Fluggesellschaften

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Deutscher Luftverkehr fordert finanzielle Erleichterungen

Die deutsche Luftverkehrsbranche sieht sich weiterhin mit erheblichen strukturellen Herausforderungen konfrontiert und richtet daher einen dringlichen Appell an die neue Bundesregierung, bestehend aus Union und SPD. Joachim Lang, der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), äußerte in Nürnberg die Erwartung, daß politische Maßnahmen ergriffen werden, um den Standort Deutschland im internationalen Vergleich wieder attraktiver zu gestalten. Insbesondere im europäischen Kontext hinkt der deutsche Luftverkehr dem Erholungsniveau anderer Länder hinterher. Die Branche fordert daher substanzielle finanzielle Entlastungen, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen und einer weiteren Abwanderung von Kapazitäten entgegenzuwirken. Kernforderungen des BDL: Abschaffung der Luftverkehrssteuer und Kostensenkungen Im Zentrum der Forderungen des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft an die Bundesregierung steht die vollständige Abschaffung der Luftverkehrssteuer. Diese Steuer, die im Jahre 2011 eingeführt wurde, belastet jeden Abflug von einem deutschen Flughafen mit einem zusätzlichen Entgelt, dessen Höhe von der Entfernung des Zielortes abhängt. Ursprünglich als Beitrag zur Konsolidierung des Staatshaushaltes und zur Finanzierung anderer politischer Ziele gedacht, wird sie von der Luftverkehrsbranche seit langem als wettbewerbsverzerrendes Element kritisiert. Alternativ zur vollständigen Abschaffung fordert der BDL eine deutliche Reduzierung dieser Steuerlast. Darüber hinaus verlangt der Verband geringere Kosten für Luftsicherheit und Flugsicherung, da diese Gebühren in Deutschland im europäischen Vergleich als überdurchschnittlich hoch angesehen werden. Die Luftsicherheitskosten werden beispielsweise durch behördliche Auflagen und die Finanzierung des Sicherheitspersonals bestimmt, während die Flugsicherungsgebühren von der Deutschen Flugsicherung (DFS) für die Dienstleistungen im deutschen Luftraum erhoben werden. Eine Senkung dieser Posten würde die Betriebskosten der Fluggesellschaften an deutschen Standorten spürbar reduzieren und diese wieder attraktiver machen.

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Flying Blue feiert 20-jähriges Bestehen als beliebtes Treueprogramm

Das Treueprogramm Flying Blue, hervorgegangen aus der Zusammenlegung von Air France Fréquence Plus und KLM Flying Dutchman, feiert im Juni 2025 sein 20-jähriges Jubiläum. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat sich Flying Blue zu einem der größten und anerkanntesten Programme der Luftfahrtbranche entwickelt und zählt heute nahezu 30 Millionen Mitglieder weltweit. Ursprünglich für die Kunden von Air France, KLM und Aircalin konzipiert, erweiterte Flying Blue sein Netzwerk im Laufe der Jahre durch die Aufnahme weiterer Fluggesellschaften wie TAROM im Jahr 2010 und Transavia im Jahr 2013. Mittlerweile arbeitet das Programm mit annähernd 40 Fluggesellschaften und über 100 Partnerunternehmen zusammen. Dies ermöglicht den Mitgliedern, sowohl auf Reisen als auch im Alltag Meilen zu sammeln und einzulösen. Flying Blue hat in der jüngsten Vergangenheit mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter die Ehrung als „weltbestes Airline-Prämienprogramm“ durch den Spezialisten Point.me. Auch bei den Freddie Awards wurde das Programm als „Bestes Elite-Programm in Europa und Afrika“ gewürdigt. Diese Anerkennungen unterstreichen die Vorteile des Programms, den Kundenservice und die benutzerfreundliche Handhabung, welche zum Erfolg und zur Beliebtheit von Flying Blue beigetragen haben.

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Brüssel schlägt Rückschritt bei Fluggastrechten vor: EU-Rat stimmt für längere Wartezeiten bei Entschädigungen

Der Rat der Europäischen Union hat am Donnerstagabend für eine Änderung der Fluggastrechte-Verordnung (EC 261) gestimmt, die weitreichende Folgen für Millionen von Reisenden haben könnte. Künftig sollen Fluggesellschaften erst bei Verspätungen von vier beziehungsweise sechs Stunden zu Entschädigungszahlungen verpflichtet sein. Bislang galt diese Regelung bereits ab drei Stunden. Diese geplante Änderung würde dazu führen, daß 60 Prozent weniger Fluggäste einen Anspruch auf Entschädigung bei Verspätungen hätten, wodurch der Schutz von Fluggästen in ganz Europa drastisch reduziert würde. Die Reform, die nun im nächsten Schritt vor dem Europäischen Parlament diskutiert wird, stößt auf scharfe Kritik von Verbraucherschützern und Fluggastrechte-Experten. Tomasz Pawliszyn, CEO von AirHelp, bezeichnet die Entscheidung als „verheerenden Rückschlag für die Verbraucherrechte“ und warnt vor schwerwiegenden negativen Folgen für Reisende. Änderungen zugunsten der Fluggesellschaften: Längere Wartezeiten und gekürzte Entschädigungsbeträge Die wesentliche Änderung der Verordnung EC 261 betrifft die Schwelle, ab der Passagiere einen Anspruch auf Entschädigung haben. Während bisher eine Verspätung von drei Stunden ausreichend war, sollen es künftig vier Stunden für Kurz- und Mittelstreckenflüge sowie sechs Stunden für Langstreckenflüge sein. Die einzige Begründung, die die EU-Kommission für diesen drastischen Schritt anführt, ist die Behauptung, Fluggesellschaften würden bei Verspätungen ab drei Stunden eher dazu tendieren, Flüge zu streichen, anstatt Ersatzflüge zu organisieren, da sie ohnehin bereits die Entschädigungssummen zahlen müßten. Diese Argumentation wird von Experten wie Tomasz Pawliszyn als „völlig haltlos“ zurückgewiesen. Er argumentiert, daß keine Fluggesellschaft Flüge allein wegen möglicher Entschädigungszahlungen streichen würde. Im Gegenteil: Eine Annullierung verursacht für die Airline zusätzlich hohe Kosten, etwa für die Betreuung und

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China erwägt Großauftrag für Airbus: Europäischer Flugzeughersteller könnte bis zu 500 Maschinen verkaufen

China erwägt einem Bericht von Bloomberg zufolge, dem europäischen Flugzeughersteller Airbus einen Großauftrag über bis zu 500 Flugzeuge zu erteilen. Dieser Schritt würde die bereits starke Position von Airbus auf dem chinesischen Markt weiter festigen und die wachsende Verlagerung Chinas von Boeing hin zu Airbus unterstreichen. Die Verhandlungen über den möglichen Auftrag, der sowohl Schmalrumpf- als auch Großraumflugzeuge umfassen könnte, fallen mit einem geplanten Gipfeltreffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Peking im Juli zusammen, das das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union markiert. Chinas strategische Neuausrichtung: Ein möglicher Großauftrag für Airbus Die Gespräche über den potenziellen Auftrag werden als noch nicht abgeschlossen und in einem „fließenden“ Zustand beschrieben. Sollte der Auftrag jedoch zustande kommen, könnte er einen der größten Einzelaufträge in der Geschichte der zivilen Luftfahrt darstellen. Chinas stellvertretender Ministerpräsident He Lifeng besuchte im vergangenen Monat Frankreich, wo er unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden von Airbus, Guillaume Faury, zusammentraf. Dies deutet auf ein starkes Interesse Chinas an einer Vertiefung der Beziehungen zu Airbus hin. Die chinesischen Fluggesellschaften haben derzeit insgesamt 323 Flugzeuge bei Airbus bestellt, deutlich mehr als die 139 bei Boeing. Der bisher größte Einzelauftrag Chinas bei Airbus erfolgte im Juli 2022, als Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Shenzhen Airlines den Kauf von 292 Flugzeugen der A320-Familie vereinbarten. Der nun in Erwägung gezogene Auftrag könnte dieses Volumen noch übertreffen und, falls er sich der Marke von 500 Flugzeugen nähert, zu den größten jemals erteilten Aufträgen gehören. Es ist jedoch üblich,

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EU verschärft Flugsicherheitsliste: Alle Airlines aus Suriname und Tansania mit Flugverbot belegt

Die Europäische Union hat ihre Flugsicherheitsliste erneut aktualisiert und ein vollständiges Flugverbot für sämtliche Fluggesellschaften aus Suriname und Tansania verhängt. Diese Entscheidung, die am 3. Juni 2025 von der Europäischen Kommission bekanntgegeben wurde, basiert auf gravierenden Sicherheitsmängeln, die bei Fluglinien und den zuständigen Aufsichtsbehörden beider Länder festgestellt wurden. Mit dieser jüngsten Erweiterung steigt die Gesamtzahl der Airlines, denen der Betrieb im EU-Luftraum untersagt ist, auf 169. Die Maßnahme unterstreicht das konsequente Vorgehen der EU zur Gewährleistung hoher Sicherheitsstandards im internationalen Luftverkehr und sendet ein deutliches Signal an Nationen, deren Luftfahrtinfrastrukturen den globalen Anforderungen nicht genügen. Grundlage der Entscheidung: Mängel bei Aufsicht und Betrieb Die Entschließung der Europäischen Kommission, alle Fluggesellschaften aus Suriname und Tansania auf die sogenannte „Schwarze Liste“ zu setzen, stützt sich auf umfassende Bewertungen europäischer Luftfahrtsicherheits-Experten. Bei Überprüfungen in beiden Ländern wurden laut einer Mitteilung der EU-Kommission schwerwiegende Defizite festgestellt, die sowohl den regulatorischen als auch den operativen Bereich betreffen. Zu den kritisierten Mängeln zählten insbesondere ein spürbarer Mangel an qualifiziertem Personal, mangelhafte Aufsichtsstrukturen in den Bereichen Flugbetrieb und Lufttüchtigkeit sowie die Nichteinhaltung internationaler Sicherheitsvorgaben durch die zuständigen Behörden und die zertifizierten Fluggesellschaften. Dies umfaßt oft Schwachstellen in der Flugzeugwartung, der Pilotenausbildung und der Umsetzung grundlegender Sicherheitsprotokolle, wie sie von der International Civil Aviation Organization (Icao) als globale Standards festgelegt werden. Die Icao ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für die internationale Zivilluftfahrt, deren Richtlinien für die Sicherheit des Luftverkehrs weltweit maßgeblich sind. Die Entscheidung der Kommission basiert auf der einstimmigen Empfehlung des EU-Flugsicherheitsausschusses, der Mitte Mai in

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Walsh kritisiert die Politik scharf: Fehlende Unterstützung für nachhaltige Flugkraftstoffe gefährdet Klimaziele

Willie Walsh, Generaldirektor der International Air Transport Association (Iata), hat die internationale Politik und insbesondere die Europäische Union scharf kritisiert, weil sie beim Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) seiner Ansicht nach versagen. Auf der Jahrestagung der Luftfahrtorganisation, die vom 1. bis 3. Juni 2025 in Neu-Delhi stattfand, warf Walsh den Regierungen vor, trotz ambitionierter Zielvorgaben keinen tragfähigen politischen Rahmen zur Förderung von SAF zu schaffen. Er sprach von einem „grünen Betrug“ und warnte eindringlich, daß die Luftfahrtbranche ohne die dringend benötigte staatliche Unterstützung das für 2030 angestrebte Ziel zur Emissionsreduktion im Luftverkehr nicht erreichen könne. Walsh betonte, daß die Umsetzung der Klimaziele blockiert werde, da es an den nötigen industriepolitischen Impulsen fehle. Die zentrale Rolle von nachhaltigen Flugkraftstoffen Nach Auffassung der Iata stellen nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) derzeit den einzigen gangbaren Weg dar, um die Emissionen im Luftverkehr in nennenswertem Umfang zu senken. Trotz dieser elementaren Bedeutung hätten sich Politik und Regierungen laut Walsh weitgehend aus ihrer Verantwortung gezogen. Er erinnerte daran, daß von Beginn an klar gewesen sei, wie schwierig die Umstellung auf SAF ohne substanzielle staatliche Förderung werden würde. Regierungen hätten es bis heute versäumt, einen umfassenden und verläßlichen Rahmen zu schaffen, der es der Industrie ermöglichen würde, die gesteckten Ziele für 2030 zu erreichen. Die Iata hatte sich im Jahr 2021 dazu verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und SAF wird dabei eine entscheidende Rolle zugeschrieben. Die Europäische Union hatte im Rahmen ihres „Fit for 55“-Pakets und der „ReFuelEU Aviation“-Initiative verbindliche Quoten für die Beimischung von SAF zu konventionellem

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Streit um Fluggastrechte: Deutsche Luftfahrtlobby fordert längere Fristen für Entschädigungen

In der Debatte um die Rechte europäischer Flugpassagiere plädiert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) für eine deutliche Verlängerung der Fristen, nach denen Fluggesellschaften zu Entschädigungszahlungen verpflichtet sind. Der Verband unterstützt damit einen Vorschlag der Europäischen Kommission und fordert, daß Passagiere erst nach einer Verspätung von fünf Stunden anstatt der bisher geltenden drei Stunden einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung erhalten sollen. BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang argumentiert, daß Fluggesellschaften innerhalb dieser verlängerten Frist deutlich häufiger in der Lage wären, ein Ersatzflugzeug zu organisieren und die betroffenen Reisenden doch noch an ihr Ziel zu bringen. Dies würde letztendlich zu weniger Flugausfällen führen. Lang betont: „Die Leute wollen nicht 250 Euro in die Hand gedrückt bekommen, sondern sie wollen möglichst noch am selben Tag nach Hause kommen.“ Nach der derzeitigen Regelung würden Fluggesellschaften angesichts der drohenden zusätzlichen Strafzahlungen oft darauf verzichten, kurzfristig ein Ersatzflugzeug samt Besatzung anzumieten und zum Einsatzort zu schicken. Stattdessen würden die Passagiere auf spätere Flüge umgebucht, was laut Lang für die Betroffenen bedeuten könne, „daß die Passagiere dann möglicherweise ein oder sogar zwei Tage auf ihren Rückflug warten müssen.“ Verbraucherschützer und Justizministerin lehnen längere Fristen ab Die Pläne der Luftfahrtlobby stoßen jedoch auf heftigen Widerstand bei Verbraucherschützern und Fluggastportalen. Diese befürchten, daß eine Verlängerung der Fristen dazu führen würde, daß etwa 80 Prozent der betroffenen Passagiere keine Entschädigung mehr erhielten. Sie argumentieren, daß die derzeitigen Regelungen bereits einen angemessenen Ausgleich für die durch Flugverspätungen und -ausfälle entstehenden Unannehmlichkeiten darstellten und eine Aufweichung der Passagierrechte inakzeptabel sei. Auch die neue Bundesministerin

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Mumbai Airport ändert Zahlungsregeln – Protest von Fluggesellschaften

Der Flughafen Mumbai hat neue Zahlungsrichtlinien für Fluggesellschaften eingeführt, die bei den beiden größten indischen Fluglinien, IndiGo und Air India, auf Widerstand stoßen. Die Neuregelung sieht vor, daß Fluggesellschaften nun Barzahlungen als Sicherheit für Gebühren wie Lande- und Parkgebühren leisten müssen. Bisher waren stattdessen Bankbürgschaften üblich. Arun Bansal, Chef der Adani Airport Holdings, die eine Mehrheitsbeteiligung am Flughafen hält, begründete diesen Schritt mit den finanziellen Erfordernissen des Flughafens und dem Risiko von Zahlungsausfällen seitens der Fluggesellschaften. Er argumentierte, daß Fluglinien ihre Rechnungen oft erst nach Ablauf der Frist beglichen, während der Flughafen seinen eigenen finanziellen Verpflichtungen zeitnah nachkommen müsse. IndiGo und Air India, die zusammen einen Großteil des indischen Luftverkehrsmarktes kontrollieren, äusserten sich auf Anfrage von Reuters zunächst nicht zu der Angelegenheit. Laut einer informierten Quelle würden die neuen Regeln die beiden Fluggesellschaften zu Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt etwa 23 Millionen US-Dollar verpflichten. Der Flughafen Mumbai verzeichnete im vergangenen Jahr trotz eines Umsatzes von 461 Millionen US-Dollar einen Verlust von 71,11 Millionen US-Dollar.

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Leichtes Passagierwachstum, aber rote Zahlen bei Aeroflot: Die russische Luftfahrt im Spannungsfeld

Die russischen Fluggesellschaften verzeichneten im April dieses Jahres ein leichtes Wachstum ihrer Passagierzahlen. Nach Angaben der nationalen Luftfahrtbehörde Rosaviatsia wurden insgesamt 8,4 Millionen Passagiere transportiert, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres entspricht. Diese positive Entwicklung auf der Nachfrageseite steht jedoch im Kontrast zu den finanziellen Ergebnissen des Branchenprimus Aeroflot, der für das erste Quartal einen deutlichen Nettoverlust ausweisen musste. Aeroflot meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen bereinigten Nettoverlust von 3,4 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 38 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von mehr als sechs Milliarden Rubel erzielt. Trotz dieses Verlustes konnte Aeroflot seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 190,2 Milliarden Rubel steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich jedoch um 17,4 Prozent auf 49 Milliarden Rubel. Widersprüchliche Signale aus der russischen Luftfahrt Die von Rosaviatsia vermeldeten steigenden Passagierzahlen deuten auf eine anhaltende Nachfrage nach Flugreisen in Russland hin. Der moderate Zuwachs von 2,7 Prozent könnte verschiedene Ursachen haben, darunter eine Stabilisierung des Inlandsverkehrs oder möglicherweise eine begrenzte Wiederaufnahme internationaler Verbindungen zu befreundeten Staaten. Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß sich der russische Luftverkehr seit dem Beginn des Ukraine-Krieges und den darauf folgenden Sanktionen in einem stark veränderten Umfeld bewegt. Westliche Flugzeughersteller liefern keine neuen Maschinen oder Ersatzteile mehr, und der Luftraum vieler westlicher Länder ist für russische Fluggesellschaften gesperrt. Die Finanzzahlen von Aeroflot zeichnen ein differenzierteres Bild. Der gestiegene Umsatz deutet darauf hin, daß das

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Tuzla lockt Fluggesellschaften mit Subventionen für neue Strecken

Der Tourismusverband des Kantons Tuzla hat eine öffentliche Ausschreibung zur Vergabe von Subventionen an Fluggesellschaften veröffentlicht, die bereit sind, eine Basis am Flughafen Tuzla einzurichten oder neue Flugrouten von dort aufzunehmen. Ziel der Initiative ist es, die Fluganbindung der Stadt zu verbessern und den Tourismus in der Region anzukurbeln. Gesucht werden Fluggesellschaften, die Strecken bedienen, die seit mindestens zwölf Monaten nicht mehr angeflogen wurden. Besonders im Fokus stehen Ziele in Österreich, Deutschland, Frankreich, der Benelux-Region, Schweden sowie andere Destinationen, die für die touristische Entwicklung als strategisch wichtig erachtet werden. Die lokale Regierung hat für das erste Betriebsjahr (2025) Subventionen in Höhe von 615.000 Euro bereitgestellt, die von 2026 bis 2028 auf jährlich eine Million Euro steigen sollen. Fluggesellschaften erhalten sechs Euro pro ankommendem Passagier. Bewerben können sich Fluggesellschaften mit einem gültigen EU-Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC), die Flugzeuge mit mindestens 180 Sitzplätzen betreiben und über ein etabliertes Online-Ticketverkaufssystem verfügen. Interessierte Fluglinien müssen ihre Anträge innerhalb von fünf Tagen nach Veröffentlichung der Ausschreibung elektronisch und innerhalb von fünfzehn Tagen in Papierform einreichen. Diese Ausschreibung wurde bereits an mindestens drei potentiell in Frage kommende Fluggesellschaften per E-Mail versandt. Die Bewertung der Anträge erfolgt anhand der Anzahl der in Tuzla stationierten Flugzeuge, der Anzahl der vorgeschlagenen neuen Strecken und der Geschwindigkeit der Umsetzung.

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