Gefälschte Titan-Teile in Flugzeugen: FAA untersucht Sicherheitsrisiken

Department of Transportation (Foto: MBisanz).
Department of Transportation (Foto: MBisanz).

Gefälschte Titan-Teile in Flugzeugen: FAA untersucht Sicherheitsrisiken

Department of Transportation (Foto: MBisanz).
Werbung

Die Federal Aviation Administration (FAA) steht vor einer Herausforderung: Gefälschte Titan-Teile könnten in Flugzeugen von Boeing und Airbus verbaut sein. Diese alarmierende Entdeckung kam ans Licht, nachdem der Zulieferer Spirit AeroSystems Unregelmäßigkeiten meldete. Berichten zufolge legte ein chinesisches Unternehmen gefälschte Dokumente vor, um die Echtheit einer Charge Titan zu bestätigen, bevor diese in die Luftfahrtindustrie gelangte.

Spirit AeroSystems, ein bedeutender Lieferant für Boeing und Airbus, entdeckte kleine Korrosionslöcher in dem Material und informierte sofort die FAA über das Problem. Das Unternehmen betonte, dass alle verdächtigen Teile umgehend unter Quarantäne gestellt und aus der Produktion entfernt wurden. Über 1.000 Tests wurden durchgeführt, um die mechanischen und metallurgischen Eigenschaften des betroffenen Materials zu überprüfen und die Lufttüchtigkeit sicherzustellen.

Die FAA reagierte prompt und versucht nun, die potenziellen Auswirkungen auf die Flugsicherheit zu bewerten. Boeing meldete freiwillig den Erwerb von Material durch einen Händler, der gefälschte oder falsche Aufzeichnungen vorgelegt haben könnte. In einem Bulletin forderte Boeing seine Zulieferer auf, verstärkt auf die Möglichkeit gefälschter Dokumente zu achten.

Laut Informationen von drei Quellen könnten Flugzeuge, die zwischen 2019 und 2023 gebaut wurden, darunter Boeing 737 MAX, 787 Dreamliner und Airbus A220, betroffene Komponenten enthalten. Sowohl Boeing als auch Airbus versicherten, dass sie alle betroffenen Teile vor der Auslieferung entfernen, um die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften sicherzustellen. Beide Unternehmen betonen, dass die Sicherheit der in Betrieb befindlichen Flugzeugflotte nicht beeinträchtigt sei.

Airbus bestätigte ebenfalls, dass sie Maßnahmen ergriffen haben, um die Sicherheit ihrer Flugzeuge zu gewährleisten, und betonten die hohe Priorität von Sicherheit und Qualität. Die Tests mit dem Titan von Spirit AeroSystems haben bisher gezeigt, dass die Qualität für Flugzeughersteller geeignet ist.

Die Untersuchungen der FAA und die Reaktionen der betroffenen Flugzeughersteller verdeutlichen die Komplexität und die strengen Kontrollen innerhalb der Luftfahrtindustrie. Die Sicherheit von Passagieren und die Integrität der Luftfahrzeuge stehen dabei immer an erster Stelle, auch wenn Probleme wie gefälschte Materialien eine ernste Herausforderung darstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
[ssba-buttons]

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
[ssba-buttons]

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung