
Viel Nachholbedarf: Sonst wird das nix mit der Klimawende dank der Bahn
Politik und so genannte Klimaschützer setzen große Hoffnungen in den Verkehrsträger Bahn, der laut deren Aussagen besonders umweltfreundlich sein soll. Doch gerade in Deutschland besteht akuter Nachholbedarf, denn vielerorts ist Barrierefreiheit ein Fremdwort und Toiletten können wahrliche Ekelzonen sein. So wird das einfach nichts mit der Klimawende. Bahnfahren war mal einfach: Vor der Abfahrt oder zur Not beim Schaffner gegen Aufpreis eine Fahrkarte kaufen und los kann es gehen. Die Preise waren immer gleich und mit Vorteilscard (ÖBB), Bahncard (DB) oder Halbtax (SBB) zahlte man die Hälfte. Aktionstickets gab’s schon immer, aber die Preise waren transparent und kalkulierbar. Das änderte sich schleichend, denn die Eisenbahngesellschaften haben in den letzten Jahren verstärkt auf das von Billigfliegern in die Luftfahrt gebrachte – und mittlerweile branchenübliche – flexible Pricing umgestellt. In erster Linie sind davon Fernstrecken betroffen, aber gelegentlich kann es auch im Regionalverkehr zu Überraschungen kommen, wenn eine ganze Flut von Tarifen für den gleichen Zug angeboten wird. Unterschiedliche Preise bei ÖBB und DB für die gleichen Züge Im grenzüberschreitenden Fernverkehr kann es einen verdammt großen Unterschied machen über welche Eisenbahngesellschaft man sein Ticket kauft und welchen Abfahrtsbahnhof man wählt. Beispielsweise bieten die ÖBB eine zuggebundene Bahnfahrt von Salzburg nach Stuttgart für rund 60 Euro an. Wählt man aber das kurz vor der Landeshauptstadt befindliche Elsbethen als Abfahrtsort, so sank in der Stichprobe der Preis auf 26,60 Euro. Noch günstiger ging es über die Homepage der DB: 23,90 Euro. Selbstverständlich für die tupfengleiche Bahnverbindung am gleichen Tag. Ein noch weniger nachvollziehbares Bild








