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WTO genehmigt Boeing-Strafzölle

Seit vielen Jahren gibt es einen Streit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika in Sachen Flugzeuge. Man wirft sich gegenseitig illegale Subventionen für Airbus bzw. Boeing vor. Nun gestattet ein Schiedsgericht der WTO, dass die EU Strafzölle auf Boeing-Produkte erheben darf. In Sachen Airbus wurde bereits im Jahr 2018 entschieden und die WTO-Schlichter stellten fest, dass die beanstandete Praxis nicht eingestellt wurde. Den USA wurde zugestanden, dass Strafzölle in der Höhe von 7,5 Milliarden U.S.-Dollar erhoben werden dürfen. Rasch wurden diese bei verschiedenen EU-Produkten eingeführt. Nun stellte das WTO-Schiedsgericht umgekehrt bei Boeing ebenfalls fest, dass die beanstandete Praxis eben nicht eingestellt wurde. Dies hat zur Folge, dass nun auch der EU Strafzölle auf US-Produkte zugesprochen wurden. Um jährlich 8,6 Milliarden U.S.-Dollar geht es nun. Die gegenseitigen Strafzölle dürfen laut WTO so lange erhoben werden bis die beanstandeten Subventionen eingestellt werden. Die USA behaupten zwar, dass Boeing keine staatlichen Mittel mehr erhalte, jedoch ist dazu eine neue Beurteilung durch die Schlichtungsstelle erforderlich. Boeing zeigt sich in einer ersten Reaktion durchaus enttäuscht, dass der Konkurrent weiterhin Strafzölle durchsetzen wolle. Airbus hingegen hofft darauf, dass am Verhandlungstisch eine für beide Seiten faire Lösung erzielt werden kann.

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Delta flog 5,4 Milliarden Dollar Quartalsverlust ein

Aufgrund der Corona-Pandemie steckt die amerikanische Delta Air Lines tief in den roten Zahlen. Im dritten Quartal 2020 wurde ein Verlust in der Höhe von 5,4 Milliarden U.S.-Dollar geschrieben. Im Vorjahreszeitraum konnte man einen Gewinn in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro kommunizieren. Delta erklärt, dass die jüngsten Verluste nicht dazu führen, dass die Finanzlage dramatisch wird. Man verwies in einer Erklärung darauf, dass der Carrier mit Stichtag 30. September 2020 über flüssige Mittel in der Höhe von 21,6 Milliarden U.S.-Dollar verfügt hat. Der Umsatz ist übrigens um 76 Prozent auf 3,1 Milliarden U.S.-Dollar eingebrochen. Das Delta-Management agiert dennoch vorsichtig, denn mit Airbus und anderen Herstellern befindet man sich in Verhandlungen, die zur späteren Übernahme von bestellten Verkehrsflugzeugen führen sollen. Dies soll kurzfristig zwei Milliarden U.S-Dollar einsparen und bis 2022 sogar fünf Milliarden U.S.-Dollar. Gleichzeitig trennte man sich von älteren Maschinentypen wie der McDonnell Douglas MD-88/MD-90, Boeing 737-700 und Boeing 777. Das zuletzt genannte Muster wird mit Ende Oktober 2020 die Flotte verlassen. Auch geht es den Boeing 717 an den Kragen, denn diese sollen in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Typen Bombardier CRJ-200 und Boeing 767-300ER ausgemustert werden. Delta ist derzeit der größte Betreiber der Boeing 717, die noch von McDonnell Douglas als MD-95 entwickelt wurde. In den letzten Jahren kaufte der Operator den Weltmarkt regelrecht leer und sorgte dafür, dass die Gebrauchtmarktpreise für das ansonsten wenig gefragte Muster stark stiegen. Letzter europäischer Betreiber der 717 ist die spanische Billigfluggesellschaft Volotea.

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September: Boeing lieferte nur zehn Maschinen aus

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing lieferte im September 2020 zehn Verkehrsflugzeuge aus. Gleichzeitig konnte man – genau wie Airbus – keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Allerdings kassierte man drei weitere Stornos für das Muster 737-Max. Laut Mitteilung des Herstellers wurden drei Boeing 787-9 an United Airlines übergeben, zwei weitere an Turkish Airlines und eine an den Lessor Aercap. An Eva Air wurde eine 787-10 ausgeliefert. Lufthansa Cargo übernahm eine Boeing 777F, FedEx eine 767-300F und UPS eine 747-8F. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres übergab Boeing insgesamt 98 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Die Corona-Pandemie zeigt dabei deutliche Spuren, denn im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gingen die Auslieferungen um mehr als zwei Drittel zurück. Rückschläge gab es für den Flugzeugbauer neuerlich im Bereich des Max-Programms. Drei BEstellungen wurden im September 2020 offiziell storniert. Boeing strich aber aufgrund finanzieller Unsicherheiten 48 weitere aus der Pipeline. Insgesamt wurden bislang 436 Boeing 737-Max storniert. Bei 570 weiteren Einheiten ist es unklar, ob die Aufträge jemals zur Auslieferung kommen werden.

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Frankfurt: Lufthansa ersetzt Boeing durch Airbus

Einige bislang geparkte Flugzeuge können sich auf einen Einsatz freuen, auch wenn er vorerst zeitlich begrenzt ist: Lufthansa setzt für die Dauer des Winterflugplans vier Airbus A350-Maschinen am Drehkreuz Frankfurt ein. Vom größten deutschen Verkehrsflughafen aus fliegt das sparsame Langstreckenflugzeug in den kommenden Monaten Chicago und Los Angeles an – und löst somit die Boeing 747-8 ab. Ab Dezember sollen auch die Airbus A340 das gleiche Schicksal ereilen. Zumindest die Flugzeuge, die auf der Strecke nach Tokio-Haneda eingesetzt werden.  16 Flugzeuge des Typs A350-900 seien derzeit am Lufthansa-Drehkreuz München stationiert. „Aufgrund des durch die Corona-Pandemie stark reduzierten Flugangebots kommen im diesjährigen Winterflugplan dort vorerst nur sieben A350-900 auf Routen nach Nordamerika und Asien zum Einsatz“, heißt es in einer Aussendung.

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United Airlines fährt das Angebot hoch

Entgegen des aktuellen Trends reduziert United Airlines sein Flugangebot in den Wintermonaten nicht. Ganz im Gegenteil: Der US-Carrier fliegt im November 44 Prozent des Vorjahresniveaus. Im nächsten Monat nimmt das Star-Alliance-Gründungsmitglied wieder die Flugverbindung nach Frankfurt auf – dreimal in der Woche hebt eine Maschine nach Denver ab. Zudem werden die Frequenzen ab FRA nach Houston auf fünf Flüge pro Woche aufgestockt. Insgesamt kommt die Fluggesellschaft somit auf über 50 wöchentliche Direkt-Verbindungen ab Frankfurt, München und Zürich zu den großen US-Drehkreuzen Newark, Chicago, Denver, Houston, San Francisco und Washington DC. Auf diesen Strecken würden besonders „Dreamliner“(Boeing 787-9 und 787-10) zum Einsatz kommen, wie fvw.de berichtet.  Das interkontinentale Fluggeschäft wird darüber hinaus durch die Wiederaufnahme der Strecken San Francisco-Taipeh, Houston-Santiago de Chile sowie Houston-Rio de Janeiro wiederbelebt. Noch im Oktober startet die Route San Francisco–Schanghai und im Dezember kommt auch Chicago–Neu Delhi hinzu. Auf Inlandsflügen baut der US-Mega-Carrier im November insbesondere das Angebot in Richtung Florida mit zusätzlichen Frequenzen etwa nach Miami, Tampa und Key West aus.

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2021: In Norwegen entsteht eine neue Airline

Inmitten der größten Krise der Luftfahrtgeschichte soll eine neue Fluggesellschaft entstehen: Eine Gruppe von sieben norwegischen Geschäftsmännern wolle bis zum Sommer 2021 das Projekt auf die Beine stellen.  Das Team – unter ihnen ein ehemaliger Norwegian-Geschäftsführer – glaube nicht daran, dass die Luftfahrtbranche zu alter Stärke zurückfindet. Dennoch sei man zurzeit auf der Suche nach Kapitalgebern. Das neue Unternehmen soll einerseits mit privaten Mitteln finanziert werden. Aber auch eine staatliche Beteiligung sei denkbar, wie das Nachrichtenportal CH-Aviation berichtet.  Zunächst sei geplant, fünf Flugzeuge einzuflotten – ob es am Ende Flugzeuge des Herstellers Airbus oder doch Boeing-Modelle werden, stehe noch in den Sternen. Schon jetzt zeigt man sich zuversichtlich: „Wir werden in der Lage sein, moderne Flugzeuge zu einem vernünftigen Preis zu leasen, erstklassige Mitarbeiter einzustellen und ein Unternehmen aufzubauen, dass mit wenig Flugzeugen rentabel ist“, so der ehemalige SAS Braathens Geschäftsführer Erik Gunnar Braathen. Zurzeit seien rund 40 Mitarbeiter rund um die Uhr mit der Realisierung des Projekts beschäftigt.

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Air Canada versilbert neun Boeing 737-Max-8

Air Canada veräußerte neun Boeing 737-Max-8 an zwei Leasingunternehmen und besserte damit die Kassa um 365 Millionen U.S.-Dollar auf. Es handelt sich um einen so genannten Sale-and-Leaseback-Deal, so dass der Carrier die Maschinen, die momentan nicht fliegen dürfen, weiterhin nutzen kann. Drei Einheiten gingen an Jackson Square Aviation und die restlichen an Avolon Aerospace Leasing. Die neun B737-Max-8 werden nun langfristig von Air Canada gemietet. Die Ausgaben für die Raten wurden mit 345 Millionen U.S.-Dollar beziffert. „Seit Beginn der COVID-19-Krise hat Air Canada mehrfach Zugang zu den Finanzmärkten erhalten und erfolgreich Liquidität in Höhe von fast sechs Milliarden US-Dollar zu angemessenen Bedingungen, einschließlich dieser Transaktion, aufgenommen, da das Liquiditätsniveau weiterhin beibehalten wird, um die Krise zu mildern Herausforderungen und Unsicherheiten bevorstehen. Wir freuen uns sehr, unsere enge Beziehung zu Avolon auszubauen und eine neue Beziehung zu Jackson Square Aviation aufzunehmen“, so Michael Rousseau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand von Air Canada.

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Boeing rechnet mit langer Durststrecke

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing stellt sich darauf ein, dass die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen im laufenden Jahrzehnt deutlich geringer ausfallen wird. Mit einer echten Erholung rechnet man erst in den drauffolgenden zehn Jahren. Die Corona-Pandemie wird also nach lange nachwirken. Im aktuellen Outlook geht Boeing davon aus, dass zwischen 2020 und 2029 um elf Prozent weniger Passagier- und Cargoflugzeuge ausgeliefert werden. Man rechnet mit 18.350 Maschinen. Den Knick, den die Coronakrise verursacht hat, wird man nach Ansicht des Herstellers nie wieder aufholen können. Man geht zwar davon aus, dass der Bedarf bis zum Jahr 2039 bei 43.110 Jets liegen wird, jedoch ist diese Prognose bereits nach unten korrigiert. Mit Expansionen wie in der Zeit „vor Corona“ ist es nach Ansicht von Boeing vorbei. Im laufenden Jahrzehnt werden die Kunden eher ältere Maschinen durch neue ersetzen. Erweiterungen der Flotten sollen eher die Ausnahme darstellen. Die Beförderungsleitung des Jahres 2019 wird die Luftverkehrswirtschaft noch länger nicht erreichen. Der U.S.-amerikanische Hersteller vermutet, dass dies noch „mindestens“ fünf Jahre dauern könnte, vermutlich sogar noch länger.

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Lufthansa Cargo flottet neunte Boeing 777F ein

Damit hat der Frachtkranich insgesamt dreizehn Boeing-Maschinen des Typs 777F in den eigenen Reihen. Letzten Dienstag ist um 11:19 Uhr Ortszeit die jüngste Boeing 777F des Carriers erstmals auf dem Flughafen Frankfurt (FRA) gelandet. Der Frachter mit dem Kennzeichen D-ALFI war als Flug LH8145 nach seinem Start vom Flughafen Everett (PAE) im US-Bundesstaat Washington 10 Stunden und 10 Minuten unterwegs. Das neue Flugzeug trägt den Namen „¡Buenos días México!“, den es von einer bereits aus dem Betrieb genommenen Maschine mit dem Kennzeichen D-ALCH übernommen hat.  Lufthansa Cargo betreibt an ihrem Heimatdrehkreuz Frankfurt nun neun moderne „Triple Seven“. Darüber hinaus vermarktet das Unternehmen die Frachtkapazität von vier weiteren Maschinen dieses Typs, die beim Joint-Venture AeroLogic mit Sitz am Flughafen Leipzig betrieben werden. „Die Luftfracht sichert gerade in akuten Krisen wichtige Versorgungswege und leistet damit einen elementaren Beitrag zur Weltwirtschaft. Kurzfristige globale Herausforderungen zu meistern gehört zu unseren Kernkompetenzen, langfristigen globalen Herausforderungen zu entgegnen zu unserer Verantwortung. Mit unserer neuen Flotte unterstreichen wir unseren Anspruch, ökonomische und ökologische Effizienz aktiv und nachhaltig zu vereinen“, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Cargo. Die zweistrahlige Boeing 777F ist um rund 20 Prozent effizienter und stößt weniger CO2 aus als der bisher eingesetzte Typ MD-11F. Zudem erfüllt das neue Modell beim Lärmschutz die strengen Anforderungen des ICAO Annex 16, Volume I, Chapter 14. Durch die höhere Frachtkapazität und Reichweite kann die gleiche Frachtleistung künftig mit spürbar weniger Flugbewegungen erbracht werden. Die sechs noch im Dienst stehenden Frachter vom Typ MD-11 werden über die kommenden Monate schrittweise

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Boeing hat für 62 737-Max gar keine Kunden

Für den U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing sind mit dem Debakel rund um die 737-Max und die Corona-Pandemie gleich zwei „Worst-Case-Szenarien“ zusammengekommen. Neubestellungen für dieses Muster konnte man nur vereinzelt an Land ziehen. Die IAG verkündete im Vorjahr auf der Paris Air Show zwar eine Großbestellung, doch die unterzeichnete Absichtserklärung wurde bis dato nicht in eine fixe Order umgewandelt. Boeing kassierte salopp gesagt viele Stornos und zwar 564 Stück, wie das Portal Aviation Week berichtet. Bereits vor der Corona-Pandemie nahmen einige Airliners, aber auch Lessoren Abstand von der 737-Max-Reihe. Die nunmehrige Krise führte dazu, dass noch mehr Kunden mit Boeing über den Ausstieg aus den Kaufverträgen verhandelt haben. Aviation Week schreibt auch, dass der U.S.-amerikanische Hersteller 62 Exemplare auf dem Hof stehen hat, für die überhaupt kein Käufer in Sicht ist. Produziert wurden diese quasi „auf Lager“. Es gibt aus er Sicht von Boeing aber auch Licht am Ende des Tunnels. Sowohl die FAA als auch die EASA deuteten unmissverständlich an, dass eine Wiederzulassung noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Der Hersteller kann – nach Modifikationen – ausliefern, doch genau das könnte vielen Kunden aufgrund der Coronakrise so ganz und gar ungelegen kommen, so dass damit zu rechnen ist, dass Airlines und Lessoren über neuerliche Verschiebungen der Übergaben verhandeln könnten. Immer dann, wenn es bei Boeing mies läuft, ist ein Mann zu Stelle: Michael O’Leary, der seinen Haus- und Hoflieferanten mit einer 737-Großbestellung beglückt. So schreibt „Irish Independent“ ohne Nennung näherer Quellen, dass Ryanair mit Boeing über die Bestellung von 150 bis

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