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Flugreisen: Rechte, Einschränkungen und Herausforderungen bei Inkontinenz und weiteren chronischen Erkrankungen

Die Mitnahme medizinischer Hilfsmittel und Medikamente auf Flugreisen ist für viele Passagiere mit chronischen Erkrankungen oder gesundheitlichen Einschränkungen eine Notwendigkeit – jedoch auch mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden. Zwischen Sicherheitskontrollen, restriktiven Gepäckregelungen und uneinheitlichen Vorschriften der Fluggesellschaften entstehen häufig Missverständnisse, die für Betroffene zur Belastungsprobe werden. Dies gilt insbesondere bei Erkrankungen wie Diabetes, Inkontinenz oder psychischen Leiden, die mitunter unsichtbar, aber mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden sind. Pünktlich zum Anstieg des Osterreiseverkehrs setzt die Billigfluggesellschaft Wizz Air mit der Initiative „Fit to Fly – medizinisch gut vorbereitet“ ein Zeichen für mehr Gesundheitsbewußtsein in der zivilen Luftfahrt. Mit rund 4.000 geplanten Flügen allein über das verlängerte Osterwochenende sieht sich die Airline in einer besonderen Verantwortung gegenüber ihren Passagieren – insbesondere jenen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Die neue Kampagne verfolgt das Ziel, das Bewußtsein für gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen vor Flugreisen zu schärfen und die Zahl medizinischer Zwischenfälle an Bord zu verringern. Steigendes Gesundheitsrisiko im Luftverkehr In den vergangenen Jahren ist die Zahl medizinischer Zwischenfälle während Flugreisen weltweit gestiegen. Laut einer Studie des „New England Journal of Medicine“ kommt es bei etwa einem von 600 Flügen zu einem ernsten medizinischen Vorfall. Ursachen sind dabei so vielfältig wie die Passagiere selbst: von Kreislaufschwächen über allergische Reaktionen bis hin zu akuten Erkrankungen wie Thrombosen oder sogar Herzinfarkten. Die eingeschränkten Möglichkeiten medizinischer Versorgung in der Flugkabine machen Prävention umso wichtiger. Vivien Peto, Unternehmenssprecherin und Botschafterin von Wizz Air, erklärt dazu: „Wie bereits im Rahmen unseres Customer First Compass Programms angekündigt, ist es unser Ziel, allen Passagieren eine sichere und

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Notlandung in Tucson: Triebwerksprobleme zwingen Delta-Flug DL937 zur Umkehr

Ein Vorfall mit einer Boeing 737-900ER der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines am 14. April 2025 sorgt derzeit für Aufsehen. Das Passagierflugzeug mußte kurz nach dem Start vom Tucson International Airport im Bundesstaat Arizona umkehren. Grund hierfür waren Triebwerksprobleme, die zur Auslösung eines Notfallcodes führten. Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA hat eine Untersuchung eingeleitet. Am frühen Nachmittag des 14. April startete Delta-Flug DL937 planmäßig vom Tucson International Airport in Richtung Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport. Die Boeing 737-900ER mit dem Kennzeichen N892DN hob um 12:43 Uhr Ortszeit ab. Bereits wenige Minuten nach dem Start registrierte die Besatzung Unregelmäßigkeiten an einem der Triebwerke. Die Maschine erreichte nur eine Flughöhe von rund 17.000 Fuß, bevor der Sinkflug eingeleitet wurde. Um 12:55 Uhr sendeten die Piloten den Notfallcode 7700, der in der Luftfahrt auf eine generelle Notlage hinweist. Dieser Code wird üblicherweise bei schweren technischen Defekten oder medizinischen Notfällen verwendet. Trotz der technischen Störung gelang es der Crew, das Flugzeug sicher nach Tucson zurückzulenken. Um 13:20 Uhr erfolgte die Landung ohne weitere Zwischenfälle. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt. Die Maschine konnte eigenständig zur Parkposition rollen. Die Fluggesellschaft informierte umgehend über die Maßnahme und kündigte eine technische Überprüfung der Maschine an. Die FAA gab am selben Tag bekannt, daß sie den Vorfall untersuchen werde. Untersuchung durch die US-Luftfahrtbehörde Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) erklärte, daß sie routinemäßig bei gemeldeten technischen Störungen eingreife. Im vorliegenden Fall werde geprüft, ob Wartungsfehler, Materialermüdung oder andere technische Faktoren die Ursache für den Vorfall gewesen sein könnten. Besonders relevant sei hierbei

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Technik trifft Terminal – Serviceroboter am Flughafen München im Einsatz

Der Flughafen München erprobt seit Kurzem neue Formen der technischen Unterstützung für seine Fluggäste. In Zusammenarbeit mit dem Lufthansa Innovation Hub und dem Start-up Ottonomy werden im Terminal 2 autonome Serviceroboter eingesetzt. Ziel des Projekts ist es, sowohl den Servicekomfort für Passagiere zu erhöhen als auch betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten. Diese Initiative steht exemplarisch für den wachsenden Einfluss automatisierter Systeme im Alltag großer Verkehrsknotenpunkte. Im Rahmen einer Pilotphase hat der Flughafen München zwei sogenannte „Ottobots“ stationiert, die im Gatebereich sowie im Bereich der Gepäckausgabe ihren Dienst verrichten. Die Roboter sind so konzipiert, daß sie sich eigenständig durch das Terminal bewegen können und dabei mittels eingebauter Sensorik Hindernissen ausweichen und Passagiere gezielt ansprechen können. Die Fahrzeuge sind klein, auf vier Rädern mobil und mit einem Bildschirm sowie QR-Codes ausgestattet, über welche Reisende auf ein digitales Hilfemenü zugreifen können. Der Zugriff auf diese digitale Hilfe erfolgt über das Einscannen eines Codes, woraufhin sich ein Fenster mit einem Chat-Assistenten der Lufthansa öffnet. Reisende haben dann die Möglichkeit, Informationen zu ihrem Flug abzurufen, Buchungen zu ändern oder im Falle von Verspätungen einen Erstattungsantrag zu stellen. Die intuitive Nutzeroberfläche soll insbesondere in Momenten helfen, in denen kein Flughafenpersonal verfügbar ist. Technik aus Start-up-Schmiede Die Ottobots stammen vom US-amerikanischen Unternehmen Ottonomy, das sich auf autonome Liefersysteme spezialisiert hat. Neben Flughäfen werden die Fahrzeuge auch in Krankenhäusern sowie bei sogenannten „letzten Meile“-Zustellungen eingesetzt. Am Flughafen München kommt die Technologie nun zum ersten Mal in Deutschland flächendeckend im öffentlichen Terminalbetrieb zum Einsatz. Laut Ottonomy sind die Roboter

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Pilot mit Herzbeschwerden: United-Flug nach Newark muß in Dublin notlanden

Ein medizinischer Notfall zwingt eine Linienmaschine von United Airlines zu einem ungeplanten Zwischenstopp. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Zwischenfälle innerhalb weniger Tage. Am 15. April 2025 wurde Flug UA71 von United Airlines, eine Boeing 777-200ER mit der Kennung N78005, gezwungen, von seiner regulären Route abzuweichen. Der Flug war planmäßig um 09.23 Uhr vom Flughafen Amsterdam Schiphol in Richtung Newark Liberty International Airport (USA) gestartet. Etwa zwei Stunden nach dem Abheben meldete die Crew gesundheitliche Probleme eines der diensthabenden Piloten. Der Vorfall ereignete sich in 36.000 Fuß Höhe über dem Atlantik, rund 670 nautische Meilen nordwestlich von Dublin. Nachdem der Zustand des dritten Piloten als ernst eingestuft wurde, entschieden sich die verantwortlichen Piloten zur Umkehr und zur Landung auf dem nächstgelegenen geeigneten Flughafen. Gegen 12.30 Uhr Ortszeit setzte das Flugzeug sicher in der irischen Hauptstadt Dublin auf. Die örtlichen Rettungskräfte waren informiert und übernahmen unverzüglich die medizinische Betreuung des betroffenen Crew-Mitglieds. Über dessen Gesundheitszustand wurde zunächst nichts Näheres bekannt. Nach Überprüfung des Gesundheitszustandes und technischen Kontrollen durch Bodenpersonal startete die Boeing 777 um 14.07 Uhr erneut Richtung Nordamerika. Die Landung in Newark war für 15.52 Uhr Ortszeit vorgesehen. Die betreffende Maschine ist bereits seit November 1998 im Einsatz und bietet Platz für insgesamt 276 Passagiere in verschiedenen Komfortklassen. Weitere medizinische Notfälle bei United Airlines Der Vorfall vom 15. April ist nicht isoliert zu betrachten. Bereits fünf Tage zuvor, am 10. April, mußte ein weiterer Flug von United Airlines — Flug UA977 von Newark nach Dubai — im

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Dienstag als Flugtag unbeliebt – Avelo Airlines streicht Flüge an Spitzensommertagen

In der Luftfahrtbranche unterliegt die Nachfrage nach Flügen erheblichen Schwankungen im Wochenverlauf, massgeblich beeinflusst durch die Reisemotive der Passagiere. Generell gilt der Dienstag als der Wochentag mit der geringsten Auslastung. Fluggesellschaften sehen sich an diesem Tag oft gezwungen, ihre Preise stärker als üblich zu senken, um die Flugzeuge zu füllen und somit ihren Umsatz zu optimieren, sofern sie ihr Flugangebot nicht reduzieren. Diese Erkenntnis führt bei einigen Fluggesellschaften zu strategischen Anpassungen ihres Flugplans. Insbesondere Gesellschaften mit älteren Flugzeugen, die zwar im Besitz der Airline sind oder zu sehr niedrigen Leasingraten betrieben werden können, aber einen höheren Treibstoffverbrauch und Wartungsaufwand aufweisen, neigen dazu, an weniger beliebten Tagen ihr Flugangebot deutlich zu reduzieren. Die amerikanischen Billigfluggesellschaften Avelo Airlines und Allegiant Air werden als Beispiele für diesen Ansatz genannt. Im Gegensatz dazu sind Fluggesellschaften mit moderneren und treibstoffeffizienteren Flugzeugen darauf angewiesen, diese intensiver zu nutzen, um die höheren fixen Betriebskosten zu kompensieren. Ein besonders drastisches Beispiel für die Reaktion auf die geringe Nachfrage am Dienstag liefert nun Avelo Airlines. Laut Flugplandaten, die bei dem Analyseunternehmen Cirium Diio eingereicht wurden, plant Avelo, in den beiden Hauptsommermonaten Juli und August des Jahres 2025 überhaupt keine kommerziellen Flüge an Dienstagen durchzuführen. Obwohl bereits üblicherweise an diesem Tag weniger Flüge stattfinden als an anderen Wochentagen, ist ein solch vollständiger Verzicht äusserst ungewöhnlich. Im Vergleich dazu fanden im Juli und August 2024 noch 1,1 Prozent aller Avelo-Flüge an Dienstagen statt, während dieser Anteil in den Jahren 2023 und 2022 sogar noch höher lag (4,4 respektive 6,3 Prozent). Avelo

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Erneute Verzögerung bei der Indienststellung des Airbus A321XLR bei Wizz Air

Die geplante Einführung des Airbus A321XLR in die Flotte der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air verzögert sich weiter. Nachdem bereits zuvor mit Spannung erwartet wurde, wann die britische Tochtergesellschaft der Airline (Wizz Air UK) den ersten ihrer bestellten Langstreckenjets in Empfang nehmen würde, gab das Unternehmen nun bekannt, dass sich die Indienststellung (Entry Into Service, EIS) des Typs erneut verschiebt. Dies betrifft das erste Flugzeug der Airline, das mit Pratt & Whitney PW1100G-Triebwerken ausgestattet ist und unter dem britischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator’s Certificate, AOC) fliegen soll. Die erneute Verzögerung wurde von Wizz Air gegenüber dem Fachportal ch-aviation mit Problemen im Auslieferungsprozess begründet. Eine Stellungnahme von Wizz Air gegenüber anderen Medien steht noch aus. Ursprünglich hatte der Vorstandsvorsitzende (CEO) von Wizz Air, József Váradi, im September des vergangenen Jahres bekanntgegeben, dass die ersten beiden Strecken, auf denen die A321XLR zum Einsatz kommen sollte, London Gatwick (LGW) mit Jeddah King Abdulaziz International Airport (JED) in Saudi-Arabien sowie Abu Dhabi Zayed International Airport (AUH) mit dem Mailänder Flughafen Malpensa (MXP) verbinden würden. Der Erstflug auf der Strecke London-Gatwick nach Jeddah war ursprünglich für den 31. März 2025 geplant, der eigentliche Debütflug des A321XLR sollte am 14. April folgen. Obwohl Wizz Air die A321XLR noch nicht in ihrer Flotte begrüßen konnte, deuten Aufzeichnungen des Flugdatendienstes Flightradar24 darauf hin, dass eine ihrer Airbus A321neo Maschinen (Registrierung G-WUNA) am 31. März den Erstflug auf der genannten Strecke von London-Gatwick nach Jeddah absolvierte. Dieser Flug mit der Kennung W95605 startete um 16:25 Uhr Ortszeit und legte die 4.714

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Zunehmende Zahl unbegleiteter Kinder auf Schweizer Flughäfen

Die Beförderung unbegleiteter minderjähriger Fluggäste stellt für Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit eine besondere Herausforderung dar. Um deren Sicherheit und Betreuung während der Reise zu gewährleisten, existieren spezielle Regelungen, die sicherstellen sollen, dass diese jungen Reisenden in jeder Phase ihrer Flugreise die notwendige Unterstützung erhalten. In der Schweiz scheint sich nun ein deutlicher Trend zu verstärken: Die Zahl der Kinder, die ohne Begleitung Erwachsener fliegen, nimmt an den grossen Flughäfen des Landes zu. Das Unternehmen Swissport, das an verschiedenen Schweizer Flughäfen Passagierdienste erbringt, hat einen bemerkenswerten Anstieg der Anzahl unbegleiteter Minderjähriger festgestellt. An den Flughäfen Genf und Zürich wurden im vergangenen Jahr jeweils mehr als 12.000 solcher junger Reisender abgefertigt. Am EuroAirport Basel-Mülhausen-Freiburg war die Zahl mit 900 unbegleiteten Minderjährigen im Jahr 2024 zwar geringer, aber dennoch konstant. Swissport führt diesen Anstieg auf die veränderten Reisetrends in der modernen Luftfahrtindustrie zurück. Insbesondere in international geprägten Städten wie Zürich, Basel und Genf, die eine vielfältige, globale Erwerbsbevölkerung aufweisen, fliegen immer mehr Kinder allein, um Familienangehörige zu besuchen, die weit entfernt leben. Als Anbieter von Passagierdiensten ist Swissport für die Betreuung der unbegleiteten Minderjährigen vom Check-in bis zum Boarding zuständig. Dort werden die Kinder dann an die Kabinenbesatzung der jeweiligen Fluggesellschaft übergeben, die die Aufsicht während des Fluges übernimmt. Laut Swissport sind die Hauptreisezeiten für unbegleitete Minderjährige traditionell die Weihnachts- und Sommerferien, in denen generell ein erhöhtes Reiseaufkommen zu verzeichnen ist. Die Zahlen verdeutlichen die Dimension dieser Aufgabe für Swissport an den grössten Schweizer Flughäfen. So wurden am Flughafen Zürich, dem achtzehntverkehrsreichsten Flughafen

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FAA ordnet Austausch von Toilettenverriegelungen an Boeing 737 NG und MAX an

Die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat einen obligatorischen Austausch der Klapptürverriegelungen an zahlreichen Flugzeugen der Typen Boeing 737 Next Generation (NG) und 737 MAX vorgeschlagen. Dieser Schritt erfolgt, nachdem es zu Vorfällen kam, bei denen Passagiere aufgrund defekter Verriegelungen in den Flugzeugtoiletten eingeschlossen wurden. Ein besonders aufsehenerregender Fall ereignete sich im Jahr 2024 auf einem Flug der indischen Fluggesellschaft SpiceJet, bei dem ein Passagier während eines einstündigen Fluges beinahe die gesamte Zeit in der Toilette festsaß. In einer nun veröffentlichten Bekanntmachung über einen Regelungsvorschlag (Notice of proposed rulemaking, NPRM) begründet die FAA ihre Initiative mit einem konkreten Vorfall, bei dem ein Passagier eine Toilette nicht verlassen konnte, weil ein gebrochener Riegel das Öffnen der Tür verhinderte. Die Flugbegleiter waren nicht in der Lage, die Tür zu entriegeln, was eine außerplanmäßige Landung des Flugzeugs erforderlich machte. Die FAA stellte fest, dass die Verriegelung während des normalen Betriebs versagte und sich die Tür nur mit Hilfe eines Bodenmechanikers öffnen ließ. Die Ursache für das Versagen der Verriegelung wurde von der FAA in Materialermüdung der Kunststoffstruktur des Klapptürverschlusses identifiziert. Diese Ermüdung sei vor allem auf übermäßige Belastung in Verbindung mit Produktionsrückständen durch das Bohren von Löchern für Einsätze in die Kunststoffstruktur zurückzuführen. Die Behörde warnt davor, dass ein Versagen der Toilettenverriegelung in einem kritischen Notfall, wie beispielsweise schweren Turbulenzen, einem medizinischen Notfall oder einer notwendigen Evakuierung, den Zugang zu einem eingeschlossenen Passagier behindern und dessen Ausstieg erschweren könnte. Dies berge das Risiko schwerer Verletzungen für die betroffene Person. Die Anordnung der

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Insiderfinanzinformationen: Play kassiert Geldstrafe

Die isländische Fluggesellschaft Play hat eine Strafe in Höhe von ISK 15,8 Millionen (ca. 123.900 USD) auferlegt bekommen, nachdem sie gegen europäische Vorschriften zur rechtzeitigen Offenlegung von Insiderfinanzinformationen verstoßen hatte. Die Strafe wurde von der Finanzaufsichtsbehörde (FME) der Zentralbank Islands verhängt und stellt einen Abschluss eines Vergleichs dar, bei dem die Low-Cost-Airline die Feststellung akzeptierte, gegen die europäischen Offenlegungspflichten verstoßen zu haben. Dies wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung einer transparenten und rechtzeitigen Kommunikation finanzieller Daten, insbesondere für börsennotierte Unternehmen, und auf die Verantwortung, die Luftfahrtgesellschaften und andere Unternehmen gegenüber ihren Investoren und der breiten Öffentlichkeit tragen. Der Vorfall und die Verzögerung bei der Offenlegung Das zugrunde liegende Problem dreht sich um die Frage, ob die Entwürfe der vorläufigen Finanzzahlen des Unternehmens für das dritte Quartal 2022, die auf einer Sitzung des Vorstands am 27. Oktober 2022 präsentiert wurden, als Insiderinformationen galten und ob deren Offenlegung am 3. November 2022 zu spät erfolgte. Play vertrat die Auffassung, dass die prognostizierten Zahlen nur auf allgemeinen Erwartungen beruhten und nicht als preisrelevant eingestuft werden sollten. Die Fluggesellschaft argumentierte, dass die vorläufigen Finanzzahlen eine grobe Schätzung und keine konkreten, belastbaren Informationen darstellten. Die Finanzaufsichtsbehörde Islands widersprach dieser Argumentation und entschloss sich, eine Strafe zu verhängen. Laut der Behörde hätten die vorgelegten Finanzdaten zu diesem Zeitpunkt bereits als Insiderinformationen eingestuft werden müssen, da sie relevante wirtschaftliche Auswirkungen auf die Bewertung der Aktien des Unternehmens gehabt hätten. Ein solches Vorgehen widerspreche den EU-Vorgaben, nach denen Unternehmen verpflichtet sind, Preis-sensitive Informationen schnell und vollständig zu offenbaren,

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Ungewisse Zukunft für Silver Airways: Insolvenzverwalter empfiehlt Abwicklung

Die in Florida ansässige Fluggesellschaft Silver Airways steht vor einem möglichen Aus. Ein aktueller Bericht des gerichtlich eingesetzten Insolvenzverwalters deutet darauf hin, daß eine Fortführung des Geschäftsbetriebs kaum realistisch sei. Die Traditionsairline, die seit den späten 1980er Jahren den Regionalflugverkehr in Florida und der Karibik mit Turboprop-Maschinen prägte, hat mit schwerwiegenden finanziellen und operativen Problemen zu kämpfen. Am 11. April 2025 legte der für das Insolvenzverfahren zuständige Treuhänder dem US-Konkursgericht für den südlichen Bezirk Floridas einen detaillierten Bericht vor. Darin kommt er zu dem Schluß, daß die wirtschaftliche Lage von Silver Airways keine Grundlage mehr für eine erfolgreiche Restrukturierung biete. Der Bericht spricht eine klare Empfehlung zur Abwicklung des Unternehmens aus. Silver Airways hatte am 30. Dezember 2024 Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts beantragt. Ziel dieses Verfahrens war es, eine geordnete finanzielle Restrukturierung durchzuführen, während der laufende Betrieb aufrechterhalten werden sollte. Öffentlich hatte das Management mehrfach betont, daß der Restrukturierungsplan „auf Kurs“ sei. Doch der Treuhänder widerspricht diesen Aussagen deutlich. Die Einnahmenprognosen, auf die sich Silver Airways stützt, seien „nicht mit der operativen Realität vereinbar“, heißt es im Bericht. Seit Beginn des Insolvenzverfahrens sei die Flotte drastisch reduziert worden. Laut Daten des Branchenportals ch-aviation bestand die aktive Flotte im April 2025 aus lediglich sechs Flugzeugen: zwei ATR 42-600 und vier ATR 72-600. Weitere fünf Maschinen – drei vom Typ ATR 42-600 und zwei ATR 72-600 – waren als inaktiv gemeldet. Ein besonders einschneidender Rückschlag ereignete sich, als der Leasinggeber TrueNoord eine mehrstellige Millionensumme einklagte und mehrere geleaste Maschinen

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