Jan Gruber

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Jan Gruber

EU-Kommission: Alitalia-Nachfolger darf die Marke nicht nutzen

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, so könnte der traditionsreiche Name Alitalia schon bald Geschichte sein. Die Wettbewerbshüter fordern, dass das Nachfolgeunternehmen Ita auf die Nutzung des Brands verzichten. Alitalia soll transparent abgewickelt werden. Die neue staatliche Fluggesellschaft soll im Frühjahr 2021 mit nur noch 52 Flugzeugen an den Start gehen. Nur etwa die Hälfte der Mitarbeiter von Alitalia soll einen neuen Job bei Ita finden. Die EU-Kommission setzt nun als Bedingung für die rund drei Milliarden Euro schwere Maßnahme des italienischen Staats, dass der neue Carrier nicht mehr unter dem Namen Alitalia in der Luft ist. Damit wollen die Wettbewerbshüter verhindern, dass der Eindruck eines nahtlosen Übergangs entsteht. Weitere Auflagen, die Brüssel an Rom übersandt hat sind unter anderem, dass die Alitalia-Bereiche Technik und Bodendienstleistungen nicht an Ita übertragen werden dürfen. Der Staat hat sich indes bereits darauf festgelegt, dass die neue Airline ihr Angebot zunächst auf Rom-Fiumicino und Mailand-Linate konzentrieren wird. Zuletzt brachte die italienische Politik den Markennamen ITAliana ins Gespräch.

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KLM stellt alle Langstreckenflüge ein

Die niederländische Fluggesellschaft KLM setzt ab Freitag temporär alle Langstreckenverbindungen aus. Hintergrund ist, dass die Regierung die Einreisebestimmungen verschärft hat und diese für die Crews problematisch werden könnten. Betroffen sind auch reine Cargostrecken. Die Niederlande haben den Bann für Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich, Südafrika und einigen südamerikanischen Staaten gestartet sind, verlängert. Gleichzeitig wurden die Einreisebestimmungen verschärft. KLM streicht nun vorerst die 270 wöchentlichen Langstreckenflüge und obendrein auch innerhalb Europas jene Verbindungen, bei denen die Besatzungen im Rahmen von Nightstops außerhalb der Niederlande übernachten. Die Regierung verlangt, dass ein negativer PCR-Test vorlegt werden muss und zusätzlich unmittelbar vor dem Abflug ein Schnelltest absolviert werden muss. Fällt letzterer positiv aus, so darf das Crewmitglied nicht mitfliegen. Dies könnte dazu führen, dass die Durchführung des Flugs mangels Personal unmöglich wird. Das will KLM nicht riskieren.

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Laudamotion: Gericht kippt Klausel zur „Familien-Abzocke“

Erneut kassierte Laudamotion vor dem Landesgericht Korneuburg in erster Instanz eine Schlappe: Das Gericht kippte insgesamt sieben Klauseln im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Sitzplatzreservierungen. Das Urteil hat aber eher symbolischen Charakter, denn mittlerweile sind der Flugbetrieb eingestellt und die Zulassungen zurückgegeben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zog im Auftrag des Sozialministeriums erneut gegen die Laudamotion GmbH vor Gericht. Unter anderem wurde gegen eine Klausel bezüglich Gebühren für Sitzplatzreservierungen bei Familienbuchungen, aber auch die Möglichkeit seitens Laudamotion, zugewiesene Plätze wieder zu ändern. Das Landesgericht (LG) Korneuburg befand alle eingeklagten Klauseln für unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Klausel sieht für Erwachsene, die mit einem Kind reisen, das jünger als 12 Jahre ist, eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung vor. Da Kinder unter 12 den AGB der Laudamotion zufolge von einem Erwachsenen begleitet werden und neben diesem sitzen müssen, fällt diese zusätzliche Reservierungsgebühr in jedem Fall an. Für das LG Korneuburg ist diese Regelung unzulässig. Es wird hier für eine zwingend in Anspruch zu nehmende Leistung, die eine vertragliche Nebenleistungspflicht der Laudamotion festlegt, ein gesondertes Entgelt abverlangt. Die Klausel ist gröblich benachteiligend, weil Reisenden mit Kindern durch diese obligatorische Sitzplatzreservierung höhere Kosten entstehen. Die tatsächliche Höhe der Kosten einer Sitzplatzreservierung bei Familienbuchungen blieb im Übrigen unklar. Denn das Unternehmen bezifferte diese in den AGB mit 4 Euro, in einer Gebührentabelle mit sechs Euro. „Es ist nicht einzusehen, dass Laudamotion zusätzliches Körberlgeld kassiert, wenn Eltern während des Fluges neben ihren Kindern sitzen“, kritisiert Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI. „Es ist erfreulich, dass

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Klagenfurt: AUA-Mitarbeiter lehnten Wechsel zum Airport geschlossen ab

Der Flughafen Klagenfurt muss sich nach neuem Personal für das Ground Handling umsehen, denn die 18 AUA-Mitarbeiter, die per Betriebsübergang zur Airport-Tochter Avisafe hätten wechseln sollen, wollten das geschlossen nicht. Der Vertrag zwischen dem Flughafen Klagenfurt und Austrian Airlines über die Bodendienstleistungen ist mit Jahresende ausgelaufen. Der Airport erbringt die Services nun selbst und gründete dazu die Tochtergesellschaft Avisafe. Die AUA und der Flughafen hatten ausverhandelt, dass die 18 AIrlinemitarbeiter per Betriebsübergang den Arbeitgeber wechseln können. Das wollten diese aber nicht: 17 haben sich für die Annahme des Sozialplans entschieden und eine AUA-Mitarbeiterin nahm eine Versetzung nach Wien in Anspruch. Somit gingen per Betriebsübergang null AUA-Bedienstete zur KLU-Tochter über. Über die Beweggründe den Arbeitsplatz gegen einen Sozialplan einzutauschen machten die Betroffenen keine Angaben. Austrian-Airlines-Sprecherin Tanja Gruber bestätigte gegenüber Aviation Direct: „Die 18 Austrian Airlines Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Klagenfurt konnten zwischen einem Betriebsübergang zum Flughafen Klagenfurt sowie einem Sozialpaket wählen. Abgesehen von einer Mitarbeiterin haben sich alle KollegInnen für das freiwillige Sozialpaket entschieden.“

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Etihad Airways verschiebt Wien erneut auf die lange Bank

Eigentlich wollte Etihad Airways schon im Mai 2020 eine Nonstopverbindung von Abu Dhabi nach Wien aufnehmen und diese auch rasch ausbauen. Doch daraus wird auch im Sommerflugplan 2021 nichts, denn der Carrier stellte die Pläne vorläufig zurück. Die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Abu Dhabi bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass die Route nicht wie zuletzt angekündigt Ende März 2021 aufgenommen wird. An den Plänen nach Wien zu fliegen hält man aber grundsätzlich fest. Nun strebt Etihad Airways die Aufnahme der Route ab 31. Oktober 2021 an. Nähere Gründe für die Entscheidung nannte die Fluggesellschaft nicht. Etihad Airways kündigte im Vorjahr mitten in der ersten Lockdown-Phase die Aufnahme einer Verbindung von Abu Dhabi nach Wien an. Diese sollte im Mai 2020 gestartet werden, wurde jedoch ohne nähere Kommunikation wiederholt verschoben. Zuletzt wollte man Ende März 2021 starten, doch auch dieser Termin wird seitens des Golfcarriers nicht eingehalten. Derzeit gibt es ab Wien keine Nonstopverbindung nach Abu Dhabi. Die Route wurde in der Vergangenheit kurzzeitig von der mittlerweile nicht mehr existierenden Air-Berlin-Tochter Niki bedient, jedoch mangels Nachfrage wieder eingestellt. Etihad Airways kann derzeit auch über Partner keine Umsteigeverbindungen in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate anbieten.

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Singapore Airlines feiert Comeback in München

In München feierte Singapore Airlines am Mittwoch das Comeback und wird künftig dreimal wöchentlich den zweitgrößten Airport Deutschlands mit Singapur verbinden. Die Flüge werden an den Verkehrstagen Montag, Donnerstag und Samstag mit Airbus A350-900 durchgeführt. „Unsere Flüge nach München liegen uns seit der Inbetriebnahme im Jahr 2010 sehr am Herzen. Die bayerische Hauptstadt ist der perfekte Ausgangspunkt für Firmen- und Urlaubsreisende aus Süddeutschland und Österreich und die Wiederaufnahme der Singapore Airlines-Flüge von München nach Singapur bietet einen ausgezeichneten Zugang nach Asien, Australien und Neuseeland. Diese Entwicklung bestätigt unser Vertrauen in eine beginnende Markterholung und wir freuen uns darauf, unsere Kunden bald an Bord begrüßen zu dürfen“, so Sek Eng Lee, Regional Vice President Europe von Singapore Airlines. Seit Dezember 2020 können notwendige Reisen wie zum Beispiel Geschäfts- und offizielle Dienstreisen zwischen Deutschland und Singapur unter bestimmten Bedingungen beantragt werden. Entsprechende Leitlinien wurden von der singapurischen Regierung veröffentlicht, nachdem sich beide Länder bereits am 23. Oktober 2020 auf die Einführung einer sogenannten „Reciprocal Green Lane“ (RGL), einem gegenseitigen „Grünen Reisekorridor“, geeinigt haben. Zudem sind die beiden Flughäfen partnerschaftlich verbunden, ein „sister airport agreement“ zwischen dem Singapur Changi Airport und dem Münchner Flughafen ermöglicht einen regen Fachaustausch. „Wir freuen uns sehr darüber, dass mit Singapore Airlines eine der renommiertesten Fluggesellschaften aus dem asiatischen Raum von nun an wieder regelmäßig in München startet. Die Wiederaufnahme der Nonstop-Verbindung von München nach Singapur ist gerade in dieser schwierigen Zeit ein ganz wichtiges Signal. Als bewährte Luftbrücke für Geschäftsreisende und als effizienter Transportweg für Frachtgut bringt

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Linz: AUA will Bodenabfertigung an ISS abgeben

Nach Salzburg und Klagenfurt wird Austrian Airlines auch die Bodenabfertigung im oberösterreichischen Linz aufgeben. Derzeit befindet man sich in Verhandlungen mit dem Dienstleister ISS Ground Services, der das Personal übernehmen könnte. Die betroffenen AUA-Mitarbeiter wurden bereits in einer virtuellen Betriebsversammlung und schriftlich informiert. Aus dem Aviation Direct vorliegenden Anschreiben ist zu entnehmen: „Vor dem Hintergrund der aktuell extrem herausfordernden wirtschaftlichen Situation aufgrund der Corona-Krise, sowohl für den Flughafen LNZ, als auch für OS, sind wir mit dem Flughafen LNZ und dem Bodenabfertigungsdienstleister „ISS Ground Services“ in trilaterale Gespräche über das zukünftige Setup der Bodenabfertigung am Standort LNZ eingetreten. Inhalt dieser Gespräche ist auch ein möglicher Betriebsübergang der Bodenabfertigungdienste auf ISS Ground Services.“ Im Herbst 2020 wurde bekannt, dass Austrian Airlines die Bodendienstleistungen in Klagenfurt und Salzburg aufgibt. In Kärnten konnte mit dem Flughafen eine Lösung gefunden werden, so dass die betroffenen AUA-Mitarbeiter im Rahmen eines Betriebsübergangs zu einer Tochtergesellschaft des Airports wechseln können. In Salzburg ist die Situation anders, denn dort sind die Verhandlungen über einen Betriebsübergang gescheitert. Die Airline-Beschäftigten haben die Möglichkeit nach Wien zu wechseln, was jedoch für die meisten Salzburger wenig praktikabel sein dürfte. „Wir können bestätigen, dass wir vor Kurzem Gespräche mit dem Flughafen Linz und ISS Ground Services für einen Betriebsübergang der dortigen Austrian Airlines Station aufgenommen haben. Inhalt der Gespräche ist ein Betriebsübergang auf die ISS Ground Services, womit alle 26 Arbeitsplätze am Standort erhalten werden können. Die Gespräche befinden sich noch in einem sehr frühen Stadium. Ein genauer Zeitpunkt für die geplante Änderung

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Lufthansa: Aus Ocean wird Eurowings Discover

Die unter Gewerkschaftern umstrittene Lufthansa-Tochter Ocean wird künftig unter der Marke „Eurowings Discover“ auftreten. Der Firmenname der Ocean GmbH soll in Kürze dahingehend geändert werden, berichtet das Portal Airliners.de. Das Unternehmen wird unter dem IATA-Code „4Y“ fliegen und soll im Sommer 2021 mit zunächst drei Airbus A330 an den Start gehen. Lufthansa erklärt, dass es aufgrund verschiedener rechtlicher Vorschriften notwendig ist, dass Ocean ein entsprechender Name, der auf Eurowings hinweist, verpasst wird. Wie sich die weitere Expansion entwickelt wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Dies hänge vom Fortgang der Pandemie ab. Laut Lufthansa sollen die von Eurowings Discover betriebenen Maschinen auch den entsprechenden Zusatz tragen. In welcher Form dieser angebracht wird oder ob die Flugzeuge gar eine gesonderte Livery bekommen werden, steht noch nicht fest. Das Projekt ist massiv umstritten, denn es gibt keinen Tarifvertrag. Die deutschen Gewerkschaften werfen daher Dumpinglöhne und Tarifflucht vor. Konzernweit ist man auf der Suche nach Mitarbeitern und bietet beispielsweise auch AUA-Flugbegleitern an, dass diese sich beurlauben lassen können, um für Eurowings Discover zu fliegen. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren auch, dass nahezu alle geplante Strecken auch von Condor bedient werden und die Vereinbarung über die Zubringerflüge aufgekündigt wurde. Da beide Unternehmen vom deutschen Staat gerettet wurden, fordern die Gewerkschaften, dass Staatshilfe nicht für einen Verdrängungswettbewerb verwendet werden soll. Condor brachte kürzlich eine Beschwerde beim deutschen Bundeskartellamt ein.

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Innsbruck: 57 Prozent Rückgang, drei Millionen Euro Verlust

Der Flughafen Innsbruck verzeichnete im Vorjahr einen Rückgang um 57 Prozent und zählte 487.450 Fluggäste. Die Anzahl der Flugbewegungen im Charter- und Linienverkehr reduzierte sich um 59 Prozent auf 4.980 Starts oder Landungen. Vergleichsweise ist der Rückgang in Innsbruck niedrig ausgefallen. Das hängt damit zusammen, dass dieser Airport den Großteil seines Jahresaufkommens in den Wintermonaten hat. Das erste Quartal 2020 konnte noch weitgehend normal „mitgenommen“ werden. Der Airport konnte gar noch eine neue Rekordmarke erzielen, ehe dann abrupt aufgrund der Corona-Pandemie der Flugverkehr eingebrochen ist. Innsbruck konnte in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 rund 40 Prozent des gesamten Jahresaufkommens erzielen. Unterm Strich steht jedoch ein voraussichtlicher Jahresverlust in der Höhe von drei Millionen Euro, teilte die Betreibergesellschaft mit. Die testierte Bilanz liegt allerdings noch nicht vor. Für das laufende Jahr 2021 rechnet man mit einem noch stärkeren Rückgang und „hohen wirtschaftlichen Einbußen“, da das Wintergeschäft komplett weggebrochen ist. „Auch wenn uns die Covid-Krise fest in der Hand hatte, haben wir 2020 alles darangesetzt, so effizient wie möglich zu arbeiten und gleichzeitig für die wenigen Flüge den Betrieb zu gewährleisten“, erklärt Flughafenchef Marco Pernetta. Positiv gestimmt sieht man am Flughafen dem kommenden Sommer entgegen. Die touristische Nachfrage ist auf jeden Fall hoch und die Reiseveranstalter Idealtours, TUI, Christophorus Reisen und Gruber Reisen haben auch wieder attraktive Reiseangebote ab Innsbruck geschnürt. Wir gehen davon aus, dass man im Sommer mit Impfung und/oder negativem Test auch wieder ab Innsbruck bequem in den Urlaub in Richtung Mittelmeer starten kann. Italien, Kroatien, Griechenland,

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Kasachstan: Fly Arystan will 14 neue Strecken aufnehmen

Der kasachische Billigflieger Fly Arystan beförderte im Vorjahr 1,5 Millionen Passagiere und will im laufenden Jahr stark wachsen. Mindestens 14 zusätzliche Strecken sollen aufgenommen werden. Man hat sich zum Ziel gesetzt rund drei Millionen Reisende zu fliegen. Die Flotte soll um drei Maschinen des Typs Airbus A320 erweitert werden, berichtet das Portal Russian Aviation Insider. Derzeit enthält das Streckennetz 28 Destinationen, davon 14 innerhalb Kasachstans. Seit der Betriebsaufnahme im Mai 2019 wurden 2,2 Millionen Passagiere befördert. Mehr als die Hälfte der Tickets soll unter 23 Dollar (oneway) verkauft worden sein.

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