COVID-19

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TUI: Piloten bieten 200 Millionen Euro und fordern Schlichtung

Die Vereinigung Cockpit fordert eine Schlichtung in den Krisenverhandlungen mit TUI. Nach monatelangen erfolglosen Versuchen, auf dem Verhandlungswege zu einem Ergebnis zu kommen, ist nun ein neuer Ansatz nötig. „Die Zeit drängt – das Unternehmen benötigt Liquidität und die Pilotinnen und Piloten sind zu einem Krisenbeitrag im Volumen von 200 Millionen Euro bereit. Für diese erheblichen Zugeständnisse erwarten wir im Gegenzug nachhaltigen Kündigungsschutz. Wir haben es bei der Lufthansa vorgemacht – dasselbe ist mit Sicherheit auch bei der TUIFly möglich“, so Marcel Gröls, der im Vorstand der Vereinigung Cockpit für Tarifpolitik zuständig ist. Schlichtungen werden in Tarifkonflikten immer wieder bemüht, um festgefahrene Verhandlungen zu lösen. In der gegenwärtigen Situation, in der es um Arbeitsplatzschutz für die Beschäftigten geht, erwartet die VC, dass der TUI-Konzern sich dem Vorschlag nicht versperrt. „Rechnerisch wurden dem Konzern pro deutschem Arbeitsplatz 430.000 Euro an staatlichen Geldern bereit gestellt. Da ist es nur Recht und billig, Kündigungen nach Möglichkeit zu vermeiden, auch wenn schlimmstenfalls Arbeitsplätze reduziert werden müssen. Zumal bei anderen europäischen TUI-Gesellschaften im Verhältnis deutlich weniger Arbeitsplätze wegfallen“, so Gröls weiter. Die Vereinigung Cockpit hatte in den zahlreichen Verhandlungsrunden der vergangenen Monate immer wieder die Bereitschaft zu tiefgreifenden und sehr schmerzhaften Einschnitten im Gegenzug für einen umfassenden Kündigungsschutz bekräftigt. Damit war die Tarifkommission jedoch auf taube Ohren beim Arbeitgeber gestoßen. „Eine Schlichtung ist daher zum jetzigen Zeitpunkt das geeignetste Mittel, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen und einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu erreichen“, wie es in der Aussendung heißt.

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Easyjet entzieht ersten UK-Aktionären das Stimmrecht

Low-Coster Easyjet arbeitet unter Hochdruck daran, seine EU-Fluglizenz rechtlich abzusichern. Das kostete schon den ersten britischen Aktionären das Stimmrecht. Die Brexit-Einigung trat am 1. Januar des neuen Jahres vorläufig in Kraft. Somit ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied der Europäischen Union, auch nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes und der Zollunion. Dies könnte einigen Fluggesellschaften zum Verhängnis werden. Denn innerhalb der EU darf nur fliegen, wer zu mehr als 50 Prozent im Eigentum und unter Kontrolle von EU-Ansässigen ist. Das geht sich bei Easyjet nicht ganz aus. Der Billig-Flieger gehört derzeit nur zu 47,35 Prozent Aktionären aus der EU.  Um die 50-Prozent-Schwelle zu überschreiten, könnte die Airline in einem nächsten Schritt Anteilseigner zwingen, ihre Papiere an Investoren aus der EU zu verkaufen, wie das Nachrichtenmagazin Handelsblatt schreibt. Doch nicht nur Easyjet muss sich mit diesem Problem herumschlagen. Auch Ryanair, der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG und die ungarische, aber in London börsennotierte Billigairline Wizz müssen verhindern, dass sie nach dem Brexit das Recht zu Flügen innerhalb der EU verlieren. 

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Montenegro: Neue Nationalairline hat einen Namen

Es kam so, wie es kommen musste: Montenegro Airlines hob zum letzten Mal ab. Eine neue Nationalairline soll die 1994 gegründete Fluggesellschaft ersetzen.  Die Führungsetage hatte schon vor einigen Wochen Alarm geschlagen: Ohne weitere Hilfe vom Staat ist Schluss. Dieser Warnung kommt die neu gewählte Regierung nicht nach und schließt finanzielle Unterstützungen zur Gänze aus. Daraufhin zog das Management der Fluglinie den Stecker und stellte am 25. Dezember den Flugbetrieb ein. Premierminister Zdravko Krivokapić verfolgt nun einmal andere Pläne. Er wolle eine neuen National-Carrier gründen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Während an den Unternehmens-Strukturen noch getüftelt wird, steht der Name schon fest: 2 Montenegro. Diesen plauderte Wirtschaftsminister Mladen Bojanic im heimischen TV-Sender Vijesti aus.

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2021: Eurocontrol rechnet mit 51 Prozent des Vorkrisenniveaus

Die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) blickt weniger optimistisch in die Zukunft: Die Experten erwarten im neuen Jahr lediglich 51 Prozent des Vorjahresniveaus zu erreichen. Der Covid-19-Schock sitzt tief. Die Luftfahrtindustrie musste horrende Verluste hinnehmen – unter dem Strich stehen rund 6,1 Millionen Flüge und 1,7 Milliarden Fluggäste, die im vergangenen Jahr ausfielen. Bei diesen Zahlen kann es heuer nur besser werden. In der Branche ist dank der Impfstarts in vielen Ländern auch ein Hauch von Zuversicht zu spüren. Die Situation werde 2021 wieder deutlich besser aussehen, so die Hoffnung. Doch die Lotsen-Dachorganisation mit Sitz in Brüssel warnt vor zu viel Optimismus. Nur die richtigen Maßnahmen würden die Branche zur gewünschten Erholung bringen. Besonders finanziell gebeutelte Flughäfen sollten nun bevorzugt Finanzhilfe erhalten – nachdem im abgelaufenen Jahr in erster Linie die Fluggesellschaften versorgt wurden.  Unter den großen Airlines musste die Lufthansa Gruppe auffallend viele Flüge stornieren, laut Eurocontrol waren es 67 Prozent. Auf ähnliche Werte kommen EasyJet (minus 67 Prozent) und die British-Airways-Mutter IAG (minus 65 Prozent). Ryanair habe im vergangenen Jahr 59 Prozent weniger Flüge absolviert als 2019 und Air France/KLM 55 Prozent weniger, wie der ORF berichtet. Darüber hinaus wurden auch bei den Airports die Karten neu gemischt. Der Frankfurter Flughafen musste sein Zepter an Amsterdam-Schiphol übergeben. Damit belegt nun AMS den ersten Platz als verkehrsreichster Flughafen Europas, die Rückgänge der Flugbewegungen fielen hier etwas weniger drastisch aus. 

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Boeing: Alaska Airlines bestellt weitere 737 MAX

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr, auf das der krisengebeutelte Boeing nicht so gerne zurückschaut – wie wohl die gesamte Branche. Doch kurz vor Silvester erreicht den Flugzeugbauer eine ermutigende Nachricht: US-Airline Alaska Airlines kauft 23 weitere Boeing 737 MAX. Damit würde die Fluggesellschaft ihre Großbestellung auf insgesamt 68 Exemplare des Krisenfliegers aufstocken, wie das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet. Für den angeschlagenen Airbus-Konkurrenten ein wahrer Geldsegen, spült der neueste Auftrag umgerechnet etwa 2,42 Milliarden Euro in die Kassen. Darüber hinaus sicherte sich Alaska Airlines auch eine Option über 15 weitere Boeing 737 MAX. Der US-Carrier stellt also die Weichen für die Zeit nach der Pandemie. 

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Azores Airlines steuert in Zukunft Stansted an

Azores Airlines wird einen Bogen um Gatwick machen: Die portugiesische Fluggesellschaft landet ihre Maschinen künftig am London Stansted Airport.  Die Tochtergesellschaft der SATA startete von Ponta Delgada aus nach London-Gatwick, bis die Strecke im Oktober 2019 planmäßig für die Wintersaison 2019/20 eingestellt wurde. Wegen der Corona-Pandemie kam es seitdem nicht zur Wiederaufnahme – zu dieser wird es auch nicht mehr kommen. Denn nun wolle die Gesellschaft am 3. Juni des nächsten Jahres dreimal wöchentlich nach Stansted fliegen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Zum Einsatz würden hauptsächlich Airbus A321-Maschinen kommen.  

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Rückholaktion: Betroffene ziehen vor Gericht

Am 17. März startete Außenminister Heiko Maas die größte Rückholaktion der Bundesrepublik und brachte Familien und Freunde wieder zusammen. Die Freude hält nur kurz. Denn heute finden sich bei den Zurückgeholten zum Teil horrende Ticket-Rechnungen im Postfach. Es ging Schlag auf Schlag: Im diesjährigen März schloss nahezu jedes Land auf der Welt wegen der drohenden Pandemie die Grenzen und stellte jegliche Flugverbindungen ein. Abertausende Menschen saßen im Reiseland fest – bis das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften die „Gestrandeten“ ausflog. Diese bekommen jetzt die Rechnung: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika mussten 200 Euro gezahlt werden. Für das südliche Afrika und die Karibik waren 500 Euro fällig. Wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, musste bis zu 1000 Euro blechen. Knapp 94 Millionen Euro seien nötig gewesen, um etwa 240.000 Menschen zurückzuholen. Derzeit erhalten rund 67.000 Touristen Kostenbescheide des Auswärtigen Amtes. Doch nicht jeder ist bereit zu zahlen: Acht Monate nach der Rückholaktion habe die Bundesregierung erst gut ein Viertel der veranschlagten Kostenbeteiligung von den Flugpassagieren kassiert, wie das Nachrichtenmagazin Merkur berichtet. Das spülte nach Angaben des Ministeriums 10,6 Millionen Euro in die Staatskasse. Nicht wenige würden gegen die Zahlungsbescheide sogar vor Gericht ziehen wollen. Inzwischen seien auch schon mindestens 60 Klagen anhängig.  Dabei ist zu unterscheiden: Touristen, die ihre Reise über einen Reiseveranstalter gebucht haben, müssen nicht auf Kosten sitzen bleiben. Sie bekommen das Geld zurückerstattet. Auch Individualreisende bleiben nicht zwangsläufig auf den Kosten der Rückholaktion sitzen: Wenn sie einen Flug bei einer Airline in der EU gebucht hatten, können sie von der Fluggesellschaft in

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BER: Terminal 5 könnte früher stillgelegt werden

Es ist nur eine Frage der Zeit: Die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH wird das Terminal 5 in Kürze vom Netz nehmen. Wurde zuerst der März angepeilt, könnte dem ehemaligen Hauptstadt-Flughafen der DDR jetzt schon ab Februar der Stecker gezogen werden. Seit der Eröffnung des BER-Airports am 31. Oktober 2020 hält sich das Passagieraufkommen in Grenzen. Die Pandemie hält die Welt – und besonders die Luftfahrtindustrie – eben weiter in Atem. Und die Zahlen am BER sind so dermaßen schlecht, dass Flughafen-Chef Engelbert Lütke-Daldrup schon im November eine temporäre Schließung des Terminal 5 ins Spiel brachte, Aviation Direct berichtete. Damals peilte er den März 2021 an. „Es könnte aber sein, dass der frühere Flughafen Schönefeld auch schon früher außer Betrieb genommen wird“, gesteht Lütke-Daldrup jetzt der Berliner Zeitung. „Alles in allem gehe ich davon aus, dass die Schließung zwischen Ende Februar und Ende März 2021 vollzogen wird. Den genauen Termin stimmen wir derzeit mit unseren Kunden, den Airlines und Mietern im Terminal 5 ab.“ Der gesamte Flugbetrieb soll dann vorläufig im Terminal 1 abgewickelt werden. Mit der Stilllegung wolle die FBB 25 Millionen Euro pro Jahr sparen. Vor allem das Landeverbot für UK-Flieger setzt dem T5 zu. Damit sei ein wesentlicher Teil des verbliebenen internationalen Luftverkehrs weggefallen. Wohl mit ein Grund, um den Schließungs-Prozess zu beschleunigen.

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Triebwerksprobleme: 737 MAX muss vorzeitig landen

Die Meldungen um den Krisenjet des US-Flugzeugbauers reißen nicht ab: Eine Boeing 737-8 MAX von Air Canada musste am 22. Dezember wegen eines Defekts in einem der Triebwerke auf einem Ausweichflughafen landen. Fluggäste befanden sich keine an Bord, lediglich 3 Besatzungsmitglieder. Kurz nach dem Start der 737-Max erhielten die Piloten eine Warnmeldung, wonach beim linken Triebwerk der Hydraulik zu niedrig sei. Gleich darauf wurde ihnen angezeigt, dass es auch Probleme mit der Treibstoffzufuhr in der linken Tragfläche gebe. Das berichtet das Nachrichtenportal Futurezone. Die Piloten beschlossen daraufhin, das linke Triebwerk abzudrehen. Sie setzten einen PAN-PAN-Funk ab und steuerten den nächstgelegenen Flughafen in Tucson, Arizona an. Dort konnte die Maschine sicher landen. Vor Ort wird nun der Vorfall näher unter die Lupe genommen und die Ursache untersucht. Zwei Abstürze mit mehr als 300 Toten zwangen die 737 Max auf den Boden – 20 Monate lang, weltweit. Erst seit wenigen Wochen darf die Maschine wieder abheben.

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VIE: Impfung soll das Geschäft wieder ankurbeln

Die Luftfahrtbranche bekommt die Corona-Krise wohl am heftigsten zu spüren. Klar also, dass die Flughäfen und Airlines sehnsüchtig auf den Covid-Impfstoff warten. Am Flughafen in Schwechat rechnet man ab Mitte 2021 wieder mit verstärktem Reiseverkehr. Die heißerwartete Vakzine soll das Reisegeschäft in Österreich wieder ankurbeln. Doch kommt mit der Rettung auch eine Impflicht auf die Branche zu? Zumindest machen Spekulationen rund um „neue Vorgaben für Flugreisende“ die Runde. Auch Flughafen-Vorstand Julian Jäger schließt solche Maßnahmen nicht aus: „Es gibt schon Meldungen, dass manche Airlines sagen, man darf nur mit ihnen fliegen, wenn man geimpft ist.“ Möglich wäre auch ein „Gesundheitspass, der international anerkannt ist“, sagt er gegenüber dem ORF. Der Vorstand des Flughafens Wien rechnet ab Mitte nächsten Jahres wieder mit verstärktem Reiseverkehr. „Wir hoffen natürlich, dass wenn die Impfung verfügbar ist und die Menschen geimpft werden, dass die Reisebeschränkungen beendet werden“, so Jäger.

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