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Wisag übernimmt Vorfeldabfertigung der Lufthansa-Gruppe in Berlin

Der Bodendienstleister Wisag übernimmt ab dem 1. September 2026 die vorfeldseitige Abfertigung für Swiss International Air Lines am Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Wie das Unternehmen über Netzwerke mitteilte, umfasst der Auftrag wesentliche Dienstleistungen auf dem Vorfeld, darunter das Be- und Entladen der Flugzeuge, das Pushback-Manövrieren der Maschinen sowie die Gepäck- und Frachtfrachtlogistik am Boden. Der Dienstleister tritt damit an die Stelle bisheriger Abfertigungspartner der Schweizer Lufthansa-Tochter am Hauptstadtwort. Die Vereinbarung bildet den Auftakt für eine erweiterte operative Partnerschaft zwischen der Wisag und dem Mutterkonzern Lufthansa Group am Standort Berlin. Nach Unternehmensangaben sollen in den darauffolgenden Wochen und Monaten schrittweise weitere Fluggesellschaften des Konzerns – darunter voraussichtlich die Kernmarke Lufthansa sowie Austrian Airlines und Brussels Airlines – in das Abfertigungsmandat der Wisag überführt werden. Für den Bodenverkehrsdienstleister bedeutet der Zuschlag einen deutlichen Zuwachs an Marktanteilen am Flughafen Berlin Brandenburg. Der Wechsel des Abfertigungsdienstleisters erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über Pünktlichkeit, Personalkapazitäten und Zuverlässigkeit bei den Bodendiensten am Berliner Flughafen. In der Vergangenheit kam es an der Infrastruktur des BER wiederholt zu Engpässen bei der Gepäckabfertigung und den Abfertigungszeiten auf dem Vorfeld. Durch die Bündelung der Konzern-Airlines bei einem zentralen Dienstleister strebt die Lufthansa-Gruppe eine Stabilisierung der betrieblichen Abläufe und eine Reduzierung der Bodenstandzeiten an. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass die Übernahme mehrerer Großkunden innerhalb kurzer Zeit hohe Anforderungen an die Personal- und Geräteressourcen des Bodendienstleisters stellt. Die erfolgreiche Abwicklung des Flugbetriebs wird maßgeblich davon abhängen, ob es der Wisag gelingt, ausreichend qualifiziertes Personal für die Schichtdienste auf dem Vorfeld zu

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Flugsicherung Skyguide meldet veränderte Verteilung der Flugbewegungen

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat die Verkehrszahlen für die Sommerferienperiode veröffentlicht und eine Verschiebung der verkehrsreichsten Tage im Schweizer Luftraum registriert. Anders als in früheren Jahren traten die stärksten Auslastungen im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 17. August 2026 nicht an den Wochenenden auf, sondern konzentrierten sich auf Freitage und Montage. Als verkehrsreichster Einzeltag des Sommers erwies sich Freitag, der 24. Juli, an dem Skyguide insgesamt rund 4.760 zivile und militärische Flugbewegungen im überwachten Luftraum betreute. Insgesamt wickelte die Schweizer Flugsicherung während der rund siebenwöchigen Feriensaison etwa 240.100 Flüge ab, was einem Tagesdurchschnitt von knapp 4.500 kontrollierten Flugbewegungen entspricht. Die fünf auslastungsstärksten Tage lagen durchweg im Zeitraum zwischen Anfang Juli und Anfang August. Um den geballten Nachfragespitzen an den betroffenen Wochentagen zu begegnen, passte Skyguide die Schichtpläne an und setzte zusätzliches Personal in den Radarkontrollzentren sowie in den Kontrolltürmen ein. An den beiden Landesflughäfen zeigte sich ebenfalls eine hohe Kapazitätsauslastung. Am Flughafen Zürich verzeichnete die Flugsicherung im Auswertungszeitraum knapp 44.500 Starts und Landungen, was einem Schnitt von rund 840 Flugbewegungen pro Tag entspricht. Am Flughafen Genf wurden etwa 25.500 Starts und Landungen registriert, mit einem Tagesdurchschnitt von rund 480 Bewegungen. Neben dem reinen An- und Abflugsverkehr an den Drehkreuzen bildete der Überflugverkehr durch den zentralen europäischen Luftraum den Hauptteil der Lotsenarbeit. Luftfahrtanalysten werten die Verschiebung der Verkehrsnachfrage auf Montags- und Freitagskontingente als Folge veränderter Buchungsmuster im Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr sowie flexiblerer Arbeitszeitmodelle. Allerdings stellt die starke Konzentration auf Wochenanfänge und Freitage die Flugsicherungen vor personelle und organisatorische Herausforderungen. Wenn

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Infrastrukturprojekte im Rheinland: Sperrung der Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Köln

Die Deutsche Bahn hat eine vollständige Sperrung der stark frequentierten Schienenverbindung zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und Köln-Mülheim eingeleitet. Über den Zeitraum von zwei Wochen, bis zum 4. September 2026, ist der reguläre Zugverkehr auf diesem Streckenabschnitt für den Fern-, Regional- und Güterverkehr komplett unterbrochen. Die parallel verlaufende Trasse der S-Bahn-Linie 6 bleibt aufgrund umfangreicherer Baumaßnahmen noch über diesen Zeitraum hinaus bis zum 4. Dezember gesperrt. Die Maßnahme betrifft im Pendler- und Fernreiseverkehr täglich zehntausende Fahrgäste im nordrhein-westfälischen Ballungsraum. Aufgrund der Streckensperrung leitet die Deutsche Bahn den Fernverkehr großräumig um, was zu Ausfällen von Fernhaltesystemen im Ruhrgebiet führt. An den Standorten Duisburg und Oberhausen halten während der Bauarbeiten im Tagesverkehr planmäßig fast keine ICE-Flug- und Zugverbindungen mehr. Die Anpassung des Ersatzfahrplans musste kurzfristig nachkorrigiert werden, da an einer Eisenbahnbrücke über die Wupper bei Opladen auf der Ausweichroute Schäden festgestellt wurden. Dieser Defekt fiel erst kurz nach dem Abschluss einer vorausgegangenen monatelangen Sperrung desselben Streckenabschnitts auf. Im regionalen Schienenverkehr sind unter anderem die Linien RE1 und RE5 betroffen, deren Fahrten teils über Neuss umgeleitet werden oder auf Teilabschnitten entfallen. Als Ersatz stellt die Bahn ein Netz aus Ersatzbussen bereit, was für Passagiere längere Umstiegs- und Beförderungszeiten nach sich zieht. Der NRW-Generalbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Jens Gräfer, verwies in diesem Zusammenhang vor dem Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtages auf den hohen Sanierungsbedarf des Schienennetzes im Bundesland, dessen Infrastruktur durch Überlastung und hohes Alter eine hohe Störanfälligkeit aufweist. Verkehrsexperten und Fahrgastverbände kritisieren die späten Korrekturen an den Ersatzfahrplänen sowie die mangelnde Abstimmung parallel verlaufender Baumaßnahmen

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Urlaubsplanung im digitalen Wandel: Soziale Medien bestimmen zunehmend das Reiseverhalten

Plattformen wie TikTok und Instagram haben sich zu zentralen Faktoren bei der Gestaltung von Urlaubsreisen entwickelt. Nach einer aktuellen Untersuchung des Reise- und Erlebnisanbieters TUI Musement, die in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Appinio in europäischen Märkten durchgeführt wurde, nutzen knapp vier von zehn Reisenden touristische Zielorte gezielt zur Erstellung von Bild- und Videomaterial für soziale Netzwerke. Der Einfluss digitaler Medien erstreckt sich dabei über den gesamten Entscheidungsprozess – von der ersten Orientierung bis zur Buchung von Ausflügen vor Ort. Besonders in jüngeren Altersgruppen verdrängen Videoplattformen traditionelle Informationsquellen wie gedruckte Reiseführer oder Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld. Bei Angehörigen der Generation Z gibt knapp die Hälfte der Befragten an, TikTok als primäre Inspirationsquelle für Urlaubsziele zu nutzen. Mehr als 43 Prozent aller Studienteilnehmer gaben zudem an, bereits direkt aufgrund eines viralen Beitrags eine Buchung getätigt zu haben. Dieser Wert steigt bei den Millennials auf 52 Prozent an, was die hohe kommerzielle Relevanz zielgruppenorientierter Online-Inhalte für die Reisebranche unterstreicht. Der Trend zur Veröffentlichung von Urlaubsmotiven erzeugt jedoch auch messbaren Darstellungsdruck. Rund 37 Prozent der Befragten räumen ein, das Bedürfnis zu verspüren, die eigenen Reiseerlebnisse im Netz möglichst attraktiv zu präsentieren. Bei jüngeren Zielgruppen liegt dieser Wert bei 45 Prozent. Der Fokus auf bekannte Fotomotive führt zudem zu einer punktuellen Verdichtung von Besucherströmen an stark frequentierten Zielorten, während weniger bekannte Ziele in den Hintergrund treten. Tourismusanalysten weisen darauf hin, dass die Fokussierung auf visuelle Trends Risiken für Urlaubsregionen birgt. Eine rein auf Fotomotive ausgerichtete Nachfrage kann zu kurzfristigen Überlastungen einzelner Standorte führen, während

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Werftaufenthalt der „Schleswig-Holstein“: Scandlines investiert 25 Millionen Euro in Werftumbau

Die Reederei Scandlines hat ihre Doppelendfähre „Schleswig-Holstein“ für umfassende Modernisierungsarbeiten in eine Werft im litauischen Klaipėda überführt. Das Schiff, das regulär auf der Ostsee-Verbindung zwischen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und dem dänischen Rødby im Einsatz ist, wird dort bis Ende des laufenden Jahres aus dem regulären Fahrplan genommen. Das Investitionsvolumen für die Arbeiten beläuft sich auf mehr als 25 Millionen Euro. Während des Werftaufenthalts übernehmen die verbleibenden vier Fährschiffe der Flotte die Bedienung der Route über den Fehmarnbelt, um den Kapazitätsanforderungen im Personen- und Frachtverkehr nachzukommen. Im Mittelpunkt der technischen Maßnahmen steht die Umrüstung des Antriebssystems. Die bisherige Hybridfähre wird zu einer Plug-in-Hybridfähre umgebaut, was die Installation größerer Batteriekapazitäten sowie moderner Ladesysteme erfordert, um das Schiff künftig vorrangig mit Landstrom zu betreiben. Finanziell unterstützt wird der technische Teil der Maßnahme durch Fördermittel des deutschen Bundesministeriums für Digitales und Verkehr im Rahmen des Programms zur Modernisierung der Küstenschifffahrt. Ziel der Reederei ist es, die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Schiffes durch die Erneuerung der Antriebskomponenten und der Schiffstechnik um mehrere Jahre zu verlängern. Parallel zum technischen Umbau erfahren die Passagierbereiche auf den Decks 5 und 6 eine grundlegende Neugestaltung. Geplant ist der Rückbau von Trennwänden, die Verlegung von Treppenaufgängen sowie die Einrichtung neuer Gastronomie-, Café- und Einkaufszonen. Auf dem Sonnendeck wird zudem ein Außenbereich mit Kinderspielmöglichkeiten geschaffen. Durch geänderte Raumaufteilungen und den Einsatz digitaler Bestellsysteme sollen die Passagierströme während der rund 45-minütigen Überfahrt optimiert und die Aufenthaltsqualität für Reisende angepasst werden. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Modernisierung der Flotte auch im Kontext

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Nächtigungen und Hotelumsätze verzeichnen im Juli moderaten Anstieg

Der Tourismus in der österreichischen Bundeshauptstadt verzeichnete im Juli 2026 einen leichten Zuwachs bei den Übernachtungszahlen. Nach Angaben der städtischen Tourismusbehörden wurden in diesem Monat rund 1,84 Millionen Gästenächtigungen registriert, was einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Betrachtet man den gesamten bisherigen Jahresverlauf von Januar bis Juli, summiert sich das Aufkommen auf 11,14 Millionen Übernachtungen. Dies stellt im Vergleich zur selben Vorjahresperiode ein Plus von fünf Prozent dar. Trotz der gestiegenen absoluten Zahlen stagnierte die Auslastung der Hotelzimmer im Juli bei rund 73 Prozent. Die Bettenauslastung sank im Vorjahresvergleich sogar minimal auf 56 Prozent, was auf eine gleichzeitige Ausweitung des Angebots um etwa 1.600 auf nunmehr 84.500 verfügbare Hotelbetten im Wiener Stadtgebiet zurückzuführen ist. Parallel zu den Übernachtungszahlen entwickelten sich die finanziellen Kennzahlen der Beherbergungsbetriebe nach oben, wenngleich Marktbeobachter hier auf den anhaltenden Einfluss der Inflation verweisen. Im Juni erwirtschafteten die Wiener Betriebe einen Netto-Nächtigungsumsatz von rund 145 Millionen Euro, was einem nominellen Anstieg von neun Prozent gegenüber Juni 2025 entspricht. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich der kumulierte Umsatz auf 647,8 Millionen Euro, ein Zuwachs von lediglich zwei Prozent. Branchenanalysten merken kritisch an, dass die Umsatzsteigerungen teilweise auf notwendige Preisanpassungen der Hoteliers aufgrund gestiegener Betriebs- und Personalkosten zurückgehen und nicht zwingend eine proportionale Erhöhung der realen Gewinnmargen bedeuten. Ein Blick auf die Herkunftsmärkte offenbart eine stabile Nachfrage aus dem deutschsprachigen Raum, während Überseestädte gemischte Signale senden. Deutschland führte die Statistik im Juli mit 332.000 Übernachtungen an, gefolgt vom heimischen österreichischen Markt mit 299.000 Nächtigungen.

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Notfallübung am Flughafen Dresden: Einsatzkräfte erproben Reaktionsketten nach simulierter Kollision

Am Flughafen Dresden haben Feuerwehr, Rettungsdienste, Bundes- und Landespolizei sowie Flughafenpersonal eine koordinierte Übung zur Abwehr von Flugzeugunfällen absolviert. Die Übung unter der Bezeichnung „Lilienthal 2026“ diente der Überprüfung von Alarm- und Einsatzplänen sowie der Absprache zwischen den Beteiligten im Krisenfall. Durch die Übungsmaßnahmen am Rande des Geländes kam es zu keinen Störungen des zivilen Linien- und Charterverkehrs. Die Durchführung solcher Übungen erfolgt in regelmäßigen Abständen auf Basis gesetzlicher Vorgaben der internationalen und europäischen Zivilluftfahrtbehörden EASA und ICAO. Das konkrete Übungsszenario simulierte die Kollision eines Testflugzeugs vom Typ Airbus A300 der benachbarten Elbe Flugzeugwerke (EFW) mit einer Passagiermaschine des Typs De Havilland DHC-8 bei der Landung. Die Annahme sah schwere Beschädigungen an beiden Luftfahrzeugen sowie den Ausbruch von Bränden vor. Neben der Flughafenfeuerwehr kamen Einheiten der Berufsfeuerwehr Dresden sowie mehrere Freiwillige Stadtteilfeuerwehren zum Einsatz. Unter Zuhilfenahme einer Brandsimulationsanlage übten rund 200 Einsatzkräfte die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung und die Rettung von Darstellern aus den Kabinen. Neben den physischen Rettungseinsätzen auf dem Rollfeld bildete die organisatorische Abstimmung zwischen den beteiligten Schnittstellen einen Schwerpunkt des Ablaufs. Das Krisenmanagement umfasste die Sichtung und Erstversorgung verletzter Personen, den Aufbau von Betreuungsstrukturen für Angehörige sowie die Alarmierung externer Notfalldienste. Auch das Zusammenspiel mit den Elbe Flugzeugwerken als ortsansässigem Wartungs- und Umbaubetrieb wurde unter realistischen Bedingungen getestet. Erste Auswertungen der Übungsleitung bescheinigen den beteiligten Organisationen ein strukturiertes Vorgehen, wiesen jedoch zeitgleich auf die Komplexität bei der Abstimmung vieler Schnittstellen hin. Eine detaillierte Analyse der Kommunikationswege, der Ausrückzeiten sowie der technischen Koordination erfolgt in den kommenden Wochen.

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Neuordnung im Auslandsgeschäft: Flughafen Zürich AG veräußert Minderheitsanteil an Belo Horizonte

Die Flughafen Zürich AG veräußert ihre Minderheitsbeteiligung am internationalen Flughafen Belo Horizonte (Confins) in Brasilien. Eine entsprechende Vereinbarung hat das Schweizer Unternehmen mit der Aeropuerto de Cancún, S.A. de C.V. unterzeichnet, einer Tochtergesellschaft der mexikanischen Flughafenbetreibergruppe Grupo Aeroportuario del Sureste (ASUR). Der Verkauf des 12,75-Prozent-Anteils steht im Einklang mit der Ausrichtung des Zürcher Flughafenbetreibers, das internationale Engagement künftig strikt auf Mehrheitsbeteiligungen mit voller operativer Kontrolle zu konzentrieren. Bei Vollzug der Transaktion nach Erteilung aller regulatorischen Genehmigungen rechnet der Konzern mit einem einmaligen Nettogewinn von rund 17 Millionen Schweizer Franken. Die Betreibergesellschaft Concessionária do Aeroporto Internacional de Confins S.A. hält seit 2013 eine auf 30 Jahre angelegte Konzession für den Betrieb des Großflughafens im Bundesstaat Minas Gerais. Im Jahr 2025 verzeichnete der Standort Belo Horizonte ein Passagieraufkommen von rund 13,3 Millionen Fluggästen und gehört damit zu den wichtigen Drehkreuzen im brasilianischen Innenlandverkehr. Die Flughafen Zürich AG war 2013 im Rahmen der Privatisierungswelle brasilianischer Flughäfen als reine Finanz- und Minderheitsinvestorin bei dem Konsortium eingestiegen. Über die Tochtergesellschaft Zurich Airport International AG steuert das Zürcher Unternehmen seine weltweiten Beteiligungen, die sich vor allem auf lateinamerikanische Märkte sowie auf Indien erstrecken, wo zuletzt der neue Noida International Airport nahe der Hauptstadt Delhi seinen Betrieb aufnahm. Der Rückzug aus Belo Horizonte markiert eine Bereinigung des Portfolios von reinen Finanzbeteiligungen hin zu Projekten, bei denen Führung und operative Standards direkt durch die Schweizer Muttergesellschaft bestimmt werden. Neben dem Verkauf in Belo Horizonte betreibt das Unternehmen in Brasilien weiterhin andere Flughäfen wie Florianópolis, Vitória und Macaé unter

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Tarifschlichtung bei Lufthansa: Bodo Ramelow als Schlichter für Vereinigung Cockpit benannt

Mit der formalen Unterzeichnung der Verfahrensvereinbarung zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und der Deutschen Lufthansa ist der organisatorische Rahmen für drei anstehende Schlichtungsverfahren abgesteckt worden. Gemäß den Regularien haben beide Tarifparteien das Recht, jeweils eine unabhängige Person für den Schlichtungsprozess zu benennen. Die Vereinigung Cockpit berief hierfür den früheren thüringischen Ministerpräsidenten und aktuellen Bundestagsvizepräsidenten Bodo Ramelow. Er soll seine langjährige politische Erfahrung und Expertise im Verhandlungsmanagement in die festgefahrenen Tarifgespräche zwischen der Fluggesellschaft und dem fliegenden Personal einbringen. Die anstehenden Verfahren betreffen zentrale tarifliche Streitpunkte zwischen dem Konzern und seinen Piloten, darunter Regelungen zu den Vergütungsstrukturen, den Arbeitszeiten und den Rahmenbedingungen bei den verschiedenen Tochtergesellschaften der Lufthansa-Gruppe. Bodo Ramelow hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Schlichtungen im Verkehrssektor geleitet, unter anderem bei Tarifkonflikten im Eisenbahnbereich. Die Benennung eines erfahrenen Politikers soll helfen, Kompromisslinien in den verhärteten Fronten herauszuarbeiten und langwierige Arbeitskampfmaßnahmen abzuwenden. Ramelow verzichtet im Rahmen dieser Schlichtungsmandate auf eine persönliche Vergütung. Stattdessen werden die ihm zustehenden Honorarmittel auf seinen Wunsch hin zu gleichen Teilen an zwei gemeinnützige Zwecke in Thüringen gespendet: an ein Lern- und Kulturprojekt am Flughafen Erfurt-Weimar sowie an den Verein Flugwelt Altenburg Nobitz, der sich der historischen Aufarbeitung der regionalen Luftfahrtgeschichte widmet. Die Vereinigung Cockpit kündigte an, diese Initiativen neben der finanziellen Zuwendung auch durch fachliches Know-how aus der Piloterschaft zu begleiten. Die Ernennung der Schlichter stellt einen wichtigen Schritt zur Befriedung der Tarifbeziehungen im Lufthansa-Konzern dar, verspricht jedoch keine unmittelbare Einigung. Schlichtungsempfehlungen sind für die Tarifpartner rechtlich nicht bindend und müssen im Nachgang von

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Ausweitung von Zwischenstopps: Flughafen München und Lufthansa erweitern gemeinsames Stopover-Programm

Die Betreibergesellschaft des Flughafens München (FMG) und die Fluggesellschaft Lufthansa bauen ihr gemeinsames Stopover-Programm für internationale Transitpassagiere aus. Ab sofort wird die Option, einen mehrtägigen Aufenthalt am Drehkreuz München einzulegen, auf Kunden aus China, Indien, Japan, Südkorea und Thailand ausgeweitet. Das Angebot, das im Frühjahr zunächst in den Pilotmärkten Singapur und USA gestartet war, richtet sich an Umsteigepassagiere, die ihren Reiseverlauf flexibel für einen Zeitraum von 24 Stunden bis zu sieben Tagen unterbrechen möchten. Über die Buchungsplattform der Fluggesellschaft können Passagiere kombinierte Pakete buchen, die neben der Flugverbindung auch Dienstleistungen vor Ort umfassen. Derzeit sind zwölf Partnerunternehmen aus den Bereichen Hotellerie, Autovermietung, Einzelhandel und Kultur in das Programm integriert. Ziel der Kooperation zwischen dem Flughafenbetreiber und der Fluggesellschaft ist es, die Auslastung der Langstreckenverbindungen nach Asien zu stärken und gleichzeitig die touristische Wertschöpfung im Großraum München und in der Region Bayern zu erhöhen. Die Einbindung asiatischer Herkunftsmärkte erfolgt im Zuge der schrittweisen Erholung des interkontinentalen Reiseverkehrs zwischen Europa und Ostasien. Für das Drehkreuz München stellt das Programm ein Werkzeug dar, um sich im Wettbewerb mit anderen europäischen Großflughäfen wie Frankfurt, London-Heathrow oder Amsterdam-Schiphol zu behaupten, die vergleichbare Stoppover-Konzepte nutzen. Der Flughafenbetreiber und die Airline planen, das Netz an Partnerbetrieben sowie die Liste der zugelassenen Abflugländer in künftigen Phasen weiter aufzustocken. Kritische Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Erfolg solcher Zwischenstopp-Modelle stark von den Gesamtreisekosten und der Anbindung des Flughafens an das regionale Verkehrsnetz abhängt. Da die Schienenanbindung des Münchner Flughafens an die Innenstadt weiterhin über die S-Bahn erfolgt und zeitintensiv

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