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Niederlande stoppen KLM-Staatshilfe

Die Regierung der Niederlande teilte mit, dass ein Teil der Staatshilfe für KLM zurückgehalten wird. Damit reagiere man darauf, dass die Pilotengewerkschaft den Verzicht auf Lohnerhöhungen bis 2025 abgelehnt hat. Laut Finanzminister Wopke Hoekstra soll das Skyteam-Mitglied dadurch nicht unmittelbar vor der Insolvenz stehen. Dennoch ist die Finanzlage angespannt und nach Angaben der niederländischen Regierung soll die Liquidität “nur noch ein paar Monate” ausreichen. Ob es noch zu einer Einigung zwischen der Gewerkschaft und der KLM-Geschäftsführung kommt, ist offen. Die Arbeitnehmervertreter weisen jedoch die Schuld von sich und erklären, dass dem Verzicht auf Gehaltserhöhungen bis März 2022 zugestimmt wurde. Die Regierung der Niederlande setzt allerdings als Bedingung für die Gewährung der Staatshilfe, dass die Löhne fünf Jahre lang nicht erhöht werden dürfen. Damit ist die Gewerkschaft nicht einverstanden. Wie sich die Angelegenheit weiterentwickeln wird, bleibt daher abzuwarten.

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Sundair beantragt Schutzschirmverfahren – Flöther ist Sachwalter

Die deutsche Ferien- und Charterfluggesellschaft Sundair meldete beim Amtsgericht Stralsund ein so genanntes Schutzschirmverfahren an. Dabei handelt es sich um eine Sonderform eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, das zuletzt beispielsweise beim Mitbewerber Condor zur Anwendung gekommen ist. Der Carrier bestätigte, dass der Antrag bei Gericht eingebracht wurde, betont jedoch, dass die Löhne der Belegschaft über das Arbeitsamt gesichert sind. Mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens will man sich rasch neu aufstellen. Das schließt auch ein, dass Leasingverträge neu verhandelt werden sollen. Die Flugtickets sollen ihre Gültigkeit behalten. Firmenchef Marcos Rossello geht davon aus, dass Sundair auch nach der Corona-Pandemie ein starker Partner für Reiseveranstalter und Flughäfen sein wird. Man habe “vor Corona” bewiesen, dass Sundair ein tragfähiges Geschäftsmodell habe. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Stralsund eine in der Luftfahrt mittlerweile äußerst bekannte Person: Rechtsanwalt Lucas Flöther, der bereits bei Condor und Air Berlin diese Funktion zugeteilt bekommen hat, ist auch bei Sundair eingesetzt worden.

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Wizzair streicht radikal in Wien – nur drei Strecken bleiben übrig

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair streicht das Flugangebot ab Wien-Schwechat radikal zusammen: Mit Ausnahme der Destinationen Dortmund, Athen und Teneriffa Süd werden per Anfang November alle anderen Strecken eingestellt. Diese pausieren mindestens bis Ende November 2020, teilweise bis zum Ende der Winterflugplanperiode 2020/21. Der pinkfarbene Lowcoster schraubt damit die Präsenz auf Österreichs größtem Flughafen auf ein absolutes Minimum herunter, denn die drei verbleibenden Strecken werden nicht gerade hochfrequent bedient. Wizzair betonte seit dem Beginn der Corona-Pandemie stets, dass man sich als Pionier sieht und wesentlich besser als der Mitbewerb durch die Krise gekommen wäre. Die Auslastung der Flüge ist allerdings seit einigen Wochen katastrophal, so dass der Billigflieger wiederholt Kürzungen vorgenommen hat. „Wizz Air betont ihr langfristiges Engagement am österreichischen Markt und dass sie den Flugplan in Österreich voll umfänglich durchführt, soweit es die Reisebeschränkungen, die nicht im Zuständigkeitsbereich von Wizz Air liegen, zulassen. Wizz Air ist interessiert, dass die Reisebeschränkungen möglichst bald aufgehoben werden, um den vollen Flugplan in Österreich durchführen zu können“, erklärt András Rado, Pressesprecher von Wizzair auf Anfrage. Alle Strecken, mit drei Ausnahmen, werden schrittweise bis zum kommenden Wochenende eingestellt. Im Reservierungssystem sind auf manchen Routen wieder ab Anfang Dezember 2020 Buchungen möglich, jedoch auf manchen Strecken auch erst im Sommerflugplan 2020. Bei einigen Strecken ist eine Wiederaufnahme im Dezember 2020 unwahrscheinlich, da beiderseits nur sehr schwer bis gar nicht erfüllbare Einreise- und Quarantänebestimmungen bestehen. Daher ist damit zu rechnen, dass die Präsenz von Wizzair im Winterflugplan 2020/21 auf einem absoluten Minimum sein wird. Es ist auch

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Cargo Air erwartet Flottenzuwachs

Die auf Frachtflüge im Rahmen von Wet-Lease-Abkommen spezialisierte bulgarische Cargo Air wird in nächster Zeit ihre Flotte vergrößern. Eine bislang im Ad-Hoc-Passagiercharter fliegende 23 Jahre alte Boeing 737-400 wird derzeit bei Aeronautical Engineers Inc. in Dothan, Alabama/USA zum Frachter umgebaut und bereits in Kürze wieder nach Europa zurückkehren. Neben der achten Boeing 737 Classic steht Cargo Air ebenfalls vor der Integration einer erste Boeing 737-800BCF. Deren Übernahme wurde zuletzt aufgrund des Flugverbots für die Boeing 737 MAX verzögert, durch die Corona-Pandemie wurden am Markt allerdings wieder preisgünstige Boeing 737-800 aus zweiter Hand frei. In Kürze soll ebenfalls bei AEI eine bislang in Lourdes abgestellte Boeing 737-800 Winglets aus ehemaligen Beständen der dänischen Primera Air bzw. zuletzt Travel Service Airlines mit einem Cargo Kit ausgestattet werden. Mit 11 AAA-Standard-Container sowie einer AKE-Position kann die Boeing 737-800BCF eine zusätzliche Ladeeinheit aufnehmen als die Boeing 737-400F. Nach Informationen der Airline wird im kommenden Jahr eine zweite Boeing 737-800BCF zur Flotte stoßen. Cargo Air setzte bislang seit 2007 zwei Boeing 737-300SF und sieben Boeing 737-400SF hauptsächlich für DHL in deren Streckennetz ein. Eine B737 verkehrt allerdings als Anbindung Rumäniens an das internationale Netzwerk von UPS auf der Strecke Cluj-Köln/Bonn. In Österreich verkehrt Cargo Air bereits seit einigen Jahren viermal pro Woche den DHL-Frachtkurs Belgrad-Linz-Brüssel.

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Ab Dienstag: Nächtliche Ausgangssperre in Österreich

Österreich verschärft mit Wirksamkeit zum 3. November 2020 die Corona-Maßnahmen und führt in der Zeit von 20 Uhr 00 bis 6 Uhr 00 eine nächtliche Ausgangssperre ein. Aufgrund der gesetzlichen Situation muss der Hauptausschuss des Nationalrats noch die Zustimmung erteilen. Der “Hausarrest” ist vorerst bis zum 12. November 2020 befristet, alle anderen Maßnahmen gelten bis zumindest 30. November 2020. Das Gesundheitsministerium definierte eine Liste von Gründen, die das Brechen der nächtlichen Ausgangssperre zulassen. Diese sind laut offizieller Mitteilung wie folgt: Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens Berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern erforderlich Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung (z.B. Spazieren gehen, Joggen, Gassi gehen) Handel:Der Handel bleibt weiterhin geöffnet, allerdings wird die Anzahl der Kunden, die das Geschäft betreten dürfen, beschränkt. Künftig darf nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter einen Laden betreten. Arbeitgeber sind generell dazu angehalten, sofern möglich, auf Home-Office umzustellen. Weiters soll der Dienstantritt gestaffelt erfolgen, um Gedränge vermeiden zu können. Verkehrsmittel: In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie im Flugzeug ist der Mindestabstand einzuhalten, kann aber in Ausnahmefällen unterschritten werden. Ein Mund-Nasenschutz ist verpflichtend zu tragen. Es bleibt auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in U-Bahn-Stationen, Bahnsteigen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen sowie deren Verbindungsbauwerken verpflichtend. Fahrgemeinschaften, Taxis und taxiähnliche Betriebe können weiterhin genutzt werden, wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker bzw. der Lenkerin nur zwei Personen befördert werden. Dies gilt auch für Ausbildungsfahrten,

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Embraer zeigt Turboprop-Projekt

Erstmals gewährt der brasilianische Flugzeugbauer Embraer Einblicke in sein Turboprop-Projekt. Dieses soll trotz gescheiterter Übernahme von Boeing mit neuen Partnern aus dem asiatischen Raum für eine Indienststellung bis 2027 verwirklicht werden. Während die Kabine eng an den E-Jet angelehnt wird, erinnert die übrige Form des Flugzeuges an ein Revival des ehemaligen hauseigenen Regionalflugzeuges Embraer 120. Mit einem Passagiervolumen zwischen 80 und 100 Sitzplätzen möchte sich Embraer über den Konkurrenzmodellen der Mitbewerber von ATR, Bombardier oder auch Ilyushin positionieren. Insider erwarten in den kommenden Monaten einen offiziellen Projektstart unter dem Namen „E3“, um schon bald in konkrete Verkaufsgespräche mit potentiellen Abnehmern zu treten. Angesicht der weltweiten Luftfahrtkrise mit massiven Passagierrückgängen und Verschiebungen in den Luftverkehrsmärkten durch die Corona-Pandemie könnte das Turboprop-Projekt von Embraer großes Interesse bei den Airlines wecken. Im Spotify-Podcast gewährt der stellvertretende Marketingchef von Embraer, Rodrigo Silva e Souza, weitere Ein- und Ausblicke auf das Projekt: Link zu Spotify

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Katalonien macht die Grenzen dicht

Die spanische Provinz Katalonien macht die Grenzen dicht und folgt damit Viktor Orban, der Ungarn bereits seit 1. September 2020 abgeschottet hat. Gebracht hat es dem österreichischen Nachbarlang bislang nichts, denn auch mit geschlossenen Grenzen verzeichnet Ungarn Rekordzahlen in Sachen positiver Corona-Tests. Katalonien verhängte für vorerst 15 Tage ein Ein- und Ausreiseverbot. Zusätzlich dürfen die Einwohner an Wochenenden auch ihre Städte und Gemeinden nicht mehr verlassen. Die Verordnung tritt bereits am Freitag in Kraft. Der lokale Gesundheitsdirektor, Alba Verges, sagte, dass das Gesundheitssystem die momentane Belastung nicht mehr verkraften könne.

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ANA gründet neue Dreamliner-Lowcost-Tochter

Die japanische All Nippon Airways stellt ihr Geschäftsmodell angesichts der Corona-Krise um. Eine neue Billigfluggesellschaft, die auf das Muster Boeing 787 setzt, ist dabei das Kernstück der neuen Strategie. Der Ableger soll insbesondere Strecken innerhalb der Asien-Pazifik-Region anbieten, teilte ANA mit. „Die ANA Holding befindet sich in einer Phase der ehrgeizigen Transformation mit dem Ziel, den Kernbetrieb zu stärken und das Unternehmen für langfristiges Wachstum und nachhaltigen Erfolg in einem Markt zu positionieren, der noch immer sehr von COVID-19 beeinflusst ist“, sagte Shinya Katanozaka, Präsident und CEO der ANA Holding. „Wir werden daher eine neue Geschäftsstruktur einführen, die auf zwei Hauptstrategien basiert. Es geht nicht nur um Kostensenkungen, sondern auch darum, wie eine völlig neue, zukunftsorientierte Unternehmensstrategie angesichts der Veränderungen im Reiseverkehr aussehen könnte.“ Zusätzlich zu ANA und der Low Cost Airline Peach Aviation Limited soll daher eine dritte Airline-Marke auf der Grundlage des Geschäftsbereichs der aktuellen Air Japan etabliert werden. Damit strebt die Gruppe nachhaltiges Wachstum durch die Umgestaltung der Dienstleistungen der drei Fluggesellschaften an. Sie sollen ein breiteres Spektrum an Kundenbedürfnissen in Bezug auf Preisgestaltung und Dienstleistungen abdecken. Die Dienstleistungen der einzelnen Fluggesellschaften werden so umgestaltet, dass sie während und nach COVID-19 dem „neuen Normal“ entsprechen. Die Einführung der neuen Airline-Marke der ANA Group ist derzeit für das übernächste Geschäftsjahr 2022 geplant. Sie soll gezielt Billigflug-Angebote über mittlere Entfernungen zu Zielen in Südostasien und Ozeanien entwickeln. Diese neue Marke soll aus dem Flugbetrieb der Air Japan heraus entwickelt werden, die aktuell Teil der Kernmarke ANA ist. Das neue

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Dänemark: Airseven geht mit 30 Jahre alten B737 an den Start

Der dänische Tour Operator Primo Tours, Copenhagen Air Taxi und der ehemalige Jet-Time-Chef Klaus Ren haben gemeinsam eine neue Fluggesellschaft gegründert. Diese soll unter dem Namen Airserven A/S Charterflüge durchführen. Das Einlagenkapital beträgt laut Check-in.dk fünf Millionen Dänische Kronen. Die Flotte soll aus zwei Boeing 737-400 bestehen. Dabei handelt es sich um die OY-ASA und die OY-ASB. Die Maschinen wurden in den Jahren 1990 bzw. 1992 gegebaut und sind damit nicht mehr die jüngsten. Die erste Einheit wird laut Unternehmensangaben derzeit in East Midlands lackiert und soll Ende 2020 übergeben werden. „Es mag eine besondere Zeit sein – hier in einer turbulenten Corona-Ära – eine neue Fluggesellschaft zu gründen, aber wir glauben, dass es Platz für eine kleinere und nicht zuletzt flexible Fluggesellschaft gibt. Wir glauben, dass die Zeit reif für Veränderungen und innovative Lösungen in der Luftfahrtindustrie ist, mit denen wir seit vielen Jahren eng zusammenarbeiten “, kommentiert CEO Bjarke Hansen von Primo Tours das Unternehmen. Airseven wird sich auf den Chartermarkt konzentrieren und zunächst Primo Tours als Kunden haben. Zu diesem Reiseveranstalter gehören auch SunCharter und Århus Charter, sodass die beiden Boeing 737-Flugzeuge hauptsächlich in Billund, Aarhus und Aalborg eingesetzt werden. Zuvor hatte Primo Tours eine exklusive Vereinbarung mit DAT für Charterflüge, aber im vergangenen Jahr haben Atlantic Airways, Great Dane Airlines und SAS die Flüge durchgeführt. Zusätzlich zu Charterflügen ist geplant, dass Airseven ACMI- und Ad-hoc-Charterflüge durchführt, wenn auf den Serienflügen für die Primo Tours Group keine feste Anstellung besteht.

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Lufthansa-Group-Start am BER im Überblick

Am Samstagnachmittag wird Lufthansa gemeinsam mit Easyjet anlässlich der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg eine Parallellandung vornehmen. Die Kranich-Airline wird dazu gegen 12 Uhr 50 unter der Flugnummer LH2020 in München abheben. Die Ankunft am BER ist für 14 Uhr 00 angekündigt. An Bord werden sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr und einige Gäste befinden. Der Carrier betont, dass der Sonderflug klimaneutral durchgeführt werden soll, da man die Emissionen über die konzerneigene Plattform kompensieren wird. Lufthansa fliegt erst seit 30 Jahren die Berliner Flughäfen an. Zuvor war dies aufgrund des besonderen Status der Stadt nicht möglich. Der Verkehr wurde von Carriern der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs durchgeführt. Airlines aus neutralen Staaten erhielten ebenfalls die Erlaubnis die Berliner Flughäfen in Ost und West anzufliegen. Kunden der Lufthansa Group Airlines erwartet am neuen BER ein umfangreiches Serviceangebot, um das Reiseerlebnis noch angenehmer zu gestalten. So eröffnet beispielsweise eine neue 650qm große Lufthansa Lounge mit ca. 150 Sitzplätzen – natürlich gestaltet unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Die umlaufende Fensterfront bietet einen phänomenalen Blick auf das Vorfeld und bei gutem Wetter eine exklusive Fernsicht bis zum berühmten Berliner Fernsehturm. Flüge von Lufthansa, SWISS, Austrian und Brussels Airlines sowie Air Dolomiti werden am sogenannten Mainpier abgefertigt, nur einen kurzen Fußweg von der Lounge entfernt. Eurowings Flüge werden überwiegend am Nordpier abgefertigt. Am 8. November 2020 schließt der Flughafen Berlin-Tegel seinen Flugbetrieb und Lufthansa zieht um an den BER. Um 6.45 Uhr wird mit dem Flug LH173 nach Frankfurt erstmals ein Lufthansa Flugzeug vom neuen Hauptstadtflughafen abheben.

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