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Boeing 737-Max: EASA verzichtet vorläufig auf dritten Sensor

Die EASA gab nun die Lufttüchtigkeitsanweisung für die Boeing 737 Max heraus. Diese geht in manchen Bereichen über die Anforderungen der FAA hinaus, wirft jedoch auch einige Fragen auf. Beispielsweise muss ein „virtueller Sensor“ erst mit der Verfügbarkeit der Variante 737-Max-10 installiert werden. Derzeit läuft die Einspruchsfrist gegen die Anordnung der europäischen Luftfahrtbehörde. Nachdem diese abgelaufen ist und die Lufttüchtigkeitsanweisung Rechtskraft erlangt hat, können europäische Operator – bei Erfüllung aller Auflagen – das Muster wieder kommerziell einsetzen Die vorgesehene Frist beträgt vier Wochen. Die EASA teilte mit, dass man davon ausgeht, dass Mitte Jänner 2021 die tatsächliche Wiederzulassung erteilt werden kann. Dann wird auch die finale Fassung der Lufttüchtigkeitsanweisung vorliegen. Die Behörde vertritt die Ansicht, dass ein zentrales Problem war, dass vielen Piloten nicht bekannt war, dass das MCAS-System überhaupt vorhanden ist. Im Zuge der Überprüfungen – nach Erteilung des weltweiten Flugverbots – kamen zahlreiche weitere Mängel ans Tageslicht. Die FAA erteilte am 18. November 2020 – nach fast 20 Monaten Grounding – wieder grünes Licht. Zwar kooperierte die EASA im Zuge des Wiederzulassungsverfahrens mit der FAA, betont jedoch, dass man eine unabhängige Entscheidung auf eigener Wissensgrundlage und eigenen Untersuchungen getroffen habe. Behördenleiter Patrick Ky vertritt die Ansicht, dass man die Boeing 737-Max sehr gründlich geprüft habe und sprichwörtlich äußerst viel nachgebohrt habe und den Hersteller mit vielen Fragen konfrontiert habe. Die Lufttüchtigkeitsanweisung weicht laut Ky hinsichtlich der „Hard- und Software nicht von jener der FAA ab“. Etwas verwirrend ist aber der Umstand, dass die EASA von einer bislang zentralen

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Alaska Airlines least 13 weitere Boeing 737 Max 9

Die U.S.-amerikanische Alaska Airlines setzt verstärkt auf Maschinen des Typs Boeing 737 Max 9. Zusätzlich zur aus 32 Einheiten bestehenden Order least der Carrier 13 Exemplare von der ALC. Im Gegenzug verkauft man laut Mitteilung zehn Airbus A320 an diesen Lessor. Kurzzeitig wird es sich um ein Sale-and-Leaseback-Deal handeln, da die Airbus-Jets noch einige Zeit im Einsatz bleiben werden. Diese werden ab Ende 2021 von 13 Boeing 737 Max 9, die von der Air Lease Corporation geleast werden, abgelöst. Boeing hat von dem Deal zwischen der ALC und Alaska Airlines wenig, da dadurch keine zusätzlichen Maschinen verkauft wurden. Der Lessor stellt die 13 Maschinen aus einem eigenen Pool zur Verfügung. Immerhin: Der Flugzeugbauer entging so möglicherweise weiteren Stornierungen. Seit den beiden fatalen Abstürzen reduzierte sich der Auftragsbestand stark.

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737-Max: China wartet Ergebnisse der Unfallermittlungen ab

Während die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde bereits die Wiederzulassung erteilt hat und EASA-Chef Patrick Ky zuletzt erklärte, dass es auch in Europa soweit sein wird, ist China in Sachen Boeing 737-Max zurückhalten. Vorläufig denkt man gar nicht daran dieses Muster wieder abheben zu lassen. Die CAAC erklärte, dass zunächst die beiden fatalen Unfälle vollständig aufgeklärt werden müssen und die Untersuchungen abgeschlossen werden müssen. Auch verlangen die Chinesen, dass sämtliche Piloten neu und insbesondere vollständig auf dieses Muster geschult werden müssen. Einen „politischen Hintergrund“ soll es laut CAAC nicht geben. Die chinesische Luftfahrtbehörde deutete auch an, dass man die seitens der FAA erteilte Wiederzulassung für „zu früh“ hält, da die Untersuchungen der beiden Abstürze noch nicht abgeschlossen sind. Die tatsächliche Ursache der beiden Totalverluste wäre noch nicht ermittelt und daher habe man sich aus Sicherheitsgründen dazu entschieden die Ergebnisse abzuwarten. Daraus lässt sich ableiten, dass es noch einige Zeit dauern wird bis Operator aus dem Reich der Mitte die Maschinen des Typs Boeing 737-Max einsetzen dürfen bzw. ausländische Betreiber dieses Muster von/nach China einsetzen können.

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KLM stattet Boeing 737 und Embraer 190/195 mit neuen Sitzen aus

Die niederländische Fluggesellschaft KLM erteilte Recaro einen Großauftrag: Insgesamt wurden 5.500 Sitze des Typs SL3710 bestellt. Diese sollen in die Maschinentypen Embraer 190/195 und Boeing 737-800 eingebaut werden. Für Recaro bedeutet dieser Auftrag auch, dass ein Schritt in Richtung Regionalverkehrsflugzeuge gemacht wird. KLM erwartet sich von den neuen Sitzen insbesondere laufende Kosteneinsparungen. Das Gewicht ist aufgrund der Leichtbauweise mit etwa acht Kilogramm pro Sessel recht niedrig. Dadurch sollen die Treibstoffkosten sinken. Laut Recaro soll der Vorteil pro Flugzeug und Jahr bei „einigen tausend Euro“ liegen. „Wir sind begeistert, dass unser langjähriger Partner KLM der Erstkunde für unseren neuen SL3710 ist, da wir beide auf das Ziel hinarbeiten, Flugreisen komfortabler, nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Dies ist nicht nur unser erster Schritt in den Regionalflugverkehr, sondern es ist auch das erste Mal, dass Recaro Flugzeuge von Embraer ausstattet. Diese Gelegenheit nehmen wir nicht auf die leichte Schulter, und wir freuen uns darauf, unsere Vision des ‚Fahrkomforts am Himmel‘ weiter zu verfolgen“, so Recaro-Aircraft-Seating-Chef Mark Hiller.

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FAA gibt Boeing 737-Max grünes Licht

Die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA erteile – wie angekündigt – am Mittwoch dem Muster Boeing 737-Max die Wiederzulassung. Dabei werden verschiedene Auflagen gemacht. Unter anderem muss eine andere Steuerungssoftware installiert werden. Nach zwei Abstürzen mit unzähligen Toten zogen die FAA und andere Luftfahrtbehörden den Stecker. Dem Muster wurde weltweites Flugverbot erteilt. Anschließend kamen haarsträubende Mängel ans Tageslicht und Hersteller Boeing geriet in ein schiefes Licht, denn offensichtlich war vieles davon bekannt, wurde systematisch vertuscht. Die FAA scheint ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Flugzeugbauer zu haben, denn die endgültige Abnahme der bereits fertiggestellten Boeing 737-Max wird man selbst vornehmen. Die Behörde will damit garantieren, dass die Kunden und in weiterer Folge auch die Passagiere sichere Flugzeuge erhalten. Daher macht die FAA auch keinen Hehl daraus, dass es noch mehr als ein Jahr dauern kann bis der aus rund 400 Flugzeugen bestehende „Lagerbestand“ durchgeprüft ist. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfte diese Verzögerung viele Airlines gar nicht so sehr stören. Boeing kassierte übrigens seit den beiden Totalverlusten mehr als 1.000 Stornos. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA erteilte noch keine Wiederzulassung. Chef Patrick Ky deutete jedoch wiederholt an, dass diese noch vor Jahresende erteilt werden könnte. Die Europäer führen ein eigenes Testprogramm durch und haben mehrfach erklärt, dass unabhängig von den Ergebnissen der amerikanischen Kollegen entschieden wird.

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Alaska: Bärin von Boeing-Maschine getötet

Im US-Bundesstaat Alaska kam es zu einem kuriosen Zwischenfall: Eine Boeing 737-700 der Alaska Airlines hat kurz nach der Landung eine Braunbärin erfasst und getötet. Nur wenige Minuten vor dem Landeanflug der Maschine sei die Piste von Mitarbeitern des Flughafens Yakutat geräumt worden. Danach hätten sich eine Bärin und ihr Junges unbemerkt auf die Landebahn geschlichen, wie das Luftfahrtportal Aero berichtet. Den Menschen an Bord sei dabei nichts passiert, sie kamen mit einem Schrecken davon. Lediglich das Flugzeug sei beschädigt worden und konnte zunächst nicht weiterfliegen. Die Reparatur werde womöglich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

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Laudamotion ist bald Geschichte

Noch vor wenigen Wochen beteuerte Lauda-Chef David O’Brien, dass das Lauda-Brand erhalten bleibt. Man fliege zwar unter Ryanair-Flugnummern, jedoch bleiben Lackierung, Uniformen und sonstiges Branding wie gehabt. Damit ist bald Schluss, denn die Marke wird komplett vom Markt verschwinden. Auf Umlackierungen wird man aus Kostengründen jedoch verzichten. Dass die österreichische Laudamotion ein Ablaufdatum hatte, war spätestens seit der offiziellen Bestätigung, dass mit Lauda Europe ein Nachfolger mit maltesischer Lizenz aufgezogen wird, klar. Der letzte Flug wurde am 19. Oktober 2020 durchgeführt. Untypisch für das bisherige Verhalten des Unternehmens: Still und leise wurde der Flugbetrieb eingestellt und zwar ohne Pressemitteilung, Medienevent oder sogar Anschuldigungen gegenüber Mitbewerbern verkniff man sich. Geschäftsführer Andreas Gruber erklärte gegenüber Aviation Week die weitere Zukunft der österreichischen Laudamotion GmbH: „Jetzt schließen wir das Unternehmen und dann wird dieses Unternehmen bald Geschichte sein“. Die einst aus 30 Airbus A320 bestehende Flotte wurde bereits vom österreichischen ins maltesische Register umgemeldet. Daher tragen die Lauda-Airbusse nun statt dem österreichischen das maltesische Hoheitszeichen auf dem Rumpf. Die Registrierungen beginnen nicht mehr mit OE, sondern mit 9H. Kurz gesagt: Lauda Europe Ltd. ist eine österreichische, sondern eine maltesische Fluggesellschaft. Die Marke Lauda wurde von Ryanair mit großem Finanzaufwand gepusht. Im Gegensatz zu den Konzernschwestern Malta Air und Buzz gab es einen eigenen Markenauftritt und es wurde nicht der FR-Code, sondern OE (Laudamotion) genutzt. Anfangs gab es tatsächlich Produktunterschiede, jedoch wurden diese nach und nach abgeschafft. Während der coronabedingten „Flugpause“ entschied Ryanair Holdings plc, dass die Marke Lauda vom Markt genommen wird und

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Ryanair macht Lauda zum Boeing-Operator, außer Airbus lässt beim Preis die Hosen runter

Bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe bahnt sich eine Umflottung auf Boeing 737 an, denn Konzernchef Michael O’Leary und der europäische Flugzeugbauer Airbus scheinen sich nicht über den Kaufpreis für eine A320neo-Order einig zu werden. Klar ist: Ryanair will für die Maschinen einen billigeren Preis als für die Boeing 737 Max bekommen und Airbus scheint nicht gewillt zu sein zum Dumpingpreis zu liefern. Die Flottenpolitik, die Ryanair bei Laudamotion – nun Lauda Europe – bislang an den Tag legte, entbehrt jeglicher Logik und ist eigentlich nur als „Zick-Zack-Kurs“ zu beschreiben. Niki Lauda sicherte sich einige Maschinen, die vormals für Niki flogen, jedoch von Lufthansa aufgekauft wurden. Warum sich der Kranich die zum Teil bereits betagten Airbus A320 und A321 überhaupt ans Bein gebunden hat, fragen sich die Verantwortlichen in Köln und Frankfurt wohl heute noch. Man verfolgte wohl die Strategie, dass wenn der Kranich „den Niki“ nicht verspeisen kann, dann soll die einstige Air-Berlin-Tochter eben niemand haben. So ganz ging die Strategie schon von Anfang an nicht auf, denn nicht alle Leasinggeber verkauften an den Kranich. So kam es dazu, dass einige Maschinen mit Level Europe (damals Anisec) einen neuen Leasingnehmer fanden. Die überwiegende Mehrheit der Niki-Flotte konnte jedoch Lufthansa käuflich erwerben. Das Landesgericht Korneuburg legte dann fest, dass der Käufer der „Verlassenschaft“ der Air-Berlin-Tochter die Maschinen zu „marktüblichen Konditionen“ mieten kann. Niki Lauda hätte sich bei Leasinggesellschaften durchaus auch andere Flugzeuge organisieren können, doch er wollte unbedingt jene A320 und A321, die in der Eigentümerschaft des Kranichs waren. Die Möglichkeiten

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FAA könnte weitere Geldstrafen gegen Boeing verhängen

Aufgrund der Misere um die B737-Max könnte die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde weitere Strafen gegen Hersteller Boeing verhängen. Dennoch vermehren sich Berichte, dass die FAA das Flugverbot bereits am 18. November 2020 aufheben könnte. Der tatsächliche kommerzielle Wiedereinsatz dürfte sich aber noch einige Wochen oder Monate hinziehen. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Insider, dass Boeing nun auch Produktionsmängel beim Dreamliner untersucht. Weiters wird behauptet, dass der Hersteller in Sachen Boeing 737-Max relevante interne Unterlagen der Behörde zunächst nicht übermittelt haben soll. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten. Der Flugzeugbauer kassierte bereits einige Geldstrafen.

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Oktober: Boeing kassierte 12 B737-Max Stornos

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing kassierte im Oktober 2020 zwölf weitere Stornos für den Maschinentyp B737-Max. Seit Jahresanfang wurden 448 Einheiten abbestellt, wie aus den vom Hersteller veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Im Gegensatz zu Airbus konnten die Amerikaner im Oktober 2020 keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Ausgeliefert wurden 13 Flugzeuge. Im Vorjahresmonat waren es 20 Einheiten. Die FAA soll unmittelbar vor der Aufhebung des Flugverbots für die 737-Max stehen, jedoch wird bis zum tatsächlichen kommerziellen Einsatz noch einige Zeit vergehen. Southwest rechnet nicht mit einem Einsatz im ersten Quartal des Jahres 2021.

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