
Ferienflieger: Corendon und Sunexpress im Vergleich
Corendon Airlines und Sunexpress liefern sich besonders ab Deutschland einen scharfen Wettbewerb um die Gunst der Passagiere und Reiseveranstalter im Deutschland-Türkei-Verkehr. Auch ab zahlreichen anderen Staaten ist man in diesem Segment aktiv. Die Geschäftsmodelle sind vergleichbar, jedoch wo liegen eigentlich die Unterschiede? Die Wurzeln beider Konzerne liegen im klassischen Chartergeschäft. Sunexpress wurde Ende der 1980er-Jahre als gemeinsame Charterfluggesellschaft von Lufthansa und Turkish Airlines ins Leben gerufen. Bis heute hat das Joint-Venture Bestand, jedoch hat sich das Geschäftsmodell bereits vor langer Zeit gewandelt. Mittlerweile führt Sunexpress Charterflüge nur noch in Ausnahmefällen durch, denn man fliegt eigenen Angaben nach fast ausschließlich Linienflüge. Auf diese buchen auch Reiseveranstalter ihre Kunden. Einige Jahre lang hatte man unter dem Namen Sunexpress Deutschland auch einen Ableger mit deutschem AOC, jedoch wurde dieser im Zuge der Corona-Pandemie dichtgemacht und aufgelöst. Auch Corendon war eine Charterfluggesellschaft Auch Corendon startete zunächst im Chartergeschäft, prescht jedoch ebenfalls seit einigen Jahren stark in den Einzelplatzverkauf. Die Marke Sunexpress ist im deutschen Sprachraum definitiv bekannter und hinsichtlich dem Direktvertrieb besser aufgestellt als der Herausforderer, der sich im Besitz zweier Geschäftsleute befindet. Allerdings unterhält man nebst dem türkischen AOC auch zwei Flugbetriebe mit EU-Zertifikaten. Dabei handelt es sich um die maltesische Corendon Airlines Europe und die niederländische Corendon Dutch Airlines. Dieser Umstand ist gegenüber Sunexpress ein Wettbewerbsvorteil, da die EU-AOCs die eigenwirtschaftliche Bedienung zahlreicher Routen ab dem Gebiet der Europäischen Union ermöglichen. Sunexpress muss hierfür auf Kooperationen zurückgreifen. Beispielsweise arbeitet man im Deutschland-Bulgarien-Verkehr mit Electra Airways zusammen und auf den Deutschland-Ägypten-Flügen setzt man






