ehe ich ihr die Frage beantworten kann, entgegnet sie mir: „Ist auch egal, jetzt bist du hier, also bist du einer von uns.“ Der zum Pub umgebaute ehemalige irische Bahnhof der 1600 Einwohner zählenden Kleinstadt im Osten der Insel ist von oben bis unten in den Nationalfarben und mit grünen Kleeblättern dekoriert. Eben genau jenes 3-blättrige Kleeblatt verziert auch das Seitenleitwerk des irischen Nationalcarriers „Aer Lingus“, welcher auf eine stattliche 85-jährige Geschichte zurückblicken kann. Irland, das ist Natur, gutes Essen, weltberühmte (zumeist alkoholische) Getränke und diese wunderbaren, gastfreundlichen Menschen. Eigentlich sollte es Aer Lingus unter diesen Vorzeichen ziemlich einfach haben, seine Jets zu füllen. Soweit die Theorie, in der Praxis sieht dies leider ein bisschen anders aus. Dublin ist eben nicht nur der Heimathafen von „Shamrock“, so dass Rufzeichen von „EI“, sondern auch von Europas größter Billigfluggesellschaft








