Food-Insider

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London City Airport führt mit der 09:LDN Suite erstmals eine Passagierlounge ein

Der stadtraumnahe London City Airport (LCY) erhält zu seinem 40-jährigen Bestehen im Jahr 2027 seine erste öffentliche Passagierlounge. Die unter dem Namen „09:LDN Suite“ geführte Einrichtung wird von Aspire Pre-Flight Hospitality, dem spezialisierten Lounge-Betreiber des Schweizer Abfertigungskonzerns Swissport International, in Kooperation mit der Flughafengesellschaft entwickelt und betrieben. Der Name nimmt Bezug auf die geographische Ausrichtung der Start- und Landebahn 09 sowie die nähe zum Nullmeridian in Greenwich. Zum General Manager der Anlage wurde Thomas Ralls ernannt, der zuvor Führungsaufgaben in der Gastronomie und in privaten Clubbetrieben in London wahrnahm. Im Gegensatz zu klassischen Fluggesellschafts-Lounges wird die neue Einrichtung airline-unabhängig betrieben und steht allen Passagieren über Direktbuchungen, Tageszugänge oder ein künftiges Jahresmitgliedschaftsmodell offen. Das Serviceangebot umfasst Gastronomie- und Loungebereiche, die sich am Gastgewerbe des Londoner Marktes orientieren und zusätzliche Aufenthaltsflächen für Geschäfts- und Privatreisende im Terminalgebäude schaffen. Die Einführung der Lounge fällt in eine Phase veränderter Kapazitätsanforderungen am verkehrsnahen Hauptstadtflughafen. Nach der behördlichen Genehmigung zur schrittweisen Ausweitung der jährlichen Passagierobergrenze von 6,5 auf 9 Millionen Fluggäste strebt der Standort eine stärkere Differenzierung seines Dienstleistungsangebots am Boden an. Bislang zeichnete sich der Flughafen im Ost-Londoner Docklands-Areal vor allem durch kurze Wege und schnelle Abfertigungszeiten ohne klassische Wartebereiche im Obersegment aus. Luftfahrtexperten werten den Schritt als Anpassung an sich wandelnde Reisendenbedürfnisse und die steigende Auslastung des kompakten Terminals. Während die Einrichtung zusätzlichen Platz vor Abflügen bereitstellt, verdeutlicht die Einführung zeitgleich den Wandel des Standorts von einem reinen Schnellabfertigungsflughafen für den Geschäftsreiseverkehr hin zu einem breiter aufgestellten Verkehrsflughafen.

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All Nippon Airways verlängert Partnerschaft mit Sake-Brauerei von Naohiko Noguchi

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) setzt ihre Zusammenarbeit mit dem Braumeister Naohiko Noguchi und dessen Manufaktur Noguchi Naohiko Sake Institute im Geschäftsjahr 2027 fort. Die Verlängerung des Ausschanks auf internationalen Langstreckenflügen fällt zeitlich mit einer Auszeichnung des 93-jährigen Meisters zusammen: Der japanische Kulturrat hat dem Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie im Oktober 2026 die Nominierung Noguchis als Bewahrer bedeutenden immateriellen Kulturguts – im Sprachgebrauch als „Lebender Nationalschatz“ bekannt – empfohlen. Noguchi erlangte in der Branche Bekanntheit durch seine Arbeit bei der Verfeinerung der traditionellen Ginjo-Brautechnik und hat die handwerkliche Herstellung des Reisweins über Jahrzehnte geprägt. Die Partnerschaft zwischen der Fluggesellschaft und dem im Jahr 2017 in der Präfektur Ishikawa gegründeten Institut besteht seit der Fertigstellung des ersten Jahrgangs der Brennerei. Da die physikalischen Bedingungen in Passagierkabinen auf Reiseflughöhe das menschliche Geschmacksempfinden verändern, kommt bei den für die Fluggesellschaft produzierten Abfüllungen ein spezielles thermisches Pasteurisierungsverfahren („Hi-ire“) zum Einsatz, das die Geschmacksstabilität in der Kabine gewährleisten soll. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 wird das Produkt in den First- und Business-Class-Kabinen auf internationalen Routen sowie in ausgewählten Flughafen-Lounges in Japan angeboten. Mit dem Beschluss, das Angebot bis in das Geschäftsjahr 2027 zu verlängern, hält die Airline an ihrer Ausrichtung fest, regionale Handwerkstraditionen Japans im Bordprodukt zu verankern. Neben der Ausschankvereinbarung ist im Januar 2027 eine redaktionelle Würdigung der Arbeit Noguchis im Bordmagazin der Fluggesellschaft vorgesehen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Einbindung prämierter regionaler Erzeugnisse von Netzwerk-Carriern gezielt als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb um First- und Business-Class-Passagiere auf internationalen Routen genutzt

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Wiener Traditionsbeisl Krah Krah feiert 45-jähriges Bestehen mit Eventreihe

Das Wiener Bierlokal Krah Krah am Rabensteig feiert sein mehr als 45-jähriges Bestehen im Rahmen einer mehrtägigen Jubiläumswoche unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“. Zum Auftakt am Montagabend kamen zahlreiche Vertreter aus Gastronomie, Wirtschaft und Kultur im Wiener Bermudadreieck zusammen, um die Entstehung und Entwicklung der 1980 gegründeten Institution im ersten Wiener Gemeindebezirk zu würdigen. Das Lokal gehört zu den Pionierbetrieben, die das Ausgehviertel rund um den Rabensteig seit Beginn der 1980er-Jahre maßgeblich prägten. Geschäftsführerin Jenny Salchenegger stellt im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten die Kontinuität der klassischen Wiener Beislkultur in den Mittelpunkt, die sich traditionell über eine Mischung aus bodenständiger Gastronomie und geselligem Treffpunkt definiert. Die Veranstaltungen beinhalten musikalische Darbietungen mit Schwerpunkten auf den 1980er-Jahren sowie Angebote aus der Gründungszeit des Betriebs. Fortgesetzt wird das Programm am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, unter anderem mit Aktionstarifen wie Bier für 46 Schilling (entspricht 3,30 Euro). Das Beisl entstand 1980 unter dem Gründer Sepp Fischer an der Stelle der historischen Gaststätte „Zu den drei Raben“ und entwickelte sich in den Folgejahrzehnten zu einer festen Größe im Gastronomieangebot der Wiener Innenstadt. Branchenbeobachter werten das Bestehen des Familienbetriebs als relevantes Signal für den Erhalt traditioneller Gastronomieformen in städtischen Ausgehvierteln, die zunehmend durch veränderte Konsumgewohnheiten und strukturelle Wandelprozesse im Nachtleben gefordert sind.

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Donauturm Wien setzt in der Wintersaison 2026/2027 auf Eventgastronomie

Die Betreibergesellschaft des Wiener Donauturms, die D-Turm Beteiligungsgesellschaft, hat ihr Veranstaltungsprogramm für die bevorstehende Winter- und Festsaison 2026/2027 vorgelegt. Das Gastronomieangebot auf den verschiedenen Ebenen des Bauwerks fokussiert sich im vierten Quartal auf betriebliche Weihnachtsfeiern sowie spezielle Arrangements für den Jahreswechsel. Der Standort, an dem die kommunale Wien Holding seit dem Jahr 2020 wieder eine Sperrminorität von etwas mehr als 25 Prozent hält, nutzt seine panoramaseitige Positionierung in bis zu 170 Metern Höhe zur Auslastung der gastronomischen Flächen. Das kulinarische Portfolio umfasst gestaffelte Menü- und Buffetformate im Turm Restaurant auf 170 Metern sowie im Turm Café auf 160 Metern Höhe, ergänzt durch Außenbereichs-Nutzerkonzepte auf der überdachten Innenterrasse. Ergänzend zu den Gastronomieflächen im Turmkorb baut das Unternehmen auf Zusatzeinnahmen durch das im Jahr 2023 installierte Fahrgeschäft einer Außenrutsche sowie das am Standort betriebene Erlebniszentrum. Diese Freizeitangebote dienen der Stabilisierung der Besucherzahlen außerhalb der Sommersaison. Das 1964 im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau errichtete Bauwerk zählt mit jährlich mehreren hunderttausend Besuchern zu den frequentierten Freizeiteinrichtungen der Bundeshauptstadt. Marktbeobachter verweisen darauf, dass veranstaltungsbezogene Sonderangebote im hochpreisigen Segment ein wesentliches Instrument darstellen, um die veränderten Konsumausgaben im Städtetourismus und in der Eventgastronomie abzufedern. Die Kombination aus Ticketverkäufen für die Aussichtsebenen, Eventvermietungen und Erlebnisattraktionen sichert den laufenden Betrieb des denkmalgeschützten Wahrzeichens. Angesichts gestiegener Betriebskosten für energieintensive Infrastrukturbauten bleibt die kontinuierliche Auslastung der Veranstaltungsräume eine zentrale betriebswirtschaftliche Voraussetzung für die private Eigentümergruppe rund um das Reiseunternehmen Blaguss und die städtische Wien Holding.

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Premiere des Kulinarikformats TasteFactory auf der Grazer Herbstmesse

Im Rahmen der diesjährigen Grazer Herbstmesse feierte das neue Ausstellungsformat TasteFactory vom 1. bis zum 4. Oktober 2026 seine Premiere in der Stadthalle Graz. Unter der organisatorischen Leitung der Veranstaltungsbeauftragten Conny Derler bespielte das Konzept eine Fläche von mehr als 4.000 Quadratmetern. Ziel der Veranlassung war es, regionale Lebensmittelproduzenten, Gastronomiebetriebe und Vertreter der steirischen Tourismuswirtschaft auf einer gemeinsamen Präsentationsplattform zusammenzuführen. Das Programm der viertägigen Veranstaltung umfasste Showküchen-Vorführungen, Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Neben Beiträgen von Gastronomen und regionalen Erzeugern standen Fragen der Produktqualität und der regionalen Wertschöpfung im Mittelpunkt der Bühnenbeiträge. Vertreter von Tourismusorganisationen wie der Steirischen Tourismus und Standortmarketing GmbH sowie von Graz Tourismus nutzten die Struktur für Branchengespräche über die Positionierung der Steiermark als kulinarische Region. Die Einführung des Formats erfolgt in einem Marktumfeld, in dem Messestandorte vermehrt auf spezialisierte Themenwelten setzen, um Besucherzahlen zu stabilisieren und Ausstellerflächen effizienter zu nutzen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Eventformate in der Messebranche zwar kurzfristige Publikumsimpulse setzen, der nachhaltige wirtschaftliche Ertrag für die beteiligten Klein- und Mittelbetriebe jedoch stark von den Nachfolgeeffekten im regionalen Handel und der Gastronomie abhängt.

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Feuerdorf beginnt seine Wintersaison 2026 mit neuem Buchungsangebot

Am 9. Oktober 2026 startet das Gastronomie-Ensemble Feuerdorf am Wiener Donaukanal in seine neue Wintersaison. Das Konzept, das seit seiner Gründung im Jahr 2016 ein fester Bestandteil des urbanen Gastro-Angebots in der österreichischen Bundeshauptstadt ist, setzt auch in dieser Saison auf eine Kombination aus beheizten Holzgrillhütten, wetterunabhängigem Eisstockschießen und Gastronomieangeboten direkt am Wasser. Die Betreiber Patrick Nebois und Hannes Strobl stellen für die anstehende Kälteperiode insgesamt 15 urige Grillhütten, zwei Kunst-Eisstockbahnen sowie die zugehörige Schlumberger Salettl-Bar bereit. Neben dem regulären Abendlokal-Betrieb bietet der Standort im Monat Oktober Sonderkonditionen für Reservierungen an. Gastronomisches Konzept und eigenständige Grillzubereitung Kern des Feuerdorf-Konzepts ist das gemeinsame Zubereiten von Speisen um einen zentralen, offenen Grillrost im Inneren der Holzhütten. Jede der 15 Einheiten bietet Platz für acht bis maximal zwölf Personen und wird vorab online gebucht. Den Gästen stehen vordefinierte Menü-Themenpakete zur Auswahl – wie etwa das Wiener Menü Vindobona, das regionale Pannonien-Paket oder internationale Varianten –, die vorportioniertes Fleisch, Fisch, Beilagen, Saucen und Brot beinhalten. Die eigentliche Zubereitung am Rost übernehmen die Gäste selbst. Ergänzt wird das Angebot durch vegetarische und vegane Menüoptionen. Um den Start der Saison im Frühherbst attraktiv zu gestalten, führen die Betreiber vom 9. bis zum 31. Oktober 2026 ein spezielles Eröffnungsangebot ein. Bei Online-Buchung einer Grillhütte entfällt die reguläre Hüttenmiete. Zudem erhalten die Gästegruppen ein ein Kilogramm schweres, gereiftes Dry-Aged-Tomahawk-Steak als kostenfreie Zugabe zum gebuchten Menü. Abseits der herbstlichen Sonderaktion gilt an Sonntagen grundsätzlich ein Familientag, an dem die Hüttenmiete ganztägig entfällt, um das Hüttengrillen auch für Tagesbesuche zugänglich

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Ernteausfälle durch Sommertrockenheit führen zu Preisanstiegen im Lebensmittelhandel

Langanhaltende Trockenheit und extreme Sommertemperaturen im Jahr 2026 haben in der österreichischen Landwirtschaft zu spürbaren Ertragseinbußen bei der Herbsternte geführt. Bei der Obsternte liegt das Minus bundesweit bei rund einem Drittel, während im steirischen Hauptanbaugebiet die Apfelerträge um rund 35 Prozent zurückgingen. In Teilen Ober- und Niederösterreichs fielen die Verluste im Obstbau regional noch höher aus. Bedingt durch den Wassermangel fielen die Früchte zwar meist kleiner aus als in Vorjahren, weisen jedoch aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung und geringeren Wasseeinlagerung eine höhere Zucker- und Aromakonzentration auf. Besonders stark betroffen ist der Erdfrucht- und Gemüseanbau. Die österreichische Erdäpfelernte brach nach offiziellen Schätzungen um rund 42 Prozent ein, was in einzelnen Regionen ohne künstliche Bewässerung Ernteausfälle von bis zu 70 Prozent bedeutete. Neben fehlenden Niederschlägen führte der anhaltende Drahtwurmbefall zu zusätzlichen Qualitätseinbußen und Ausschussquoten auf den Feldern. Bei Kürbissen wiesen unbewässerte Flächen ebenfalls deutlich kleinere Fruchtgrößen und verringerte Stückzahlen auf. Die geringeren Erntemengen sowie der zusätzliche Aufwand für die Feldbewässerung schlagen sich direkt in der Preisgestaltung des Handels nieder. Eine Auswertung des Online-Händlers Gurkerl für den Großraum Wien zeigt bei Birnen einen Preisanstieg von etwa 32 Prozent und bei Kürbissen um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der gestiegenen Erzeuger- und Verkaufspreise verzeichnen heimische Produkte weiterhin eine hohe Nachfrage bei Verbrauchern. Da die heimischen Lagermengen bei Erdäpfeln und Kernobst heuer jedoch früher erschöpft sein dürften, wird im Laufe des Winters ein verfrühter Rückgriff auf Importware erwartet.

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Wirtschaftskammer Wien startet Buchwochen in Kaffeehäusern

Die Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien hat am 1. Oktober 2026, dem internationalen Tag des Kaffees, die Schwerpunktaktion „Buchwochen im Kaffeehaus“ initiiert. Im Rahmen der dreiwöchigen Kampagne, die bis zum 22. Oktober läuft, verteilen teilnehmende Wiener Gastronomiebetriebe rund 20.000 Bücher kostenlos an ihre Gäste. Der inhaltliche Fokus der Publikationen liegt auf Titeln mit Wien-Bezug. Flankiert wird die Abgabe von Werken durch vier öffentliche Lesungen österreichischer Autoren in ausgewählten Traditionshäusern wie dem Café Frauenhuber, dem Kaffee Alt Wien, dem Betriebe franzundjulius sowie dem Lokal das Kardinal. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bilden die Vergabe des Wiener Krimipreises sowie die 22. Wiener Kriminacht, bei der über 30 Kaffeehäuser als Leseorte dienen. Mit der Initiative versucht die Fachgruppe Gastronomie, die historische Verbindung zwischen der Wiener Kaffeehauskultur und der Literatur wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Tradition der Wiener Literatencafés, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert als Arbeits- und Treffpunkt für Kulturschaffende diente, gehört seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Branchenvertreter wie Kaffeehaus-Sprecher Wolfgang Binder und Gastronomie-Obmann Thomas Peschta betonen die gesellschaftliche Funktion der Kaffeehäuser als Räume der Begegnung und des Austauschs. Die Verteilaktion dient somit auch als gezielter Impuls für die lokale Gastronomiebranche. Branchenbeobachter werten die Aktion als den Versuch, die Frequenz in den Gastronomiebetrieben in Zeiten veränderter Konsumgewohnheiten und gestiegener Betriebskosten zu stabilisieren. Die Wiener Kaffeehauslandschaft steht unter erheblichem wirtschaftlichen Druck: Zunehmende Ausgaben für Energie, Rohstoffe und Personal sowie die Konkurrenz durch internationale Ketten und moderne To-go-Konzepte fordern die traditionellen Betriebe heraus. Zudem verlagert sich das Konsumverhalten

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Österreichische Post gibt Sonderbriefmarke zum Jubiläum des Café Central heraus

Die Österreichische Post AG hat anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Wiener Café Central eine Sonderbriefmarke emittiert. Das Postwertzeichen mit einem Nennwert von 1,25 Euro erscheint am 1. Oktober 2026 in einer Auflage von 150.000 Exemplaren. Die Herausgabe fällt zeitlich mit einer mehrmonatigen Schließung des Traditionslokals im Palais Ferstel zusammen. Seit März 2026 unterzieht die Betreibergesellschaft Verkehrsbüro das historische Gebäude einer umfassenden Generalsanierung, bei der neben der Haustechnik auch die denkmalgeschützte Innenausstattung restauriert wird. Die Wiedereröffnung des Kaffeehauses ist für Ende 2026 angesetzt; bis dahin wird der Betrieb über ein Ausweichlokal auf der Wiener Freyung aufrechterhalten. Der philatelistische Festakt hebt die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Standorts für den Wiener Städtetourismus hervor. Das 1876 eröffnete Kaffeehaus entwickelte sich um die Jahrhundertwende zu einem zentralen Treffpunkt von Intellektuellen, Literaten und Wissenschaftlern. Nach mehreren Eigentümerwechseln und Schließphasen im 20. Jahrhundert gehört der Betrieb seit 2011 zum Verkehrsbüro-Konzern, dem größten Tourismusunternehmen Österreichs. Die laufende Renovierung erfordert nach Unternehmensangaben Investitionen im zweistelligen Millionenbereich, um den steigenden Anforderungen an Gebäudetechnik, Arbeitsschutz und Gastronomieinfrastruktur gerecht zu werden. Branchenbeobachter verweisen auf den wirtschaftlichen Spagat zwischen der Bewahrung historischer Substanz und den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen der modernen Systemgastronomie. Als stark frequentierte Touristenattraktion stand das Café Central in den vergangenen Jahren wiederholt in der Kritik wegen langer Wartezeiten und einer starken Ausrichtung auf internationale Reisegruppen. Der Betrieb eines denkmalgeschützten Großlokals bringt hohe Fix- und Instandhaltungskosten mit sich, weshalb die bauliche Modernisierung der Arbeitsabläufe in Küche und Service als zwingend notwendig für den rentablen Weiterbetrieb gilt. Der Markenerfolg der Wiener Kaffeehauskultur bleibt

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Betreiberwechsel im historischen Moulin Rouge: L’Osteria eröffnet 18. Standort in Österreich

Die Restaurantkette L’Osteria hat im traditionellen Gebäude des früheren „Moulin Rouge“ in der Wiener Walfischgasse ihren 18. Standort in Österreich in Betrieb genommen. Die Immobilie im 1. Wiener Gemeindebezirk blickt auf eine lange Geschichte im Vergnügungs- und Gastronomiebereich zurück und wurde bis April 2026 von der Systemgastronomie-Kette Vapiano genutzt. Zur offiziellen Eröffnungsfeier erschienen zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens, darunter das Model Franziska Knuppe und der ehemalige Rennfahrer Helmut Marko. Der Einzug der Kette in die prominente Innenstadtlage markiert den Abschluss einer monatelangen Leerstandsphase nach dem Auszug des vorherigen Pächters. Für die Neugestaltung der Räumlichkeiten orientierten sich die Betreiber an einem Gastronomiekonzept mit Varieté-Elementen, um dem historischen Kontext des Gebäudes zu entsprechen. Mit dem neuen Standort setzt das Unternehmen seine Expansion auf dem österreichischen Markt fort, wo die Kette seit 15 Jahren vertreten ist und neben Wien unter anderem Standorte in Linz und weiteren Landeshauptstädten betreibt. Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen an Spitzenstandorten innerhalb der Wiener Innenstadt. Hohe Miet- und Nebenkosten sowie ein intensiver Verdrängungswettbewerb in der Gastronomie setzen Systemgastronomen unter Druck, kontinuierlich hohe Gästezahlen und Auslastungsquoten zu erzielen. Dass zuvor Vapiano den Standort im Rahmen von Restrukturierungen aufgeben musste, verdeutlicht die Risiken bei der Bewirtschaftung großflächiger Gastronomieimmobilien in zentralen Stadtlagen. Der Erfolg des Standorts wird maßgeblich davon abhängen, ob das Unternehmen in der Lage ist, sowohl Laufkundschaft aus dem Städtetourismus als auch lokales Publikum dauerhaft an die Adresse in der Walfischgasse zu binden. Angesichts gestiegener Betriebskosten und einer veränderten Konsumbereitschaft im Gastronomiebereich bleibt der wirtschaftliche Ertrag großflächiger Filialen

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