Jan Gruber

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Jan Gruber

Air-Europa-Übernahme: EU-Kommission leitet vertiefte Prüfung ein

Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass die Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Air Europa ungefähr gegen Jahresmitte 2021 abgeschlossen werden soll. Nun gerät das Projekt ins Wanken, denn die EU-Kommission hat Bedenken angemeldet und führt eine vertiefte Prüfung durch. Iberia hat bereits einige Slots, vorwiegend in Madrid, an Mitbewerber wie Volotea und World2Fly abgegeben. Damit wollte man die Wettbewerbsbehörde wohlwollend stimmen, doch die bisherigen Maßnahmen sind der EU-Kommission offensichtlich zu wenig. Diese ist der Ansicht, dass es auf mindestens 70 Verbindungen zu einer Monopolstellung der International Airlines Group kommen wird. In weiterer Folge wird bedingt durch den geplanten Zusammenschluss von Iberia und Air Europa mit steigenden Preisen gerechnet. Brüssel hat nun ein vertieftes Prüfverfahren eingeleitet. Dieses soll bis zum 5. November 2021 abgeschlossen werden. Dann wird die EU-Kommission mitteilen, ob der Deal durchgewunken wird, unter Auflagen bewilligt wird oder gar komplett untersagt wird. Welche Auswirkungen ein Verbot auf Air Europa haben könnte, ist völlig unklar. Die Finanzhilfe, die Spanien über den Staatsfonds Sepi gewährt hatte, war auch an die Übernahme durch die IAG geknüpft.

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Edelweiss-A330 in Eurowings-Discovery-Livery nach Luqa überstellt

Edelweiss hat den Airbus A330-300 mit der Registrierung HB-JHQ aus dem französischen Chateauroux nach Luqa überstellt. Das Langstreckenflugzeug hat Zwischenzeitlich die Livery von Eurowings Discover erhalten, trägt jedoch noch die schweizerische Zulassung. Bei der neuen Ferientochter von Lufthansa wird dieser Airbus A330-300 die Registrierung D-AFYQ tragen. Edelweiss wird auch die HB-JHR an Eurowings Discover abgeben. Dort wird das Flugzeug als D-AFYR ins deutsche Register eingetragen. Bei Lufthansa Technik in Luqa wird die HB-JHQ derzeit auf den Einsatz bei der neuen Konzernschwester vorbereitet. Erst kürzlich wurde mit der D-AXGB ein anderer Airbus A330 von Eurowings Discover zu Wartungszwecken nach Malta geflogen.

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Schwerin-Parchim bleibt Parkplatz für Autos

Linien- oder Charterflüge gibt es ab Schwerin-Parchim schon lange nicht mehr. Der Airport ist pleite und bislang fand sich kein Käufer. Allerdings machte man sich einen Namen als Parkplatz für Kraftfahrzeuge, denn diverse Automobilhersteller lagern hier seit „Dieselgate“ Autos zwischen. Gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte Masseverwalterin Bettina Schmudde, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird. Der entsprechende „Parkplatzvertrag“ wurde mit Zustimmung der Luftfahrtbehörde von Mecklenburg-Vorpommern zumindest bis Ende 2021 verlängert. Der Flughafen Schwerin-Parchim ist kein Opfer der Corona-Pandemie, sondern musste bereits am 2. Mai 2019 den Gang zum Konkursrichter antreten. Der Airport befand sich in den Händen eines chinesischen Betreibers, der von den anfangs ambitionierten Plänen nur wenig bis gar nichts umsetzen konnte. Das Konkursverfahren gestaltet sich insofern schwierig, weil verschiedene Nutzungskonzepte vorliegen. Es ist nicht in trockenen Tüchern, dass der Flughafen jemals wieder ans Netz gehen wird.

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Gullivair soll Flughafen Ruse neues Leben einhauchen

Derzeit ist die bulgarische Fluggesellschaft Gullivair auf die Durchführung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisiert. Das könnte sich ändern, denn der Carrier prüft mit dem Muster ATR72-600 innerhalb von Bulgarien zu fliegen. Konkret handelt es sich im ersten Schritt um eine Nonstopverbindung zwischen Ruse und der Hauptstadt Sofia. Zunächst muss aber die Lizenz des Flughafens Ruse, der über eine 2.500 Meter lange Piste verfügt, auf größere Maschinen erweitert werden. Laut lokalen Medienberichten sollen entsprechende Vorbereitungen bereits eingeleitet worden sein. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Erweiterung des Streckennetzes ab Ruse geplant. Hierzu könnten bis zu drei ATR72-600 in dieser bulgarischen Stadt stationiert werden. Ob auch internationale Verbindungen vorgesehen sind, ist derzeit noch unklar. Der Airport Ruse befindet sich seit längerer Zeit mangels Nachfrage in einer Art Dornröschenschlaf. Das wollen die lokalen Politiker mit Hilfe von Gullivair ändern.

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Swiss-Chef Vranckx rechnet mit „jahrelanger Maskenpflicht“

Die Fluggesellschaft Swiss verliert noch immer „weniger als 1,5 Millionen Franken“ pro Tag. Man hofft, dass im Hochsommer 50 bis 55 Prozent der Vorkrisen-Kapazität angeboten werden kann und geht davon aus, dass die Nachfrage auch im Jahr 2023 noch um 20 Prozent reduziert sein wird. Dies erklärte Firmenchef Dieter Vranckx im Gespräch mit Blick. Noch vor etwa drei Monaten plante Swiss im Hochsommer etwa 65 Prozent Kapazität anzubieten. Diese Planung wurde laut Vranckx an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Er sagte auch, dass drei Monate in der aktuellen Situation „eine lange Zeit“ sind. Dennoch: Die Hoffnung liegt auf der steigenden Nachfrage und mit Hilfe dieser „können wir diesen Geldabfluss stoppen, die Situation bleibt aber mittelfristig schwierig“. Das Jahr 2022 hat Dieter Vranckx bereits regelrecht abgehakt und bezeichnet dieses als „Übergangsjahr“. „2022 gehen wir von einer weiteren Steigerung der Buchungszahlen aus, aber wir richten unsere Ziele auf das Jahr 2023 aus“, so der Manager gegenüber Blick. Der Winter 2021/2022 könnte für Swiss schwierig werden, denn derzeit ist nicht absehbar wie sich die Nachfrage entwickeln wird. Mit Wachstum rechnet der Firmenchef nicht vor Feber 2022. Maskenpflicht soll „jahrelang bleiben“ Angesprochen auf die Maskenpflicht an Bord der Flugzeuge von Swiss sagte Vranckx gegenüber Blick, dass diese „noch jahrelang bleiben“ wird. Das gilt sowohl für die Passagiere als auch das Personal. Bislang habe man 1.700 Stellen abgebaut, wobei davon rund ein Drittel gekündigt wurde. Der Swiss-Chef bedauert dies zwar, fügt aber hinzu, dass man keine andere Möglichkeit gehabt habe. Zur aktuellen Auslastung und zur Anzahl

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Delta: Ukraine führt kostenpflichtige Zwangs-Schnelltests an der Grenze ein

Die Ukraine führt am 2. Juli 2021 für Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor der Einreise in Indien, Russland, Portugal oder dem Vereinigten Königreich aufgehalten haben, ein neues Verfahren für die Einreise ein. Im Zuge der Grenzkontrolle muss zwingend ein Antigen-Schnelltest absolviert werden. Wird dieser verweigert, droht die Zurückweisung. Zusätzlich müssen wahlweise ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf und eine Versicherungspolizze, die Covid-Erkrankungen auf dem Gebiet der Ukraine abdeckt, vorgelegt werden. Personen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können ab 14 Tage nach der letzten notwendigen Dosis, als Alternative ihren Impfnachweis vorlegen. Vor dem Grenzübertritt ist an den Flughäfen ein Antigen-Schnelltest zu absolvieren. Dazu werden laut einer Mitteilung der Regierung entsprechende Teststationen eingerichtet. Wichtig: Die Kosten für den Antigentest, die nicht näher definiert wurden, müssen vom Reisenden selbst und an Ort und Stelle bezahlt werden. Sollte das Ergebnis des Schnelltests positiv ausfallen, so hat man sich zusätzlich einem PCR-Test zu unterziehen. Weiters muss man sich unverzüglich in Quarantäne begeben. Ist das Ergebnis negativ, so wird die Einreise in die Ukraine gestattet. Sollte der Schnelltest verweigert werden, so erfolgt laut Regierung unabhängig davon, ob alle anderen Unterlagen vorliegen oder nicht, die Zurückweisung. Das bedeutet, dass die Einreise in die Ukraine verweigert wird. Für Personen, die sich nicht in den im ersten Absatz genannten Staaten aufgehalten haben, ist weiterhin die Einreise unter Vorlage eines Impfnachweises oder negativen PCR-Tests möglich.

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Grüner Pass: Flughäfen und Airlines warnen vor stundenlangen Warteschlangen

Ab 1. Juli 2021 sollen die digitalen EU-Zertifikate für Getestete, Genesene und Geimpfte im Unionsgebiet „live“ gehen und für Einreiseerleichterungen sorgen. Herzstück ist der QR-Code, der im Idealfall von den Passagieren selbstständig nach der Ankunft auf Scanner aufgelegt werden sollte. Sollte, denn hinter den Kulissen herrscht Chaos. Die Kernproblematik liegt darin, dass der „Grüne Pass“ eben nicht zu einheitlichen Einreisebestimmungen innerhalb der Europäischen Union führt, sondern die Mitglieder weiterhin ihre eigene Suppe kochen. Das jüngste Beispiel hierfür ist, dass Deutschland seit Dienstag Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft hat. Das führt zu Quarantäne – auch für Green-Pass-Inhaber. An fast allen Flughäfen Europas erfolgen die Kontrollen weiterhin manuell. Beispielsweise am Flughafen Wien sichten Soldaten des Bundesheeres im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha die Dokumente der Reisenden. In Luqa überprüfen Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums nach der formellen Einreise die Covid-Dokumente. In beiden Fällen entstehen bereits jetzt öfters lange Warteschlangen, die immer länger werden. Die Branche rechnet damit, dass es an manchen Airports zu stundenlangen Wartezeiten kommen könnte. Die Lösung des Problems sieht man darin, dass die QR-Codes von den Passagieren selbstständig an Schranken, die vergleichbar mit Self-Boarding-Gates sind, abscannen sollen. Passt alles, öffnet sich die Barriere und wenn nicht kann eine manuelle Nachkontrolle durch Personal erfolgen. Dies würde die Prozesse praxistauglich beschleunigen. Vorbereitet hat man sich darauf an nur wenigen Airports, denn es geht auch ums Geld: Wer kommt für die Technik auf? Der jeweilige Flughafen oder die jeweilige Behörde, die diese Kontrollen durchführt? Demnach ist es nicht verwunderlich, dass der Flughafenverband ACI

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Island erleichtert Geimpften und Genesenen die Einreise

Die Einreise nach Island ist nun für Genesene und Geimpfte ohne Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich. Gleichzeitig hob der Inselstaat auch die Maskenpflicht sowie Beschränkungen bei Zusammenkünften auf. Weiterhin verpflichtend ist eine elektronische Einreiseanmeldung. In dieser werden nebst Kontaktdaten und Informationen zu den Flugdaten auch Fragen zum Gesundheitszustand gestellt. Sofern man weder Genesung noch Impfung nachweisen kann, muss weiterhin ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Unmittelbar nach der Einreise wird ein Abstrich genommen. Personen ohne Impfung oder Genesung müssen sich dann bis zum Erhalt des Testergebnisses in Quarantäne begeben. Geimpfte und Genesene sind davon ausgenommen.

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United Airlines bestellt 270 neue Flugzeuge

Die Kurz- und Mittelstreckenflotte von United Airlines gilt als in die Jahre gekommen. Nun tätigte die U.S.-amerikanische Fluggesellschaften Großbestellungen bei Airbus und Boeing. Insgesamt bestellte der Carrier 270 neue Maschinen. Mit 200 Einheiten entfällt der Löwenanteil auf die Boeing 737-Max. Davon sollen 150 Exemplare in der größten Variante, Max-10, und 50 Stück als Max-8 geliefert werden. Auch schafft United Airlines einen Trainingssimulator für diesen Maschinentyp an. „Das Vertrauen von United Airlines in die Mitarbeiter von Boeing und in die Flugzeuge, die wir täglich entwickeln und bauen, macht uns wirklich demütig. Unsere starke Partnerschaft, die auf die Gründung von United zurückgeht, hat uns im Laufe der Jahrzehnte geholfen, zu wachsen und Herausforderungen zu meistern. Wir freuen uns auf die bevorstehende Erholung und fühlen uns geehrt, dass United sich erneut für die Leistung, Effizienz und Flexibilität der 737-Familie entschieden hat, um ihr wachsendes Netzwerk anzutreiben. Das Boeing-Team freut sich, Hunderte dieser neuen Jets für United zu bauen und eine bahnbrechende Vereinbarung zu treffen, die unsere gemeinsame Zukunft für die nächsten Jahrzehnte festigt“, so Boeing-Chef Stan Deal. 70 Airbus A321neo bestellt Beim europäischen Mitbewerber Airbus wurden insgesamt 70 A321neo bestellt. Unter Berücksichtigung einer vorherigen Order über 50 A321XLR ist das Auftragsvolumen auf 120 Maschinen angewachsen. „Ein so bedeutender Auftrag einer großen Fluggesellschaft wie United unterstreicht, dass die A321neo unübertroffene Fähigkeiten, Betriebswirtschaftlichkeit und Passagierfreundlichkeit bietet“, sagte Christian Scherer, Chief Commercial Officer und Head of International von Airbus. „Kein anderes Flugzeug kann das leisten, was die A321neo kann, und das Airbus-Team freut sich sehr über

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Linz: Air Dolomiti hat Frankfurt-Strecke aufgenommen

Die italienische Lufthansa-Tochter Air Dolomiti verbindet seit Sonntag den oberösterreichischen Flughafen Linz mit dem Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt am Main. Damit ist die Hub-Anbindung wiederhergestellt. Die Route pausierte seit dem Beginn der Corona-Pandemie in Österreich. Neuer Operator ist Air Dolomiti. Weniger erfreulich sieht es auf der Düsseldorf-Strecke aus: Eurowings verschob die ursprünglich für April 2021 angekündigte Aufnahme mehrfach. Derzeit plant der Carrier diese im September 2021 zu starten. Vormals wurde diese Route von Austrian Airlines bedient, jedoch der Dash-Ausflottung an die Konzernschwester Eurowings übergeben. Air Dolomiti fliegt Linz täglich, ausgenommen an Dienstagen an. Mit 1. August 2021 ist eine Aufstockung auf zwei Umläufe pro Tag geplant. Zum Einsatz kommen Regionaljets des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer.

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