secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Österreichs „Freitesten“ sammelt Anmeldungen

Österreichs Regierung will die Bevölkerung quasi über die Hintertür zur Teilnahme an Corona-Massentests zwingen. Vorgesehen ist, dass zum Verlassen des “Lockdowns” per 18. Jänner 2021 ein negatives Testergebnis vorliegen muss. Der Plan ist massiv umstritten und könnte gegebenenfalls sogar verfassungswidrig sein. Gesetzlich geregelt ist noch nicht viel. Die Regierungsparteien schickten zwar einen Entwurf in eine “Express-Begutachtung”, doch in diesem ist nicht einmal festgelegt, ob PCR- oder Antigen-Befunde benötigt werden. Die genaue Auslegung will Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nämlich über Verordnungen und damit ohne parlamentarische Kontrolle regeln. Ob die Opposition dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung macht, bleibt abzuwarten. Die Anmeldungen zum “Freitesten” können am Montag, 4. Jänner 2021, online vorgenommen werden. Davon ausgenommen ist das Bundesland Kärnten, in dem das System erst ab 8. Jänner 2021 freigeschaltet wird. Einige Länder nutzen die EDV-Infrastruktur des Bundes, andere sowie die Stadt Linz ihre eigene. Sämtliche Links finden sich aber unter www.oesterreich-testet.at. Personen, die keinen Internetzugang haben oder Fragen haben, können sich an die kostenfreie Hotline 0800/220330 wenden. Diese steht ebenfalls ab 4. Jänner 2020 zur Verfügung. Da noch nicht genau geregelt ist welchen Vorteil die Teilnahme an der Massentestung bringen wird und insbesondere wie lange der Befundbericht gültig sein wird, wird für weitere Informationen auf die Mitteilungen der Regierung, die vermutlich in diversen Medien publiziert werden, verwiesen. Hinsichtlich möglicher Vorteile im Reiseverkehr wird darauf verwiesen, dass einige wenige Staaten, darunter auch Österreich, Einreiseerleichterungen mit negativem Antigen-Ergebnis gewähren. Da jedoch viele Länder weiterhin auf PCR-Befunde pochen, sollte dies unbedingt vorab erfragt werden.

weiterlesen »

Volga-Dnepr reaktiviert erste An-124

Die russische Volga-Dnepr Airlines reaktivierte gegen Jahresende 2020 die erste von zehn Antonow An-124. Zuvor wurden diese rund ein Monat lang zum Zwecke umfangreicher Überprüfungen nicht eingesetzt. Im November 2020 musste die RA-82042 nach einem Triebwerksdefekt, der während dem Start auftrat, eine Notlandung vollziehen.  Die Maschine wurde dabei beschädigt, jedoch gab es keine Opfer. Die RA-82077 wurde als erste Einheit wieder in den Frachtdienst gestellt und absolvierte am 26. Dezember 2020 die Strecke Leipzig-Shanghai. Die beiden anderen An-124-Operator, Maximus Airlines und Antonov Airlines, führten übrigens kein temporäres Ground dieses Maschinentyps durch.

weiterlesen »

Air Serbia: Etihad-Anteil sinkt auf 18 Prozent

Bedingt durch den Umstand, dass sich die Etihad Aviation Group nicht an der Rekapitalisierung von Air Serbia beteiligt hat, ist die Beteiligung von 49 Prozent auf 18 Prozent gesunken. Die Finanzmittel wurden ausschließlich vom serbischen Staat aufgebracht, so dass dieser nun 82 Prozent hält. Die Zusammenarbeit zwischen Etihad und Air Serbia steht ohnehin kurz vor dem Aus. So stellte der Golfcarrier die Nonstopverbindung zwischen Belgrad und Abu Dhabi ein und kündigte darüber hinaus die Codeshare-Vereinbarung auf. Die Regierung befindet sich derzeit auf der Suche nach einem neuen Partner und fand bereits erste Interessenten in China. Air Serbia erhielt im Rahmen einer Kapitalerhöhung einen Zuschuss in der Höhe von bis zu 100 Millionen U.S.-Dollar. Weitere 100 Millionen U.S.-Dollar sind bereits für das Jahr 2021 budgetiert. Die Finanzmittel werden als direkte Zuschüsse, über Kapitalerhöhung und in Form von Darlehen eingebracht. Sobald ein Käufer für die 18-prozentige Beteiligung von Etihad Airways gefunden ist, soll sich auch entscheiden in welchem Ausmaß der Staat künftig an Bord sein wird. Die Regierung deutete an, dass man zumindest 51 Prozent halten will.

weiterlesen »

Emirates startet Premium-Economy

Bislang hatte Emirates keine Premium-Economy-Class im Angebot. Das ändert sich nun, denn im jüngsten Airbus A380 ist nun eine solche Beförderungklasse eingebaut. Auch in Business und First gibt es einige Neuerungen. Emirates hat vergangene Woche ihren neueste A380 aus dem Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder erhalten. Die noch fünf bestellten weiteren A380 werden in den Jahren 2021 und 2022 ebenfalls mit der Premium-Economy-Kabine ausgeliefert. Die Premium-Economy-Sitze werden auch in einigen Emirates-Boeing 777X installiert, die 2023 in die Flotte aufgenommen werden. Emirates erwägt zudem die Nachrüstung auf seiner bestehenden A380-Flotte. Emirates wird in den kommenden Wochen bekannt geben, wo das Premium Economy-Produkt eingesetzt werden wird. Folgendes Video zeigt das Emirates Premium-Economy-Erlebnis. „Die Emirates A380 ist bereits eines der begehrtesten Reiseerlebnisse am Himmel, und jetzt haben wir es noch besser gemacht. Während andere Abstriche machen, arbeitet Emirates hart daran, sein Produkt und die Serviceleistungen wiederherzustellen, die wir aufgrund der Pandemie-Vorsorgemaßnahmen aussetzen oder anpassen mussten. Zudem führen wir neue Angebote und Verbesserungen ein. Getreu unserem „Fly Better“-Markenversprechen investiert Emirates weiter, um unseren Kunden das bestmögliche Erlebnis zu bieten”, so Emirates-Chef Tim Clark. „Unser Premium-Economy-Produkt wurde sorgfältig entwickelt, um der Markenpositionierung von Emirates als Full-Service-Airline von höchster Qualität zu entsprechen. Unsere First-, Business- und Economy-Kabinen haben bei ihrer Einführung neue Maßstäbe in der Branche gesetzt, und wir sind zuversichtlich, dass sich auch unsere Premium Economy als eindeutiges Premium-Angebot durchsetzen wird. Bis wir eine ausreichende Anzahl von Sitzen zur Verfügung haben, die wir auf den Markt bringen können, planen wir, die Emirates Premium Economy Erfahrung als kostenloses

weiterlesen »

Russland subventioniert Superjet-Nutzung kräftig

Russland will den Einsatz des Musters Sukhoi SSJ-100 deutlich attraktiver machen. Den Fluggesellschaften des Landes werden günstigere Leasingraten – auch als “Power by the hour” und direkte Subventionen angegeben. Allerdings soll dies zunächst nur für Neuauslieferungen, die ab 2020 getätigt wurden, gelten. Derzeit ist geplant, dass pro Flugstunde bis zu 505 U.S.-Dollar subventioniert werden. Am stärksten würde davon die UAC-eigene Fluggesellschaft Red Wings profitieren, denn dieser Carrier erhält zahlreiche SSJ-100. Ab 2021 müssen für die Inanspruchnahme der Förderung mindestens 60 Flugstunden pro Maschine absolviert werden. Die Auszahlung wird dann erst gegen Jahresende erfolgen. Aus einem anderen Topf können SSJ-Betreiber Zuschüsse für Regionalstrecken an Land ziehen. Hierfür stehen 104 Millionen U.S.-Dollar zur Verfügung. Je nach Region können zusätzliche 90 Millionen U.S.-Dollar hinzukommen. Die Gesamtsumme der möglichen Förderungen pro Jahr ist mit 59 Millionen U.S.-Dollar pro Jahr und Strecke bzw. Flugzeug gedeckelt. Mit den finanziellen Anreizen will die Regierung der Russischen Föderation den einheimischen Fluggesellschaften dieses Muster schmackhaft machen. Unterm Strich kann der Superjet dann äußerst kostengünstig betrieben werden. Die Subventionen sollen auch hinsichtlich neuer Strecken zu mehr Risikobereitschaft führen.

weiterlesen »

Brüssel genehmigt weitere 73 Millionen Euro für Alitalia

Die EU-Kommission gibt grünes Licht für weitere Finanzhilfen für die schwerst angeschlagene Alitalia. Die Regierung greift dem Unternehmen abermals unter die Flügel. Diesmal mit 73 Millionen Euro. Der Auszahlung der genannten Summe erfolgt als Schadenersatz für die Umsatzeinbußen, die zwischen Mitte Juni und Ende Oktober 2020 auf etwa 20 Strecken entstanden sind. Wie viele andere Fluggesellschaften auch konnte Alitalia aufgrund der Einreise- und Quarantänebestimmungen deutlich weniger Geld einnehmen. In wenigen Monaten soll Italia Trasporto Aereo als Nachfolgeunternehmen abheben. Der neue Carrier ist deutlich verkleinert. Der italienische Staat überwies erst im September 2020 rund 200 Millionen Euro an Alitalia. Diese waren als Schadenersatz für den Zeitraum zwischen März und Mitte Juni 2020 bestimmt.

weiterlesen »

Ryanair reaktiviert Basis Shannon doch

Erst vor wenigen Wochen setzte Ryanair die irische Regierung unter Druck und drohte mit der endgültigen Schließung der Basis Shannon. So ganz will man diese aber doch nicht aufgeben, denn ab April 2021 soll zumindest eine Maschine an diesem Standort reaktiviert werden. Irische Fluggesellschaften leiden besonders stark unter den harten Einreise- und Quarantänebestimmungen der Republik Irland. Mitbewerber Aer Lingus zog die Langstreckenaktivitäten ab Shannon ab und wird diese künftig ab dem britischen Manchester anbieten. Dazu wurde aufgrund dem Brexit sogar eine eigene UK-Tochtergesellschaft gegründet. Ryanair-Chef Eddie Wilson erklärte, dass ab Shannon zunächst 32 wöchentliche Flüge zu 14 Destinationen in Litauen, Polen, Spanien, Portugal und UK angeboten werden sollen. Angepeilt werden rund 450.000 Passagiere. Je nach Fortgang der Pandemie und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen ist ein weiterer Ausbau vorgesehen. Zu einer möglichen Wiederaufnahme der Aktivitäten ab Cork, Kerry und Knock machte der Manager keine Angaben. Lediglich zu Cork merkte er an, dass die Basis im Sommer 2021 “möglicherweise nicht reaktiviert wird”.

weiterlesen »

AUA: A320 ab Graz und Linz „recht unwahrscheinlich“

Derzeit tüftelt Austrian Airlines intensiv am Sommerflugplan 2021. Auf den dezentralen Deutschland-Strecken ab Linz und Graz werden sich Änderungen ergeben. Allerdings ist der Einsatz von Maschinen des Typs Airbus A320 laut einem Firmensprecher “unwahrscheinlich”. Im Online-Reservierungssystem der Lufthansa-Tochter sind derzeit die Strecken Graz-Düsseldorf, Graz-Stuttgart und Linz-Düsseldorf mit Airbus A320 hinterlegt. Auch wurden diese “umgedreht”, also die Maschinen starten den Umlauf nicht mehr ab den Bundesländerflughäfen, sondern ab Düsseldorf bzw. Stuttgart. Ob das so bleibt, ist laut AUA noch völlig offen. Der Einsatz von Fluggerät ab Wien via Deutschland ist aufgrund der Betriebszeiten der beiden deutschen Airports äußerst unwahrscheinlich. Ein AUA-Sprecher sagte dazu: “Das Programm ist quasi ein Platzhalter. Wir arbeiten aktuell noch an unserem Sommerflugplan. Gegen Ende Jänner 2021 sollten wir diesbezüglich mehr wissen. A320 werden wir auf diesen Strecken aber recht wahrscheinlich nicht einsetzen.” Vor einiger Zeit wurde seitens Austrian Airlines angekündigt, dass die dezentralen Deutschland-Strecken an die Konzernschwester Eurowings übergeben werden sollen. Damals galt es als wahrscheinlich, dass DHC Dash 8-400 der Luftfahrtgesellschaft Walter im Wetlease zum Einsatz kommen werden. Dieser Maschinentyp war sowohl in Düsseldorf als auch in Stuttgart für den Kranich-Billigableger stationiert. Die Betonung liegt auf war, denn Eurowings kündigte die Zusammenarbeit mit LGW auf und die Zeitfracht-Tochter musste Insolvenz anmelden und befindet sich in Abwicklung. Es wurde seitens Austrian Airlines nie ausgeschlossen, dass auf den dezentralen Routen, aber auch innerhalb Österreichs, Wetlease-Flugzeuge angemietet werden könnten. Die Übergabe der kommerziellen Verantwortung auf den dezentralen Deutschland-Strecken wurde beispielsweise in Innsbruck und Salzburg bereits an Lufthansa übergeben. In

weiterlesen »

Gericht ordnet endgültige Schließung von Level Europe an

Das Landesgericht Korneuburg ordnete die endgültige Schließung der Level Europe GmbH an. Zuletzt war nur noch der Unternehmensbereich “Nominated Persons” (Postholder) aktiv. Alle anderen Teile wurden bereits in den letzten Monaten durch Beschluss des Konkursgerichts aufgelassen. Die überwiegende Mehrheit der Level-Bediensteten war das fliegende Personal, also Piloten und Flugbegleiter. Diese wurden kurz nach dem Konkursantrag durch den Masseverwalter gekündigt. Im Bereich der Verwaltung wurden noch einige wenige Mitarbeiter weiterbeschäftigt, doch am 1. Oktober 2020 ordnete das Landgericht Korneuburg auch in diesem Bereich die Schließung an. Somit verblieben nur noch die Nominated Persons, die zum Erhalt der Betriebsbewilligung und des AOCs zwingend erforderlich sind. Damit ist seit 22. Dezember 2020 auch Schluss, denn an diesem Tag ordnete das Konkursgericht die endgültige Schließung von Level Europe GmbH an. Damit dürften sich nun auch zumindest kleine Hoffnungen auf eine Übernahme durch einen Investor zerschlagen haben. Der Zeitpunkt der Pleite kam für einen Verkauf denkbar ungünstig, denn aufgrund der allgemeinen Lage rund um die Corona-Pandemie gelten derzeit Luftfahrt und Tourismus als Hochrisiko-Investments. Weiters sind europaweit zahlreiche Fluggesellschaften auf Anfrage äußerst kostengünstig erhältlich, denn die finanzielle Situation ist nahezu überall angespannt. Level Europe hob am 17. Juli 2018 erstmals auf der Strecke Wien-London Gatwick ab. Zum Einsatz kam der Airbus A321 mit der Registrierung OE-LCN. Die Maschine war fast komplett ausgebucht, doch in den nachfolgenden Monaten hatte das damals noch unter dem Namen Anisec Luftfahrt GmbH agierende Unternehmen mit Absatz- und Auslastungsproblemen zu kämpfen. Der starke Wettbewerb, den unter anderem Lauda, Wizzair und Austrian Airlines

weiterlesen »

Boeing: Alaska Airlines bestellt weitere 737 MAX

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr, auf das der krisengebeutelte Boeing nicht so gerne zurückschaut – wie wohl die gesamte Branche. Doch kurz vor Silvester erreicht den Flugzeugbauer eine ermutigende Nachricht: US-Airline Alaska Airlines kauft 23 weitere Boeing 737 MAX. Damit würde die Fluggesellschaft ihre Großbestellung auf insgesamt 68 Exemplare des Krisenfliegers aufstocken, wie das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet. Für den angeschlagenen Airbus-Konkurrenten ein wahrer Geldsegen, spült der neueste Auftrag umgerechnet etwa 2,42 Milliarden Euro in die Kassen. Darüber hinaus sicherte sich Alaska Airlines auch eine Option über 15 weitere Boeing 737 MAX. Der US-Carrier stellt also die Weichen für die Zeit nach der Pandemie. 

weiterlesen »