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USO: Ryanair und Lauda sollen Kabinen mangelhaft reinigen

Die spanische Gewerkschaft USO übt seit einigen Wochen heftige Kritik an der Umsetzung der spanischen COVID-19-Schutzmaßnahmen durch die Fluggesellschaften Ryanair und Lauda. Insbesondere der Umstand, dass entgegen der lokalen Gesetzgebung keine FFP2-Masken an das fliegende Personal ausgegeben werden, führte bereits dazu, dass Beschwerden an die Luftfahrtbehörden und das Arbeitsinspektorat gerichtet wurden. USO kritisiert nun auch die Reinigungsprozesse der Ryanair Group, denn diese würden zwischen zwei Flügen auf die Reinigung durch Fachpersonal verzichten. Lediglich in der Nacht komme es zum ausführlichen Putzen und Desinfizieren der Kabinen. Das ist aus Sicht der Arbeitnehmervertreter in Zeiten von Corona zu wenig. Man verweist auch auf Mitbewerber, die sehr wohl zwischen zwei Flügen durch Fachpersonal reinigen lassen würden. Bei Lauda und Ryanair soll das Kabinenpersonal „ohne Reinigungsmittel, Schutzmittel und Schulung“ diese Aufgabe übernehmen. Seit 8. Juli 2020 gelten für alle Airlines, die ab Spanien tätig sind, verbindliche COVID-19-Sicherheitsvorschriften, die sich an den Empfehlungen der EASA orientieren. Diese sollen Ryanair und Lauda laut USO missachten. Besonders sauer stößt den Arbeitnehmervertretern auf, dass anstatt der vorgeschriebenen FFP2-Masken nun wiederverwendbare MNS-Masken, die in China produziert wurden und keine Zulassung in Europa haben sollen, an das Personal ausgegeben werden. An Bord soll es nicht einmal gegen Geld Austauschmasken für Passagiere geben. Die EASA empfiehlt in diesem Zusammenhang, dass Airlines solche bereithalten sollen. Davon, dass diese für die Passagiere gratis sein müssen, ist jedoch keine Rede. Die Gewerkschaft USO kritisiert weiterhin, dass trotz einer bereits bei den zuständigen Behörden eingebrachten Beschwerde der Bordverkauf nicht reduziert wurde. Weiterhin werden Duty-Free-Artikel angeboten.

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Österreich überlegt Einreise-Voranmeldung

Österreich plant die Einführung eines Pre-Travel Clearance Systems, das sich vom Grundsatz her an jenem, das Griechenland bereits praktiziert, orientieren soll. Dies kündigte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in einer Pressekonferenz an. Mehr als der „Arbeitstitel“ steht jedoch noch nicht fest. Derzeit ist geplant, dass die Voranmeldungen nur für Einreisen, die aus Corona-Risikogebieten (laut Einstufung der österreichischen Behörden) erfolgen sollen. Wie dies genau ausgestaltet sein wird, ist noch völlig offen. Nehammer meinte, dass es noch einige Fragen hinsichtlich des Datenschutzes und der genauen Umsetzung zu klären gilt. Auch einen Termin für den Start konnte der Innenminister nicht nennen. Karl Nehammer verwies darauf, dass derzeit die Verstärkung der Kontrollen, die gezielt auf Reisende, die vom Balkan zurückkehren, ausgelegt sind. Künftig darf nicht „jeder“ PCR-Test vorgelegt werden, sondern anerkannt werden nur noch jene, die von Laboren, die von Österreich auf eine Liste der zugelassenen Institute gesetzt werden. Damit will man Missbrauch mit gefälschten Testungen eindämmen. Auch soll bei Balkan-Rückkehrern die Quarantäne scharf kontrolliert werden. Seit Dienstag sind sämtliche Fluggesellschaften mittels NOTAM angewiesen, dass diese bei Flügen, die aus vom Außenministerium als Risikogebiet eingestuften Gebieten durchgeführt werden, von ihren Passagieren Daten erheben und auf Anfrage an die Behörden weiterleiten. Die Datensätze müssen 28 Tage vorgehalten werden. Erhoben werden: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft, Ort des Abflugs, Abflugs- und Ankunftszeit, Einreisepunkt in Österreich, Gesamtanzahl der Passagiere und die Flugnummer.

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Malta Air schließt Bases, Lauda ist Ryanair Austria

Aus Lauda ist Ryanair Austria geworden – zumindest in den Social-Media-Kanälen, denn diese wurden in den letzten Tagen auf die Marke Ryanair Austria „umgeflaggt“. Sämtliche Logo-Icons erscheinen nun nicht mehr in rot-weiß, sondern in blau-gelb. Während die Schließung des Lauda-Standorts Stuttgart bereits beschlossene Sache ist, knirscht es bei der Konzernschwester Malta Air in Deutschland ebenfalls. Nachdem der neue Tarifvertrag, der insbesondere für die Piloten niedrigere Löhne vorsieht, von den Gewerkschaftsmitgliedern abgelehnt wurde, sollen nun Massenentlassungen und Schließungen von Bases erfolgen. Nach Angaben der Vereinigung Cockpit stimmten nur 49,4 Prozent der deutschen Malta-Air-Piloten für den neuen Tarifvertrag. „Sie stützen damit die Auffassung des Vorstands der Vereinigung Cockpit e.V., wonach die geforderte tarifliche Vereinbarung das Potenzial gehabt hätte, sowohl den betroffenen Mitgliedern bei Malta Air als auch der gesamten Pilotenschaft deutschlandweit zu schaden. Der Vorstand erachtete zudem die Dauer der angebotenen Beschäftigungssicherung bis März 2021 vor dem Hintergrund geforderter langfristiger, bis 2024 beabsichtigter Einschnitte als unzureichend“, so die VC in einer Aussendung. „Kurios: Produktivitätssteigernde Maßnahmen würden dazu führen, dass mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entbehrlich werden würden. Der angebliche Personalüberhang im Cockpit hätte sich allein deshalb noch verfestigen können. Besonders kurios: Neueinstellungen will sich der Arbeitgeber in dieser Gemengelage zu nochmals weiter herabgesetzten Bedingungen offenhalten. Das wäre ihm von Nutzen gewesen, immerhin hat Ryanair kürzlich wieder angekündigt, ihre Chancen im deutschen Markt wahrnehmen zu wollenund auch für die derzeit neu zu vergebenden Start- und Landerechte in Frankfurt am Main und in München mitbieten zu wollen.“

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Stuttgart: Lauda-Chefs warnen vor „wildem Streik“

Die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda scheint offenbar darüber besorgt zu sein, dass die Basis Stuttgart den Flugbetrieb lahmlegen könnte und sich dabei am “wilden Streik” von Tuifly orientieren könnte. In einem vorliegenden Anschreiben droht man den Beschäftigten, die man ohnehin bereits gekündigt hat, dass diese bei Aktionen, beispielsweise “Fake-Krankschreibungen” fristlos entlassen werden und die Kosten von Flugausfällen gerichtlich eingefordert werden. Die Stimmung unter den Stuttgarter Lauda-Beschäftigten dürfte ohnehin bereits am Boden sein, so dass die Einleitung des Vorliegenden Anschreibens, dass man dafür dankt, dass am Freitag die Morgenwelle pünktlich abgeflogen ist, regelrecht absurd anmutet. Man habe aber Wind davon bekommen, dass einige Noch-Beschäftigte der Basis Stuttgart den Betrieb mit “Massenabwesenheit” oder “Massenkrankenständen” lahmlegen wollen. Man fordert dazu auf, dass bis zum Schluss professionell Dienst nach Vorschrift geleistet werden soll. Alles andere hätte Konsequenzen. Schuld sind an der Misere – so die Darstellung der Lauda-Geschäftsführer – die Stuttgarter Piloten, die die neuen Konditionen mehrheitlich abgelehnt haben. Einen neuen Job in Wien, Düsseldorf oder Palma hat man nicht für sie doch es wird ernsthaft empfohlen eine Bewerbung an die Leiharbeitsfirma Crewlink zu richten. Diese könne eventuell den einen oder anderen Piloten als “Springer” ohne feste Base beschäftigen. “Es ist nicht akzeptabel, dass Lauda die Besatzungen, vor allem die Piloten, für diese Entscheidung verantwortlich macht. Ihr unkooperativen Verhalten zeigt nur, dass diese Entscheidung wahrscheinlich bereits getroffen wurde, noch bevor die Mitarbeiter die Möglichkeit hatten, ihre Meinung zu den neuen Bedingungen zu äußern. Diese Entlassungen jetzt den Kapitänen anzulasten, ist ekelhaft und inakzeptabel: Lauda

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AUA streicht Chicago wieder

Die zuletzt ausgesprochenen Landeverbote haben nicht nur direkte Auswirkungen auf den Flugplan der AUA. Davon betroffen ist auch das Langstreckenprogramm, welches im Juli schrittweise wieder hochgefahren werden sollte. Denn nun streicht der Carrier 14 Flüge nach Chicago. Konsequenzen habe das für nahezu 30.000 Fluggäste. Bis zu 70 Prozent davon seien Umsteiger am Austrian-Drehkreuz in Wien, wie aero.de berichtet. Alles in allem setzt man alle Flugverbindungen nach Belgrad,  Bukarest, Podgorica, Pristina, Sarajevo, Sibiu, Skopje, Sofia, Tirana und Varna aus. Darüber hinaus wird man außerhalb der Balkanregion neben Chicago auch Cairo, Kiew, London und Stockholm nicht mehr anfliegen.

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Wien: Wizzair nimmt Palma auf

Die Wizz Air macht da weiter, wo sie aufgehört hat: Ab dem 6. August startet ab Wien eine neue Verbindung nach Palma de Mallorca. Damit erweitert der Low Cost Carrier das Streckennetz um eine weitere Destination. Die Route wird täglich mit einem Airbus A321 bedient. „Es ist mir eine große Freude, die Aufnahme der neuen Strecke von Wien nach Palma de Mallorca bekannt zu geben. Die heutige Ankündigung unterstreicht unser langfristiges Engagement in Wien und für den österreichischen Aviation-Markt. Unser Ziel ist es, unseren österreichischen Passagieren immer mehr günstige Reisemöglichkeiten zu bieten. Wir laden alle Reisenden ein, diese und andere großartige europäische Destinationen, mit einer der jüngsten und modernsten Flugzeugflotten zu entdecken und die günstigen Tarife und Services an Bord von Wizz Air zu genießen“, so Andras Rado, Corporate Communications Manager bei Wizz Air. Die neue Route wird ab 6. August 2020 einmal täglich angeboten. Allerdings muss der Carrier aufgrund der Landeverbote, die seitens der Republik Österreich aufgrund der Corona-Pandemie ausgesprochen wurden, zahlreiche Routen pausieren bzw. angekündigte Neuaufnahmen abermals verschieben. Betroffen ist insbesondere das umfangreiche Balkan-Angebot von Wizzair ab Wien und Salzburg.

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AUA übt Kritik an Landeverboten

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines muss aufgrund der massiven Ausweitung des Landeverbots für Passagierflüge zahlreiche Destinationen temporär streichen bzw. kann diese nicht wie ursprünglich geplant aufnehmen. Betroffen sind die Ziele Belgrad, Bukarest, Kairo, Kiew, London, Podgorica, Pristina, Sarajevo, Sibiu, Skopje, Sofia, Stockholm, Tirana und Varna. Die Landeverbote werden auch Auswirkungen auf das restliche Streckennetz von Austrian Airlines haben, da viele Transferpassagiere auf den betroffenen Routen reisen. Diese werden auf Folgeflügen fehlen, zum Beispiel in die USA. „Wir haben natürlich Verständnis dafür, dass Gesundheit oberste Priorität in der aktuellen Situation hat. Es bleibt gemeinsames Ziel, die Pandemie einzudämmen. Allerdings sind pauschale Reiseverbote für ganze Länder – und das mit extrem kurzem Vorlauf – für uns und unsere Gäste eine enorme Herausforderung. Wir plädieren für eine einheitliche und stabile Reisepolitik innerhalb der EU, um den Standort Wien als Verkehrsknotenpunkt nicht nachhaltig zu schwächen. Geschäftsreisende und andere Transferpassagiere werden ansonsten andere Wege finden, um auf die Langstrecke zu kommen“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Wir wollen und müssen gemeinsam mit Behörden und Flughafen schnellstens eine Lösung für den Transferverkehr finden, um unkontrollierte Einreisen zu verhindern“, so der Austrian Airlines Vorstand weiter.

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Commerzialbank-Skandal trifft auch Aviation-Mitarbeiter

Viele burgenländische Flughafen- und Airline-Mitarbeiter sind Kunden der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG, die von der Finanzmarktaufsicht geschlossen wurde. Die Einlagensicherung greift nun und Gelder bis 100.000 Euro sollen so rasch wie möglich erstattet werden. Die Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG wurde aufgrund des Verdachts auf Bilanzfälschung mittels Bescheid der Finanzmarktaufsicht unter Zwangsverwaltung gestellt. Die Leitung obliegt nun einem von der Behörde eingesetzten Regierungskommissar. Dem Kreditinstitut wurde der Geschäftsbetrieb mit sofortiger Wirkung untersagt. Dem aktuellen Informationsstand nach wird die Regionalbank abgewickelt und dichtgemacht. Zahlreiche burgenländische Airline- und Flughafenmitarbeiter sind eigenen Angaben nach Kunden der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG und daher von den behördlichen Maßnahmen, die seitens der Finanzmarktaufsicht erlassen wurde, betroffen. Derzeit ist der Geschäftsbetrieb per Bescheid der FMA untersagt. Das bedeutet, dass keinerlei Bankgeschäfte (z.B. Einzahlungen, Auszahlungen, Überweisungen, Lastschriften, Bankomatabhebungen oder Bankomat- und Kreditkartenzahlungen) gestattet sind. Einfach gesagt: Die betroffenen Kunden können momentan über ihr Geld nicht verfügen. Laut Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil wird die Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG nicht fortgeführt. Das Unternehmen wird nun abgewickelt und liquidiert. Die Gelder der Kunden sind über die staatliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Person (auch bei Unternehmen, Vereinen, Gemeinden und anderen juristischen Personen) abgesichert. Die Einlagensicherung wird nun so rasch wie möglich den Commerzialbank-Kunden einen eigenhändigen Brief mit allen zur Auszahlung notwendigen Informationen, insbesondere einem Web-Login, über den eine Bankverbindung zu Ausbezahlung bekanntgegeben werden muss, schicken. Das Gesetz sieht vor, dass ab dem heutigen Tag innerhalb von 15 Tagen die Kunden bis 100.000 Euro entschädigt werden müssen. Ab Abgabe

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Wien verzeichnet fettes Corona-Minus

Im Juni 2020 konnte der Flughafen Wien wieder einen leichten Aufwind verzeichnen, doch liegt man auch weiterhin um 95,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt zählte man 138.124 Fluggäste. Im ersten Halbjahr 2020 nutzten 5,1 Millionen Reisende den größten Flughafen Österreichs – ein Minus um 65,3 Prozent. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm im Juni 2020 um 94,7% ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 97,5% zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im Juni 2020 ein Minus von 89,9%. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 34,9% im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Juni 2020 um 94,7%, nach Osteuropa um 94,8%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 100% zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 99,0%. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 98,7%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im Juni 2020 um 98,3% zurück. Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im Juni 2020 um 99,5% zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 99,0%.

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AUA flottet OE-LGB aus

Nach rund 20 Jahren Einsatzzeit wird am Mittwoch eine DHC Dash 8-400 ihre Heimreise nach Kanada antreten. Am Mittwoch verlässt die OE-LGB als nächstes Flugzeug die aktive DHC Dash 8 Flotte der Austrian Airlines in Richtung Kanada. Hierbei wird die „Tirol“ über zwei Tage lang als OS1481 von Wien aus (Start 09:00 Uhr) mit Zwischenstopp in Glasgow International, Reykjavik und Narsarsuaq nach St. John’s überstellt. Mit der Auslieferung im Mai 2000 an Tyrolean war die „Golf Bravo“ nicht nur die erste DHC Dash 8-400 Österreichs, sondern auch das bis heute nach 20 Jahren am längsten operierende Flugzeug dieses Typs in Europa. Dieser Beitrag wurde von Maximilian Gruber für Aviation.Direct verfasst.

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