
Pilotenstreik bei LATAM Airlines Chile
Die chilenische Luftfahrtbranche wird durch einen umfassenden Streik der Piloten von LATAM Airlines, der größten Fluggesellschaft des Landes, empfindlich getroffen. Nachdem die vermittelten Tarifverhandlungen zwischen dem Unternehmen und dem Sindicato de Pilotos de LATAM (SPL) gescheitert sind, trat die Gewerkschaft am 12. November um Mitternacht Ortszeit in den Ausstand. Die Arbeitsniederlegung der 464 in Chile ansässigen Piloten, die mehr als die Hälfte der gesamten Pilotenschaft des Konzerns in dem südamerikanischen Land darstellen, hat umgehend zur Annullierung von mindestens 173 Flügen geführt, die zwischen dem 12. und 17. November geplant waren. Schätzungen zufolge sind davon rund 20.000 Passagiere betroffen. Der Kern des Konflikts liegt in der Forderung der Piloten nach der Wiederherstellung der Beschäftigungs- und Lohnbedingungen aus der Zeit vor der globalen Krise. Die Gewerkschaft argumentiert, dass ihre Forderungen, die weniger als ein Prozent des jüngst erzielten Gewinns von LATAM ausmachten, angesichts der erfreulichen finanziellen Erholung des Unternehmens gerechtfertigt seien. LATAM Airlines hingegen hat Maßnahmen ergriffen, um die Betriebsstörungen abzumildern und den betroffenen Kunden Optionen wie Umbuchungen und Rückerstattungen anzubieten. Trotz dieser Bemühungen bleibt die kurzfristige Betriebssicherheit der Fluggesellschaft durch den festgefahrenen Verhandlungsstand stark beeinträchtigt. Der Kern des Arbeitskampfes: Post-Krisen-Löhne und Gewinnsituation Die Pilotengewerkschaft (SPL) betont, dass ihre Mitglieder eine Rückkehr zu den Lohn- und Sozialleistungen anstreben, die vor den pandemiebedingten Anpassungen galten. Im Zuge eines Notfallplans hatte LATAM in den Jahren zuvor Sparmaßnahmen ergriffen, die unter anderem Gehaltskürzungen und Entlassungen umfassten. Nun, da die LATAM Group aus ihrer tiefen Krise herausgefunden hat und sich finanziell robust präsentiert, fordern die Piloten








