CMA CGM will grössere Frachtflugzeuge

Air Belgium Airbus A330-200F für CMA CGM Air Cargo
Air Belgium Airbus A330-200F für CMA CGM Air Cargo

CMA CGM will grössere Frachtflugzeuge

Air Belgium Airbus A330-200F für CMA CGM Air Cargo
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Erst seit Anfangs 2021 besitzt die Reederei CMA CGM auch Flugzeuge. Die belgische Fluggesellschaft Air Belgium betreibt diese vier Airbus A330-200F für das Schifffahrts- und Logistikunternehmen aus Marseille. Jetzt will man noch größere Boeing 777-F Frachter anschaffen.

CMA CGM ist das größte Schifffahrtsunternehmen Frankreichs und entstand im Jahre 1999 durch die Fusion der beiden Reedereien Compagnie Générale Maritime (CGM) und Compagnie Maritime d’Affrètement (CMA). Nach eigenen Angaben betreibt CMA CGM eine Flotte bestehend aus 566 Schiffen und bedient damit 420 Häfen weltweit. Sie ist hinter der dänischen Maersk und schweizerischen MSC die drittgrößte Containerschiff-Reederei weltweit. Die etwa 110’000 Mitarbeitenden sind in 160 Ländern beschäftigt.

Anfangs 2021 übernahm man von Qatar Airways vier Airbus A330-200F Frachtflugzeuge. Diese werden unter dem Namen CMA CGM Air Cargo durch die belgische Fluggesellschaft Air Belgium betrieben. Bei diesem sogenannten CMI-Vertrag ist die ausführende Airline für die Besatzung, die Wartung und für die Versicherung zuständig, während der Eigentümer selbst im Besitz des Flugzeuges bleibt. Die Airbusse sind in Belgien unter den Kennzeichen OO-AIR, OO-CMA, OO-CGM und OO-SEA eingetragen.

Von Lüttich (Liège) aus werden auf Frachtlinienflügen die Destinationen Atlanta, Chicago O’Hare, Dubai World Central, Istanbul und New York-JFK bedient. Zudem werden nach Bedarf auch andere Destinationen angeflogen. Die eigenen für Passagierflüge eingesetzten Airbus A340-300 (und bald A330-900) haben ihre Basis in Brüssel-Charleroi.

Französisches AOC geplant

Nun sind vor wenigen Tagen Jobangebote der CMA CGM aufgetaucht. Es werden Kapitäne und Erste Offiziere für die Boeing 777-F gesucht. Die Kandidaten sollen mindestens 8000 resp. 5000 Stunden Flugerfahrung besitzen, davon 1000 auf der Boeing 777. Das Einstellungsdatum ist auf den 1. Januar 2022 angesetzt und aus der Stellenausschreibung geht hervor, dass die CMA CGM Air Cargo France ein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC Air Operator Certificate) in Frankreich anstrebt.

Damit will die CMA CGM Group das Fluggeschäft ausbauen und erstmals Flugzeuge auch in Frankreich stationieren. Noch im September 2020 wollte man sich mit 30% an der Groupe Dubreuil Aéro beteiligen um hauptsächlich Fracht im Bauch/Belly der Flugzeuge von Air Caraibes und French Bee transportieren zu können. Doch bereits im Februar 2021 besinnte man sich anders und hat entsprechende Pläne aufgegeben. Dass nun eine eigene Fluggesellschaft gegründet wird, dürfte für Groupe Dubreuil und deren Frachttochter Hi Line Cargo Kopfzerbrechen bereiten.

Auch Air Belgium baut Frachtflotte aus

Aviation.direct hat bei Air Belgium nachgefragt, ob es mit dem AOC in Frankreich zu Änderungen bei den eigenen Fracht-Operationen kommen wird. Niky Terzakis, der CEO von Air Belgium, erwähnte uns gegenüber, dass der Vertrag damit keine Anpassung erfährt und unverändert weitergeführt wird. Ab April 2022 werden zudem drei weitere Fracht-Airbus A330 zur Flotte von Air Belgium stoßen. Im Gegensatz zu den bisherigen Flugzeugen, werden diese jedoch nicht für die CMA CGM eingesetzt. Die belgische Fluggesellschaft, welche anfänglich ihr Glück auf Linienflüge nach Hong Kong versuchte, wird mit sieben A330-Frachter folglich zu einem Schwergewicht im europäischen Cargo-Geschäft.

2 Comments

  • Peter , 14. September 2021 @ 15:06

    “Mitarbeitenden”??

    Ich hoffe doch sehr, dass AD nun nicht auch in das Konzert der sprach- und kulturzerstörenden Gender-Kommunisten einstimmt.

    Ein treuer Leser

    • Jan Gruber , 16. September 2021 @ 11:25

      Lieber Peter,

      die Einführung von _ | : * ist bei uns nicht geplant. Unsere Redakteure sollen dann, wenn explizit zwischen Damen und Herren unterschieden werden soll, beispielsweise “Piloten und Pilotinnen” schreiben und nicht “Pilot:innen”. Ob man nun “Mitarbeitende” oder “Mitarbeiter” schreibt, ist dem Redakteur freigestellt. Die meisten Kollegen verwenden “Mitarbeiter”. Wir werden das aber bei Gelegenheit intern diskutieren, ob wir das auf “Mitarbeiter” vereinheitlichen.

      Grundsätzlich bevorzugen wir die traditionellen Schreibweisen.

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2 Comments

  • Peter , 14. September 2021 @ 15:06

    “Mitarbeitenden”??

    Ich hoffe doch sehr, dass AD nun nicht auch in das Konzert der sprach- und kulturzerstörenden Gender-Kommunisten einstimmt.

    Ein treuer Leser

    • Jan Gruber , 16. September 2021 @ 11:25

      Lieber Peter,

      die Einführung von _ | : * ist bei uns nicht geplant. Unsere Redakteure sollen dann, wenn explizit zwischen Damen und Herren unterschieden werden soll, beispielsweise “Piloten und Pilotinnen” schreiben und nicht “Pilot:innen”. Ob man nun “Mitarbeitende” oder “Mitarbeiter” schreibt, ist dem Redakteur freigestellt. Die meisten Kollegen verwenden “Mitarbeiter”. Wir werden das aber bei Gelegenheit intern diskutieren, ob wir das auf “Mitarbeiter” vereinheitlichen.

      Grundsätzlich bevorzugen wir die traditionellen Schreibweisen.

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