
China: Strategische Expansion in Schlüsselmärkten treibt weltweite A320-Fertigung
In einer strategischen Weichenstellung zur Erhöhung der weltweiten Produktionskapazitäten hat der europäische Luftfahrzeughersteller Airbus eine zweite Endmontagelinie (final assembly line, fal) für seine A320-Familie in Tianjin, einer bedeutenden Hafenstadt in Nordchina, in Betrieb genommen. Die offizielle Einweihung am 22. Oktober 2025 folgt auf ein hochrangiges Treffen zwischen Airbus-Chef Guillaume Faury und dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Peking und markiert die zweite solche Produktionsstätte in China sowie im gesamten asiatischen Raum. Diese Entscheidung ist ein klares Signal für die Bedeutung des chinesischen Marktes und die Entschlossenheit von Airbus, seine Präsenz in den global größten Volkswirtschaften auszubauen. Die neue fal in Tianjin soll künftig rund 20 Prozent zur weltweiten A320-Gesamtproduktion des Konzerns beitragen und ist ein zentraler Baustein in der Strategie, die monatliche Fertigungsrate für die A320-Familie bis zum Jahr 2027 auf 75 Flugzeuge zu steigern. Geopolitische Kooperation und Marktzugang in Asien Die Eröffnung der zweiten Montagelinie in Tianjin steht im Kontext einer vertieften wirtschaftlichen und industriellen Zusammenarbeit zwischen China und der europäischen Union. Handelsminister Wang Wentao betonte im Gespräch mit Faury die anhaltende Modernisierung Chinas, die erhebliche Chancen für ausländische Unternehmen wie Airbus biete. China positioniert sich als weltweit zweitgrößter Konsum- und Importmarkt und unterstreicht damit seine Relevanz für globale Akteure. Der Minister äußerte die Erwartung, dass Airbus die neue Produktionsstätte nutzen werde, um die Kooperation mit dem Land zu intensivieren und den Markt mit hochwertigen Luftfahrtprodukten zu versorgen. Airbus-CEO Guillaume Faury bekräftigte seinerseits das Vertrauen in die Robustheit der chinesischen Wirtschaft und das Wachstumspotenzial der zivilen Luftfahrtindustrie des Landes.








