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Flugstreichungen: Ryanair wird noch kundenunfreundlicher

Die Ryanair Group verschärft die kundenunfreundlichen Maßnahmen, wenn das Unternehmen selbst Flugverbindungen streicht. Nun bucht das Unternehmen eigenmächtig auf andere Reisetermine um und lässt die Kunden nicht mehr streckennetzweit eigenständig umbuchen. Gestrichene Buchungen konnten betroffene Passagiere ursprünglich bis zu drei Monate nach hinten verschieben und konnten diese auf jede beliebige Strecke, die von der Ryanair Group bedient wird, ändern. Vor einigen Wochen wurde der mögliche Umbuchungszeitraum auf 14 Tage geändert. Nun verschärft Ryanair das kundenfeindliche Verhalten abermals: Der Carrier schreibt nun neue Reisetermine vor. Ist man damit nicht einverstanden führt nun kein Weg mehr am Kundenservice vorbei, denn die Buttons für Erstattung und eigenständige Umbuchungen durch den Kunden wurden deaktiviert. Das Servicecenter ist nur über einen Web-Chat und eine kostenpflichtige Hotline erreichbar. Letzteres ist eigentlich unzulässig, da eine EU-Verordnung vorschreibt, dass solche Telefonate nicht mehr kosten dürfen als ein reguläres Festnetztelefonat. Ryanair ist hier kein Einzelfall, denn eine Vielzahl von Fluggesellschaften pfeift auf die Vorschrift und setzt der Kundschaft kostenpflichtige Hotlines vor die Nase. Beim „Ryanair Service“ erleben von Streichungen betroffene Passagiere nun „Frühlingserwachen“, denn Umbuchungen auf andere Strecken oder deutlich spätere Termine sind nur gegen eine horrende Zusatzgebühr und die Aufzahlung der Tarifdifferenz möglich. Die einzige Alternative wäre die Erstattung des Flugpreises. Genau das konnte jedoch bis vor wenigen Tagen noch eigenständig online eingeleitet werden, doch nun ist eine Kontaktaufnahme mit dem schwer erreichbaren Kundenservice, der eher als Abwimmelungsanstalt fungiert, nötig. Von Streichungen betroffene Passagiere, die wirklich reisen wollen oder müssen, sollten sich vom „Kundenservice“ des Billigfliegers nicht abwimmeln

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Nehammer droht Weihnachtsurlaubern mit „großem Mühsal bei der Wiedereinreise“

Die österreichische Bundesregierung verkündete am Mittwoch einige Lockerungsschritte. Beispielsweise sollen der Handel und körpernahe Dienstleistungen ab 7. Dezember 2020 wieder öffnen dürfen. Gastronomie, Hotellerie und Touristik müssen sich jedoch noch rund vier Wochen gedulden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte an, dass jene Wirtschaftsbereiche, die noch geschlossen bleiben müssen, ab 7. Jänner 2021 wieder öffnen dürfen. Bis Jahresende soll diesen ein 50-prozentiger Umsatzersatz ausbezahlt werden. Ab 1. Jänner 2021 gibt es nur noch die Möglichkeit den Fixkostenzuschuss zu beantragen. Unter Hinweis auf ausländische Mitbürger, die im Sommer ihre Urlaube in der Heimat verbracht haben, kündigt Kurz ein „konsequentes Grenzregime“ an. Dadurch sollen erneute Einschleppungen aus dem Ausland vermieden werden. Ohne konkret die Staaten zu nennen, war eine Andeutung in Richtung Türkei und Balkanländer wahrnehmbar. Im Inland will die Regierung ab 7. Dezember 2020 wieder zu nächtlichen Ausgangssperren zurückkehren. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) kündigt an, dass noch vor den Weihnachtsfeiertagen neue Einreisebestimmungen erlassen werden. Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben, müssen künftig zehn Tage in Quarantäne. „Freitesten“ soll erst nach fünf Tagen ermöglicht werden. „Wir haben im Sommer gesehen, dass mindestens 72 Prozent der Neuinfektionen auf Rückkehrer aus den Westbalkan-Staaten und der Türkei zurückzuführen sind“, so das Regierungsmitglied. Nähere Einzelheiten zu den neuen Einreisebestimmungen nannte er nicht. „Wer über die Weihnachtsfeiertage ins Ausland reisen wird, muss wissen, dass es großes Mühsal bei der Wiedereinreise nach Österreich geben wird. Für die Quarantäne muss man sich Urlaub nehmen“, mit diesen Worten will der Minister wohl Reisende von Weihnachtsbesuchen bei Familien im Ausland oder

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Liebhart: „Andreas Gruber und Michael O’Leary sind die Köpfe hinter den dubiosen Machenschaften bei Lauda“

Bereits im Vorjahr berichteten diverse Medien von hinterfragenswerten Bargeldtransporten der Fluggesellschaft Laudamotion. Doch erst durch die Berichterstattung von Profil, ORF, Welt und SWR kam das Thema in die breite Öffentlichkeit. Konkret werfen ehemalige Lauda-Mitarbeiter vor, dass größere Mengen Bargeld in roten Taschen kreuz und quer durch Europa geflogen werden. Es handelt sich dabei um Einnahmen aus dem Bordverkauf, die in die Konzernzentrale nach Dublin gebracht wurden. Allerdings nicht auf dem direkten Weg, sondern mit verschiedenen Zwischenstationen, beispielsweise in Palma de Mallorca oder London-Stansted. Die Gewerkschaft Vida fordert nun eine lückenlose Aufklärung. „Bereits Ende Sommer 2019 haben sich verunsicherte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns gemeldet, die über dubiose Geldtransporte auf Laudamotion-Flügen aufgrund möglicher Illegalität und Haftungsfragen besorgt waren“, so Vida-Fachbereichsleiter Daniel Liebhart. „Das Unternehmen setzt scheinbar auf die hausinterne Einschüchterungstaktik. Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust und anderen Konsequenzen wurden die Beschäftigten mundtot gemacht. Dementsprechend viele Rechtsverletzungen kommen aufgrund dessen erst sehr spät zu Tage oder werden an uns mit dem Vorbehalt herangetragen, dass wir die Einzelperson nicht exponieren dürfen. Mit diesen Dienstanweisungen hat der Ryanair-Konzern hohe Bargeldbeträge außer Land geschafft. Als Gewerkschaft vida stellen wir uns die Frage, wie sicher und seriös eine Airline sein kann, die unzählige Rechtsbrüche begeht. Bei Laudamotion kommen nun, nach erst-gerichtlich festgestellten Arbeitsrechtsverletzungen, dubiose Geldtransporte ans Tageslicht, die umgehend auf Steuerhinterziehung untersucht werden müssen“. Liebhart: „Andreas Gruber und Michael O’Leary sind die Köpfe hinter den dubiosen Machenschaften“ Die Gewerkschaft Vida fordert, dass die nationalen und europäischen Behörden sämtlichen Airlines, die gezielte Rechtsbrüche begehen „den Stecker ziehen sollen“

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Lauda Europe: Klagen auf Feststellung eines Betriebsübergangs anhängig

In Österreich wird sich ein Gericht damit befassen müssen, ob der Wechsel der Laudamotion-Mitarbeiter zum Nachfolger Lauda Europe Ltd einen Betriebsübergang darstellt oder nicht. Mit Unterstützung der Arbeiterkammer wurde eine entsprechende Klage eingebracht. Auch in Deutschland ist mittlerweile ein vergleichbares Verfahren anhängig. In Düsseldorf ist die Situation sogar noch kurioser, denn erst wurde den Beschäftigten mitgeteilt, dass ihre Basis offenbleiben wird. Aufgrund der bereits beschlossenen Schließung der Laudamotion GmbH wurde bereits mit der Umstellung auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe Ltd. begonnen. Das beinhaltete nicht nur Schulungen auf Grundlage der neuen Manuals, sondern auch der Arbeitgeber wurde bereits gewechselt. Das bedeutet, dass viele Düsseldorfer Lauda-Mitarbeiter formell bereits bei Lauda Europe angestellt werden. Später hagelte es Kündigungen, die jedoch von der Laudamotion GmbH verschickt wurden. Dieser Umstand fliegt dem Unternehmen nun in zahlreichen Arbeitsgerichtsprozessen um die Ohren, so dass Lauda-Europe-Chef David O’Brien seit vergangener Woche auch Kündigungen seitens des Nachfolgeunternehmens verschicken lässt. Sowohl in Stuttgart als auch in Düsseldorf sind derzeit vor den Arbeitsgerichten enorm viele Kündigungsschutzklagen anhängig. Gütetermine, die allesamt keine Lösung brachten, finden derzeit am laufenden Band statt. Bei einigen Ex-Mitarbeitern wurden bereits so genannte Kammertermine anberaumt. Auch gibt es Klagen auf Feststellung eines Betriebsübergangs von der Laudamotion GmbH auf die Lauda Europe Ltd. In Österreich hat die Frage, ob ein Betriebsübergang vorliegt oder nicht, auch noch eine zwei ganz andere zentrale Aspekte: Sollte dieser rechtskräftig festgestellt werden, so wirkt der Kollektivvertrag der Laudamotion GmbH. Die Lauda Europe Ltd. hat keinen KV, allerdings erpresste die Laudamotion GmbH mittels einer

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Weihnachten: Wizzair rechnet mit 45 Prozent Kapazität in Wien

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair beabsichtigt in der Weihnachtszeit rund 45 Prozent der Vorjahreskapazität ab Wien-Schwechat anzubieten. Laut einem Sprecher verzeichne man in der bevorstehenden Ferienzeit eine deutlich höhere Nachfrage, die man in erster Linie auf Heimreisen zum Fest und Kurzurlaube zurückführt. Generell ist die Situation momentan aufgrund der Restriktionen kompliziert, räumt das Unternehmen ein. Jede Meldung über neue Einschränkungen und Verschärfung von Corona-Maßnahmen würde sich sofort in den Buchungszahlen bemerkbar machen. Rund um Weihnachten und Neujahr verzeichne man aber eine wesentlich gesteigerte Nachfrage und geht momentan davon aus, dass rund 45 Prozent der Vorjahreskapazität durchgeführt werden kann. Wizzair-Sprecher András Rado sagte im Gespräch mit Aviation Direct auch, dass der ungarische Billigflieger hofft, dass möglichst bald Antigen-Schnelltests im Reiseverkehr etabliert werden, um so Quarantänen umgehen zu können. „Wir sind für alles, das Reisen noch sicherer macht. Schnelltests vor dem Abflug sind eine gute Übergangslösung und wir hoffen, dass Antigen-Ergebnisse möglichst bald in möglichst vielen Ländern zur quarantänefreien Einreise berechtigen“, so der Medienreferent. Der pinkfarbene Billigflieger geht aber auch davon aus, dass das Jahr 2021 schwierig wird. Die Nachfrage wird erst dann so richtig anziehen, wenn die Beschränkungen fallen werden. „Wir sehen, dass die Menschen reisen wollen, denn wir bekommen viele Buchungen für die Sommermonate 2021. Daraus leiten wir ab, dass sowohl das Bedürfnis als auch die Nachfrage besehen“, so Rado. „Da unsere Kunden eher jünger sind, gehen wir davon aus, dass diese sobald es wieder ohne Einschränkungen möglich ist, auch fliegen werden. Gegenüber Netzwerkcarriern sind wir da aufgrund unseres Point-to-Point-Geschäftsmodells im

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Kurier: Österreich will deutsche Zwangsquarantäne noch vor Weihnachten kopieren

Die österreichische Regierung soll laut einem Bericht der Tageszeitung Kurier kurz davor stehen die deutsche Zwangsquarantäne zu kopieren. Das Medium schreibt, dass die Verordnung derzeit in Ausarbeitung ist und noch vor Weihnachten in Kraft treten soll. Die geplante Regelung erinnert äußerst stark an die deutsche Zwangsquarantäne, die seit 8. November 2020, praktiziert wird. Personen, die sich in so genannten Risikogebieten aufgehalten haben, sollen zehn Tage in Quarantäne gesteckt werden. „Freitesten“ soll nach frühestens fünf Tagen und zwar auf eigene Kosten möglich sein. Momentan gestattet Österreich die quarantänefreie Einreise, wenn ein negativer PCR-Befund, dessen Abstrichnahme nicht älter als 72 Stunden ist. Unter Berufung auf Ministeriumsfachkreise, die mit der Ausarbeitung der Verordnung beauftragt sind, schreibt der Kurier, dass die Ursache für das nunmehrige Vorgehen bei Personen liegt, die sich im Sommer in der Türkei und in Serbien aufgehalten haben. Man vermutet, dass nach dem orthodoxen Weihnachtsfest, das am 7. Jänner 2020 stattfinden wird, im großen Stil Infizierte „importiert“ werden könnten. Ein weiterer Schlag ist der Umstand, dass geplant ist, dass künftig eine eventuelle Quarantäne nach einem Urlaub nicht als Entschuldigungsgrund am Arbeitsplatz gilt und man sich Urlaub nehmen muss. Der Kurier berichtet ohne nähere Angabe von Staaten, dass die neuen Einreisebestimmungen für „alle Länder mit hoher Covid-Belastung geleichermaßen gelten“ und daher „auch Rückkehrer von Schiurlauben in der Schweiz betreffen“. Wie jedoch „hohe Covid-Belastung“ definiert ist und ob wie bisher die Reisewarnungen hierfür herangezogen werden, ist unklar. Für die Luftfahrt könnte die geplante Regelung, so sie noch vor Weihnachten in Kraft gesetzt wird,

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Singapore Airlines bestellt neuen D-A-CH-General Manager

Seit 1. Dezember 2020 fungiert Alastair Hay-Campbell bei Singapore Airlines als General Manager für die D-A-CH-Region. Er folgt auf Sy Yen Chen, der in selbiger Funktion nach Indien wechselt. Der neue Deutschland-Österreich-Schweiz-Chef ist seit 2000 für den Star-Alliance-Carrier in verschiedenen Positionen tätig. Zuletzt war er in Singapur als Senior Manager Commercial Planning tätig und baute dort eine neue Abteilung auf. „Es ist eine große Ehre, unsere engagierten und erfahrenen Teams in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu leiten“, sagte Alastair Hay-Campbell. „Ich werde weiterhin eng mit unseren Branchenpartnern und unseren Verkaufsteams zusammenarbeiten, um bei der Umsetzung neuer Strategien zu helfen, die unsere Marke in diesen herausfordernden Zeiten unterstützen und unsere Präsenz auf dem Markt ausbauen werden. Die außergewöhnlichen Umstände für die Luftfahrtindustrie sind extrem herausfordernd, aber ich bin optimistisch, dass wir gemeinsam diese schwierige Zeit überwinden und noch stärker aus ihnen hervorgehen werden, um den tadellosen Ruf von Singapore Airlines zu stärken und überzeugende Ergebnisse zu erzielen“, sagte Hay-Campbell.

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Wien nimmt drittes Corona-Testzentrum in Betrieb

Im Bereich des Austria Centers nimmt die Stadt Wien ein drittes Corona-Testzentrum in Betrieb. Dieses ergänzt die beiden bestehenden vor dem Ernst-Happel-Stadion und auf der Donauinsel. Die Eröffnung erfolgt am 1. Dezember 2020. Das neue Zentrum ist auf Antigen-Schnelltests spezialisiert. Derzeit werden an den beiden anderen Testzentren überwiegend Gurgel-PCR-Testungen durchgeführt. Beim Austria Center setzt man auf Schnelltests, die innerhalb vom 15 Minuten ein Ergebnis liefern sollen. Fällt dieses positiv aus, so wird zur Verifizierung zusätzlich ein PCR-Abstrich bzw. –Gurgeltest genommen. Die tägliche Kapazität wird seitens des Magistrats der Stadt Wien mit 15.000 Untersuchungen pro Tag angegeben. Mittelfristig sollen entweder das Testzentrum auf der Donauinsel oder jenes vor dem Ernst-Happel-Stadion aufgelassen werden. Als Ersatz soll im Süden der Stadt ein neues eröffnet werden. Einen genauen Zeitplan gibt es hierfür jedoch noch nicht. Die Teststraße vor dem Fußballstadion steht weiterhin auch Reiserückkehrern, die ihren Hauptwohnsitz in Wien haben, kostenfrei zur Verfügung. „Im September konnten wir im Rahmen eines europaweit einzigartigen Pilotprojekts bereits 2.000 WU-Studierende in sehr kurzer Zeit testen. Nun stellen wir sehr gerne unsere Erfahrung mit der Planung, Durchführung und der damit verbundenen Teststraßen-Logistik der Stadt Wien zur Verfügung“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.  Die Schnellteststraßen sind ab 1. Dezember an sieben Tagen pro Woche von 7-19 Uhr geöffnet. Auf dem überdachten Bruno-Kreisky-Platz vor dem Austria Center Vienna stehen zunächst drei Teststraßen für Fußgänger ohne akute Symptome zur Verfügung, die Anreise ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U1 Station Kaisermühlen-VIC) möglich. Zielgruppe sind Besucher von Pflegeheimen sowie Mitarbeiter der kritischen

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Vida: „RH-Kritik an ACG ohne Substanz und Weitsicht“

Die Gewerkschaft Vida zeigt sich neuerlich über das Verhalten des staatlichen Austro-Control-Eigentümers verwundert. Der Aufsichtsrat zeichne sich „lediglich durch ein wildes Poltern gegenüber der Belegschaft aus“, so die Arbeitnehmervertreter. Die Kritik des Rechnungshofs knüpfe daran an und „löst große Bestürzung bei den Mitarbeitern aus“. „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, wie verantwortungs- und krisenbewusst die Beschäftigten der Austro Control gehandelt haben. Nur mit ihrer Unterstützung war es möglich, sich in den schwierigen Kollektivvertragsverhandlungen auf ein Sparpaket in Millionenhöhe einigen zu können, um so den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens zu sichern“ erklärt Vida-Fachgruppenleiter Daniel Liebhart. „Dieses Verhalten hat dazu geführt, dass die Beschäftigten jegliches Vertrauen in dieses Kontrollgremium verloren haben. Die nun veröffentlichte Kritik des Rechnungshofs knüpft daran an und löst große Bestürzung bei den Beschäftigten aus. Statt Dank erhält man Schelte. Viele stellen sich die Frage, ob die Kontrollorgane der Austro Control die aktuelle Situation überhaupt erfasst hätten und verstanden haben, dass ausschließlich die Beschäftigten einen Beitrag für den Fortbestand der Flugsicherung in Österreich leisten“. Die Gewerkschaft verweist darauf, dass die Flugsicherung eine systemrelevante Infrastruktur ist, die sich vollständig aus eigenen Einnahmen finanziert. Beispielsweise verdient die ACG an den Gebühren, die Airlines und Privatpiloten zu entrichten habe. Liebhart befürchtet, dass wenn nach dem Motto „Kosten runter, egal was es kostet“ vorgegangen wird, dass Austro Control in der Zukunft Probleme haben für spezialisierte Berufe wie Lotsen, Techniker und Metrologen Personal zu finden. „Seit Jahrzehnten schafft es die Austro Control nicht, einen nachhaltigen Personalstand in der Flugsicherung aufzubauen. Andere Flugsicherungen, wie beispielsweise

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ABTA verteilt Rose an Hotels und Reisebüros – Airlines kassieren Kaktus

Die Austrian Business Travel Association verlieh auch heuer wieder den traditionellen Kaktus für das größte Ärgernis des Jahres. Neu ist, dass auch eine Rose an „verlässliche Partner“ vergeben wurde. Die stachelige Pflanze kassierte die Airline-Branche aufgrund der verschleppten Erstattungen. „In dieser außergewöhnlichen Situation für die Geschäftsreisebranche wollten wir mit der „Rose“ verlässliche Partner auszeichnen, die sich durch innovative Ideen und hilfreiche Services bemüht haben, die Auswirkungen der Krise zu mildern“, so ABTA-Präsident Andreas Gruber die Idee hinter der „Rose“ des Jahres. Die Geschäftsreiseexperten bewerteten den „kulanten Service der Hotels bei den Stornobedingungen“ und die „Rundum-Erreichbarkeit (24/7)“ der Reisebüros gleichwertig, so dass zwei Rosen vergeben wurden. Weniger „rosig“ sah es im Airline-Bereich aus: Die zwei Kakteen gehen ex aequo an den „Europäischen Fleckerlteppich von Corona bedingten Reiseeinschränkungen“ sowie an die „Schleppenden Ticket-Rückerstattungen durch die Airlines“, die die größten Ärgernisse in diesem Jahr für Travel Manager und Geschäftsreisende darstellten.

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