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Lufthansa: Thiele fordert Stellenabbau und Verkauf von Beteiligungen

Lufthansa-Großaktionär Heinz-Hermann Thiele erhöht den Druck auf das Management der größten Fluggesellschaft Deutschlands. Er fordert im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ den Abbau von etwa 30.000 Stellen sowie den Verkauf von Beteiligungen. Thiele hält etwa 12 Prozent an der Deutschen Lufthansa AG und sorgte bereits im Frühjahr und Sommer für Aufsehen, denn zunächst kündigte er an, dass er die Staatshilfe blockieren wolle. Er sprach sich klar für eine „Planinsolvenz“ aus. Den Widerstand gab der Investor allerdings auf und erteilte letztlich seine Zustimmung. Seit einigen Tagen tritt Thiele wieder mit seinen Forderungen in die Öffentlichkeit und zwar zunächst in Richtung der Gewerkschaften. Nun erhöht er den Druck auf Konzernchef Carsten Spohr, denn die Zahlen sind momentan aufgrund der Gesamtumstände der Corona-Pandemie miserabel. Im Gespräch mit dem Spiegel fordert Thiele unter anderem, dass ein „tragfähiges Sanierungskonzept“ auf den Weg gebracht werden soll. Dies schließt den Abbau von etwa 30.000 Stellen sowie den Verkauf von Beteiligungen ein. Spohr wehrt sich jedoch gegen so genannte „Notverkäufe“. Wie dieser „Machtkampf“ ausgehen wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

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Absage: Keine Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle

Die kommenden Monate dürften für Norwegian Air Shuttle besonder schwierig werden, denn Verkehrsministerin Iselin Nyboe erklärte, dass man ein Ersuchen um milliardenschwere staatliche Unterstützung erhalten habe, jedoch dies für nicht verantwortungsvoll halte. Gegenüber Reuters News sagte das Regierungsmitglied, dass Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle „keine verantwortungsvolle Investition von Steuergeldern“ wäre. Dabei verwies sie auch darauf, dass das Unternehmen bereits vor der Corona-Pandemie rote Zahlen eingeflogen hat und über die Jahre hinweg einen hohen Schuldenberg angehäuft hat. Mit Hilfe vom Staat kann der Billigflieger den jüngsten Äußerungen der norwegischen Verkehrsministerin nach nicht rechnen. Im Mai 2020 wurde allerdings ein staatlich garantierter Kredit in der Höhe von 329 Millionen U.S.-Dollar gewährt. Wie Norwegian Air Shuttle nun mit dem „Korb“ der Regierung umgehen wird, ist noch unklar. In einem Statement schreibt man zwar, dass die Situation derzeit evaluiert wird und möglicherweise der Verkauf weiterer Flugzeuge ins Auge gefasst wird, jedoch wird man dabei nicht konkret. Mitleid scheint Nyboe übrigens nicht zu haben, denn gegenüber Reuters sagte sie auch: „Die Airline-Industrie wird wahrscheinlich ausreichend Verbindungen anbieten und wir werden auch in Zukunft einen gesunden Wettbewerb sehen“.

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Deutschland: Keine Beförderung ohne Online-Voranmeldung

Seit Sonntag gelten für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die umstrittenen neuen Bestimmungen. Diese schreiben vor, dass Personen, die sich in den letzten zehn Tagen in einem so genannten Risikogebiet aufgehalten haben, für zehn Tage in Quarantäne müssen. Das Vorliegen einer negativen Testung, die nicht älter als 48 Stunden sein darf, verkürzt die Absonderung auf fünf Tage, entbindet jedoch nicht vor dieser. Neu ist auch, dass die bisherigen „Aussteigekarten“ durch eine Online-Reisevoranmeldung ersetzt wurden. Die PDF-Datei, die am Ende des Vorgangs bereitgestellt wird, muss während der Reise mitgeführt werden. Die Behörden schreiben in ihren Informationen rund um das neue Tool, dass Beförderungsunternehmen das Vorhandensein des PDFs kontrollieren müssen und bei Missachtung der Vorschrift das Einsteigen verweigern können. Parallel dazu dehnte die deutsche Bundesregierung ihre Reisewarnungen weiter aus. Seit Sonntag ist ganz Italien als Risikogebiet eingestuft. Weiters traf des Festland-Portugal, mit wenigen Ausnahmen das gesamte Gebiet von Schweden und Dänemark (ausgenommen Grönland und Färöer) sowie Nordgriechenland und die Region Athen. Norwegen, Estland, Lettland und Litauen wurden nun ebenfalls als Risikogebiet eingestuft. Personen, die aus diesen Ländern kommend (oder sich in den letzten zehn Tagen dort aufgehalten haben) nach Deutschland einreisen, müssen seit Sonntag zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen PCR-Test kann diese auf fünf Tage verkürzt werden.

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China: Airlines, die Corona „re-importieren, kassieren Flugverbote

In den letzten Tagen testeten die chinesischen Behörden wiederholt ankommende Passagiere positiv auf das Coronavirus. Das hat nun Konsequenzen, denn einige internationale Verbindungen wurden vom Regime nun temporär untersagt. Die “Zwangspausen” betragen bis zu vier Wochen. Betroffen sind verschiedene Airlines und Routen: Dhaka-Guangzhou, betrieben von China Southern Airlines, ist bis vorläufig 30. November 2020 untersagt. Manila-Guangzhou, ebenfalls vom gleichen Carrier bedient, darf vorläufig eine Woche nicht geflogen werden. Die Flüge von Ethiopian Airlines von Addis Abada nach Guangzhou werden für eine Woche verboten. Jene nach Pudong sind bereits seit 26. Oktober 2020 untersagt und haben nun eine Verlängerung für vier Wochen kassiert. Die chinesische Zivilluftfahrtbehörde erklärte, dass es klare Vorgehensweisen gibt: Alle ankommenden Passagiere müssen sich einem PCR-Test unterziehen. Sollten pro Flug mehr als fünf positiv auf das Coronavirus getestet werden, so wird die Verbindung für eine Woche untersagt. Ab zehn Infizierten muss die Strecke für mindestens ein Monat ausgesetzt werden. Im Gegenzug dürfen Fluggesellschaften ihre Verbindungen pro Woche um zwei Rotationen ausbauen, wenn in einem Beobachtungszeitraum von drei Wochen kein einziger positiver Fall nach China “importiert” wurde. Laut CH-Aviation.com haben bereits fünf andere Fluggesellschaften temporäre Suspendierungen kassiert. Dabei handelt es sich um die von Air China bediente Strecke Moskau (SVO)-Shijiazhuang, Tashkent-Xi’an von Uzbekistan Airways, Cairo-Guangzhou von Egyptair, Phnom-Guangzhou von Angkor Air sowie Bagdad-Guangzhou, bedient von Iraqi Airways. Die Untersagung der Strecke Manila-Shanghai (China Eastern Airlines) für vier Wochen soll am 16. November 2020 in Kraft treten. Turkish Airlines kassierte auf der Strecke Istanbul-Guangzhou eine Verlängerung um eine Woche ab

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British Airways setzt Gatwick-Flüge aus

Aufgrund der anhaltend geringen Nachfrage, die auch den harten Einreise- und Quarantänebestimmungen des Vereinigten Königreichs geschuldet ist, wird British Airways temporär das gesamte Angebot am Flughafen London-Gatwick aussetzen. Streckennetzweit sollen im November 2020 deutlich mehr Maschinen am Boden bleiben. „Dies bedeutet weit weniger Flüge als wir uns im November erhofft hatten und bedeutet, mehr unserer Flugzeuge zu landen, einschließlich der Unterbrechung aller Flüge von Gatwick bis Dezember”, zitiert Sky News aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter. Die Kurzarbeit soll daher ausgedehnt werden. Rund 80 Prozent der Lohnkosten werden dabei von der britischen Regierung übernommen. Diese verlautbarte erst kürzlich, dass das Programm bis zumindest März 2021 fortgeführt werden soll. British Airways wird im Winter 2020/21 ein Minimalprogramm anbieten.

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Paderborn behält nur 65 Mitarbeiter

Die Belegschaft des insolventen Regionalflughafens Paderborn/Lippstadt wird drastisch verkleinert. Von ehemals etwa 170 Beschäftigten werden nur etwa 65 Mitarbeiter ihre Jobs behalten können. Der Schritt wird als “unabwendbar” bezeichnet. Der Airport meldete am 22. September 2020 Insolvenz in Eigenverwaltung an. Die Gewerkschaft Komba und der Betriebsrat einigten sich am 6. November 2020 mit der Geschäftsleitung und dem vorläufigen Sachwalter auf die Details zum Stellenabbau. Jene, die nicht übernommen werden, sollen in eine so genannte Transfergesellschaft überführt werden, in der sie für bis zu 12 Monaten verbleiben können, um neue Jobs suchen zu können. Die Umstrukturierung des Flughafens Paderborn/Lippstadt soll bis ungefähr März 2021 abgeschlossen sein. Der Flugbetrieb bleibt dadurch uneingeschränkt, jedoch ist dieser aufgrund der geringen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie derzeit stark reduziert. Zugelassen ist “PAD” für Maschinen der Kategorie E.

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Einigung bei Swiss: Weniger Lohn für Flugbegleiter

Die Fluggesellschaft Swiss und die Kabinengewerkschaft Kapers konnten sich auf ein Sparpaket einigen. Dieses tritt im März 2021 in Kraft und ist vorerst bis Ende 2023 befristet. Demnach sollen die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter im Schnitt um zehn Prozent weniger Lohn bekommen. Nach Ablauf dieser Vereinbarung soll der momentan gültige Tarifvertrag bis zumindest 2025 fortgeführt werden. Das Kabinenpersonal stellt bei Swiss die personenmäßig größte Gruppe der Belegschaft dar. Weiters soll es für die Flugbegleiter verschiedene Möglichkeiten geben, die den freiwilligen Austritt aus dem Unternehmen schmackhaft machen sollen. Dazu zählen beispielsweise vorzeitige Pensionierungen, aber auch Altersteilzeit. Unterm Strich sollen die Kosten um rund zehn Prozent gesenkt werden.

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Oktober 2020: Airbus lieferte 72 Maschinen aus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus konnte im Oktober 2020 insgesamt 72 Maschinen an Kunden ausliefern. Dabei handelte es sich um zwölf A220, vier A330, zwölft A350 und einen A380. Weiters wurden 43 Maschinen der A320-Reihe an ihre Besteller übergeben. Im selbigen Zeitraum konnte der Hersteller elf Neubestellungen an Land ziehen. Die Businessjet-Version des Airbus A220, “ACJ Two Twenty”, sticht dabei mit sechs Orders positiv hervor. Skyserv bestellte zwei Airbus A20neo, ein namentlich nicht benannter Kunde orderte zwei A321neo und eine vermögende Privatperson einen A320neo. Dem stehen allerdings auch Stornos von drei A220-300 gegenüber.

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VC fordert politische Intervention bei Tuifly

Die Vereinigung Cockpit fordert von der deutschen Politik, dass diese die Umstrukturierung der Ferienfluggesellschaft Tuifly “auf Kosten der Steuerzahler” verhindern soll. Den aktuellen Plänen nach, gegen die die Gewerkschaft Sturm läuft, soll die Flotte auf 22 Flugzeuge verkleinert werden und einhergehend sollen 1.000 Jobs gestrichen werden. Die Vorgehensweise bezeichnen die Belegschaftsvertreter der VC, Verdi und der Betriebsrat als “wirtschaftlich und politisch untragbar sowie sozial unverantwortlich”. Durch den Umbau des Unternehmens würden zusätzliche Kosten in der Höhe von 200 Millionen Euro verursacht werden. Die VC geht davon aus, dass diese mit Hilfe der Staatshilfe in der Höhe von drei Milliarden Euro gestemmt werden sollen. Etwaige Kosteneinsparungen durch die geplante Umstrukturierung werden sich frühestens in mehreren Jahren einstellen, so die VC. Durch die Umstrukturierung würden ca. 200 Millionen Euro an Kosten verursacht. Damit würde der Konzern einen erheblichen Anteil der vorhandenen Liquidität und der staatlichen Hilfsgelder in Höhe von drei Milliarden Euro in einem Projekt ohne unmittelbar wirksamen finanziellen Nutzen und mit unsicherem Ausgang versenken. “Bereits jetzt – mitten in der Corona-Krise – fliegt Tuifly schon mit über 20 Flugzeugen fast ausschließlich auf die kanarischen Inseln und dies könnte aufgrund der hohen Nachfrage noch gesteigert werden. Das zeigt eindeutig, dass 17 Flugzeuge für den Heimatmarkt des weltgrößten Reiseveranstalters keinesfalls ausreichend sein werden. Sobald die Corona-Krise dem Ende zugeht, wird eine erheblich größere Flotte benötigt, um das Geschäft und Flugprogramm durchführen zu können. Hier will Tui in Zukunft überwiegend mit osteuropäischen Billigfluggesellschaften in erheblichem Umfang fliegen. Da Tui als Premiumanbieter mit dementsprechend hohen

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Ab 5. Mai 2021 ist Tegel „auch technisch kein Flughafen mehr“

Mit dem Start von Air-France-Flug AF 1235 endete am Sonntag eine Ära in Berlin: Der Flughafen Tegel wird nun keine Flüge mehr abfertigen. In den kommenden sechs Monaten muss dieser aus gesetzlichen Gründen noch betriebsbereit gehalten werden, jedoch erklärt die Betreibergesellschaft, dass in dieser Zeit keine Flüge mehr in Tegel stattfinden können. „Heute, am 8. November 2020, endete ein besonderes Kapitel in der Verkehrsgeschichte der Hauptstadtregion. Von den Anfängen der Fliegerei bis zum Massentourismus per Flugzeug: alles hat in Tegel stattgefunden. Möglich gemacht haben das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und Ihrer Partner am Flughafen. Sie haben Außergewöhnliches geleistet und den Flughafen unvergesslich gemacht. Die Architekturikone war für die Berliner jahrzehntelang das Tor zur Welt. Deshalb gab es keinen passenderen Abschied für Tegel als einem Flug der Air France“, so Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Theoretisch könnte der Otto-Lilienthal-Airport im Bedarfsfall bis inklusive Mai 2021 kurzfristig reaktiviert werden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt ist sehr gering. Nach Ablauf dieser Vorhaltefrist soll das Areal in einen neuen Stadtteil umgewandelt werden. Das sechseckige Hauptterminal steht unter Denkmalschutz und soll künftig eine Universität beherbergen. Da in den letzten Jahren nur noch sporadisch in Schuss gehalten wurde, steht zunächst eine Generalsanierung an. „Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit Flug AF1235 nach Paris-Charles de Gaulle die Ehre haben, den Flughafen Berlin-Tegel als letzte Airline zu verabschieden. 60 Jahre lang waren wir eng mit ihm verbunden und sagen #DankeTXL! Mit den Flügen zum neuen Airport BER endet nun unsere Zeit in Tegel,

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