Österreich

Weitere Artikel aus der Rubrik

Österreich

Tyrolean-Gründer Gernot Langes-Swarovski verstorben

Der Gründer der ehemaligen Fluggesellschaft Tyrolean Airways, Gernot Langes-Swarovski, ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit im Beisein der engsten Familie verstorben. Dies teilten seine Hinterbliebenen am Freitag mit. Im Jahr 1978 übernahm Langes-Swarovski gemeinsam mit Christian Schwemberger-Swarovski die damalige Aircraft Innsbruck. Ein Jahr später wurde daraus Tyrolean Airways formiert, die am 1. April 1980 den ersten Linienflug mit de Havilland DHC-7 durchführte. Über die Jahre hinweg wuchs Tyrolean zu einer der größten Regionalfluggesellschaften Europas. 1994 stieg Austrian Airlines mit einer Minderheitsbeteiligung ein und brachte anschließend die eigene Regio-Tochter AAS Austrian Air Services ein. Gernot Langes-Swarovski und ein weiterer Gesellschafter verkauften 1998 ihre Anteile komplett an Austrian Airlines. Einige Jahre wurde Tyrolean unter eigener Marke fortgeführt. Später flog man nur noch unter AUA-Flugnummern und zeitweise wurde die Livery „Austrian Arrows“ genutzt. Im Jahr 2012 wurde der Flugbetrieb der Austrian Airlines auf Tyrolean übertragen und am 1. April 2015 erfolgte die Fusion mit der AUA. Auch Tyrol Air Ambulance war ursprünglich Teil der Tyrolean Airways. Im Jahr 1983 erfolgte die Ausgliederung als Tyrolean Air Ambulance Gesellschaft mbH. 1999 wurde das Unternehmen per Management-Buy-Out verkauft und erhielt den heutigen Namen Tyrol Air Ambulance. Die ÖAMTC-Hubschrauber-Tochter Heliair geht übrigens ebenfalls auf Tyrolean Airways zurück. Diese Sparte wurde 1995 an den ÖAMTC verkauft. Bis heute im Besitz der Familie Swarovski befindet sich der Businessjet-Betreiber Tyrolean Jet Services. Diese wurde im Gegensatz zu den Linien-, Ambulanz- und Helikoperflügen nicht verkauft und ist sowohl für die Firma Swarovski als auch für Charterkunden

weiterlesen »

Alexis von Hoensbroech: „AUA hat noch 420 Millionen Euro“

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines hat derzeit noch etwa 420 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Firmenchef Alexis von Hoensbroech befindet man sich „nicht unter dem Businessplan, der die Basis für die Staatshilfe“ war. Man habe „von Anfang an finanzielle Puffer für eine mögliche zweite Welle eingebaut“ und die Liquidität wäre daher gut, betont der AUA-Generaldirektor gegenüber dem Kurier. Allerdings müsse der von ihm geleitete Carrier „eine harte Kostendisziplin“ praktizieren. Einen Ausblick auf die möglichen Entwicklungen im Jahr 2021 will von Hoensbroech allerdings nicht geben. Er hofft jedoch darauf, dass die Impfungen und Schnelltests die „die Wende in der Pandemie bringen. Wenn sich im Sommer die Nachfrage auf 60 bis 70 Prozent des Vorkrisen-Niveaus erholt, dann kommen wir über den Berg“. Der Sommerflugplan 2021 ist noch nicht final. Derzeit befindet man sich mitten in der Planungsphase. Normalerweise macht man dies immer schon im Herbst, doch aufgrund der unvorhersehbaren Pandemie-Entwicklungen versucht Austrian Airlines durch späte Planung so flexibel wie möglich zu bleiben. Derzeit ist die Auslastung katastrophal, denn viele Flüge sind mit weniger als 20 Passagieren unterwegs. Zwar gibt es seltene „Ausrutscher“ nach oben, doch die Nachfrage und damit auch der Landefaktor sind unterirdisch schlecht. Nur sehr wenige Verbindungen haben haben mehr als 20 Reisende an Bord, viele sogar noch weniger. Austrian Airlines hat eigenen Angaben nach die Kapazität auf etwa zehn bis 15 Prozent des Niveaus von Jänner 2020 reduziert. „Die Menschen wollen wieder reisen, wir bekommen gerade viele Buchungen für die Sommerferien. Das stimmt uns optimistisch“, so von Hoensbroech gegenüber dem

weiterlesen »

Wien: Gewessler will endgültiges Aus für dritte Piste

Was Öko-Fanatikern nicht gelungen ist, hat ein winziges Virus geschafft: Die Flughafen Wien AG schiebt die Errichtung der dritten Piste, um deren Genehmigung lange juristisch gekämpft werden musste, auf die lange Bank. Das gab Vorstand Günther Ofner am Mittwoch bekannt. Ursprünglich hätte zwischen 2024 und 2025 mit den Bauarbeiten begonnen werden sollen. Nun geht der Vorstandsdirektor davon aus, dass das Projekt um „einige Jahre nach hinten“ verschoben wird. Ofner betont allerdings, dass das „Projekt nicht abgesagt ist“. Einen neuen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht. Auch andere Investitionen liegen auf unbestimmte Zeit auf Eis. Wenig überraschend übertrumpfen sich Politiker aus der Regierungspartei „Die Grünen“ mit OTS-Aussendungen, in denen die Entscheidung begrüßt wird und gleichzeitig das endgültige Aus für die Errichtung der dritten Piste am Flughafen Wien gefordert wird. Auch Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) äußerte sich bereits dahingehend, dass ihrer Ansicht nach das Projekt endgültig abgeblasen ist. „Wir werden in Zukunft deutlich weniger fliegen, als noch heute. Es ist aus diesem Grund wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien nicht weiter voranzutreiben“, so das Regierungsmitglied in einer ersten Stellungnahme. Der für Luftfahrt innerhalb des Gewessler-Ministeriums zuständige Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) äußerste sich bislang nicht öffentlich.

weiterlesen »

Österreich: Rechnungshof kritisiert nichtvorhandene Drohnenabwehr

Technik zur Abwehr von Drohnen auf Flughäfen würde man logischerweise an Flughäfen vermuten. In Österreich war das aber nicht der Fall, denn diese lagerte das Innenministerium an anderen Orten und schaffte diese im Bedarfsfall erst zeitaufwendig heran. Der Rechnungshof kritisiert die Vorgehensweise. Dieser nahm den Zeitraum von 2013 bis 2017 unter die Lupe und kam zum Schluss, dass die Praxis des Innenministeriums realitätsfern war. Weder Austro Control noch die österreichischen Flughäfen haben eine entsprechende stationäre Technik zur Verfügung gehabt. Kam es zu Störungen durch Drohnen, so musste das Bundesministerium für Inneres diese zunächst sprichwörtlich ankarren und somit war der Einsatz laut Rechnungshof nur zeitverzögert möglich. „Weil ein erhebliches Risiko für Personen- und Sachschäden bestehe, empfahl der Rechnungshof dem Innenministerium, für die größten Flughäfen zumindest je ein Drohnenabwehrsystem vor Ort bereitzustellen. Zudem sollen Strategien zur Drohnenabwehr für Flughäfen entwickelt werden“, ist in der Mitteilung der Parlamentsdirektion zu lesen.

weiterlesen »

Korean Air macht Stadtbüros dicht

Das Skyteam-Mitglied Korean Air schließt die Stadtbüros in Wien, Zürich, Rom, Mailand, Madrid und Frankfurt am Main. Der Carrier will sich angesichts der Corona-Pandemie neu aufstellen und künftig stark auf direkte Kommunikation setzen. In Europa werden die Büros in London, Paris, Amsterdam und Prag erhalten bleiben. Teilweise erfolgt eine Integration der Stadtbüros in jene an den Airports. Die Ansprechpartner sollen laut Mitteilung des Carriers unverändert bleiben. Ob es durch diese Maßnahme auch zum Abbau von Stellen kommen wird, teilte Korean Air nicht mit.

weiterlesen »

Nach Rekordminus: Flughafen Wien geht optimistisch ins neue Jahr

„2020 ist das schwerste und wohl auch bizarrste Jahr in der Flughafen-Geschichte“, mit diesen Worten begann die heutige Online-PK der Flughafen Wien AG. Und damit hat Vorstand Julian Jäger nicht ganz unrecht. Denn das abgelaufene Jahr warf den Standort um Jahrzehnte zurück – letztendlich nutzen nur 7,8 Millionen Fluggäste den Airport. Dennoch soll es spätestens in der zweiten Jahreshälfte besser werden. Damit verzeichnet das börsennotierte Unternehmen ein Minus von 75,3 Prozent (2019: 31,66 Millionen). Das entspricht etwa dem Passagieraufkommen des Jahres 1994. Gesunken sind sowohl das Aufkommen im Transferverkehr (-79,2 Prozent) als auch die Anzahl der Lokalpassagiere (-74,1 Prozent). Die Anzahl der Starts und Landungen ging um 64,1 Prozent zurück. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jahr 2020 ein Minus von 23,2 Prozent. Wie verhängnisvoll diese Krise für VIE ist, lässt sich besonders gut an einem Wert herauslesen: Am passagierschwächsten Tag sind gerade einmal 154 Reisende geflogen. Im Vergleichsjahr betrug diese Kennzahl hingegen 41.343 – von solchen Zahlen träumt der Airport aktuell. Da sieht es nämlich noch düster aus. Denn erstmals in der Geschichte schreibt der Hauptstadt-Flughafen rote Zahlen. Das soll sich rasch ändern, im neuen Geschäftsjahr möchte der Vorstand wieder Gewinne einfahren. Aus heutiger Sicht werde heuer ein Umsatz von rund 430 Millionen Euro, ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 150 Millionen und ein Nettogewinn von vier Millionen erwartet. Mit derzeit rund 5.000 Besuchern täglich bleiben auch die ersten Monate im neuen Jahr herausfordernd. Doch der Aufschwung ist in Sichtweite. Diesen erwarte der Airport aus heutiger Sicht vor allem ab dem zweiten Halbjahr.

weiterlesen »

Laudamotion: Gericht kippt Klausel zur „Familien-Abzocke“

Erneut kassierte Laudamotion vor dem Landesgericht Korneuburg in erster Instanz eine Schlappe: Das Gericht kippte insgesamt sieben Klauseln im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Sitzplatzreservierungen. Das Urteil hat aber eher symbolischen Charakter, denn mittlerweile sind der Flugbetrieb eingestellt und die Zulassungen zurückgegeben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zog im Auftrag des Sozialministeriums erneut gegen die Laudamotion GmbH vor Gericht. Unter anderem wurde gegen eine Klausel bezüglich Gebühren für Sitzplatzreservierungen bei Familienbuchungen, aber auch die Möglichkeit seitens Laudamotion, zugewiesene Plätze wieder zu ändern. Das Landesgericht (LG) Korneuburg befand alle eingeklagten Klauseln für unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Klausel sieht für Erwachsene, die mit einem Kind reisen, das jünger als 12 Jahre ist, eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung vor. Da Kinder unter 12 den AGB der Laudamotion zufolge von einem Erwachsenen begleitet werden und neben diesem sitzen müssen, fällt diese zusätzliche Reservierungsgebühr in jedem Fall an. Für das LG Korneuburg ist diese Regelung unzulässig. Es wird hier für eine zwingend in Anspruch zu nehmende Leistung, die eine vertragliche Nebenleistungspflicht der Laudamotion festlegt, ein gesondertes Entgelt abverlangt. Die Klausel ist gröblich benachteiligend, weil Reisenden mit Kindern durch diese obligatorische Sitzplatzreservierung höhere Kosten entstehen. Die tatsächliche Höhe der Kosten einer Sitzplatzreservierung bei Familienbuchungen blieb im Übrigen unklar. Denn das Unternehmen bezifferte diese in den AGB mit 4 Euro, in einer Gebührentabelle mit sechs Euro. „Es ist nicht einzusehen, dass Laudamotion zusätzliches Körberlgeld kassiert, wenn Eltern während des Fluges neben ihren Kindern sitzen“, kritisiert Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI. „Es ist erfreulich, dass

weiterlesen »

Klagenfurt: AUA-Mitarbeiter lehnten Wechsel zum Airport geschlossen ab

Der Flughafen Klagenfurt muss sich nach neuem Personal für das Ground Handling umsehen, denn die 18 AUA-Mitarbeiter, die per Betriebsübergang zur Airport-Tochter Avisafe hätten wechseln sollen, wollten das geschlossen nicht. Der Vertrag zwischen dem Flughafen Klagenfurt und Austrian Airlines über die Bodendienstleistungen ist mit Jahresende ausgelaufen. Der Airport erbringt die Services nun selbst und gründete dazu die Tochtergesellschaft Avisafe. Die AUA und der Flughafen hatten ausverhandelt, dass die 18 AIrlinemitarbeiter per Betriebsübergang den Arbeitgeber wechseln können. Das wollten diese aber nicht: 17 haben sich für die Annahme des Sozialplans entschieden und eine AUA-Mitarbeiterin nahm eine Versetzung nach Wien in Anspruch. Somit gingen per Betriebsübergang null AUA-Bedienstete zur KLU-Tochter über. Über die Beweggründe den Arbeitsplatz gegen einen Sozialplan einzutauschen machten die Betroffenen keine Angaben. Austrian-Airlines-Sprecherin Tanja Gruber bestätigte gegenüber Aviation Direct: „Die 18 Austrian Airlines Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Klagenfurt konnten zwischen einem Betriebsübergang zum Flughafen Klagenfurt sowie einem Sozialpaket wählen. Abgesehen von einer Mitarbeiterin haben sich alle KollegInnen für das freiwillige Sozialpaket entschieden.“

weiterlesen »

Etihad Airways verschiebt Wien erneut auf die lange Bank

Eigentlich wollte Etihad Airways schon im Mai 2020 eine Nonstopverbindung von Abu Dhabi nach Wien aufnehmen und diese auch rasch ausbauen. Doch daraus wird auch im Sommerflugplan 2021 nichts, denn der Carrier stellte die Pläne vorläufig zurück. Die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Abu Dhabi bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass die Route nicht wie zuletzt angekündigt Ende März 2021 aufgenommen wird. An den Plänen nach Wien zu fliegen hält man aber grundsätzlich fest. Nun strebt Etihad Airways die Aufnahme der Route ab 31. Oktober 2021 an. Nähere Gründe für die Entscheidung nannte die Fluggesellschaft nicht. Etihad Airways kündigte im Vorjahr mitten in der ersten Lockdown-Phase die Aufnahme einer Verbindung von Abu Dhabi nach Wien an. Diese sollte im Mai 2020 gestartet werden, wurde jedoch ohne nähere Kommunikation wiederholt verschoben. Zuletzt wollte man Ende März 2021 starten, doch auch dieser Termin wird seitens des Golfcarriers nicht eingehalten. Derzeit gibt es ab Wien keine Nonstopverbindung nach Abu Dhabi. Die Route wurde in der Vergangenheit kurzzeitig von der mittlerweile nicht mehr existierenden Air-Berlin-Tochter Niki bedient, jedoch mangels Nachfrage wieder eingestellt. Etihad Airways kann derzeit auch über Partner keine Umsteigeverbindungen in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate anbieten.

weiterlesen »

Linz: AUA will Bodenabfertigung an ISS abgeben

Nach Salzburg und Klagenfurt wird Austrian Airlines auch die Bodenabfertigung im oberösterreichischen Linz aufgeben. Derzeit befindet man sich in Verhandlungen mit dem Dienstleister ISS Ground Services, der das Personal übernehmen könnte. Die betroffenen AUA-Mitarbeiter wurden bereits in einer virtuellen Betriebsversammlung und schriftlich informiert. Aus dem Aviation Direct vorliegenden Anschreiben ist zu entnehmen: „Vor dem Hintergrund der aktuell extrem herausfordernden wirtschaftlichen Situation aufgrund der Corona-Krise, sowohl für den Flughafen LNZ, als auch für OS, sind wir mit dem Flughafen LNZ und dem Bodenabfertigungsdienstleister „ISS Ground Services“ in trilaterale Gespräche über das zukünftige Setup der Bodenabfertigung am Standort LNZ eingetreten. Inhalt dieser Gespräche ist auch ein möglicher Betriebsübergang der Bodenabfertigungdienste auf ISS Ground Services.“ Im Herbst 2020 wurde bekannt, dass Austrian Airlines die Bodendienstleistungen in Klagenfurt und Salzburg aufgibt. In Kärnten konnte mit dem Flughafen eine Lösung gefunden werden, so dass die betroffenen AUA-Mitarbeiter im Rahmen eines Betriebsübergangs zu einer Tochtergesellschaft des Airports wechseln können. In Salzburg ist die Situation anders, denn dort sind die Verhandlungen über einen Betriebsübergang gescheitert. Die Airline-Beschäftigten haben die Möglichkeit nach Wien zu wechseln, was jedoch für die meisten Salzburger wenig praktikabel sein dürfte. „Wir können bestätigen, dass wir vor Kurzem Gespräche mit dem Flughafen Linz und ISS Ground Services für einen Betriebsübergang der dortigen Austrian Airlines Station aufgenommen haben. Inhalt der Gespräche ist ein Betriebsübergang auf die ISS Ground Services, womit alle 26 Arbeitsplätze am Standort erhalten werden können. Die Gespräche befinden sich noch in einem sehr frühen Stadium. Ein genauer Zeitpunkt für die geplante Änderung

weiterlesen »