Food-Insider

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Wien Tourismus: Digitale Abstimmung über Wiener Gerichte parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft

Der Wien Tourismus hat am 28. Juni 2026 eine neue digitale Marketingaktion unter der Bezeichnung „Kulinarik WM“ gestartet. Die öffentlich-rechtliche Destinationsmarketingagentur nutzt dabei die zeitliche Parallelität zur laufenden Fußball-Weltmeisterschaft der Herren, um über das soziale Netzwerk Instagram eine Abstimmung zu inszenieren. Insgesamt 32 Gerichte der lokalen Gastronomie, darunter Klassiker wie das Wiener Schnitzel, der Tafelspitz und die Sachertorte, aber auch Imbissgerichte wie die Leberkässemmel, treten in einem K.-o.-System gegeneinander an. Die Aktion ist eingebunden in das aktuelle touristische Themenjahr „Vienna Bites“, mit dem die Stadt Wien ihre Gastronomieszene international bewerben möchte. Das Format orientiert sich an der zeitlichen Abfolge des sportlichen Großereignisses. Nach dem Start der ersten Runde folgen im Juli das Achtel-, Viertel- und Halbfinale, bevor am 19. Juli 2026 das Finale stattfindet und am Folgetag das gewinnerische Gericht verkündet wird. Der Tourismusverband unter der Leitung von Geschäftsführer Norbert Kettner bezweckt mit der interaktiven Kampagne eine Erhöhung der digitalen Interaktionsrate und der Reichweite auf den konzerneigenen Kanälen. Gleichzeitig sollen angeschlossene Gastronomiebetriebe und landwirtschaftliche Produzenten im Wiener Raum durch die Verknüpfung mit Videomaterial und Hintergrundgeschichten zusätzliche mediale Aufmerksamkeit erhalten. Branchenbeobachter und Marketingfachleute betrachten solche sogenannten Trittbrett-Kampagnen (Ambush-Marketing) im Umfeld von sportlichen Großereignissen als gängiges, aber auch risikobehaftetes Instrument im Städtetourismus. Da der WienTourismus kein offizieller Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft ist, muss die Kommunikation rechtlich präzise austariert sein, um Markenrechtsverletzungen mit dem Weltfußballverband FIFA zu vermeiden. Zudem weisen Tourismusanalysten darauf hin, dass rein digitale Abstimmungen auf Social-Media-Kanälen zwar kurzfristig die Klickzahlen erhöhen, der tatsächliche ökonomische Nutzeffekt und die Generierung von realen Hotelübernachtungen

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Air France verändert Menüstruktur in Pariser Langstrecken-Lounges

Die Fluggesellschaft Air France verändert das kulinarische Angebot in ihren Lounges für den Langstreckenverkehr am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. In den Wartebereichen des Terminals 2E (Hallen K, L und M) wird das Mittags- und Abendprogramm durch eine Auswahl von Gerichten angepasst, die auf Entwürfen des französischen Kochs Yves Camdeborde basieren. Das neue Menü umfasst Fleisch-, Fisch- und vegetarische Optionen, darunter Freilandhähnchen mit Ratatouille, einen Selleriekuchen mit verschiedenen Fischsorten sowie eine Spinatlasagne. Das Dessertangebot wird zeitgleich durch ein Schokoladen-Haselnuss-Törtchen des Konditoreiunternehmens Lenôtre ergänzt. Die operative Umsetzung und regelmäßige saisonale Anpassung der Speisekarten erfolgt in Kooperation mit dem Dienstleistungs- und Cateringkonzern Sodexo Live!, der weltweit für die Bewirtschaftung zahlreicher Flughafen-Lounges verantwortlich ist. Camdeborde, der in der Fachwelt als Mitbegründer des „Bistronomie“-Konzepts gilt, orientiert sich bei der Konzeption an Elementen der klassischen französischen Bistroküche, die für den zeitlich getakteten Ablauf an internationalen Verkehrsknotenpunkten modifiziert werden müssen. Das Angebot richtet sich an Passagiere der Business Class sowie an Statuskunden der Airline, die vor dem Abflug Zugang zu den entsprechenden Räumlichkeiten haben. Die Umgestaltung des kulinarischen Programms reiht sich ein in die laufenden Serviceanpassungen europäischer Netzwerk-Fluggesellschaften, die versuchen, sich über das Bodendesign und die Gastronomie von Billigfliegern abzugrenzen. Kritiker merken in diesem Kontext an, dass solche Anpassungen in den exklusiven Wartebereichen oft als Marketinginstrument genutzt werden, um von Einsparungen in anderen Servicebereichen oder steigenden Ticketpreisen abzulenken. Zudem führt die Einbindung externer Starköche in standardisierte Großküchenprozesse von Dienstleistern wie Sodexo in der Praxis nicht selten zu Abweichungen zwischen dem handwerklichen Anspruch und der schlussendlichen Qualität bei

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Wiener Donaukanal: Gastronomiekonzept Feuerdorf startet in den Sommerbetrieb

Die Wiener Event-Gastronomie verzeichnet zum Beginn der warmen Jahreszeit die Wiederaufnahme des Sommerbetriebs im sogenannten Feuerdorf am Donaukanal. Das primär für sein winterliches Hüttenkonzept bekannte Unternehmen adaptiert seine Infrastruktur auf der Höhe der Salztorbrücke für das Sommergeschäft. Neben einem erweiterten Außenbereich mit einer neuen Lounge-Zone verfügt die Anlage über fünf feste Holzhütten mit mechanisch zu öffnenden Dachkonstruktionen sowie eine angegliederte Bar. Die Betreibergesellschaft reagiert mit der saisonalen Umgestaltung auf die veränderten Konsumgewohnheiten in den Sommermonaten, um den Standort abseits des klassischen Wintergeschäfts wirtschaftlich auszulasten. Im Zentrum des kulinarischen Angebots steht die Bereitstellung von Grillflächen für die Eigennutzung durch die Gäste sowie ein erweitertes Speisenprogramm. Neben Fleischprodukten umfasst die Karte in diesem Jahr vermehrt Meeresfrüchte sowie traditionelle Wiener Fleisch- und Teigspeisen, womit die Betreibergesellschaft nach eigenen Angaben gezielt auf die Nachfrage im Tourismussegment reagiert. Die Öffnungszeiten wurden für die Hauptsaison angepasst, sodass der Betrieb an Werktagen am späten Nachmittag und an Wochenenden sowie Feiertagen bereits ab der Mittagszeit geöffnet ist. Das Areal wird zudem als Mietlocation für Firmenveranstaltungen und private Feiern im innerstädtischen Raum positioniert. Der Betrieb an der Wiener Uferpromenade bewegt sich in einem stark reglementierten und wettbewerbsintensiven Umfeld. Der Donaukanal gilt als zentraler Freizeit- und Gastwirtstreffpunkt der Bundeshauptstadt, weshalb Konzessionen und bauliche Veränderungen wiederholt Gegenstand von öffentlichen Debatten sowie behördlichen Überprüfungen bezüglich des Lärmschutzes und der Flächennutzung sind. Gastronomieexperten weisen darauf hin, dass temporäre Konzepte dieser Art stark von stabilen Wetterlagen abhängen, weshalb das wirtschaftliche Ergebnis maßgeblich von der Anzahl der tatsächlichen Sonnentage im Sommer beeinflusst wird. Einbrüche im

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DDSG Blue Danube bringt Wiener Eissalon Tichy an Bord

Das traditionsreiche Wiener Binnenschifffahrtsunternehmen DDSG Blue Danube hat pünktlich zum Sommerbeginn eine kulinarische Kooperation mit dem bekannten Eissalon Tichy gestartet. Im Rahmen dieses neuen Angebots wird auf den Schiffen der Reederei das bekannteste Produkt des Eissalons, der Eismarillenknödel, serviert. Die Zusammenarbeit verknüpft das touristische Angebot der im vergangenen Jahr eingeführten „Donau Panorama Tour“ mit einer gastronomischen Traditionsmarke der österreichischen Bundeshauptstadt. Die Kooperation wurde im Rahmen einer feierlichen Präsentation an Bord des Flaggschiffs MS Vienna im Beisein zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur offiziell vorgestellt. Die zweistündige Rundfahrt wird viermal täglich vom Schifffahrtszentrum an der Reichsbrücke aus durchgeführt und führt an modernen architektonischen Wahrzeichen Wiens wie dem DC Tower, der UNO City und dem Millennium Tower vorbei. Das kombinierte Ticket für die Fahrt inklusive der Eisspezialität wird zu einem Festpreis angeboten und richtet sich gezielt sowohl an das nationale Publikum als auch an internationale Touristen. Für die Betreiber stellt die Kooperation kurz vor dem Start der traditionellen Marillenernte in der Wachau eine logische Erweiterung ihres Ausflugsprogramms dar, da die Reederei in dieser niederösterreichischen Region ebenfalls stark im Linienverkehr vertreten ist. Die DDSG Blue Danube wurde im Jahr 1995 als Nachfolgegesellschaft der historischen Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft von 1829 gegründet und befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz der Wien Holding und des Verkehrsbüros. Mit einer Flotte von insgesamt neun Passagierschiffen, darunter die MS Vindobona und die MS Admiral Tegetthoff, befördert das Unternehmen jährlich mehr als 300.000 Passagiere auf der Donau im Raum Wien und Niederösterreich sowie auf internationalen Strecken nach Bratislava. Der

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Konzept für Kynologie und Gastronomie: Gompm Alm in Südtirol geht in die zweite Saison

Auf der Gompm Alm in Schenna, Südtirol, hat die zweite Saison eines spezialisierten touristischen und fachlichen Konzepts begonnen, das alpine Gastronomie mit kynologischer Weiterbildung kombiniert. Das Projekt verbindet ein hundefreundliches Gastronomieangebot mit professionellem Hundetraining und Ausbildungsstrukturen an einem zentralen Ort in den Südtiroler Bergen. Hinter der Initiative steht die norddeutsche Hundetrainerin und Ausbilderin Tina Ziemer-Falke, die gemeinsam mit ihrem Team die Almhütte als Begegnungsstätte und Praxisstandort etabliert hat. Ziel des Projekts ist es, Hundebesitzern sowie Fachpersonal eine praxisnahe Infrastruktur abseits klassischer Seminarräume zu bieten. Die Initiatoren leiten in Deutschland das Schulungszentrum Ziemer & Falke, das sich auf die Aus- und Weiterbildung von Hundetrainern fokussiert. Diese fachliche Kernkompetenz wird nun im Rahmen des Projekts auf die Alm im Passeiertal übertragen, um Urlaubern, Tagesgästen, Hundeschulen und Fachgruppen spezifische Fortbildungen anzubieten. Auf dem Almgelände werden dazu regelmäßig strukturierte Seminare, Workshops und Praxiseinheiten durchgeführt. Die thematischen Schwerpunkte umfassen unter anderem die Leinenführigkeit auf alpinen Bergwegen, die Analyse der Körpersprache von Hunden, Begegnungs- und Rückruftrainings sowie gezielte Ruhe- und Beschäftigungsübungen für Haustiere. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die gastronomische Ausrichtung der Alm. Neben traditionellen Südtiroler Gerichten für die menschlichen Gäste verfügt der Betrieb über eine eigenständige Speisekarte für Hunde, die unter anderem Hundeknödel, spezielle Menüs, Snacks und Hundeeis umfasst. Die Infrastruktur der Hütte wurde an die Bedürfnisse der Tiere angepasst, indem standardmäßig Hundenäpfe und Hundedecken bereitgestellt werden, ergänzt durch einen Kiosk für hausgemachte Hundekekse. Für verhaltensauffällige oder gestresste Tiere, die eine größere Distanz zu Artgenossen benötigen, wurden separate Rückzugszonen und erweiterte Abstände zwischen den

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Oberschwaben-Allgäu setzt auf kulinarischen Regionalismus und Landerlebnisse

Die Tourismusregion Oberschwaben-Allgäu verzeichnet im Segment des Kurzurlaubs- und Wochenendtourismus eine verstärkte Nachfrage nach Angeboten, die Landwirtschaft, Handwerk und Gastronomie direkt miteinander verknüpfen. Agrarbetriebe und mittelständische Lebensmittelhersteller im württembergischen Teil des Allgäus nutzen diesen Trend zunehmend, um durch Diversifikation neue Einnahmequellen zu erschließen. Neben der primären Erzeugung von Agrarprodukten investieren traditionsreiche Familienbetriebe vermehrt in die touristische Infrastruktur, etwa durch den Ausbau von Ferienwohnungen, Hofläden und gastronomischen Angeboten. Ein Beispiel für diese wirtschaftliche Neuausrichtung ist der Rösslerhof in Schlier, dessen historische Wurzeln bis in das 13. Jahrhundert auf die Benediktinerabtei Weingarten zurückgehen. Der heutige Milchviehbetrieb kombiniert die klassische Acker- und Grünlandwirtschaft mit einem angeschlossenen Hofcafé, einem Bio-Hofladen sowie mehreren Ferienunterkünften. Diese Verknüpfung ermöglicht es landwirtschaftlichen Betrieben, die Wertschöpfung vor Ort zu steigern und gleichzeitig eine direkte Schnittstelle zum Endverbraucher zu schaffen, was die ökonomische Resilienz gegenüber schwankenden Erzeugerpreisen auf dem globalen Markt erhöht. Die enge Vernetzung innerhalb der regionalen Wirtschaftskreisläufe zeigt sich auch in der Kooperation zwischen den landwirtschaftlichen Erzeugern und dem lokalen Handwerk. Ein Teil der Milchprodukte des Rösslerhofs wird in der nahegelegenen Käserei Bauhofer verarbeitet. Der dort hergestellte Rohmilchkäse reift in spezialisierten Lagerungsanlagen, in denen moderne Robotertechnologie für das regelmäßige Wenden und Waschen der bis zu 80 Kilogramm schweren Laibe eingesetzt wird. Die Integration von Schaukäsereien und Verkaufsstellen in den Produktionsprozess dient als Marketinginstrument, um handwerkliche Herstellungsverfahren im Premiumsegment zu positionieren. Ergänzt wird diese Infrastruktur durch das regionale Hotelgewerbe, wie das Hotel Zum Schloss im nahen Amtzell, das auf kulinarische Konzepte mit regionalen Produkten setzt. Um den Anforderungen eines

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Westböhmen: Region Karlsbad setzt auf Großevents, Kulturtourismus und Spitzengastronomie

Die westböhmische Region Karlsbad baut ihr touristisches Profil im Jahr 2026 über die klassische Kurtradition hinaus gezielt aus. Während das traditionelle Westböhmische Bäderdreieck mit Karlsbad, Marienbad und Franzensbad als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Great Spa Towns of Europe“ weiterhin das Fundament des regionalen Tourismus bildet, setzt die Regionalentwicklung verstärkt auf eine Diversifizierung des Angebots. Durch die Verknüpfung von historischer Infrastruktur, internationalen Großveranstaltungen und hochklassiger Gastronomie soll die Region ganzjährig für neue Besuchergruppen erschlossen und die wirtschaftliche Wertschöpfung abseits des klassischen Kurbetriebs gesteigert werden. Ein zentraler Meilenstein im Bereich des Aktivtourismus ist die Ausrichtung des europäischen Wandertreffens „Eurorando 2026“, das vom 20. bis 27. September im Erzgebirge stattfindet. Unter dem Motto „Wandern im Herzen Europas im Erzgebirge“ wird ein Abschnitt des europäischen Fernwanderwegs E3 zum Schauplatz dieses logistischen Großereignisses. Als grenzübergreifende Hauptzentren fungieren das tschechische Boží Dar und das sächsische Oberwiesenthal. Die Veranstaltung verknüpft geführte Touren auf dem historischen Kammweg mit der Präsentation der ebenfalls zum UNESCO-Welterbe ernannten Montanregion Erzgebirge, was der Destination spürbare internationale Aufmerksamkeit sichert. Parallel dazu wird das dichte Netz an historischen Baudenkmälern als tragende Säule des Kulturtourismus positioniert. Komplexe wie die Burg und das Schloss Bečov, das den wertvollen romanischen Maurus-Reliquienschrein beherbergt, sowie die ganzjährig geöffnete Burg Loket verzeichnen stabile Publikumsströme. Ergänzt wird dieses Angebot durch das Barockschloss Valeč mit seinen audiovisuellen Kunstausstellungen, das staatliche Schloss Kynžvart des ehemaligen Kanzlers Metternich sowie das monumentale Kloster Teplá. Diese Standorte bieten eine wetterunabhängige Kulturinfrastruktur, die gezielt in überregionale Marketingkonzepte eingebunden wird. Die strategische Aufwertung der Region spiegelt sich zudem in

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Wiener Gastronomie: Wie traditionelle Wirtshauskultur und moderne Konzepte miteinander verschmelzen

Die Bundeshauptstadt Wien verzeichnet eine spürbare Belebung ihrer gastronomischen Landschaft, die durch eine gezielte Initiative des lokalen Tourismusverbands unter dem Titel Vienna Bites in den Fokus gerückt wird. Mit rund 8.000 aktiven Betrieben verbindet die Wiener Gastronomie traditionelle Elemente wie das klassische Kaffeehaus und das Beisl mit zeitgenössischen kulinarischen Strömungen. Aktuelle Neueröffnungen, Eigentümerwechsel und konzeptionelle Neuausrichtungen zeigen, dass die Bewahrung historischer Strukturen und die Einführung innovativer Küchenlinien kein Widerspruch sein müssen. Vielmehr bilden sie die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der kulinarischen Identität der Stadt, die sowohl lokale Gäste als auch internationales Publikum anspricht. Das Wiener Beisl im Wandel der Generationen Ein wesentlicher Bestandteil der Wiener Identität ist das Beisl, ein traditionelles Gasthaus, das sich durch eine bodenständige Küche, einfache Holzmöbel und eine ausgeprägte Stammtischkultur auszeichnet. In der jüngeren Vergangenheit standen viele dieser Betriebe vor strukturellen Herausforderungen, da Nachfolger fehlten oder sich das Konsumverhalten änderte. Aktuell lässt sich jedoch eine Trendwende beobachten, bei der junge Gastronomen alteingesessene Lokalitäten übernehmen, behutsam renovieren und mit frischen Ideen neu beleben. Das historische Ambiente bleibt dabei oft unangetastet, während die Speisekarten eine zeitgemäße Handschrift erhalten. Ein Beispiel für diese behutsame Modernisierung ist das Gasthaus Zum Bretschneider. Hier wurde die originale Inneneinrichtung aus den 1950er-Jahren vollständig erhalten, um die authentische Atmosphäre der Nachkriegszeit zu bewahren. Kulinarisch setzt der Betrieb auf die klassische Wiener Linie, zu der traditionell auch Gerichte mit Innereien gehören. Diese Spezialisierung knüpft an die historische Wirtshaustradition an, bei der die vollständige Verwertung der Rohstoffe im Vordergrund stand, und bedient gleichzeitig eine wachsende

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Italienische Kaffeekultur in Wien: Lavazza inszeniert temporären Pop-up-Store mit Robotereinsatz

Der italienische Kaffeekonzern Lavazza bringt im Frühsommer ein neues Veranstaltungsformat in die österreichische Bundeshauptstadt. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2026 gastiert das Unternehmen unter dem Titel „Casa di Luigi“ im Calienna Concept Store in der Wiener Neubaugasse. Die dreitägige Markeninszenierung im siebten Wiener Gemeindebezirk soll die traditionelle norditalienische Kaffeehausatmosphäre in den urbanen Raum übertragen. Im Zentrum der Veranstaltung steht neben der Verkostung die Interaktion mit einem eigens für diese Kampagne entwickelten Serviceroboter namens Luigi, der das Konsumverhalten der Kaffeetrinker analysieren und den sozialen Charakter des Kaffeetrinkens erforschen soll. Die Veranstaltung dient dem traditionsreichen Familienunternehmen aus Turin gleichzeitig als Plattform für die Markteinführung neuer Produkte auf dem umkämpften Kapselmarkt. Besucher der temporären Erlebnisfläche können erstmals zwei neue, aromatisierte Kaffeesorten verkosten, die speziell für das Nespresso-Original-System entwickelt wurden. Lavazza versucht mit diesen sogenannten „Flavoured Kapseln“ seine Marktanteile im Bereich der portionierten Kaffeesysteme in Österreich weiter auszubauen, betont jedoch in den Verbraucherhinweisen ausdrücklich die rechtliche Unabhängigkeit vom Konkurrenten Nestlé und dessen geschützter Marke Nespresso. Neben der Produktverkostung bietet das Unternehmen vor Ort professionelle Kurz-Workshops zur Kaffeekunde und Barista-Zubereitung an, die für die Besucher ohne Voranmeldung zugänglich sind. Mit dem Konzept des Erlebnis-Pop-ups reagiert die Kaffeemarke auf den anhaltenden Trend im Marketing, Produkte mit interaktiven Elementen und technologischen Innovationen zu verknüpfen. Der Einsatz des Roboters Luigi verbindet moderne Automatisierungstechnik mit der traditionellen Gastronomie, um eine jüngere, technikaffine Zielgruppe im urbanen Umfeld anzusprechen. Wien gilt aufgrund seiner historischen Kaffeehaustradition als anspruchsvoller, aber strategisch bedeutender Testmarkt für internationale Kaffeemarken. Die zeitlich begrenzte Übernahme bestehender

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Niederösterreich Bahnen starten Premium-Programm mit Spitzenköchen

Die Niederösterreich Bahnen (NÖVOG) erweitern ihr touristisches Portfolio im Spätsommer und Herbst 2026 um eine Reihe Eventfahrten unter dem Schwerpunkt „Genuss auf Schiene“. In Zusammenarbeit mit regionalen Gastronomen und haubengekrönten Spitzenköchen wurden für die Waldviertelbahn, die Mariazellerbahn und den Reblaus Express spezielle Genussreisen konzipiert. Wie Verkehrslandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer mitteilte, zielt diese Strategie darauf ab, die Schmalspur- und Regionalbahnen des Landes über den reinen Personentransport hinaus als hochwertige Erlebnisplattformen im gehobenen Segment des Inlandstourismus zu etablieren. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet am 21. August 2026 eine Sonderfahrt der Waldviertelbahn. Ein historischer Dampfzug verkehrt hierbei am späten Nachmittag auf der Schmalspurstrecke von Gmünd nach Litschau. Das dortige Restaurant „Moment“ unter der Leitung von Küchenchefin Victoria Kuben übernimmt die gastronomische Ausgestaltung des Abends mit einem mehrgängigen Menü und Weinbegleitung. Flankiert wird der Ausflug von einem kulturellen Rahmenprogramm, bei dem das Theaterensemble „kollekTief“ sowie die bekannten österreichischen Musiker Ernst Molden und Marie-Therese Stickler für die künstlerische Inszenierung des darauffolgenden Spaziergangs zum Bahnhof verantwortlich zeichnen. Ein experimentelleres kulinarisches Format folgt am 25. September 2026 auf der Mariazellerbahn in Kooperation mit der Initiative „Mostviertler Feldversuche“. Die Reise kombiniert moderne Schieneninfrastruktur mit unkonventioneller Spitzen-Gastronomie. Nach einer Betriebsführung im modernen Bahnhofs- und Logistikzentrum Laubenbachmühle reisen die Fahrgäste in den verglasten Panoramawagen der Bahn in Richtung Wienerbruck. Die Verköstigung beginnt bereits während der Fahrt mit ersten kulinarischen Stationen und findet ihren Abschluss in einem Fünf-Gänge-Menü in der Naturparkbasis Ötscherbasis, wobei primär kreative und fermentierte Produkte aus dem Mostviertel verarbeitet werden. Das exklusivste und am stärksten limitierte Angebot

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