COVID-19

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Wegen Abfindungen: Lufthansa und Gewerkschaft uneinig

Der Lufthansa-Konzern macht sich mit ihren Abfindungsangeboten für Flugbegleiter wenig Freunde. Eine Annahme kommt für Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies nicht in Frage. Inmitten der Coronavirus-Krise muss die AUA-Mutter auch noch einen Streit mit der Arbeitnehmervertretung beilegen. Die Offerten zum freiwilligen Ausscheiden würden den Beschäftigten unter hohem Zeitdruck und ohne ausreichende Beratungsangebote übermittelt. Zudem sei die angebotene Summe zu niedrig, da das Personal schon infolge der Sparmaßnahmen auf Geld verzichten musste, kritisiert die Gewerkschaft. Flugbegleiter unter 55 Jahren sollen laut Ufo das 0,75-fache Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr erhalten. Die Verträge seien mit den Personalvertretungen ausgehandelt worden, wie handelsblatt.com berichtet. „Wir hätten das Doppelte erwartet“, so Baublies. Die Kranich-Airline hingegen bekräftigt die eigene Entscheidung weiterhin. Andere Unternehmen würden es nicht anders handhaben, so ein Lufthansa-Sprecher.  Auf der anderen Seite müssen die über 55 Jahre alten Flugbegleiter laut Baublies entscheiden, ob sie mit Abschlägen frühzeitig in den Vorruhestand gehen. Der Gewerkschafter kritisiert auch hier den hohen Zeitdruck, der seitens des Unternehmens aufgebaut werde. „Die Leute sollen innerhalb von vier Wochen entscheiden, ob sie zum November gehen.“ Dieses Spiele würde man nicht mitspielen. Nach seiner Einschätzung würden von den rund 2800 Kandidaten keine 100 das Angebot annehmen. 

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Gericht weist Antrag gegen Quarantäne-Regeln ab

Der deutsche Reiseveranstalter Bentour brach beim Verwaltungsgericht Schleswig einen Eilantrag ein – Aviation.Direct berichtete. Doch das Gericht schmetterte den Antrag ab – und das noch am Tag des Eingangs.  Die Geschäftsleitung wollte der deutschlandweit geplanten Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten einen Riegel vorschieben. Gemäß einer derzeit geltenden Regelung in Schleswig-Holstein müssen Türkei-Rückkehrer fünf Tage lang in Selbstisolation verharren, auch nach Vorzeigen eines negativen PCR-Tests. Dies sei unverhältnismäßig, bekräftigt Veranstalterchef Deniz Ugur.  Das Gericht lieferte noch keine Begründung für die Ablehnung. Diese soll in den nächsten Tagen nachgereicht werden, wie reisevor9.de berichtet. Dann wolle man noch einmal über das weitere Vorgehen beraten. „Die fehlende Begründung lässt alles noch offen. Wir sehen mit der Quarantäneregelung des Landes Schleswig-Holstein nach wie vor die Grundrechte unserer Gäste als unangemessen beeinträchtigt an“, so der Bentour-Chef.

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SAS: Nur 600.000 Fluggäste im September

SAS Scandinavian Airlines gewährt Einblicke in die Verkehrszahlen: Gerade einmal 600.000 Passagiere beförderte die Fluggesellschaft im Monat September – 2,3 Millionen Menschen weniger als noch im Vorjahresmonat. Es fehle einfach das Auslandsgeschäft. Denn im Zuge der Corona-Krise sei die Nachfrage nach inländischen Reisen deutlich höher, wie die Airline in einem Rundschrieben mitteilt.    „Seit März, als fast der gesamte Flugverkehr zum Erliegen kam, haben wir langsam begonnen, unser Netzwerk wieder aufzubauen. Die Gesamtnachfrage hängt stark von den auferlegten Reisebeschränkungen ab. Im September wurden leider mehr Länder als „Rot“ eingestuft, was die Zahl der Passagiere gegenüber August etwas verringerte“, so Rickard Gustafson, CEO von SAS.

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Easyjet erwartet Mega-Verlust

Infolge der Coronavirus-Krise brach das Luftfahrtgeschäft wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Auch den Billigflieger-Riesen Easyjet hat es spürbar erwischt: Für das Geschäftsjahr ergibt sich vor Steuern ein um Sonderposten bereinigter Verlust von umgerechnet 895 bis 928 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen heute mit.Somit schließt Easyjet zum ersten Mal ein Finanzjahr mit einem Verlust ab, der es auch noch in sich hat.  Der Ausblick für das neue Geschäftsjahr bleibt unsicher, eine Prognose möchte Easyjet-Chef Johan Lundgren nicht abgeben. Die Lage rund um Corona sei höchst unübersichtlich. Zudem erschwere die schwache Ticketnachfrage infolge der Pandemie die Situation zusätzlich. Im laufenden Quartal bis Ende Dezember dürfte das Unternehmen deshalb auch nur rund ein Viertel seines üblichen Flugprogramms anbieten, heißt es weiter. Angesichts der angespannten Finanzlage wird eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre für das abgelaufene Geschäftsjahr immer unwahrscheinlicher – sogar der Verwaltungsrat rät davon ab. Neben Barreserven in der Höhe von über 2,5 Milliarden Euro steht ein großer Schuldenberg: Eigenen Angaben zufolge stieg die Nettoverschuldung auf 1,2 Milliarden Euro an.

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AUA-Winterflugplan: Nur ein Kurzauftritt in Zagreb

Austrian Airlines muss sich im bevorstehenden Winter noch wärmer anziehen. Aufgrund der schwachen Nachfrage musste die Lufthansa-Tochter den Winterflugplan zurechtstutzen. Direkt davon betroffen ist unter anderem der Flughafen Zagreb. Denn am 16. Oktober wird die Fluggesellschaft vorerst den letzten Flug zwischen den beiden Hauptstädten durchführen.  Nur um wenige Tage später den Staffelstab an den Star Alliance-Kollegen Croatia Airlines zu übergeben. Zwischenzeitlich musste der Flag-Carrier Kroatiens den Flugbetrieb einstellen, am 22. Oktober heben die Maschinen wieder in Richtung Alpenrepublik ab. Die AUA schaut trotz Corona dennoch kurz vorbei: Vom 18. Dezember bis zum 6. Jänner bedient man die Strecke kurzzeitig – dem Weihnachts-Geschäft zuliebe. Danach soll wirklich Schluss sein, mindestens bis März nächsten Jahres. Anders als Zagreb haben es aber andere Balkan-Staaten in den stark reduzierten Winterflugplan geschafft. Darunter Belgrad, Podgorica, Pristina und Skopje.

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IATA: Airlines verlieren 250 000 Euro im Minutentakt

Mit den erlassenen Reisebeschränkungen wächst auch die Unsicherheit in der Luftfahrtbranche. Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) warnt nun vor den Folgen und fordert mehr Unterstützung. Rot. An diese Farbe müssten sich die Fluggesellschaften gewöhnen. Denn laut einer Prognose der IATA schreiben die Luftfahrtunternehmen rote Zahlen und verbrennen 250 000 Euro – und dass pro Minute. Hochgerechnet auf sechs Monate wären das rund 65 Milliarden Euro, wie finanzen.at berichtet.  „Die Krise ist tiefer und dauert länger, als wir uns vorstellen konnten“, so IATA-Chef Alexandre de Juniac. „Wir müssen heute erneut Alarm schlagen.“ Konkret fordere man weitere staatliche Unterstützungen für die Branche. Denn die Hilfsprogramme würden bald auslaufen, gleichzeitig sei ein Ende der Krise nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Frühestens 2022 könne man erst wieder mit Gewinnen rechnen. Außerdem bekräftigt der Verband wiederholt den Einsatz von Corona-Schnelltestungen an Flughäfen, damit Quarantäne-Maßnahmen in Zielländern überflüssig werden.

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Beim Düsseldorfer Flughafen ist Sparen angesagt

Die zweite Corona-Welle bahnt sich an und Reisebeschränkungen nehmen zu. Leidtragende sind unter anderem die Flughäfen. Auch den Airport Düsseldorf hat es kalt erwischt. Dieser setzt nun alle Hebel in Bewegung und muss vor allem eines: Sparen. Nach einem leichten Anstieg der Passagierzahlen in den Sommermonaten folgte ein neuerlicher Rückschlag. Mitte September informierte Flughafen-Chef Thomas Schnalke über den Buchungseinbruch im Herbst. Auch während der Schulferien sei die Passagierzahl „nie über 30 Prozent des sonst üblichen Volumens“ hinausgegangen. Grund genug, um eine Sanierungsstrategie zu entwickeln. Dazu schloss man sich einer neuen Beraterfirma an. Mithilfe dieser wolle sich der Flughafen neue Einnahmequellen suchen und die aktuell zu hohe Kostenstruktur senken.  Und wie so oft in dieser Krise ist es die eigene Belegschaft, die zuerst dran glauben muss. Denn wie das Nachrichtenmagazin RP-Online berichtet, müssen mindestens 600 der insgesamt 2400 Mitarbeiter die Koffer packen und das Unternehmen verlassen. Diesem Vorhaben lehnt sich die Gewerkschaft entgegen und fordert eine arbeitnehmerfreundlichere Lösung. Einig sei man sich hingegen beim sogenannten „Freiwilligenprogramm“, frei nach dem Motto: wer mag, kann gehen. Jenen Angestellten soll dann auch eine angemessene Abfindung winken. Darüber hinaus wolle Flughafen-Chef Schnalke auch auf Frühpensionen setzen. Genaueres soll zu einem späteren Zeitpunkt publik gemacht werden.  Über Einnahmen kann sich der Airport dennoch freuen: Die NRW-Bank genehmigte erst kürzlich ein Darlehen in der Höhe von 250 Millionen Euro, wie das Nachrichtenblatt WDR berichtet.

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Die Flughafen Zürich AG investiert in Indien

Die Tinte ist trocken: Der Flughafen Zürich hat den Vertrag für den Bau und Betrieb des Hauptstadtflughafens Delhi unterschrieben. Noch vor Corona einigte man sich mit der indischen Regierungsbehörde, nun ist alles in trockenen Tüchern. Der neue Airport soll 80 Kilometer südlich des Stadtzentrums entstehen. Schon im nächsten Jahr beginnen die ersten Bauarbeiten – und werden voraussichtlich bis 2024 andauern. In einem ersten Schritt werde man laut eigenen Angaben 650 Millionen Franken investieren. Zudem habe man sich dazu verpflichtet, den Airport mindestens 40 Jahre zu betreiben.  Neben dem Projekt in Indien ist die Flughafen Zürich AG derzeit an acht Flughäfen in Südamerika beteiligt.

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Lufthansa verliert pro Monat eine halbe Milliarde Euro

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprüht angesprochen auf den Winter-Flugplan nicht gerade vor Optimismus. Das Gegenteil ist der Fall. „Wir sind froh, wenn wir im Winter auf 20 Prozent Auslastung kommen“, zitiert das Nachrichtenblatt Manager Magazin den Konzern-Chef am Tag der Deutschen Industrie.  Besorgniserregend sei auch der enorme Geldabfluss. Denn derzeit würde der mit staatlichen Milliardenhilfen am Leben gehaltene Luftfahrtkonzern noch immer eine ganze Million Euro verlieren. Und das alle 90 Minuten. Hochgerechnet verbrennt die Kranich-Airline eine halbe Milliarde Euro – pro Monat. Trotz der finanziellen Notlage: die Hoffnung stirbt zuletzt. So findet auch Spohr. Es sei „absolut“ sicher, dass die Lufthansa die Corona-Krise überstehen werde. 

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Finnair passt den Winterflugplan an die Nachfrage an

Auch die Lounge im Schengen-Bereich muss schließen. Finnair reagiert vorsichtig auf die sich fast tagtäglich ändernden Reisebestimmungen. Der Carrier wird vom 25. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 insgesamt 45 inländische und europäische Ziele mit reduzierten wöchentlichen Frequenzen auf fast allen Strecken bedienen. Waren es im letzten Jahr noch 350 Flüge pro Tag, stehen im Corona-Winter knapp 75 Flüge täglich auf dem Programm. Das Langstreckenangebot werde sich auf Tokio, Seoul, Hongkong, Shanghai, Nanjing und Bangkok beschränken, die auch wichtige Frachtziele sind. Passagiere werden nur auf der Strecke BKK-HEL geflogen. Die Flughäfen Singapur und New York sollen nur Fracht-Flieger anfliegen, wie es in einem Rundschreiben der finnischen Airline heißt. Darüber hinaus wird die Fluglinie aufgrund der geringeren Nachfrage ihre Lounge im Schengen-Bereich des Flughafens Helsinki vorübergehend schließen. Die Lounges auf der Non-Schengen-Seite sind bereits seit März geschlossen.

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