Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Nice Air: Nächstes Island-Startup will abheben

Unter dem Markennamen Nice Air will in Island ein weiteres Startup abheben. Zunächst will man aber ohne eigene Flotte loslegen. Mit einem gecharterten Airbus A319 will man Ziele in Spanien, Dänemark und UK anbieten. Hinter dem Projekt steht der Eigentümer des Rundflugunternehmens Circle Air. Gegründet wurde Nice Air bereits Anfang des Jahres 2020, jedoch verpasste die Corona-Pandemie den Plänen zunächst einen Dämpfer. Man ging es langsamer an, denn bedingt durch die Krise war die Nachfrage ohnehin recht gering. Starten will man nicht ab Keflavik, sondern ab Akureyri. Der Norden Islands gilt im internationalen Flugverkehr als stark unterversorgt. Genau das will Nice Air ändern und diesen nonstop mit zahlreichen Zielen in Europa verbinden. Der Erstflug ist für den 2. Juni 2022 angekündigt, jedoch gibt man sich hinsichtlich des Flugziels noch bedeckt. Selbst fliegen kann man noch nicht, denn ein eigenes AOC und eine eigene Betriebsgenehmigung hat man noch nicht in der Tasche. Diese will man aber erlangen, denn die Charterlösung soll nur als Überbrückung für den Anfang dienen. Die Identität des Operating Carriers wollen die Verantwortlichen noch nicht preisgeben. Allerdings gibt es mittlerweile nur noch wenige ACMI- und Charteranbieter, die den Maschinentyp Airbus A319 im Portfolio haben.

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Embraer schickt E175-E2-Entwicklung in dreijährige Pause

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer pausiert die Entwicklung des Musters Embraer 175-E2 für rund drei Jahre. Dies gab der Vorstand nach umfangreichen Beratungen am Freitag bekannt. Hintergrund ist unter anderem, dass sich das E1-Modell in den USA weiterhin gut verkauft. Während für Embraer die größeren Modelle E190-E2 und E195-E2 ein regelrechter Verkaufsschlager sind, erwiesen sich E170-E2 und E175-E2 als regelrechte Ladenhüter. Allerdings kann man den E175-E1 in den USA weiterhin gut verkaufen. Das liegt unter anderem an diversen Scope-Klauseln, die Gewerkschaften mit den großen Playern geschlossen haben. Diese lassen Regionaljets von Subunternehmern bis maximal 76 Sitzplätzen zu. In genau dieses Segment fällt der Embraer 175-E1, so dass das anhaltende Marktinteresse in den Vereinigten Staaten zu erklären ist. Der brasilianische Hersteller will das Nachfolgemodell aber nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern zwischen 2027 und 2028 in die Luft bringen. Die Entscheidung des Vorstands führt also zu rund drei Jahren Verspätung.

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Gericht: Airbus darf Qatar-A321neo-Lieferslots vorerst nicht neu vergeben

Golfcarrier Qatar Airways konnte in Sachen der seitens Airbus stornierten Bestellung über 50 A321neo einen Etappensieg erzielen. Ein britisches Gericht untersagte, dass der Hersteller die Lieferslots an andere Kunden vergeben darf. Der Vertrag zwischen den beiden Unternehmen enthält die Klausel, dass im Falle von Streitigkeiten der Gerichtsstand Vereinigtes Königreich als vereinbart gilt. Aus diesem Grund zog Qatar Airways unmittelbar nach der herstellerseitigen Annullierung der Großbestellung in UK vor Gericht. Das Gericht untersagte in erster Instanz, dass Airbus die Kündigung wie gedacht vollziehen darf. Vorerst muss man die Lieferslots weiterhin für Qatar Airways reserviert halten. Der Flugzeugbauer wollte diese eigentlich für andere Kunden verwenden, da man an den Golfcarrier nicht mehr liefern möchte. Es handelt sich aber nur um einen Etappensieg für Qatar Airways, denn inhaltlich halt sich das britische Gericht noch nicht mit der Angelegenheit befasst. Es handelt sich daher nur um einen vorläufigen Rechtsschutz bis zum nächsten Verhandlungstermin. Dieser ist für den 4. April 2022 anberaumt. Qatar Airways erklärte unter anderem gegenüber Al Jazeera, dass man dann eine Einstweilige Verfügung beantragen wird. Auch in Sachen Airbus A350, der eigentlichen Kernursache des Streits, trifft man sich vor Gericht und zwar am 26. April 2022.

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Miami: Helikopter vor Badestrand abgestürzt

Am U.S.-amerikanischen Miami Beach ist es zum Absturz eines Helikopters gekommen. Wie Videoaufnahmen einer Standkamera, die von der Exekutive veröffentlicht wurden, zeigen, hatten die Badegäste viel Glück. Der Hubschrauber in unmittelbarer Ufernähe zu einem rege besuchten Strand ins Meer gestürzt. Laut Polizei wurden dabei zwei Menschen verletzt. Diese wurden ins Krankenhaus gebracht und sollen sich in einem stabilen Zustand befinden. Ersten Angaben nach soll der Umstand, dass das Fluggerät nicht auf die Menschenmenge am Stand gestürzt ist, auf das Verhalten des Piloten zurückzuführen sein. Dieser habe eine mögliche Katastrophe dadurch verhindert, in dem er im Rahmen der offensichtlich nur noch sehr beschränkten Kontrollmöglichkeiten den Aufschlag im Meer schaffte. Warum der Helikopter die Kontrolle verloren hat, ist unklar. Unfallermittler der NTSB wurden bereits aufgenommen. Den Insassen des Fluggeräts kamen Badegäste binnen weniger Sekunden zur Hilfe und halfen diesen aus dem havarierten Helikopter. Auch durch dieses mutige und sofortige Handeln hat der Absturz lediglich zwei Verletzte, die laut Polizei in einem stabilen Zustand sein sollen, zu verzeichnen.

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Düsseldorf: Chaotische Zustände wegen EDV-Ausfall bei Eurowings

Am Düsseldorfer Flughafen ist es am Sonntagnachmittag zu chaotischen Zuständen gekommen. Die EDV-Systeme, die seitens der Fluggesellschaft Eurowings genutzt werden, standen nicht zur Verfügung. Die Abfertigung musste manuell durchgeführt werden. Boardkarten und Gepäck-Tags wurden mit dem Kugelschreiber ausgestellt. Die Folge aus dieser Panne waren zum Teil enorm lange Warteschlangen, denn Augenzeugenberichten nach soll pro Flug nur ein einziger Check-in-Schalter für die Abgabe von Koffern bzw. den Check-in zur Verfügung gestanden haben. Auch Bordkarten, die online ausgestellt wurden, sollen zumindest teilweise nicht funktioniert haben. Eurowings räumte gegenüber der Bildzeitung ein, dass es in Düsseldorf „technische Unregelmäßigkeiten“ gegeben hat. Ein Sprecher: „Aktuell gibt es ein technisches Problem bei der Check-In- und Boarding-Software. Bereits zwischen 13.40 und 14.25 Uhr kam es zu einem ähnlichen Problem. Wir arbeiten daran“. Gegen 18 Uhr 00 wären die Probleme behoben worden, jedoch sammelten sich bis dahin beachtliche Verspätungen an. Offiziellen Angaben nach habe man aber keinen Flug streichen müssen. Unklar ist allerdings wie viele Passagiere aufgrund der EDV-Panne ihren Abflug verpasst haben. Hierzu gibt es noch keine offiziellen Zahlen. Ein nicht näher genannter Passagier erhob gegenüber der Bildzeitung den Vorwurf, dass das Personal des von Eurowings beauftragten Ground-Handling-Unternehmens aus „Zeitgründen“ die Corona-Unterlagen nicht geprüft habe. Dazu erklärte ein Eurowings-Sprecher: „Natürlich sind sie angehalten, die Nachweise auf jeden Fall zu überprüfen. Wir nehmen die Sache ernst und werden es intern klären“.

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Eurowings Europe wird nach Malta „ausgeflaggt“

Der Lufthansa-Konzern folgt dem Beispiel von Mitbewerbern wie Ryanair und gründet auf Malta einen neuen Flugbetrieb. Dieser trägt den Namen Eurowings Europe Ltd. und wird mit maltesischem AOC abheben. Dies geht aus einem internen Rundschreiben, das an die Belegschaft geschickt wurde, hervor. Es soll auch ziemlich schnell gehen, denn bereits im Winterflugplan 2022/23 soll die neue Fluggesellschaft abheben Sukzessive sollen dann Flugzeuge auf das maltesische AOC umgemeldet werden. Die Begründung der „Umflaggung“ nach Malta erinnert Eins zu Eins an Malta Air bzw. Lauda Europe: Man wolle die komplizierte Doppelbesteuerung für die Beschäftigten vermeiden. Zunächst ist die österreichische Eurowings Europe GmbH betroffen. Deren momentane Flugdienstleistungen sollen von der maltesischen Eurowings Europe Limited übernommen werden. Allerdings ist auch eine größere Lösung möglich, denn der Malta-Ableger würde es auch ermöglichen, dass dieser die Flugtätigkeit von Eurowings Deutschland im großen Stil übernehmen könnte. Die Folge draus wäre: Bisherige Tarifverträge wären nicht mehr anwendbar und Eurowings Europe Ltd. könnte ganz ohne deutsche Tarifverträge bei Null loslegen. Noch ist aber nur die Rede davon, dass die Bases im Ausland auf das maltesische AOC umgestellt werden sollen. Genau das versucht Eurowings im Rundschreiben aber zu zerstreuen. Es soll sich für die Beschäftigten nur wenig ändern, denn die Bases, Verträge und so weiter sollen gleichbleiben. Der Verwaltung von Eurowings Europe GmbH geht es aber an den Kragen, denn diese wird künftig eigentlich auf Malta benötigt. Man prüft derzeit, ob diese in einer Art „Home Office im Office“ von Schwechat aus für die neue Firma arbeiten können. Entschieden ist

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Atlas Air fliegt mit zwei Boeing 747-8F für Kühne+Nagel

Die U.S.-amerikanische Atlas Air wird ab dem dritten Quartal 2022 mit Boeing 747-8F im Auftrag der Spedition Kühne+Nagel fliegen. Laut Erklärung handelt es sich um die beiden letzten Einheiten, die von Boeing hergestellt werden. Die erste Boeing 747-8F soll ab dem dritten Quartal 2022 für Kühne+Nagel eingesetzt werden. Im vierten Quartal 2022 kommt eine zweite, baugleiche Maschine ins Charter für den Logistiker. Betrieben werden die beiden Langstrecken-Frachter durch Atlas Air. „Als Marktführer in der Luftfracht baut Kühne+Nagel sein dediziertes Charternetzwerk weiter aus, um Kunden mit Lösungen für langfristige Planung und qualitativ hochwertigen Service zu unterstützen. Wir sind stolz darauf, mit Atlas Air zusammenzuarbeiten und diese beiden neuen Boeing 747-8F in unser bereits umfangreiches globales Kapazitätsangebot aufzunehmen“, so Yngve Ruud, Vorstandsmitglied der Spedition. „Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Kühne+Nagel auszubauen, indem wir dedizierte Kapazitäten für ihr wachsendes globales Luftfrachtnetzwerk bereitstellen“, sagte John W. Dietrich, President und Chief Executive Officer von Atlas Air Worldwide. „Die Boeing 747-8F spielt eine unglaublich wichtige Rolle in der globalen Luftfracht, mit fortschrittlicher Technologie, die einen geringeren Treibstoffverbrauch, eine höhere Kapazität und eine einzigartige Bugladefähigkeit ermöglicht. Wir freuen uns darauf, diese beiden 747 in Empfang zu nehmen und sie für Kühne+Nagel zu betreiben, um ihr Netzwerk für die kommenden Jahre zu unterstützen.“

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Mailand-Linate: German Airways fliegt mit zwei E190 für ITA Airways

Die deutsche Fluggesellschaft German Airways wird ab Ende März 2022 mit zwei Regionaljets des Typs Embraer 190 im Auftrag von ITA Airways fliegen. Die Maschinen kommen unter anderem nach London-City, Luxemburg und Genf zum Einsatz. German Airways wird die beiden Embraer 190 ab Mailand-Linate für ITA Airways betreiben. Bei diesen Flughäfen und Zielen sind die Rentabilität und die Betriebsbedingungen durch kleinere Flugzeuge gewährleistet. Das erklärt auch die Wahl der Embraer E190 der German Airways. Der Flugzeugtyp ist derzeit nicht in der Flotte von ITA Airways vorhanden. Es handelt sich um den ersten langfristigen Wetlease-Auftrag, den die junge italienische Fluggesellschaft in ihrer Firmengeschichte abgeschlossen hat. Die bei Alitalia vormals vorhandenen Embraer 190 – betrieben durch Cityliner – wurden nicht übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass ITA mit uns zusammenarbeitet. Wir können dabei von dem exzellenten Ruf profitieren, den wir uns hart erarbeitet haben: Wir sind als sehr zuverlässiger Dienstleister mit großem Know-how in der Branche bekannt. Mit ITA kommt eine weitere große europäische Fluggesellschaft zu unserem Kundenkreis hinzu, zu dem bereits renommierte europäische Airlines gehören“, so German-Airways-Chefin Maren Wolters.

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Lufthansa: Noch keine Lösung für Germanwings-Piloten

Die Lufthansa Group verzeichnet derzeit nur rund die Hälfte der Passagiere, die man im ersten Quartal des Jahres 2019 hatte. Dennoch sieht man deutliche Zeichen der Erholung und will auf betriebsbedingte Kündigungen von Piloten verzichten. Über ein so genanntes Freiwilligenprogramm baute Lufthansa Flugzeugführer ab. Der Carrier will auch Copilotinnen und Copiloten die Gelegenheit zum freiwilligen Ausscheiden anbieten. Außerdem können auch kollektive Teilzeitvereinbarungen den bestehenden Personalüberhang lösen. Lufthansa steht dazu mit den Sozialpartnern weiterhin im Austausch. Im Ausblick darauf verzichtet Lufthansa Airlines auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen für das Cockpitpersonal. „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet, betriebs­bedingte Beendigungskündigungen im Cockpit unserer Kernmarke –  trotz der gravierenden Auswirkungen der Pandemie – abwenden zu können. Es ist ein großer Erfolg, dass uns das gelungen ist“, erklärt Personalvorstand Michael Niggemann. Kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie wurde der Germanwings-Flugbetrieb geschlossen. Lufthansa erklärt, dass ein Teil der Piloten noch bis zum 31. März 2022 zu Eurowings wechseln kann. Für 80 weitere sollen Jobs bei Lufthansa in München angeboten werden. Für die noch verbliebenen Pilotinnen und Piloten werden aktuell Lösungen gesucht, um auch ihnen eine Perspektive auf Weiterbeschäftigung in einem bestehenden oder neu zu gründenden Flugbetrieb der Lufthansa Group zu bieten. Die sich weltweit erholende Nachfrage im Luftverkehr führt langfristig wieder zu deutlich besseren Perspektiven für Arbeitsplätze im Cockpit – innerhalb und außerhalb der Lufthansa Group. Daher startet die neue Flugschule der Lufthansa Group unter dem Dach der Lufthansa Aviation Training im Sommer 2022 die Ausbildung junger Pilotinnen und Piloten. Die rund 24-monatige

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Schweiz: Alkoholkontrollen für Luftfahrtpersonal gesetzlich verankert

Alkohol am Steuer ist überhaupt keine gute Idee und schon gleich gar nicht im Cockpit eines Verkehrsflugzeugs, im Tower oder als Flugbegleiter. Die Schweiz verschärft nun die Rechtslage, die es ab Mai 2022 ermöglichen wird, dass ähnlich wie im Straßenverkehr unangekündigte Alkoholkontrollen durchgeführt werden können. Keine Branche ist vor Alkohol sicher, denn aus den verschiedensten Gründen greifen Menschen zur Flasche. Sei es Probleme im Leben oder aber einfach nur eine Feier in der Nacht vor dem Dienstantritt. Das zuletzt genannte Szenario ist zum Glück der häufigere Fall, der Mitarbeitern in der Luftfahrt unangenehme Konsequenzen bescheren kann. Leider wird immer wieder unterschätzt, dass der Körper für den Abbau von Alkohol länger braucht als man denkt. Es wäre aber unfair Luftfahrtmitarbeiter als regelrechte „Alkis“ darzustellen, denn gefühlte 99,99 Prozent erscheinen stets nüchtern zum Dienst. Leider gibt es genau wie in anderen Branchen immer wieder Ausnahmen, die zumeist darauf basieren, dass nicht bedacht wird, dass ein paar Cocktails bei der Party ein paar Cocktails zu viel sein können. Menschen, die alkoholabhängig sind, gibt es leider überall, auch in der Luftfahrt. Das Verantwortungsbewusstsein ist in der Branche generell sehr hoch, so dass offensichtliche Fälle zumeist unter Kollegen ohne großes Aufsehen geregelt werden. Es kommt in Europa nicht oft vor, dass alkoholisierte Luftfahrtmitarbeiter fliegen oder im Tower sitzen. Die meisten Arbeitgeber haben eine strikte 0,0-Promille-Regel und Verstöße dagegen können zur fristlosen Entlassung führen. Dennoch überlassen einige Luftfahrtbehörden nichts dem Zufall und ordnen unangekündigte Kontrollen an. Es ist definitiv keine Seltenheit, dass zum Beispiel im Zuge

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