
Reblaus Express: Das Heurigen-Lokal auf Schienen
Die Geschichte der Eisenbahn im nordwestlichen Weinviertel ist eng verknüpft mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Lokalbahnstrecke von Retz nach Drosendorf, eine Verbindung, die über Jahrzehnte hinweg das Rückgrat für den Personen- und Güterverkehr bildete. Nach einer Ära des Niedergangs, die zur Einstellung des regulären Betriebes führte, erlebte diese historische Trasse eine bemerkenswerte Wiederbelebung als eine Art „Heurigenlokal auf Schienen“. Heute wird sie unter dem Namen „Reblaus Express“ von der NÖVOG als touristisches Erlebnis betrieben, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet und die landschaftlichen Schönheiten des Wein- und Waldviertels einem breiten Publikum zugänglich macht. Einst war die Lokalbahn Drosendorf-Retz eine wichtige Anbindung an die Nordwestbahn und somit – mit Umstieg in Retz – an Wien. Doch die einstige hohe regionale Bedeutung ging zunehmend zurück ehe dann der Personenverkehr durch die Österreichischen Bundesbahnen eingestellt wurde. Zeitweise gab es ab Wien-Praterstern, damals noch Bahnhof Wien-Nord, ausgewählte Züge, die ohne Umstieg bis Drosendorf und zurück verkehr sind. Doch das ist alles Eisenbahngeschichte. Nach der Einstellung von Personen- und später auch Güterverkehr befand sich die Lokalbahn lange im Dornröschenschlaf. Im Jahr 2010 erwarb das Land Niederösterreich über die NÖVOG die Infrastruktur und machte diese wieder fit für die Wiederaufnahme. Bislang beschränkt sich der Verkehr auf touristischen Museumsverkehr, der sich an Personen richtet, die mit dem Fahrrad unterwegs sind oder aber einen Eisenbahn-Ausflug machen wollen. Daher ist der nunmehrige „Reblaus Express“ nicht in den Verkehrsverbund Ostregion integriert, so dass eine eigene Fahrkarte erforderlich ist. Das Konzept








